30

Produktionstechnik (Fach) / PT I (Lektion)

aus Musterfragenkatalog (70 - 80%)

Diese Lektion wurde von Sebastian82 erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Nennen Sie die sechs Phasen des klassischen Produktlebenszyklus.  ENTWICKLUNG >> vor Umsatzbeginn hohe Kosten für Unternehmen für Realisierung eines Produktes EINFÜHRUNG >> Phase der Markteinführung: Gegenüberstellung von geringen, langsam wachsenden Umsätze und von Investionen für Aufbau von Produktion und Vertrieb ggü. >> enthält BREAK-EVEN WACHSTUM >> Erreichen der Zone der positiven Deckungbeiträge und Umsätze sowie Anstieg des Stückgewinns >> paraller Durchlauf des Produktlebenszyklus eines neuen Produktes / Beginn NEUENTWICKLUNG REIFE >> Kennzeichnung der Reifephase durch Wendepunkt der Produktumsatzkurve SÄTTIGUNG >> max. Umsatzvolumen während Produktgewinn weiter sinkt ABSTIEG >> Umsatzrückgang und "Produktausterben"
  • Skizzieren und erläutern Sie die Phasen des klassischen Produktlebenszyklus und zeichnen Sie Umsatz‐ und Gewinnkurve ein! Wann sollte die Einführung eines neuen Produktes erfolgen (Skizze und Erläuterung)?   siehe Folie 7 (PT I  VL 2) Gewinnkurve Start mit ENTWICKLUNGSPHASE (1.Phase) cosinusförmig ins Gewinnminus (Verlust) bis Beginn EINFÜHRUNGSPHASE (2.Phase) bis ca. Ende der WACHSTUMSPHASE (3.Phase) weiterhin cosinusförmiger Anstieg ins Gewinnplus (Gewinn) flacher gleichmäßiger Abfall bis Ende ABSTIEGSPHASE (6.Phase) auf Null Umsatzkurve Start mit EINFÜHRUNGSPHASE (1.Phase) bei Null arcustangensförmig bis Beginn SÄTTIGUNGSPHASE (5.Phase) auf Umsatzplus flacher leicht bogenförmiger Abfall bis Ende ABSTIEGSPHASE (6.Phase) im Umsatzplusbereich Einführung eines neuen Produktes Ende WACHSTUMSPHASE (3.Phase) cosinusförmig bis Ende ABSTIEGSPHASE (6.Phase) Min. am Übergang zwischen REIFE- (4.Phase) und SÄTTIGUNGSPHASE (5.Phase) im Gewinn- und Umsatzminus Gewinnprognose bei Ende SÄTTIGUNGSPHASE (5.Phase) Peak ca. Mitte ABSTIEGSPHASE (6.Phase)
  • Beschreiben Sie den Unterschied zwischen klassischen Produktlebenszyklus und integrierten Produktlebenszyklus.  klassische Produktlebenszyklus (vom Markteintritt bis zum Marktaustritt: nur Betrachtung der Verkaufsergebnisse   integrierter Produktlebenszyklus (von der ersten Idee bis zur endgültigen Entsorgung): Betrachtung von Betrieb, Service und Recycling   Möglichkeit zur Gewinnerzielung, z.B. im Betrieb oder mit Service zunehmende Betrachtung von Umweltverträglichkeit und Ressourcenausnutzung
  • Nennen Sie die Produktphasen nach Spur/ Krause. PRODUKT -forschung, -planung, -konstruktion, -erprobung, -herstellung, -distribution, -gebrauch und -abwicklung
  • Skizzieren oder beschreiben Sie die Prozesskette der Produktion nach Westkämper!   PROZESSKETTE der PRODUKTION Entwicklung und Konstruktion <->   Arbeitsvorbereitung: Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung <->   Rohmaterial (nicht im System Produktionsprozess sondern als INPUT) >> Fertigung: Teilefertigung und Montage / Prüfung >> Vertrieb >> Produkte (nicht im System Produktionsprozess sondern als OUTPUT)   Produktionsnahe Dienstleistungen und Informations-/Kommunikationssysteme   <-> ... Informationsfluss >> ... Materialfluss
  • Nennen und Beschreiben Sie die einzelnen Phasen der Entwicklung und Konstruktion.  Die 4 Hauptphasen der ENTWICKLUNG und KONSTRUKTION: AUFGABENLÄRUNG Klären und Präzisieren der Aufgabenstellung KONZEPTPHASE Ermitteln von Funktionen und deren Strukturen Suche nach Lösungsprinzipien und deren Strukturen ENTWURFSPHASE Gliedern in realisierbare Module Gestalten der maßgebenden Module Gestalten des gesamten Produktes AUSARBEITUNGSPHASE Ausarbeiten der Ausführungs-/Nutzungsaufgaben
  • Definieren Sie den Begriff „Arbeitsvorbereitung“! Die Arbeitsvorbereitung umfasst die Gesamtheit aller Maßnahmen einschließlich aller erforderlichen Unterlagen und Betriebsmittel, die durch Planung, Steuerung und Überwachung die Produktion von Erzeugnissen entsprechend der Produktionsstrategie gewährleisten.
  • Welche Planungsmaßnahmen umfasst die Arbeitsplanung? ARBEITSPLANUNG umfasst alle einmalig auftretende Planungsmaßnahmen, wie fertigungs- und ablaufgerechte Gestaltung der Arbeitsgegenstände und Betriebsmittel Festlegung der Arbeitsverfahren, -methoden und -bedingungen sowie Bereitstellung der Menschen und Betriebsmittel unter ständiger Berücksichtigung der Wirtschaftlicheit.
  • Unterteilen Sie die Aufgaben der Arbeitsplanung, und nennen Sie je zwei Beispiele.  AUFGABEN der ARBEITSPLANUNG: KURZFRISTIGE Planungsaufgaben Fertigungsplanerstellung Betriebsmittelplanung CNC-Planung Stücklistenverarbeitung LANGFRISTIGE Planungsaufgaben Methodenplanung (Fertigungs-, Planungsmethoden) Investitionsplanung (Fertigungsmittel, Anlagen) Materialplanung (Lagersorten-, Lagerortplanung) Kostenplanung (Vorkalkulation, Wirtschaftlichkeitsrechnung) Planungsvorbereitung (Aufbereitung der Planungsunterlagen, Auswahl der Planungsunterlagen) Qualitätssicherung (Prüfplanung, Qualitätsplanung)
  • Wodurch sind die Fertigungsart bzw. das Fertigungsprinzip gekennzeichnet? FERTIGUNGSART zeitliche Struktur des Arbeitssystems z.B. Einzelfertigung (Einmal-, Wiederholfertigung), Mehrfachfertigung (Serien-, Massenfertigung) FERTIGUNGSPRINZIP räumliche und organisatorische Struktur des Arbeitssystems z.B. Einplatzprinzip (externe oder betriebliche Baustellenfertigung), Verrichtungsprinzip (Werkbankprinzip, Werkstättenprinzip, Fertigungszentrum/-zelle), Fließ- oder Erzeugnisprinzip (flexibles Fertigungssystem, Reihenfertigung, lose verkettete Taktfertigung, starr verkettete Taktfertigung)
  • Anzeige
  • Nennen Sie die logistischen Bereiche eines Unternehmens. Beschaffungslogistik, Produktionslogistik, Distributionslogistik (Distribution = Verteilung) und Rückführungs-/entsorgungslogistik
  • Nennen Sie die Einteilung der Montageaufgaben. EINTEILUNG der MONTAGEAUFGABEN: Zubringen (z.B. Bunkern, Ordnen, Drehen, Wenden, Schwenken, Zuteilen, Eingeben, Ausgeben, Positionieren, Spannen, Entspannen) Justieren (z.B. Einstellen, Abstimmen, Kalibrieren) Kontrollieren (z.B. Messen, Prüfen) Fügen (z.B. Füllen, Schrauben, Pressen, durch Urformen, Umgießen, Schweißen, Löten, Kleben, Falzen, Vernieten) Hilfsfunktionen (z.B. Reinigen, Bedrucken, Erwärmen, Kühlen)
  • Nennen Sie die Unterschiede zwischen der Vertriebs‐ und der Marketingkonzeption! siehe Folie 25 PT I  VL 2   Bezugspunkt Mittel Ziel Vertriebskonzeption >> Produkt >> Verkaufs- bzw. Absatzförderung >> Gewinn durch Verkaufsvolumen >> MARKT Marketingkonzeption >> Kundenbedürfnisse >> Integriertes Marketin >> Gewinn durch Kundenzufriedenheit >> MARKT
  • Nennen Sie die Aufgabenbereiche des Marketing! MARKTANALYSE ist Marktforschung im weitesten Sinne. Schaffung eines Überblicks über den Markt! z.B. Bedarfs-, Produkt-, Werbe- oder Distributionsforschung, Wettbewerbsanalyse MARKTPLANUNG hat Marktvorgänge gedanklich vorwegzunehmen und diese nach Möglichkeit zu optimieren. Ausarbeitung eines Marktplanes! z.B. Produkt-, Absatz-, Werbe-, Preisplanung MARKTERSCHLIEßUNG hat den Markt für ein Produkt zu eröffnen und verwirklicht die festgelegten Maßnahmen der MARKTPLANUNG. Realisation der Pläne und Kontrolle! z.B. Formierung der Absatzzielgruppen, Marktinformation, Akquisition, Kontrolle
  • Nennen Sie mindestens fünf PDM‐Grundfunktionen! PRODUKT-DATEN-MANAGEMENT (PDM) - Grundfunktionen: Produktstrukturmanagement Klassifizierungs- und Auskunftssystem Dokument und Datenmanagement Viewing und Markup Elektronische Archivierung und Verteilung Workflowmanagement
  • Definieren Sie die Produktplanung! Wortlaut nach Skript PT1 VL3 S.6: Die Produktplanung umfasst, ausgehend von den Unternehmenszielen, die systematische Suche und Auswahl zukunftsträchtiger Produktideen und deren Verfolgung.
  • Erläutern Sie die Bezeichnungen „Cash‐Cows“ und „Wild‐Cats“ im Zusammenhang mit dem Produktportfolio.  Wild-Cats kleiner Bruttogewinn (oder Verlust) im Vergleich zur Konkurrenz mit hohem Marktanteil Halten des Marktanteils erfordert erhebliche Mittel etwaiger Ausbau erfordert zusätzliche Mittel, deren Erfolg sich erst langfristig zeigen würde Zusammenfassung (nach Diagramm): hohes Marktwachstum bei relativ niedrigem Marktanteil Strategie: Entscheidung über Ausbau- oder Rückzug   Cash-Flows hohe Bruttogewinne dank hoher kumulierter Erfahrung bei relativ kleinem Bedarf an Finanzmitteln für das Halten des Marktanteils = hohe gegenwärtige Einnahmeüberschüsse Zusammenfassung (nach Diagramm): geringes Marktwachstum bei relativ hohem Marktanteil Strategie: Marktposition halten; "vernünftige" Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen
  • Nennen Sie die Hauptablaufstationen der Produktentwicklung. Ablauf der Produktentwicklung Analysieren der Situation >> SITUATIONSANALYSE Aufstellen der Suchstrategien >> SUCHFELDVORSCHLAG Finden von Produktideen >> PRODUKTIDEEN Auswählen von Produktideen >> AUSGEW. PRODUKTIDEEN Definieren von Produkten >> PRODUKTVORSCHLAG Klären und Präzisieren >> ANFORDERUNGSLISTE Phase 1. bis 6. bedeutet das "Produkt planen" Phase 6. mit Rückkopplung zur Entwicklung und Konstruktion bedeutet "Konzipieren"
  • Nennen Sie fünf Methoden zur Ideenentwicklung! Methoden der Ideenfindung systematisch Morphologie progr. Abstraktion Relevanzbaum Iteration Dialogmethode intuitiv Brainstorming Galeriemethode Methode 635 Delphi-Methode Synektik
  • Nennen und gliedern Sie die Produktplanung auslösende Impulse! Produktplanung auslösende Impulse PT I  VL 3  S.8 externe Impulse technisches oder wirtschaftliches Veralten der eigenen Produkte neue und verbesserte echnologien oder Verfahren neue verbesserte Werkstoffe Änderung der Abnehmerwünsche Nachfrageschwankungen Preisvorteile der Konkurrenz Ertragsrückgang gesetzliche und wirtschaftspolitische Maßnahmen interne Impulse Nutzung von Überkapazitäten Streuung des Risikos Nutzung besonderer Erkenntnisse in Fertigung und Entwicklung Rationalisierung in Fertigung und Entwicklung Nutzung von Erwerbs- und Beteiligungsmöglichkeiten  
  • Zählen Sie die Potenzialarten und Potenzialbereiche eines Unternehmens auf! Unternehmenspotentiale PT I  VL3  S.16 Potentialarten Informationspotential Sachmittelpotential Personalpotential Finanzmittelpotential Potentialbereiche Entwicklungspotential Beschaffungspotential Produktionspotential Vertriebspotential  
  • Was sind Suchfelder? Welche Suchfelder kennen Sie? Definition - Suchfelder Sind der Produktfindung vorzugebende Aktionsbereiche, innerhalb derer nach neuen Produktideen gesucht werden soll.   Beispiele für Suchfeldparameter FUNKTION (z.B. Transportieren, Messen, Regeln, Formen, Halten, Schützen, Verpacken, Lagern, Verteilen, Information / Energie erzeugen / speichern / übertragen / wandeln, ... ARBEITSPRINZIP (mechanisch, hydraulisch, optisch, akustisch, thermisch, chemisch, magnetisch, elektronisch, elektrisch, ...) STOFF (Metall, Holz, Glas, Luft, Wasser, Erdöl, Kunststoff, Fasern, Nahrungsmittel, Kohle, Gestein, Chemikalien, ...) VERFAHREN (Gießen, Sintern, Walzen, Schmieden, Pressen, Trennen, Schneiden, Schweißen, Kleben, Mischen, Beschichten, Härten, ...) ABNEHMERBEREICH (Bergbau, Landwirtschaft, Automobilbau, Wehrtechnik, Werkzeug- und Formenbau, ...) TRENDS (Umweltschutz, Technologien, Rohstoffrückgewinnung, Mikroelektronik, ...) DESIGN (Handhabung, Ergonomie, Umgebungsbezug, Zeitbezug, Wertvorstellungen, ...)
  • Was ist das Ziel der Produktplanungsverfolgung? Feststellen von Abweichungen von der gemachten Planung während der Produktrealisierung Aufstellen von Anpassungsvorschlägen zur Optimierung des Produktes bzw. der Produktion Festhalten von Erfahrungen für die Entwicklung zukünftiger Produktideen
  • Wie und wann im Ablauf der Produktentwicklung entstehen Produktideen? Zwischen 2. Phase - Aufstellen von Suchstrategien und 4. Phase – Auswählen von Produktideen in 3. Phase – Finden von Produktideen durch den Einsatz intuitiver oder systematischer Methoden zur Entwicklung von Ideen
  • Erläutern Sie kurz die vier Normstrategien der Produkt‐Markt‐Matrix! Strategische Varianten in der Produkt-Markt-Matrix ("derzeitige Produkte" / "neue Produkte" zu "derzeitige Märkte" / "neue Märkte") PT I  VL3 S.13 Intensivierung: Planung des laufenden Geschäftes Markterweiterung: Planung derzeitiger Produkte in neuen Märkten Produktneuplanung: Planung neuer Produkte für derzeitige Märkte Diversifikation: Planung neuer Produkte in neuen Märkten
  • Erklären Sie den Begriff Dogs! Dogs PT I  VL3  S.15 in Abstiegsphase des Lebenszyklus in schrumpfenden Märkten bei relativ niedrigem Marktanteil geordnete Aufgabe der Geschäftsbereiche z.B. Verkauf an Wettbewerber (welcher seine Position dadurch verbessern könnte)
  • Welche intuitiven Methoden zur Entwicklung von Ideen kennen Sie? Methoden der Ideenfindung PT I  VL3 S.25 intuitiv Brainsstorming Galeriemethode Methode 635 Delphi-Methode Bionik Synethik historische Analogie
  • Wie werden die den größten Erfolg versprechenden Produktideen ermittelt? Ideenbewertung und -auswahl PT I  VL3  S.38 Geeignetes Vorgehen ist folgender 3-Stufen-Plan: Stufe 1: Grobbewertung auf der Basis der Erfahrungen der Teilnehmer (100-150 Ideen)  Stufe 2: Qualitative Feinbewertung basierend auf Kurzanalysen (10-15 Ideen) Stufe 3: Qualitativ-quantitative Bewertung aufgrund umfassender Detailanalysen (3-5Ideen)
  • Wie werden aussichtsreiche Suchfelder festgelegt? Mit Hilfe interner und externer Informationen sowie Impulsen für Suchfelder werden folgende Schritte durchlaufen: Gewichtung der Anforderungen an Suchfelder -> ergibt gewichtete Anforderungen Aufstellung möglicher Suchfelder ––> ergibt Liste möglicher Suchfelder Selektion -> ergibt aussichtsreiche Suchfelder
  • Nennen Sie Strategieempfehlungen zur Produktentwicklung in Unternehmen! Strategieempfehlungen zur Produktentwicklung!!! PT I  VL3  S.19 Vermeiden von Produktmonokulturen überlappende Zyklen der Einzelprodukte anstreben  rechtzeitige Innovation in jeweils kleineren Schritten einleiten  IInnovation aus der Sicht des Marktes steuern  fundiertes Produktwissen verfügbar machen  bei größeren Innovationsvorhaben externe Foschungsinstitute zur Marktuntersuchung oder Technologieentwicklung einschalten