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HdM WI7 1. Semester (Fach) / Einführung in die Mediensysteme (Lektion)

Einführung in die Mediensysteme

Diese Lektion wurde von thomasb erstellt.

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  • Bereiche der Rundfunkregulierung Duales Rundfunksystem (Landesmedienanstalten, LMA) Werberegulierung (>20%; 12 Min/h; klar erkennbar) Inhaltsregulierung (Minderheiten; rechtsradikale Volksverhetzung; Sexismus etc.) Zugangsregulierung (diskriminierungsfrei)
  • Bereiche der Telekommunikation- und Internetregulierung Mobil‐, Kabel‐, Internetnetze (Infrastruktur) Inhaltliche Regulierung (Telemedien) Grundlagen Elektronischer Handel Unterbindung illegaler Aktivitäten
  • Bereiche der Medienkonzentrationsregulierung Kartellverbot (Keine Absprachen) Fusionskontrolle (Prüfung > € 1,25 Mio. Umsatz in Deutschland) Meinungsmacht‐Kontrolle durch KEK (>30% Zuschauer)
  • Merkmale der Medienkonzentration Bei der Medienkonzentration sind insbes. folgende Merkmale von aussagekräftiger Bedeutung: Umsatz als Kriterium der wirtschaftlichen Größe und Auflage / Reichweite als Kriterium der publizistischen Größe.
  • Die größten medienproduzierenden Länder sind? USA China Mexiko Ägypten Brasilien Indien
  • Zu den Kernbranchen der Kulturwirtschaft zählen? Verlagsgewerbe (Buchverlage, Presseverlage, Tonträger- und Musikverlage) Filmwirtschaft (Film-, TV-Film-, Video-Produktion, Verleih, Vetrieb, Filmtheater) Rundfunkwirtschaft (privater Hörfunk/Fernsehen) Musik, visuelle und darstellende Kunst (Freiberufliche Künstler/innen, private Theater-, Kleinkunstszene, Theater-/Konzertdirektionen, bühnentechnische Betriebe) Journalisten-/Narichtenbüros Museumshops, Kunstaustellungen (kommerzielle Museumsaktivitäten und Kunstaustellungen) Einzelhandel mit Kulturgütern (Musikfachhandel, Buchhandel, Galerien, Kunsthandel) Architekturbüros (Innen-, Garten-/Gestaltungs-, Hoch-/Tiefbauarchitekten) Designwirtschaft (Industrie-, Produkt- mit Mode/Textil- u.ä. Design, Kommunikationsdesign/Werbegestaltung, jedoch ohne Fotografisches Gewerbe) Werbung (Werbevermittlung, etc. ohne Werbedesign) Software/Games (Software- und Spieleentwicklung und -beratung, ohne Hardware und DV-Dienste)
  • Mediensysteme sind komplexe Gebilde. Erörtern Sie die möglichen Kriterien zur Systematik und Klassifikation (Vorgehensweise zur Abgrenzung und Ordnung) von Mediensystemen. Abgrenzung der Medien nach Technikeinsatz•    Primärmedien (ohne Einsatz von Technik)•    Sekundärmedien (Technikeinsatz bei der Produktion)•    Tertiärmedien (Technikeinsatz bei Produktion und Rezeption)•    Quartärmedien (Technikeinsatz bei Produktion und Rezeption + digitale Medien)Systematik der Mediensysteme (Sektoren der Mediensysteme)•    Presse•    Rundfunk•    Buch•    Film•    Musik/ Tonträger•    Nachrichtenagenturen•    Werbemedien•    Internet
  • Durch das Internet und den hohen Grad an Mobilität verändert sich der Medienbegriff. Schlagwörter wie Individualisierung und Globalisierung bestimmen neuere Definitionsansätze. Sind Medien noch „Massenmedien“ im klassischen Sinne? Klassische Massenmedien gehen vom Sender zum Empfänger, bei Social Media und Web 2.0 ist das nicht mehr der Fall. Die Masse wird über Blogs, Wikis oder ähnlichem noch immer erreicht, ist jedoch nicht mehr einseitig, sondern "user generated content" und entspricht somit nicht mehr dem klassischen Sinn der Massenmedien.Definition: Medie ist ein Sammelbegriff für Audiovisuelle Mittel und Verfahren, zur Verbreitung und Erstellung von Informationen.
  • Anhand welcher Kriterien lässt sich der Einfluss von medienpolitischen Aktivitäten bewerten? Rechtssicherheit (Urheberrecht)SteuernInternetzugang für alleZulassung Fernsehen Regulierung Netz
  • Erörtern Sie die aus Ihrer Sicht wichtigsten medienpolitischen Institutionen und Gesetze Institutionen: Landesmedienanstalt (LFK Landesanstalt für Kommunikation): Aufgaben: Lizenzvergabe, Rangfolge für Kabelbelegung Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK):Landesmedienanstalten (ALM, DLM, KEK, KEF, KJM) Gesetze: Mediengrundrecht (Art. 5 GG) Telemediengesetz (TMG):Bezieht sich wie Rundfunkstaatsvertrag auf Massenmedien. Gilt für alle Informations- und Kommunikationsdienste die nicht Telekommunikation oder Rundfunk sind. Telemedien sind: Teleshopping, Videotext, Internet Angebote (Webshop, Suchmaschinen, Ebay), Keine Telemedien sind: Live Streaming, Webcasting(gestreamter TV), Internettelefonie (Skype) Rundfunksstaatsvertrag (RStV) Weitere Staatsverträge Landesgesetze  
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  • Diskutieren Sie die wichtigsten Gründe für staatliche Medienregulierung. Jugenschutz, was gehört nicht in TV (Gewalt, Sex etc), Meinungsvielfalt, Grundversorgung durch dualen Rundfunk, Zugangsfreiheit → Bürger brauchen freie Meinungsbildung, da sonst keine Demokratie möglich ist => InformationsfreiheitÖkonomische Gründe: Marktversagen – wenn werbefinanzierter Rundfunk keine Werbung schalten dürfte gibt’s MarktversagenGesellschaftliche Gründe: Inhalte und Meinungsvielfalt Technische Gründe: durch Frequenzknappheit, diese relativiert sich aber druch dig. Rundfunk der die Übertragungskapazität erhöht.Ressourcenallokation: (Verteilung knapper Ressourcen) in Bezug auf Medienregulierng: Frequenzverteilung/LMA Lizenzen
  • Erklären Sie, warum Medienkonzentration ein Problem ist und ob dies ein berechtigter Grund für staatliche Regulierung ist. Ein breites Spektrum soll vorhanden sein. Meinungsvielfalt, unterschiedliche Meinungsspektren. Medienstruktur besteht aus großen, mittelständischen, und kleinen Unternehmen, das soll erhalten bleiben.Berechtigte staatl. Regulierung z.b. Kartellverbot (keine Preisabsprachen, Wettbewerbsverbote, Marktaufteilung), Fusionskontrolle (Verhinderung der Fusion zw. Pro7Sat1 Media AG und Axel SpringerVerlag im Jahr 2006) Meinungsmachtkontrolle durch KEK – Verhinderung von Monopolstellung.
  • Erörtern Sie anhand eines selbst gewählten Medienunternehmens die Konzentrationsproblematik sowie die möglichen Handlungsoptionen. Beispiel Pro7Sat1. Es wird versucht einen Großteil des Markts abzudecken, dadurch wird dich Meinungsvielfalt eingeschränkt. Pro7Sat1 hat viele verschiedene Sender (Pro7, Sat1, N24, Kabel1, Teleshopping) dadurch werden viele Segmente abgedeckt. Marktanteil ist sehr hoch (über 20%). Bei höheren Maktanteilen bzw. Umsatz verhindert die KEK eine Fusionierung. Fusionierung wird durch KEK verhindert wenn 500 Mio Euro International Umsatz generiert wird, oder ein Unternehmen national 25 Mio Umsatz hat.
  • Was ist ein Rezipient? Ein Rezipient ist ein Empfänger z.B. Leser, Zuhörer, Zuschauer, Besucher, User, Publikum
  • Wie unterscheiden sich „Digital Natives“ von „klassischen Nutzern“? Digital Natives sind Nutzer im Alter von 14 bis 29 Jahren, also diejenigen, die in der digitalen Welt groß geworden sind, dagegen sind Digital Immigrants (klassische Nutzer) 30- bis 39-Jährige Personen, eine Generation, die erst im Erwachsenenalter mit der digitalen Welt konfrontiert wurde.
  • Medienpolitik: Dimensionen des Politikbegriffs Polity - strukturelle und institutionelle Bedingungen Versteht Politik als: Rahmen Verwendet Begriffe wie: Normen, Regeln, Institutionen Politics - politische Prozesse und beteiligte Akteure Versteht Politik als: Prozess Verwendet Begriffe wie: Interessen, Macht, Konflikte, Einfluss, Akteure Policy - Regeln und Politische Entscheidungen Versteht Politik als: Inhtalt Verwendet Begriffe wie: Probleme, Politikfelder, Gestaltung, Regelung, Lösung
  • Medium: Begriffsherkunft und -bedeutung(en) „medius“ – in der Mitte liegend; dazwischen; mittelnd „medium“ – Mittelpunkt, Mittelstraße, Öffentlichkeit Medium = Mittler kommunikativer Zeichen/Symbolen
  • Mediensysteme sind... Mediensysteme sind offene, dynamische, interdependente, und differenzierte Systeme mit einer historisch entstandenen Struktur.
  • Was ist Medienpolitik? Medienpolitik ist jenes Handeln, welches auf die … Herstellung und Durchsetzung allgemein verbindlicher Regeln und Entscheidungen … über Medienorganisationen und die massenmediale öffentliche Kommunikation ... …abzielt.
  • Ziele der Medienpolitik in Deutschland? 1.Gewährleistung freier öffentlicher Meinungsbildung2.Trennung von Staat und Medien3.Qualitative Grundversorgung (z.B. durch „dualen Rundfunk“)4.Zugangsfreiheit5.Verhinderung der Dominanz des Kapitals über Publizistik / vorherrschender Meinungsmacht
  • Typologie der Medien - nach Technikeinsatz Typologisierung (nach Einsatz technischer Mittel): Primärmedien (Menschmedien): Ohne Einsatz von Technik z.B. Theater Sekundärmedien (Schreib/Druckmedien): Technikeinsatz bei der Produktion z.B. Zeitung Teritärmedien (elektr. Medien): Technikeinsatz bei Produktion und Rezeption z.B. Musik-CD Quartärmedien (digitale Medien): Technikeinsatz bei Produktion und Rezeption z.B. Soziale Medien im Internet
  • Was sind Nachrichtenagenturen? „Publizistisches Unternehmen, das Nachrichten sammelt, bearbeitet und gegen Entgelt an Medieneinrichtungen sowie an Unternehmen, Verbände, Regierungsstellen oder Privatpersonen vermittelt.“
  • Was ist ein Markt? „Ein Markt umfasst alle Verkaufstransaktionen zwischen Anbietern (Produktions- und Handelsunternehmen) und Nachfragern, die sich auf gleichartige Produkte (Güter) beziehen. Eine Marktabgrenzung erfolgt damit über die Definition einzelner Güter.“ (Seufert 2010)
  • Der Drei-Stufen-Test der öffentl. rechtl. Rundfunkanstalten Vorprüfung: Handelt es sich um ein neues Angebot? 1. Stufe: Entspricht das Angebot dem Auftrag? 2. Stufe: Qualitativer Beitrag zum publizistischen Wettbewerb? 3. Stufe: Erforderlicher Finanzaufwand? Zu Stufe 2: Phase 1: Abgrenzung des relevanten ökonomischen Marktes Phase 2: Markt- und Wettbewerbsanalyse mit Angebot Phase 3: Markt- und Wettbewerbsanalyse ohne Angebot
  • Formen der Unternehmenskonzentration a) HorizontalZusammenschluss von Unternehmen auf demselben Marktb) VertikalUnternehmen auf vor- und nachgelagerten Produktionsstufenc) DiagonalAusdehnung in für das Unternehmen neue (Medien)-Märked) KonglomerateVerbindung von Medienkonzernen mit fachfremden Konzernen