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Mibi (Fach) / Gastrointestinale Infektionen (Lektion)

Diarrhoe, Botulismus,..

Diese Lektion wurde von Lavraievie erstellt.

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  • Definition der Dysenterie entzündliche Darmstörung, oft verbunden mit Blut und Schleim/ Eiter im Stuhl, begleitet von Schmerzen, Fieber, Bauchkrämpfen, Krankheitsherd meist im Dickdarm
  • Definition der Diarrhoe vermehrte Stuhlausscheidung und/oder dünnflüssige Konsistenz, verbunden mit hohen Wasser- und Elektrolytverlusten; Krankheitsherd meist im Dünndarm
  • Definition der Enterokolitis Entzündung der Dünn- und Dickdarmmukosa
  • Definition der Gastroenteritis Syndrom mit typischen gastrointestinalen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Abdominalbeschwerden
  • Die sechs verschiedenen E.coli-Gruppen EPEC: enteropathogene ETEC: enterotoxische EHEC: enterohämorrhagische EIEC: enteroinvasive EAEC: enteroaggregative DAEC: diffus-aggregative
  • EPEC Besitzt Pili, Intimin (ein Adhäsin) und ein damit zusammenhängendes Rezeptorprotein Sie heften sich an die Dünndarmepithelzellen und zerstören die Mikrovilli-> Diarrhoe
  • ETEC binden mit Fimbrien-Adhäsinen an Membranrezeptoren der Dünndarmzellen Plasmidgene produzieren Enterotoxine  
  • EHEC Verotoxin, im Wesentlichen identisch mit Shigatoxin Anheftungsmechanismus wie bei EPEC, nur am Kolon -> hämorrhagische Kolitis -> kann hämolytisch- urämisches Syndrom verursachen
  • EIEC Anheftung an Epithelzellen des Dickdarms über Plasmidgene-> Endozytose-> Lyse der Vesikel und Vermehrung-> Zerstörung, Entzündung, Nekrose und Ulzerationen des Gewebes-> Blut und Scheim im Stuhl
  • EAED Wirkung auf Dünndarm Vor allem Kinder in Entwicklungsländern von anhaltenden Durchfällen betroffen aggregative Adhärenz durch Plasmidgen-assoziierte Fimbrien Toxinproduktion
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  • DAEC bilden alpha-Hämolysin und den zytotoxischen Nekrosefaktor 1  
  • Wie ist ein hämolytisch-urämischen Syndrom HUS gekennzeichnet? Durch aktues Nierenversagen, Anämie, Thrombozytopenie gekennzeichnet neurologische Komplikationen können vorkommen Folge einer EHEC-Infektion in Großbritannien und den USA ist es die häufigste Ursache für akutes Nierenversagen bei Kindern
  • Salmonella enterica Reservoir: Tier und Mensch Übertragung: kontaminierte Lebensmittel wie Geflügel und Molkereiprodukte auch von Mensch zu Mensch übertragbar
  • Pathomechanismus Salmonellen Aufnahme der Salmonellen von M-Zellen im terminalen Ileum-> Ausbreitung auf die Epithelzellen-> Einwanderung in Ileozäkalbereich; Vermehrung in der Lamina propria-> Entzündung Prostaglandine aktivieren Adenylatzyklase-> verstärkte Flüssigkeitssekretion-> Diarrhoe
  • Bei wem kann die Salmonelleninfektion zu Komplikationen führen? Welche sind das? Bei Kindern, Krebskranken, Patienten mit Sichelzellanämie S.enteritidis, S. cholerae-suis können bei ihnen invasiv werden Sie können eine Sepsis verursachen und verschiedene Organe befallen: Osteomyelitis, Pneumonie, Meningitis
  • Kulturnachweis Salmonellen 24h bei geringer Anzahl ist Anreicherung in Selenitbouillon nötig endgültiges Ergebnis mit Serotypangabe nach 48h
  • Campylobacter S-förmige gebogene gramnegative Stäbchenbakterien mikroaerophil und thermophil (42°C) Campylobacter jejuni am häufigsten großes Tierreservoir Infektion über kontaminierte Lebensmittel ( Geflügel, Milch, Wasser)
  • Klinisches Bild einer Campylobacterinfektion und Diagnose ähnelt einer Salmonellen- oder Shigelleninfektion Inkubationszeit und Krankheitsdauer sind aber länger vorläufige Diagnose nach 48h
  • Behandlung schwerer Campylobacter-Diarrhoen Erythromycin bei invasiven Infektionen zusätzlich: Chinolone, Tetrazyklin oder Aminoglykoside
  • Vibrio cholerae kommaförmige, gramnegative Bakterien Hauptreservoir ist der Mensch frei lebend in Süßwasser Verbreitung über kontaminierte Nahrung, direkte Übertragung ist untypisch endemisches Auftreten der Cholera in teilen Afrikas, Südamerikas und Südostasiens
  • Virulenzfaktoren von Vibrio cholerae Polgeißel Muzinaseproduktion spezifische Rezeptorbindung
  • Cholerasymptome stark wässriger, nicht blutiger Durchfall-> Reiswasserstuhl Flüssigkeitsverlust von bis zu einem Liter pro Stunde Dehydrierung, metabolische Azidose, Hypokaliämie, hypovolämischer Schock bis hin zu Herzversagen unbehandelt ist es in 40-60% der Fälle tödlich
  • Was kennzeichnet eine Shigellose? Synonym: Bakteriendysenterie Die schwere Verlaufsform wird durch eine entzündliche Invasion der Dickdarmmuskosa gekennzeichnet Die Durchfälle sind deshalb mit etrigem Schleim und Blut durchsetzt
  • Was ist die Komplikation einer Shigellose bei Kindern? begünstigt durch eine starke Mangelernährung kann es zum Proteinmangelsyndrom Kwashiorkor kommen
  • Übertragung der Shigellen meist auf fäkal-oralem Weg  lösen schon in kleinen Dosen Infektion aus  
  • Pathomechanismus Shigellen Anheftung im distalen Ileum und Kolon an die Schleimaut Eindringen in die Epithelzellen und Verursachung einer ulzerierenden Entzündung S. dysenteriae bildet ein Shiga-Toxin, es hat Ähnlichkeit mit dem Toxin von EHEC und schädigt sowohl Darmepithel als auch glomeruläre Endothelzellen ( HUS)