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Examen Zoologie (Fach) / Prokaryoten und Protisten 2 (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Topolina erstellt.

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  • Was versteht man unter Protisten? Protisten sind einzellige Lebewesen, die weder Tiere, Pflanzen oder Pilze sind. Einzellig bedeutet dabei nicht zwangsläufig einfach gebaut! Eine einzelne Zelle muss alle Funktionen des Organismus übernehmen, deshalb ist die Differenzierung oft höher als bei Mehrzellern
  • Einordnung der Amoeba und Begründung Amoeben gehören zur Gruppe der Rhizopoda. Rhizopoda können Scheinfüßchen (Pseudopodien) ausbilden, um sich fortzubewegen oder um Nahrung aufzunehmen. Je nach Gestalt der Pseudopodien unterscheidet man: Lobopodien: zungen- oder fingerförmig Filopodien: fadenartig, verzweigt oder unverzweigt Axopodien: fadenartig, steif und unverzweigt Reticulopodien: verzweigt mit Querverbindungen
  • Lebensweise der Amoeben normalerweise frei lebend, aber es kommen auch parasitische Arten vor, z.B. Entamoeba histolytica (Erreger der Amoebenruhr)
  • Skizze Amoebe Skript S. 8
  • Aufbau Amoebe man kann granuläres Entoplasma von klarem Ektoplasma unterscheiden Scheinfüßchen sind in Form von Lobopodien ausbegildet Zellkern Nahrungsvakuolen kontraktile Vakuole Lobopodien Einsatz zur Fortbewegung und zur Nahrungsaufnahme Entoplasma strömt in die neu entstehenden Lobopodien ein angetrieben von einem Aktin-Myosin-System (ähnlich wie im Muskel, aber mit geringerer räumlicher Anordnung) Nahrungsvakuolen entstehen bei der Aufnahme der Beute durch Phagocytose unverdauliche Reste werden durch Exocytose wieder ausgeschleust Kontraktile Vakuole zur Osmoregulation aufgrund des osmotischen Drucks strömt im Süßwasser  permanent Wasser in die Amoebe ein; durch die Vakuole wird das Wasser wieder aus der Zelle herausgepumpt um ein Platzen der Amoebe zu verhindern
  • Fortpflanzung von Amoeben ungeschlechtlich durch Mitose (Agamogonie)
  • Radiolarien = Strahlentierchen phylogenetische Position ist unbekannt rezent ausschließlich marin besitzen ein Skelett aus Silikat, darin befindet sich ein amoeboider Körper Skelette sind gesteinsbildend (Radiolarienschlamm der Tiefsee) Bedeutung als Leitfossilien (Paläoklimatologie, Erdölsuche)
  • Foraminiferen = Kammerlinge phylogenetische Position unbekannt rezent ausschließlich marin Gehäuse aus Calcit, in mehrere Kammern gegliedert Gehäuse gesteinsbildend (Felsen von Dover) Fortbewegung durch Pseudopodien Fossilien als Leitfossilien wichtig (Erdölsuche, Paläoklimatologie...) Numuliten: Riesenforaminiferen, Durchmesser bis zu 15 cm
  • Fortpflanzung von Foraminiferen Heterophasischer Generationswechsel: Wechsel zwischen geschlechtlicher und ungeschlechtlicher Vermehrung geschlechtliche Generation: Gamonten, haploid, können Gameten produzieren ungeschlechtliche Generation: Agamonten, diploid, können Agamonten oder Gamonten produzieren
  • Einordnung von Paramecium und begründung Paramecium gehört zur Gruppe der Ciliaten Ciliaten zeichnen sich durch den Besitz von Cilien aus. Damit sind präzisere Bewegungen möglich als mit Geißeln oder Pseudopodien  
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  • Skizze Paramecium Skript S. 11
  • Aufbau Paramecium - Übersicht gesamte Zelloberfläche besitzt Cilien steife Zellmembran (Pellicula) Peristom = Mundfeld Cytostom = Zellmund Cytopyge = Zellafter Kerndualismus pulsierende Vakuole
  • Pellicula = steife Zellmembran des Paramecium Besteht aus: Basalkörper der Cilien kinetodesmale Fibrillen Mikrotubuli und Mikrofilamente Alveolen (Plasmamembran bildet Vakuolen, die für eine zusätzliche Stabilisierung nach dem "Wellpappeprinzip" sorgen) Cortex = Pellicula + Trichocysten + Mitochondrien (Trichocysten sind mit Sekret gefüllte Organellen mit Abwehrfunktion)
  • Aufbau der pulsierenden Vakuole bei Paramecium besteht aus mehreren radiär angeordneten Ampullen Ampullen münden am distalen Ende in Sammelkanäle Sammelkanäle stehen mit einem Tubuligeflecht in Verbindung (Spongiom)
  • Kerndualismus und Vermehrung von Paramecium Paramecium besitzt zwei Zellkerne: Makronucleos: enthält zahlreiche Kopien der genetischen Information und ist verantwortlich für die Steuerung vegetativer Vorgänge Mikronucleus: typischer eukaryotischer Zellkern, wichtig für die genetische Rekombination Die Vermehrung selbst läuft asexuell durch mitotische Teilung ab. Aber es kommt auch zu einem Austausch von genetischem Material durch Konjugation: Paramecien lagern sich aneinander und verschmelzen in der Mundregion  Makronucleoli lösen sich auf Mikronucleoli durchlaufen eine Meiose und teilen sich so, dass am Schluss in jedem Paramecium 4 haploide Kerne sind je 3 der Mikronuclei lösen sich wieder auf der übrige Kern teilt sich mitotisch; es bildet sich ein männlicher und ein weiblicher Vorkern die männlichen Vorkerne werden zwischen den Paramecien ausgetauscht in jedem Paramecium kommt es zum Verschmelzen der beiden Milronuclei Partner trennen sich Bildung eines neuen Makronucleus