5

Sozialwissenschaftliche Forschung (Fach) / 4. Strukturalismus und Poststrukturalismus (Lektion)

Diese Lektion wurde von Alixobert erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

  • b) 2. Grundprinzipien Strukturalismus sucht nach Regeln, Beziehungen, die über alle betrachteten Gruppen, Organisationen oder Kulturen gleich sind interner Zusammenhang von Phänomenen als Struktur über die Rekonstruktion von Differenzen logischer Vorrang des Ganzen vor den Teilen (der Kultur, des Sozialen)
  • a) Strukturalismus: Ablehnung funktionaler Zusammenhänge Erkennen des Ganzen über Analyse des Zusammenhangs von Phänomenen als Teile einer Struktur des Ganzen Strukturen sind losgelöst von Subjekten 4 Dichotomien als forschungsleitende Annahmen: langue/parole- langue: System/soziale Institution/Regelwerk einer Sprache (kollektiv)- parole: genutzte Sprache (individuell) synchron/diachron- synchron: wie ist etwas zu einem zeitpunkt (statisch)- diachron: wie verändert sich etwas (dynamisch) Paradigma/Syntagma- Paradigma: gedankliche Ordnung von Dingen (distinktiv)- Syntagma: Abfolge von Dingen, Elemente mehrerer Paradigmen (kumulativ) Bezeichnetes/Bezeichnendes -> System von Differenzen bezogen auf Vorstellungen und Lautbilder-Signifie: Bezeichnetes, Vorstellung, (Konstitution des Zeichens/Objekts)- Signifikant: Bezeichnendes, Lautbild, (Zeichenträger, Typisierung, Merkmal)
  • c) Grundlinien Poststrukturalistischen Denkens Spiel der Zeichen:- Zeichen/Sprache als reine Verweisstruktur von Signifikanten- Sprache als offenes System ohne Zentrum, instabil und unabschließbar Mechanismen der Macht und Hegemonie:- Macht als Mechanismus des Schließens kultureller Ordnungen- Macht als produktiver Mechanismus und als 'Können' Konstitutives Außen- soziale Ordnungen und Strukturen durch Abgrenzung konstituiert, welches zugleich konstitutiv für die Ordnung ist Verzeitlichung und historische Entuniveralisierung Subjektivation von Körper und Psyche- Fokus auf Materialität der Kultur- durch Dezentrierung des Subjekts -> linguistic turn, cultural turn
  • Mimesis -> Übersetzung von für wirklich gehaltener Zusammenhänge -> aufgrund der Konstruktion von: alltäglicher Wirklichkeit, individueller Wirklichkeit der Untersuchten, wissenschaftlicher Wirklichkeit der Untersuchenden Mimesis 1: Vor-Verständnis und Vor-Interpretation menschlichen Handelns, sozialer und natürlicher Ereignisse Mimesis 2: Reinterpretierende und rekonstruierende Verarbeitung der konstruierten Erfahrungswelt in Texten Mimesis 3: interpretierende Rezeption und Transformation von Texten in Verständnisweisen
  • Prozess des Sozialkonstruktivismus Subjektive Wirklichkeit -> Externalisierung -> Objektivation -> Gesellschaftliche Ordnung -> Internalisierung-> Externalisierung der subjektiven Wirklichkeit / Veräußerung des eigenen Handelns subjektives Handeln/Wissen wird zur gesellschaftlichen Wirklichkeit-> Alltagswelt aus Riten/Normen, die als objektiv wahrgenommen werden die so entstandene gesllschaftliche Ordnung wirkt auf den Menschen, er handelt danach, internalisiert sie
Anzeige