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Sozialwissenschaftliche Forschung (Fach) / 3. Kritische Theorie (Lektion)

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  • b) 2. Kennzeichen Traditioneller Theorie Theorie als ein Inbegriff von Sätzen über ein Sachgebiet Wissenschaft als unaufhörlich wachsende Bibliothek alle Teile sind durchgängig und widerspruchslos miteinander verknüpft Wissenschaftler gliedert Tatsachen in begriffliche Ordnungen ein, so dass er und alle anderen sich ihnen bedienen können traditionelle Gestalt der Theorie gehört zum arbeitsteiligen Produktionsprozess (Wissenschaft ist Teil der Gesellschaft)
  • c) 3. Kritik an Traditioneller Theorie und Programmatik Kritischer Theorie 1. Trennung von Subjekt und Objekt, beides jedoch von Gesellschaft geprägt Tatsachen nur im gesellschaftlichem Zusammenhang verständlich Reflektion des Wissenschaftlers über eigene Position in Gesellschaft notwendig 2. Fachspezifische Arbeitsteilung problematisch Erkenntnis der gesellschaftlichen Totalität notwendig Forderung nach Transdisziplinarität 3. Aufdeckung gesellschaftlicher Widersprüche (basieren auf gesellschaftlichen Macht- und Herrschaftsverhältnissen) 4. Perspektive der Emanzipation: die Menschen können das Sein ändern, die Umstände dafür sind jetzt vorhanden dazu müssen (ökonomische) Gesetze zurückgesetzt werden
  • d) 4. Gesellschaftsverständnis der Kritischen Theorie i.S. Horkheimers der Ausgangspunkt um gesellschaftliche Probleme zu begreifen ist die ökonomische Gesellschaft Produktion ist nicht auf Leben der Allgemeinheit ausgerichtet, sondern auf Machtanspruch der Einzelnen das kapitalistische System bringt Fortschritt, wird aber auch zur Hemmnis weiterer gesellschaftlicher Entwicklung (Horkheimer: führt in Barbarei wie bspw. 3. Reich)
  • e) 5. Kritik der instrumentellen Vernunft 1. Reduktion der Funktion der Vernunft auf Auswahl und Optimentierung der Mittel -> Vernunft wird instrumentell / zweckrational (bspw. ökonomisches Prinzip) 2. Herrschaft instrumenteller Vernunft geht einher mit Niedergang der Individualität 3. Entwicklung des Produktionsapparates verbunden mit fortschreitender Naturbeherrschung z.B. Straßenbau 4. Revolte der Natur / Naturbeherrschung schließt Menschenbeherrschung ein zur Beherrschung der Natur eingesetzte Verfahren beherrschen den Menschen (z.B. nicht mehr fähig, sich autark zu ernähren)  
  • a) Grundlegende Zugänge zur kritischen Theorie 1. Dialektik und Materialismus Hegel, Marx soziale Verhältnisse durch kapitalistische Strukturen gekennzeichnet Bürokratisierung, verwaiste Welt 2. Psychoanalyse Freud Stabilisierung sozialer Verhältnisse durch Familie starke Tendenz zur Reproduktion; Massenkultur 3. Aufklärung Kant Zurückführung der Begriffe auf subjektive Ursprünge Vernunft als kritisches und selbstständiges Denken -> Kritische Theorie (Kernthemen): Ökonomie Entwicklung des Individuums Gesellschaftskultur  
  • g) Ansprüche Reflexion über gesamtgesellschaftliche Totalität-> an Paradoxien lassen sich Macht- und Herrschaftsmechanismen erkennen Reflexion von Forscherinnen und Untersuchungsgegenständen im gesellschaftlichen Kontext Orientierung an 'normrationaler Vernunft', nicht zweckrationaler Vernunft/Rationalismus Verschränkung von Theorie und Praxis, um bestehende Umstände/Missstände zu verändern-> Entwicklung eines moralischen Denkens (Subjektivität!) Forschung als Leidminderung
  • h) Theorie kommunikativen Handelns Zurückweisung der 'düsteren Diagnostik' der früheren kritischen Theorie Betonung der Differenz zwischen Systemintegration und Sozialintegration-> Rationalitätsanspruch der Aufklärung ist nicht zwangsweise als instrumentelle Vernunft Annahme der möglichen Durchsetzung verallgemeinerungsfähiger Interessen im kommunikativen Handeln (Diskurse)
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