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WSFP - Großhandel (Fach) / 26. Fragen für die Lehrabschlussprüfung - Lohn- und Gehaltsverrechnung (Lektion)
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- Wann wird ein Arbeitsentgelt als Lohn und wann als Gehalt bezeichnet? Der Lohn ist das Arbeitsentgelt der Arbeiter, das Gehalt das Arbeitsentgelt der Angestellten.
- Nennen Sie die Aufgaben der Lohn- und Gehaltsverrechnung! Aufgaben der Lohn- und Gehaltsverrechnung sind u. a.: Ermittlung der Bruttobezüge, der Zulagen, Berehnung der lohnabhängigen Beiträge und Steuern und des Auszahlungsbetrages.
- Nach welchen Gesichtspunkten können Arbeitsentgelte eingeteilt werden? Arbeitsentgelte können eingeteilt werden nach: dem Zeitpunkt der Auszahlung z. B. in Tag-, Wochen-, Monatslohn
- Nennen Sie Vor- und Nachteile von Zeit- und Leistungslohn! Zeitlohnung Vorteile des Zeitlohnes: - Durch geringen Lestiungsanreit ist eine gewissenhafte Ausführung möglich, die Unfallgefahr wird herabgesetzt. - Diese Lohnform wird auch dann gewählt, wenn eine Leistung nicht oder schwer messbar ist. Nachteil des Zeitlohnes: - Kein Anreiz zur Mehrleistung, deshalb wird eine Kontrolle der Arbeitsleistung nötig. Leistungslohnung Vorteile des Leistungslohnes: - Großer Anreiz zur Mehrleistung. Nachteile des Leistungslohnes: - Durch das erhöhte Arbeitstempo kann es zu einer höheren Unfallwahrscheinlichkeit, höherem Verschleiß an Maschinen und Geräten, größerem Materialverbrauch kommen. - Eine besondere Qualitätskontrolle ist notwendig.
- Welche Zulagen und Zuschläge in der Lohnverrechnung kennen Sie ? Nennen Sie einige Beispiel! Zuschläge sind u. a. die Überstungenzuschläge für Normal- , Sonn- und Feiertags- sowie nachtarbeit. Zulagen sind u. a. Schmutz- , Erschwernis- und Gefahrenzulage.
- Welche Abzugsposten in der Lohn- und Gehaltsverrechnung kennen Sie ? Bei den Abzügen in der Lohn- und Gehaltsverrechnung unterscheidet man zwischen:gesetzlichen Abzügen, wie z.B. Sozialversicherungsbeitrag, Arbeiterkammerumlage, Wohnbauförderungsbeitrag, Lohnsteuer
- Nennen Sie Grundlagen, die für die Lohn- und Gehaltsverrechnung maßgebend sind! Für die Lohn- und gehaltsverrechnung sind u. a. Gesetze (Einkommensteuergesetz, Angestelltengesetz, Allgemeines Sozialversicherungsgesetz), Kollektivvertäge, Dienstverträge, Betriebsvereinbarungen maßgebend.
- Was versteht man unter dem Begriff Sozialversicherung? Welche Versicherungen sind in der Sozialversicherung zusammengefasst? Die Sozialversicherung ist eine gesetzlich geregelte Pflichtversicherung. Sie umfasst:Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung, Unfallversicherung und Pensionsversicherung.Im weiteren Sinne werden, da sie ebenfalls an die zuständige Krankenkasse abgeliefert werden, noch folgende Beiträge zur Sozialversicherung gezählt:Arbeiterkammerumalge, Wohnbauförderungsbeitrag, Entgeltfortzahlungsbeitrag, Zuschlag nach dem Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz, Schlechtwetterentschädigungsbeitrag.
- Wer hat Anspruch auf Familienbeihilfe? Anspruch haben Personen, die in Österreich ihren Wohnsitz habe, für minderjährige Kinder und für volljährige Kinder (bis zum vollendeten 24.Lebensjahr), die in Berufsausbildung stehen.
- Erklären Sie den Begriff ,,Kinderabsetzbetrag"! Im Normalfall steht einem Steuerpflichtigen, dem die Familienbeihilfe gewährt wird, für jedes Kind der Kinderabsetzbetrag zu.
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- Wie erfolgt die Auszahlung der Familienbeihilfe bzw. des Kinderabsetzbetrages? Die Familienbeihilfe (Kinderabsetzbetrag) wird im Regelfall vom Wohnsitzfinanzamt überwiesen. Ausnahmen sind z. B. Bund, Länder und Gemeinden, die die Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag monatlich mit den Bezügen auszahlen.
- Wie ist die Verrechnung von Überstunden geregelt? Die Entlohnung einer Überstunde besteht aus dem Grundlohn und dem Überstundenzuschlag.
- Wie hoch ist der Überstundenzuschlag? In der Regel 50 % des Grundlohnes, für Sonn- , Feiertags- und Nachtarbeit 100 %
- Wozu dient der Überstundenteiler? Der Überstundenteiler (z. B. 1/143, 1/173) dient zur Ermittlung des Überstunden-Grundlohnes bei Angestellten und ist in den Kollektivverträgen enthalten.
- Wie wird die Beitraggrundlage für die Sozialversicherung ermittelt? Die Beitragsgrundlage ist der auf volle Cent grundete Arbeitsverdienst des Beitragszeitraumes. Nicht in die Beitragsgrundlage werden Sonderzahlungen (Weihnachtsremuneration. Urlaubsgeld usw.) und beitragsfreie freie Entgelte, wie z. B. Jubiläumsgeschenke, Schmutzzulage, Auslagenersetz einbezogen.
- Wie wird die Bemmessungsgrundlage für die Lohnsteuer ermittelt? Die Lohnsteuerbemessungsgrundlage ergibt sich aus: Bruttobezug (ausgenommen lohnsteuerfreie Beträge), abzüglich Sozalversicherung, Freibetrag, Pendlerpauschale, steuerfreie Überstundenzuschläge u. a.
- Wie wird die Lohnsteuer ermittelt? Nach Berechnung der Bemmessungsgrundlage wird die Lohnsteuer aus der Lonsteuertabelle ermittelt oder mit Hilfe der Effektiv-Tarif-Tabelle berechnet.
- Erklären Sie den Begriff ,,Freibetrag"! Freibeträge werden für erhöhte Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und für Opferausweiinhaber gewährt (Freibetragsbescheid).
- Nennen Sie Beispiele für Werbungskosten! Werbungskosten dienen zur Sicherung (Erhaltung) des Einkommens. Dazu zählen z. B. Berufskleidung, Fachliteratur, Werkzeuge, Gewerkschaftsbeiträge (bei Einbehaltung durch den Arbeitgeber werden diese bei der Lohnabrechnung berücksichtigt), Weiterbildung, Reisekosten.
- Welche Ausgaben zählen zu den Sonderausgaben? Zu den Sonderausgaben zählen z. B. freiwillige Pensionsverischerungen, Ausgaben für Wohnraumbeschaffung, Kirchenbeiträge, Steuerberatung, Spenden.
- Nennen Sie Beispiele für außergewöhnliche Belastungen! Beispiele sind: Krankheitskosten, Berufsausbildungskosten für Kinder, Aufwendungen für behinderte Kinder usw.
- Wann steht einem Dienstnehmer die Penderpauschale zu? Die kleine Pendlerpauschale, wenn die Benützung eines Massenverkehrsmittel zumutbar, und die Fahrstrecke länger als mindestens 20 km ist. Das große Pendlerpauschale, wenn die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel nicht zumutbar ist. (ab 2 km).
- Welche Ausgaben zählen zu den Sonderausgaben? Zu den Sonderausgaben zählen z.B freiweillige Pensionenversicherungen, Ausgabene für Wohnraumsbeschaffung, Kirchenbeiträge, Steuerberatung, Spenden.
- Beschreiben Sie die Abrechnung des Dienstgebers mit der Krankenkasse! Der Dienstgeber hat folgende Aufgaben: - Monatliche Meldung der Beitragsgrundlage und der entsprechenden Beiträger mit dem Formular Beitragsnachweisung. - Kleinbetriebe melden monatliche Lohnänderungen und erhalten von der Krankenkasse die Beitragssumme mittels Beitragsvorschreibung vorgeschrieben. - Einzahlungen des Beiträge an die Krankenkasse spätestens am 15. des Folgemonats Führung und Bereitstellung von Unterlagen (Beitragsgrundlagennachweis, z. B. aufgeschlüsselte Lohnkonten). - Am Jahresende sind die Beitragsunterlagen zu melden. Führung von Statistiken
- Wofür werden der Dienstgeberbeitrag (DB) zum Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen und der Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (DZ) vom Dienstgeber bezahlt Der DB dient hauptsächlich der Abdeckung der Familienbeihilfen. Der Beitrag beträgt 4,5% der Beitragsgrundlage (= Summer der Bruttobezüge). Der Zuschlag zum DB (DZ) wird als Kammerumlage II eingehoben.Die Prozentsätze variieren je nach Bundesland ( z. B. Wien und NÖ 2010: 0,40%).Beide Beiträge sind bis spätestens 15. des Folgemonats zusammen mit der Lohnsteuer an das Betriebsfinanzamt abzuführen.
- Wie wird die Kommunalsteuer berechnet und abgeführt? Berechnungsgrundlage sind die Bruttoabzüge (abzüglich bestimmter Abzüge). Die Steuer beträgt normalerweise 3% und ist bis zum 15. des Folgemonats an die Gemeinde abzuführen.
- Was versteht man unter Sonderzahlungen? Die wichtigsten Sonderzahlungen sind die Weihnachtsremuneration, die Urlaubsbeihilfe und Bilanzgelder.
- Was ist bei der Abrechnung von Sonderzahlungen zu beachten? Sozialversicherung: Doppelte Höchstbetragsgrundlage, Kammerumlage und Wohnbauförderungsbeitrag werden nicht berechnet, die SV mindert die LSt- Bemessungsgrundlage Lohnsteuer Berücksichtigt werden der Freibetrag von EUR 620,00 und die Freigrenze in Höhe von EUR 2.100,00 für das Jahressechstel. Liegen die Sonderzahlungen betragsmäßig innerhalb des Jahressechstels, so wird der feste Steuersatz von 6% angewendet. Ein etawaiger Sechstel-Übergang ist nach Tarif zu versteuern.
- Wie ist die Wiener Dienstgeberabgabe ( U- Bahn-Steuer) geregelt? Die U-Bahn-Steuer beträgt EUR 0,72 je angefangene Woche und je Dienstnehmer und ist vom Arbeitgeber bis zum 15. des darauffolgenden Monats an die Wiener Stadtkasse zu zahlen.
- Was sind Kollektivverträge? Wer darf sie abschließen? Kollektivverträge sind beim Eingungsamt hinterlegte Vereibarungen zwischen den kollektivvertragsfähigen Berufsvertretungen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber. Kollektivvertragsfähig sind z. B. die Kammern, die freiwilligen Interessenvertretungen (ÖGB, Vereinbarung Österr. Industrieller), juristische Personen des öffentlichen Rechts usw.
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- Nennen Sie wichtige Bereiche, die durch Kollektivverträge geregelt werden! Wichtige Bereiche, die durch Kollektivverträge geregelt werden sind: die vertragsschließenden Parteien, der Geltungsdauer, die Überstunden, Sonn und Feiertagsarbeit, Abfertigung, Sonderzahlungen, Mindestgehälter (Mindestlöhne), Lehrlingsentschädigungen, Anrechnungen usw.
- Was sind Betriebsvereinbarungen und was wird durch sie geregelt? Betriebsvereinbarungen sind zwischen Betriebsleitung und Betriebsrat geschlossene Vereinbarungen, die z. B. die Einführung von Akkord- und Prämienlohn, die Arbeitszeit und die Pausen, die Art der Entlohnung (Zeitpunkt, Barauszahlung oder Überweisung) usw. regeln.
- Was sind Dienstverträge und wann ist ihr Abschluss notwendig? Dienstverträge sind zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abgeschlossene Arbeitsverträge.Der Abschluss eines Arbeitsvertrages ist notwendig, wenn für diese Berufsgruppe kein Kollektivvertrag besteht, bei bestehen eines Kollektivvertrages, wenn ein Arbeitnehmer günstigere Bedinungen vereinbart.Beachten Sie: Ein Arbeitsvertrag darf keine ungünstigen Bedinungen enthalten als der entsprechende Kollektivertrag