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Mibi (Fach) / Intrauterine und perinatale Infektionen (Lektion)
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- Wodurch wird die Abstoßung des Fetus verhindert? Es fehlen MHC- Antigene auf den Plazentazellen Antigene sind mit blockierenden AK bedeckt das mütterliche Immunsystem ist herunterreguliert
- Wieso sind Feten so infektionsanfällig? IgM und IgA werden erst in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft in größerer Menge gebildet es findet keine IgG-Synthese statt es werden nicht genügend Zytokine produziert, weil die zellvermittelten Immunreaktionen kaum entwickelt sind oder fehlen
- Was umfasst das routinemäßige Screening von Schwangeren? Röteln-AK Treponemen-AK Hepatitis-B-Surface-Antigen (HBsAg) HIV-Anitkörper
- Wie ist das Vorgehen bei einer Schwangeren, die mit HIV infiziert ist? Verhinderung der vertikalen Übertragung: antiretrovirale Therapie für die Mutter und nach der Geburt für das Kind Schnittentbindung Verzicht auf das Stillen 12 Monate wird mittels Nachuntersuchungen geprüft ob sich das Kind wirklich nicht infiziert hat
- Vorgehen bei einer Mutter mit HBV-Infektion Bestimmung der Infektiosität-> Davon hängt ab, ob das Kind nach der Geburt nur mit Hepatitis-B-Vakzine oder zusätzlich mit einem HBV-spezifischen IgG geimpft werden muss! bei einer chronischen Hepatitis B kann der Mutter eine antivirale Therapie mit Langzeitüberwachung angeboten werden
- Vorgehen bei Schwangeren, die nicht gegen Röteln immun sind Schutzimpfung direkt nach der Geburt
- Vorgehen, wenn Schwangere Kontakt mit Treponemen haben Antibiotikatherapie Im ersten LJ werden die Kinder engmaschig (serologisch) auf eine Infektion kontrolliert
- Was ist ein Hydrops fetalis? Wie wird er behandelt? eine hochgradige Anämie mit Blässe, Aszites und Hepatosplenomegalie Ursache kann eine Parvovirusinfektion sein Behandlung: intraunterine Blutaustauschtransfusion
- Mögliche Folgen einer Rötelninfektion im ersten Schwangerschaftsdrittel Entwicklungsstörungen von Herz, Gehirn, Augen und Ohren Fruchttod
- Nachweis einer fetalen Rötelninfektion Infizierte Feten bilden selber AK gegen das Virus IgM-Moleküle lassen sich im Nabelschnurblut und im Blut des Neugeborenen nachweisen Isolation des Virus aus Rachen und Urin Cave: Wird noch monatelang vom Säugling ausgeschieden, Ansteckungsgefahr!
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- Klinische Zeichen einer konnatalen CMV-Infektion geistige Retardierung, Spasik, Augenfehler, Hörschäden, Hepatoslenomegalie, thromobytopenische Prurpura und Anämie
- Diagnose der CMV-Infektion beim Neugeborenen Serologisch durch den Nachweis CMV-spezifischer IgM-Antikörper bis zu drei Wochen nach der Entbindung
- Klinische Zeichen einer Syphilis beim Neugeborenen Rhinitis, Haut- und Schleimhautläsionen, Hepatoslenomegalie, Lymphadenopathie, Knochen-, Knorpel- (Sattelnase) und Zahnveränderungen Wenn die Mutter bis zum vierten SSM behandelt wird, kann eine fetale Infektion verhindert werden!
- Wie viel Prozent der Feten infiziert sich bei einer Primärinfektion der Mutter mit CMV? 40% 5% weisen zum Geburtstzeitpunkt Symptome auf
- Klinische Zeichen einer Toxoplasmoseinfektion Krämpfe ( Konvulsionen), Mikrozephalie, Chorioretinitis, Hepatosplenomegalie und Gelbsucht später: Hydrzephalus, geistige Retardierung, Sehfelhler bei der Geburt häufig noch keine auffälligen Verändeungen
- Wann ist die Inzidenz fetaler Schäden bei Toxoplasmose am höchsten? 59% im letzten Trimenon
- Behandlung der Schwangeren und des Feten bei Toxoplasmoseinfektion Spiramycin: 1-15 SSW, nicht plazentagängig -> verringert das Übertragungsrisiko Sulfonamid, Pyrimethamin und Folinsäure: ab der 16 SSW -> Behandlung der fetalen Infektion
- Klinische Symptome bei einer konnatalen HIV-Infektion mangelnde Gewichtszunahme, erhöhte Eigung zur Sepsis, verzögerte Entwicklung, Lymphozytäre Pneumonie, Mundsoor, vergrößerte Lymphknoten, Hepatosplenomegalie, Diarrhoe, Pneumonie im ersten LJ jann sich eine Enzephalopathie oder das Vollbild von AIDS entwickeln
- Labordiagnose bei HIV Nachweis proviraler HIV-1-DNA oder HIV-1-RNA mithilfe der PCR Cave: Tests können erst Monate nach der Geburt positiv ausfallen daher zusätzlicher Nachweis von p24-Antigen und HIV-Antikörpern
- Was sind Listerien Listeria monoxytogenes beweglich, betahämolysierend, grampositiv Stäbchenbakterium Reservoir: Rinder, Schweine, Nagetiere, Vögel Vorkommen auch in Pflanzen und im Boden Vermehrung bei Temperaturen um die 3-4°C
- Wie werden Listerien übertragen? Durch Kontakt mit infizierten Tieren oder Kot Konsum von unpasteruisierter Rohmilch oder Weichkäse bzw. kontaminiertem Gemüse
- Wie manifestiert sich die Listeriose bei Schwangeren? Listeria monocytogenes kann eine leichte, grippeartige Erkrankung auslösen oder gar keine Symptome verursachen Die Bakteriämie infiziert erst die Plazenta und dann den Fetus
- Wie manifestiert sich die Listeriose bei Schwangeren? Listeria monocytogenes kann eine leichte, grippeartige Erkrankung auslösen oder gar keine Symptome verursachen Die Bakteriämie infiziert erst die Plazenta und dann den Fetus
- Was sind mögliche Folgen einer Infektion des Fetus mit Listerien? Abort oder Frühgeburt Neugeborenensepsis oder- pneumonie mit Abszedierung oder Granulombildung: early onset ( bis zur ersten LW) bei Ansteckung nach der Geburt: meningitisches Krankheitsbild: late onset ( nach der ersten LW)
- Nachweis und Behandlung bei Listerieninfektion Isolierung aus Blutkulturen, Liquor cerebrospinalis, Hautläsionen des Neugeborenen Behandlung mit Ampicillin- unter Umständen kombiniert mit Gentamicin
- Wann spricht man von einer perinatalen Infektion? Maximal 3 Tage vor und 3 Tage nach der Geburt
- Zu was kann eine Primärinfektion mit VZV bis zur 20 SSW führen? Gliedmaßendeformitäten und andere schwere Schäden
- Zu welchen bakteriellen Infektionen kann es in der Spätschwangerschaft kommen? Betahämolysierende B Streptokokken, besiedeln bei 10-30% der Schwangeren Rektum oder Vagina Escherichia coli Klebsiellen Proteus Bacteroides Staphylokokken Mycoplasma hominis
- Symptome bei Meningitis sehr unspezifisch: Atemschwierigkeiten, Gedeihstörungen, Trinkschwäche, Durchfall, Erbrechen
- Welche Erreger können, die perinatal oder beim Stillen übertragen wurden, eine Augeninfektion ( Ophtalmia neonatorum) hervorrufen? Gonokokken Chlamydien Staphylokokken
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- Wie viel Prozent Neugeborener HBV-infizierter Mütter infizieren sich? 90% nur 5% bei HCV! Anderer Übertragungsweg
- Wie viele Neugeborene infizieren sich mit HSV bei einer primären HSV-Infektion der Mutter ein Drittel der Neugeborenen ( 80% der Mütter entwickeln bei Primäinfektion zervikale Läsionen)
- Bei welchen Viren ist die Muttermilch eine relevante Infektionsquelle? Bei HIV und bei HTLV
- Was war im 19. Jahrhundert die Hauptursache für den Tod der Mutter im Wochenbett und warum? Kindbettfieber: Puerperalsepsis Das geschädigte Uterusgewebe ist mit seiner großen Wundfläche sehr anfällig für Infektionen
- Erreger, die die Puerperalsepsis verursachen betahämolysierende Streptokokken der Gruppe A aus dem Nasenrachenraum oder von der Haut der Geburtsthelfer Anaerobier aus der Darmflora der Mutter wie Clostridium perfringens, Bacteroides, E.coli, Streptokokken der Gruppe B
- Infektionserreger, die eher ein oder zwei Wochen nach der Geburt übertragen werden: betahämolysierende Streptokokken B, gramnegative Bakterien Herpes-simplex-Virus Staphylokokken: S.-Konjunktivitis, Augenverklebung, Hautsepsis es kann durch ein spezifisches epidermolytisches Staphylokokkentoxin zum Syndrom der verbrühten Haut kommen ( staphylococcal scalded skin syndrome)