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Modul 1 - 03400 Geschichte der Psychologie (Fach) / Kapitel 6.3 - Entwicklungspsychologie (Lektion)
Einführung in psychologische Grundlagenfächer - hier: Entwicklungspsychologie
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- Gegenstand der Entwicklungspsychologie nicht wie etwas "ist", sondern wie etwas "wird" im Zentrum Frage nach (den Bedingungen) der Entstehung, Veränderung, und Zustandekommen von Stabilität psychischer Phänomene und Funktionen über die Lebensspanne hinweg Thematisierung typischer Veränderungsverläufe, als auch interindividuelle bzw. subgruppenspezifische Unterschiede zw. Veränderungsverläufen Ableitung von Interventationsempfehlungen bei abweichender Entwicklung
- Spannungsfeld Veränderung und Entwicklung Veränderung: weites Konzept Entwicklung: engeres Konzept Diskurs der EP: Wann sind Veränderungen Entwicklungen? Nicht eindeutig zu beantworten, da die EP sich selbst verändert hat - von Kinderpsychologie zu Lebensspannenorientierung
- Lebensspannenorientierung Einteilung Kinder-, Jugend-, Erwachsenenalter Geschichtlich zunächst Fokus auf Kindesalter, verstanden als Reifung Erwachenenalter verstanden als Erhaltungs- und Abbauphase Durch esellschaftlichen und demographischen Wandel neuer Entwicklungsbegriff: Veränderung - Auf- und Abbau & Anpassung - findet über die gesamte Lebensspanne statt Alter als alleiniger Bezugspunkt zur Markierung von Entwicklung verliert an Bedeutung
- Längsschnittdesign als Methode zur Beobachtung von Veränderung Dasselbe Individuum wird im Hinblick auf das interessierende Merkmal zu untersch. Zeitpunkten untersucht Dadurch Nachzeichnung eines individuellen Entwicklungsverlaufes Dann: Vergleich vieler versch. ind. Entwicklungsverläufe, um Aussagen über "allgemeinte" Entwicklungsverläufe machen zu können Methodische Probleme: Festlegung der Untersuchungszeitpunkte, Testungseffekte, Drop-Outs, etc.
- Querschnittdesign als Methode zur Beobachtung von Veränderung Untersuchung Individuen untersch. Alters im Hinblick auf ein Merkmal Aus den Unterschieden zw. den Altersgruppen wird auf den Entwicklungsverlauf des Merkmals geschlossen Methodisches Problem: per definitionem kein Aussage über Entwicklungsverläufe bzw. Entwicklung an sich möglich
- Kohortenanalyse & Probleme Kohorte = Gruppe von Personen, die gemeinsam haben ein bestimmtes, längerfristig prägendes Ereignis erlebt zu haben Beispiele: Alters-, Geburtenkohorten Identifikationsproblem bei der Zuordnung eines Ereignisses zu einem Effekt, da Alters-, Perioden- und Kohorteneffekte bei jedem Ereignis gleichzeitig auftreten können
- Konfundierung Vermischung von Alters- und Kohorteneffekten im Querschnittsdesign - genaue Herleitung der Unterschiede nicht mehr möglich z.B. Können 60-Jährige schlechter mit dem PC umgehen, weil bei ihnen altersbedingte Abbauprozesse stattfinden, oder weil ihre Kohorte weniger Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit dem PC hatte?
- Fragen nach den Bedingungen für Entwicklung i.d. Entwicklungspsychologie im Zentrum: Zusammenspiel biologischer Faktoren (Genetik, Reifung) und sozio-kultureller Aspekte Auf welche Weise tragen Individuen selbst (aktiv) zu ihrer Entwicklung bei oder steuern sie gar?
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