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Finanzmanagement (Fach) / Grundlagen (Lektion)

Kapitel 1)

Diese Lektion wurde von Kastro91 erstellt.

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  • Vermögensorientierte- und Stromorientierte Definition von Investition Aufgabe 1a) Vermögensorientierte Definition: Zugang an (Anlage- / Umlauf-) Vermögen (Aktivseite) Stromorientierte Definition: Zahlungsstrom, der mit einer Auszahlung beginnt und später Einzahlungen erwarten lässt
  • Vermögensorientierte- und Stromorientierte Definition von Finanazierung Aufgabe 1a) Vermögensorientierte Definition: Zugang an Kapital (Passivseite) Stromorientierte Definition: Zahlungsstrom, der mit einer Einzahlung beginnt und später Auszahlungen erwarten lässt
  • Abgrenzung von Finanzierung und Investition Investition und Finanzierung sind häufig untrennbar miteinander verbunden Investitionen/Finanzierungen erstrecken sich über Zeiträume Investitionen/Finanzierungen stehen in Verbindung mit Beständen und Zahlungen Finanzkreislauf ist notwendig zur Aufrechterhaltung des Güterkreislaufes
  • Finanz- und Güterkreislauf Aufgabe 1b) Finanzierung und Investition sind Bereiche des Finanzkreislaufes Finanzkreislauf ist Notwendig zur Aufrechterhaltung des Güterkreislaufes Kapitalverwendung = Investition Kapitalbeschaffung = Finanzierung Notwendige Beschaffungen im Leistungsprozess müssen finanziert werden Ohne Investitionen in das Anlage und Umlaufvermögen kann nicht produziert werden Absatz liefert die erforderlichen Umsätze  
  • Aufgaben der Finanzwirtschaft Aufgabe 1c) Die Kapitalaufbringung zerfällt in die Teilprobleme• Kapitalvolumen: Ermittlung des notwendigenKapitalbedarfs• Kapitalstruktur: Optimale Kombination derFinanzierungsarten (niedrigste Kapitalkosten) Die Kapitalanlage untersucht die Probleme• Investitionsobjekte: Untersuchung, welcheVermögensteile beschafft werden sollen• Investitionsumfang: Untersuchung, in welchemUmfang die Vermögensteile beschafft werden sollen• Anlagedauer: Optimale Dauer der Investition
  • Auszahllung Abnahme des Bestandes an liquiden Mitteln (Kassenbestand,Guthaben bei Kreditinstituten, i.w.S. zusätzlich Effekten, Schecks,diskontfähige Besitzwechsel) · Auszahlungen, die keine Ausgaben sind: Zahlung einer Rechnung über in der Vorperiode gekaufte Rohstoffe · Auszahlungen, die gleichzeitig Ausgaben sind: Barkauf von Rohstoffen
  • Ausgabe Abnahme des Bestandes an liquiden Mitteln zuzügl. Forderungen abzügl. Verbindlichkeiten · Ausgaben, die keine Auszahlungen sind: Zielkauf von Rohstoffen · Ausgaben, die keine Aufwendungen sind: Kauf von Rohstoffen auf Lager (Verbrauch in späteren Perioden) · Ausgaben, die gleichzeitig Aufwendungen sind: Kauf von Rohstoffen zum sofortigen
  • Aufwand In Geldeinheiten bewerteter Güterverzehr (Ge- und Verbrauch von Sachgütern und Inanspruchnahme von Dienstleistungen) eines Wirtschaftsjahres und betriebliche Steuern · Aufwendungen, die keine Ausgaben sind: Materialverbrauch aus Lagerbestanden Neutraler Aufwand/ Aufwendungen, die keine Kosten sind:- Betriebsfremder Aufwand (Spenden)- Außerordentlicher Aufwand (Verlust aus dem Verkauf einer Maschine,Brandschaden)- Periodenfremder Aufwand (Steuernachzahlung aus früheren Jahren) · Zweckaufwand oder Grundkosten /Aufwendungen, die gleichzeitig Kosten sind:Rohstoffeinsatz, Energieaufwendungen, Versicherungsaufwendungen
  • Kosten In Geldeinheiten bewerteter ordentlicher (d.h. im Rahmen desüblichen Betriebsablaufs zu erwartender) Güterverzehr einesWirtschaftsjahres, der im Zusammenhang mit dem Betriebszweckentsteht. · Zusatzkosten /Kosten, denen kein Aufwand gegenübersteht:Kalkulatorische Miete, kalkulatorischerUnternehmerlohn
  • Einzahlung Zunahme des Bestandes an liquiden Mitteln (Kassenbestand,Guthaben bei Kreditinstituten, i.w.S. zusätzlich Effekten, Schecks,diskontfähige Besitzwechsel) · Einzahlungen, die keine Einnahmen sind: Zahlung für Erzeugnisse, die in der Vorperiode an den Kunden abgegeben wurden · Einzahlungen, die gleichzeitig Einnahmen sind: Barverkauf von Erzeugnissen
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  • Einnahme Zunahme des Bestandes anliquiden Mitteln zuzügl. Forderungen abzügl. Verbindlichkeiten · Einnahmen, die keine Einzahlungen sind: Zielverkauf von Erzeugnissen · Einnahmen, die keine Erträge sind: Anzahlung für Erzeugnisse, die erst in einer späteren Periode erstellt werden · Einnahmen, die gleichzeitig Erträge sind: Verkauf von Erzeugnissen, die in der Periode erstellt wurden
  • Ertrag In Geldeinheiten bewertete Gütererstellung eines Wirtschaftsjahres · Erträge, die keine Einnahmen sind: Produktion von Erzeugnissen auf Lager · Neutraler Ertrag/ Erträge, die keine Leistungen sind:- Betriebsfremder Ertrag (Verkauf eines nicht betrieblich genutzten Grundstucks, Dividende aus Aktien)- Außerordentlicher Ertrag (Verkauf einer Maschine)- Periodenfremder Ertrag (Steuerruckzahlung) · Zweckertrag oder Grundleistung/ Erträge, die gleichzeitig Leistungen sind: Ertrage aus betriebsbedingter Tätigkeit, (Verkauf von betrieblichen Erzeugnissen)
  • Leistungen In Geldeinheiten bewertete ordentliche (d.h. im Rahmen desüblichen Betriebsablaufs zu erwartende) Gütererstellung einesWirtschaftsjahres, die im Zusammenhang mit dem Betriebszwecksteht · Zusatzleistungen/ Leistungen, denen kein Ertrag gegenübersteht:Differenz zwischen Wertansatz für Bestände in Kostenrechnung und Bilanz
  • Unterschiede Eigen- und Fremdfinanzierung Aufgabe 3a) Merkmal Eigenfinanzierung Fremdfinanzierung Laufende Erträge Erfolgsabhängige Gewinnbeteiligung Erfolgsunabhängiger Zins Rückzahlungsbetrag Erfolgsabhängiger Liquidationserlös Erfolgsunabhängiger fester Betrag Mitwirkung/Kontrollrechte i.d.R. Geschäftsführerkompetenz Keine Steuerbehandlung Gewinn unterliegt Steuer Zinsen vermindern steuerpflichtigen Gewinn Rechtsstellung bei Insolvenz Keine Ansprüche ; Haftung mit Privatvermögen Insolvenzgläubiger mit bevorzugten Ansprüchen
  • Finanzierung über Börse - Vorteile Aufgabe 3c) Eigenkapital steht dauerhaft zur Verfügung es muss nicht regelmäßig mit Ausschüttungen bedient werden zusätzlich: Erhöhung des Bekanntheitsgrades, Verbesserung der Mitarbeitermotivation (durch Ausgabe von Mitarbeiteraktien), größere Transparenz des Unternehmens
  • Unterschiede Innen- und Außenfinanzierung Aufgabe 3d) Innenfinanzierung  Finanzierung durch eigenen Cashflow  Finanzierungsvorgang  entsteht laufend  Planung sehr unsicher Außenfinanzierung Finanzierung durch Kapitalzuführung von Außen Finanzmittel werden zu bestimmen Zeitpunkt überlassen Plannung im Voraus möglich
  • Aufgabe 4) Innen- und Außenfinanzierung a) Ausgabe von Belegschaftsaktien. (Außen, Eigen) b) Der Geschäftsführer gibt seinem Unternehmen einen Kredit. (Außen, Fremd) c) Das Unternehmen beantragt bei seiner Hausbank einen Kredit. Außen, Fremd) d) Ein Teil der Gewinne wird den Rücklagen zugeführt. (offene Selbstfinanzierung, Innen, Eigen) e) Das Unternehmen bildet Rückstellungen. (Innen, Eigen) f) Kurserholung der Aktien an der Börse. (nichts) g) Das Unternehmen begibt eine Wandelschuldverschreibung. (Außen, Fremd)
  • Formen der Finanzierung Mittelherkunft / Rechtsstellung-> Eigenfinanzierung Fremdfinanzierung Außenfinanzierung Externe Eigenfinanzierung = Beteiligungsfinanzierung Externe Fremdfinanzierung -          Kreditfinanzierung -          Subventionen Innenfinanzierung Interne Eigenfinanzierung (einbehaltene Gewinne) -          Selbstfinanzierung -          Finanzierung aus Abschreibung -          Finanzierung aus Kapitalfreisetzung Interne Fremdfinanzierung -          Bildung von Rückstellungen