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GSP (Fach) / GSP schriftlich (Lektion)

Übergang vom Kiga zur GS

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  • Belastungen durch Heterogenität von Mädchen und Jungen   adäquate Kompensation von Schwächen bzw. Förderung von jeweiligen Talenten ist nicht immer durch Koedukation gewährleistet: Wie kann man den Bedürfnissen von Mädchen und Jungen gerecht werden? Verfestigung von Verhaltensstereotypen  
  • Belastungen durch Heterogenität der individuellen Lerndispositionen   Herausforderung, Schulorganisation und methodisch-didaktische Arrangement für alle passend zu gestalten Erhebliche diagnostische Kompetenzen erforderlich Balance zwischen individuellem und gemeinsamem Lernen Anspruch allen eine grundlegende Bildung zu vermitteln trotz dieser großen Unterschiede  
  • Belastungen durch Heterogenität des familiären Hintergrunds   unterschiedliche Erwartungen der Eltern an den Lehrer (bzgl. Erziehung und Bildung) aufgrund von Erziehungsstil oder kulturellem Hintergrund Gehorsam und Ordnung vs. Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein, Persönlichkeitsentfaltung Erziehung auf Schule verlagert manche Eltern haben extreme Bildungsansprüche an ihr Kind kulturelle Unterschiede:   verschiedene Verhaltensweisen, können zu Konflikten führen (evtl. Problem für weibliche L, wenn Jungen aus einer Kultur stammen, in denen die Frau sich unterordnen muss;...) Sprachbarrieren und dadurch Bildungsnachteile Unterschiede in der Betreuung der Kinder am Nachmittag (Hilfe bei Hausaufgaben) Sozialkompetenz fehlt bei manchen Kindern  Konflikte zwischen S mangelnde Förderung/Unterstützung durch niedriges Bildungsniveau der Eltern oder geringe kulturelle Teilhabe durch Armut: Lehrer muss diese S besonders fördern Entwicklungsgefährdete Kinder aufgrund unsicherer familiärer Bindungen Medien: unterschiedlichster Umgang mit diesen, teilweise reduzierte Realerfahrungen s.o.  
  • Belastungen durch spezielle Bedürfnisse mancher Kinder     erhöhter Anteil von Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten --> Disziplinprobleme Beratungs- und Förderbedarf Zeitbedarf für Förderung und Vorbereitung dieser Bedarf an Material, finanziellen und anderen personellen Ressourcen (Sonderpädagogik) Diagnostische Expertise Eingliederung dieser Kinder in die Gemeinschaft
  • Belastungen durch unterschiedliches Alter und Entwicklungsstand   größerer Bewegungsdrang höherer Aufmerksamkeitsbedarf kürzere Konzentrationsspanne geringeres Abstraktionsvermögen motorische Fähigkeiten noch weniger entwickelt  
  • Bewältigungsmöglichkeiten von Heterogenität im Klassenzimmer   Opp & Speck-Hamdan unterscheiden zwischen: Elitestrategie (Förderung der Leistungsstarken → Erhöhung der Leistungsvarianz) Egalisierungsstrategie (Förderung der Leistungsschwachen, um im unteren Leistungsbereich zu egalisieren) → Problem: LehrerInnen entscheiden sich aufgrund mangelnder Ressourcen meist für eine Strategie   Sinnvoll wäre aber eine Förderung ALLER Schüler in einem „anspruchsvollen, anregungsreichen, problemzentrierten, lehrergesteuerten, aber schülerorientierten Unterricht“   ABER: Dilemma der GS-Pädagogik: über die Propagierung egalisierender und integrativer Praktiken lässt sich die selektive Praxis nicht auflösen (Selektionsfunktion der Schule ist immer noch vorhanden) zur Nutzung von Heterogenität bedarf es zusätzlicher Ressourcen und eines neuen Selbstverständnisses der GS-Lehrer (Grenzen der eigenen Profession in bestimmten Situationen anerkennen) GS-Lehrer stehen unter dem Anspruch „Allround-SpezialistInnen“ sein zu müssen    
  • Übersicht - Gründe für Heterogenität als Chance   Heterogenität sollte nicht als Problem, sondern als Lernchance gesehen werden für ein erfolgreiches kognitives, emotionales und soziales Lernen. Aktuell gibt es sogar Tendenzen, die zu einer weiteren Erhöhung der Heterogenität führen (neue Schuleingangsstufe, Verzicht auf Zurückstellungen und Durchfallen...), verbunden mit einer entsprechenden unterrichtsmethodischen Anpassung   ABER: Aufgrund der Tradition in Deutschland, Schüler in vermeintlich homogene Klassen und Schulen aufzuteilen, sind Mentalitäten bei L und Eltern entstanden, die Vorbehalte gegenüber Heterogenität haben → Ängste und Abwehr Begründungen für Heterogenität als Chance aus verschiedenen Sichtweisen: human-anthropologische Sichtweise soziologisch-politische Sichtweise pädagogische Sichtweise lernpsychologische Sicht didaktisch-methodische Sichtweise strategisch-strukturelle Sichtweise
  • Bejahung von Heterogenität aus human-anthropologischer Sicht   Maxime, dass jeder Mensch einen unverwechselbaren und einzigartigen Eigenwert hat. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Es gibt keine Möglichkeit z.B. unterschiedliche Leistungen zum Anlass unterschiedlicher Einschätzungen von Menschen zu nehmen Separierende Gruppierungen durch Aufteilung in Schularten sind schnell mit diskriminierenden und chancenvermindernden Effekten verbunden, die sich nicht rechtfertigen lassen wenn Lehrer zeigen, dass sie die Kinder in ihrer Verschiedenheit akzeptieren, dann können auch die Kinder lernen, sich gegenseitig zu respektieren  
  • Bejahung von Heterogenität aus soziologisch-politischer Sichtweise   In einer Demokratie sollte die Schule Abbild gesellschaftlicher Gegebenheiten sein => Gemeinschaft vieler unterschiedlicher Menschen als Biotop, der Normalität repräsentiert und gleichzeitig große Chance bietet: Lernmöglichkeiten von Demokratie, Toleranz, Vorurteilsfreiheit so hat Schule die Aufgabe den Fortbestand der demokratischen und sozialen Gesellschaft zu sichern mit ihren Werten und Normen durch die Integration Heterogenität in den Schulen bietet die Möglichkeit, den Kindern grundlegende soziale Prinzipien zu vermitteln → Pädagogik der Vielfalt ist gleichzeitig Menschenrechtsbildung  
  • Bejahung von Heterogenität aus pädagogischer Sichtweise   Vielfalt und Unterschiedlichkeit kann man gewinnbringend beim gemeinsamen Lernen nutzen Menschlichkeit bedeutet das Vorhandensein von Stärken und Schwächen => Menschlichkeit als zentraler Wert pädagogischen Handelns  
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  • Bejahung von Heterogenität aus lernpsychologischer Sicht   Unterschiedliche Voraussetzungen, Dispositionen und Potenzen können das mit- und voneinander lernen befruchten in heterogenen Gruppen können grundschultypische Probleme bearbeitet werden: → Kinder lernen den Umgang mit anderen jüngeren und älteren Kindern → z.B. durch die neue Schuleingangsstufe mit jahrgangsgemischtem Lernen können Schulanfänger Mitglieder in einer schon funktionierenden Gruppe werden → angesichts unterschiedlicher Lerntempi können Kinder ohne die Nachteile von Sitzenbleiben / Überspringen kürzere oder längere Zeit in der altersgemischten Gruppe verweilen Gegenseitiges Helfen und Erklären, wechselseitiges Übernehmen von Koordinierungs- und Kooperationsanliegen, Weitergabe von Werten, Regeln, Ritualen als entscheidende Merkmale des Miteinanders Chance, dass Kinder kooperativ und konkurrenzarm miteinander lernen können  
  • Bejahung von Heterogenität uas didaktisch-methodischer Sicht   Lernen wird vielfältiger und anregender in heterogenen Gruppen Unterschiedliche Herangehensweisen an Lernaufgaben, Anforderungen, Aufgaben können ausgetauscht werden Anreicherung durch Perspektiven, Wissen und Können anderer Menschen  
  • Bejahung von Heterogenität aus strategisch-struktureller Sicht   es ist klüger Heterogenität lange zu erhalten, um Bildungsbiographien und Bildungschancen in ihren zeitlich bestimmten Entwicklungen offen zu halten Verarmte Biotope zu wenig Anregung => Bessere Entwicklung in Heterogenität  
  • Was Heterogenität ermöglicht   Kooperatives Lernen: wichtigstes Merkmal ist, dass Kinder durch Ausdruck und Erforschung unterschiedlicher Gedanken und Erfahrungen in Gemeinschaft lernen. Es geht nicht um den Wettkampf mit anderen in der Gruppe, es geht darum, die unterschiedlichen Ressourcen der Gruppe dafür zu nutzen, Verständnis zu vertiefen, Urteile zu schärfen und Wissen zu erweitern (Lewis/ Cowie, 1993) soziales Lernen: Horizonterweiterung durch verschiedene Meinungen Helfersysteme / peer tutoring: stärkere S erklären schwächeren S den Unterrichtsstoff, beide Seiten profitieren davon interkulturelles Lernen: Austausch über Bräuche, Feste, Religionen Horizonterweiterung Erziehung zur Toleranz vieles ohne Begegnung der Kulturen in D. nicht vorhanden, z.B. Tee und Kaffee (Speck-Hamdan) eigene Begabungen können eingebracht werden      
  • Empirische Befunde, die für Heterogenität las Chance sprechen --> Graumann (in Bezug auf Integrationsklassen mit Behinderten)   Es gibt Forschungen aus wissenschaftlichen Begleitungen von Integrationsmodellen aus denen der Gewinn von heterogenen Lerngruppen deutlich wird Werden Begabte behindert? => nein, nicht-behinderte haben keine Leistungseinbußen (Wocken 1987; Unterleitner 1990, Dumke 1991) Können Kinder mit Lernschwierigkeiten in Fördereinrichtungen besser gefördert werden? => nein, keine besseren Effekte nach Reiser 1984, Merz, 1984, Tent 1991 ABER: Effekt beruhen auf den Einsatz verschiedener Organisationsformen des U. und zum Teil therapieorientierter Einzelförderung integrative Beschulung wirkt sich auf soziale Beziehungen zwischen Lernbehinderten und ihren Mitschülern positiv aus (Preuss-Lausitz 1996) auch nicht-behinderte haben erweiterte soziale Lernmöglichkeiten (Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Toleranz,...) - auch auf Hochbegabte hat die Integration von Behinderten keine negativen Leistungseffekte (Bless/Klaghofer 1991) Da nicht nachgewiesen werden konnte, dass durch Heterogenität die Leistung sinkt, das soziale Lernen aber gefördert wird, ist Heterogenität als konventionelles Prinzip gerechtfertigt!
  • Empirische Befunde, die gegen Heterogenität als Chance sprechen --> Graumann (Untersuchung in Integrationsklassen mit Behinderten)   schulleistungsschwache Schüler die in Regelklassen unterrichtet werden schätzen ihre Fähigkeiten geringer ein (Haeberlin 1991) Schüler machen ihre Einschätzung von interindividuellen Vergleich abhängig (dagegen kann man als L schwer ankämpfen) Weil Leistungsfähigkeit eine soziale Bewertungskategorie ist, können schwächere gruppenintern ausgesondert werden (Haeberlin) Selbsteinschätzung ist in homogeneren Gruppen positiver ABER dem Kind wird dadurch vorgetäuscht in homogenen Kl. dass es sich optimal im Verhältnis zu seinen Fähigkeiten verbessert
  • Grundzüge der Pädagogik der Vielfalt     „Pädagogik der Vielfalt“ geht zurück auf PREUSS-LAUSITZ und PRENGEL Die beiden Autoren gehen nicht mehr vom durchschnittlichen Schüler aus, sondern von der Pluralität der Schüler. Grund ist die Aufnahme aller Kinder in eine Schule. Bildung als Pädagogik der Vielfalt ist in jeder Hinsicht koedukativ: Ausschluss von Ausländerfeindlichkeit Anerkennung der gleichen Rechte verschiedener sozialer Gruppen Abzielung auf sozial gleiche Chancen, um Individualität zu entfalten (Pädagogik vom Kinde aus) Heterogenität kann in defektspezifischer Weise verstanden werden, so dass die Unterschiedlichkeit der Kinder bei negativen Abweichungen von der Norm als Mangel angesehen wird. Damit verbunden ist die Forderung nach kompensatorischen Maßnahmen, die von den Lehrkräften allerdings als zusätzliche Belastung bzw. als Überforderung empfunden wird. Die Differenzen zwischen den Kindern in unserem egalitären Bildungssystem führen zu didaktischen und sozialen Problemen innerhalb einer Schulklasse. PRENGEL schlägt als Ausweg aus diesem Dilemma die Annäherung an einen demokratischen Differenzbegriff bzw. an eine egalitäre Differenz vor. Diese wehrt sich im Gegensatz zur Defektperspektive, entwertende Tendenzen gegenüber auftretenden Differenzen aufkommen zu lassen, und öffnet den Blick auf die Vielfalt. Diese Differenzen und die Auseinandersetzung mit ihnen werden als eine für die Entwicklung der Kinder notwendige Bedingung und Chance gesehen. Vielfalt bedeutet also eine Bereicherung (nicht Behinderung) für den Unterricht und all seine Beteiligten.   Pädagogisch wertvoll wird die Vielfalt erst durch die Akzeptanz und gegenseitige wertschätzende Anerkennung der individuellen Unterschiede in einer Gruppe sowohl auf der Ebene des Lehrer-Schüler-Verhältnisses, als auch auf der Beziehungsebene der Schüler untereinander, wobei die Interaktionsebene unter den Lehrern nicht vergessen werden darf. Nach PRENGEL kann die PdV auf der konzeptionellen Grundlage einer guten Ordnung gelingen, die nicht auf autoritär-normativen Ordnungsvorstellungen aufbaut. In einer PdV können Unterschiede bewusst gelebt werden und tragen zum gemeinsamen Unterricht bei. Dafür ergeben sich damit pädagogische Konsequenzen: differenzierende / individualisierende Lernsituationen offene Lern- und Unterrichtsformen Leistungsbewertung am individuellen Lernzuwachs Integrative Formen des Erziehens und Unterrichtens  
  • Vorteile der Pädagogik der Vielfalt   Förderung des sozialen Lernens bestehende Unterschiede in der Klasse akzeptieren lernen (gegenseitige Wertschätzung, Akzeptanz, Anerkennung und Toleranz) Miteinander und voneinander Lernen Persönlichkeitsentwicklung Veränderung des Unterrichtsstils des Lehrers; Reduktion des Frontalunterrichts zugunsten offener Unterrichtsformen Zunahme der Berufszufriedenheit des Lehrers → Streubreite der Schüler wird nicht auf eigene Inkompetenz zurückgeführt Möglichkeit für jedes Kind auf einen individuellen Lernweg spezifische Förderung jedes einzelnen Schülers → keine Über-/ Unterforderung positiveres Selbstbild bei schwachen Schülern; Stärkung des Selbstvertrauens → Integration in die Gemeinschaft, anstatt der „ausgelesene Rest“ zu sein Berücksichtigung des individuellen Lernzuwachses und der persönlichen Anstrengung bei der Leistungsbewertung Möglichkeit auf den Pluralismus in der heutigen Gesellschaft zu reagieren → es herrscht kein separatistischer Bildungsbegriff vor trotz vorherrschender Unterschiede der Kinder wird der Zusammenhalt in der Klasse gefördert und gemeinsame Alltagserfahrungen ermöglicht. Rücksichtnahme auf Interessen und Wünsche der Kinder bei der Unterrichtsgestaltung  
  • Grenzen und Probleme bei der Pädagogik der Vielfalt   Zeitliche Grenzen: 45-min. Einheit zu starr flexibler Umgang mit Zeit erforderlich evtl. ganztägig offene und nutzbare Schulen Stoffpensums des Lehrplans ist noch schwerer zu erfüllen Räumliche Grenzen zu kleine Klassenzimmer für offene Unterrichtsformen Finanzielle Grenzen (Mehraufwand an Material...) Überforderung der Lehrkräfte: aufwändigere Vorbereitung für den Unterricht zusätzliche unterrichtsmethodische Überlegungen Skeptische Einstellung der Eltern gegenüber der Pädagogik der Vielfalt; Eindruck, dass gute Kinder evtl. unterfordert sind Pädagogik der Vielfalt muss von der ganzen Schule getragen werden Veränderung der Lehrerausbildung (zusätzliche diagnostische Kompetenz, individuelle Beobachtung der Lernwege / - fortschritte) Überforderung schwacher Kinder im offenen Unterricht
  • Gestaltung der Lernorganisation aufgrund von Heterogenität nach Holtappels   Ziele der Schule: Schaffung einer förderlichen Lernkultur Unterstützung der kindlichen Entwicklung Minimieren von Negativeffekten und Ausfallerscheinungen (Schulversagen, unsoziales Verhalten)   Strukturierung der Lerninhalte Lerninhalte können 3 Gegenstandsbereichen zugeordnet werden: Entwicklungstypische Schlüsselfragen (z.B. Autonomie- und Identitätsentwicklung, Lebenswelt der Schüler) Epochaltypische Schlüsselfragen der Menschheit (Gegenwarts- und Zukunftsfragen von Gesellschaft und Bevölkerung) Epochenmachende und kulturelle Errungenschaften der Menschheit (gesellschaftlich bedeutende Ziele und Ideen)   Auswahl geeigneter Lernmethoden Offene Lernformen Eigentätigkeit entdeckendes Lernen Experimentieren Sichtbarmachen von Lernergebnissen   Gestaltung der Lernumgebung differenzierte Lernmaterialien lerngerechte Raumgestaltung Werkstattcharakter mit Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten (z.B. Leseecke, Spielteppich, Bastelecke, Druckerei, Materialregale)   Auswahl der Lernorte Erschließen außerschulischer Lernorte (Museum, Zoo Naturreservat), Lernanlässe aus der Lebenswelt der Schüler mit exemplarischen Charakter Kooperation mit Institutionen, Organisationen etc., aktives Schulleben: dadurch lassen sich differenzierte Lern-Arrangements entwickeln; Förderung sozialer Begegnung und soziales Miteinander  
  • Begriffsdefinition Leistung Klafki   Leistung meint den Vollzug und das Ergebnis von Tätigkeiten, die mit irgendeinem Grad von Anstrengung und ggf. auch mit Selbstüberwindung verbunden sind und für die Gütemaßstäbe anerkannt werden, d.h. dass die Tätigkeit oder ihr Ergebnis beurteilt werden oder beurteilt werden können  
  • Statischer und dynamischer Leistungsbegriff   Man kann unterscheiden zwischen statischem Leistungsbegriff: Leistung wird als Ergebnis gesehen dynamischem Leistungsbegriff: Leistung als Vollzug; der Weg zum Ziel wird auch als Leistung gesehen    
  • Entwicklung des gesellschaftlichen Leistungsprinzips   Ursprung: Beginnende Demokratisierung und Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert Die Industriegesellschaft brauchte ein neues, sinnvolles Verteilungsprinzip für Berufschancen, Besitz, Einfluss und Macht. Das Leistungsprinzip sollte dafür sorgen, dass jeder der etwas leistet auch etwas erreichen kann, auch wenn er nicht adelig ist. → somit war die Verteilung aufgrund von Herkunft, Konfession etc. beendet → passte gut zum Gleichheitspostulat der französischen Revolution → emanzipatorische Funktion für das Bürgertum Wesentliche Charakteristika des Leistungsprinzips: produktorientiert (Statischer Leistungsbegriff) konkurrenzorientiert ausleseorientiert   Noch im 19. Jh wurde das Leistungsprinzip repressiv gegen das Proletariat gewendet: Das Bürgertum konnte aufsteigen und versuchte gewonnene Privilegien gegen die Unterschicht zu verteidigen. Gemeinsam mit der Oberschicht wurden die Kriterien so definiert, dass die eigene Position gesichert war und es auch für den Nachwuchs blieb. Dies führte zu starker Betonung sprachlicher Fähigkeiten Vernachlässigung von praktischen Elementen in der höheren Bildung   Das Leistungsprinzip ist eigentlich nur bedingt geeignet, um Chancenungleichheiten abzubauen und ist eigentlich erst dann gerecht, wenn bereits Chancengleichheit herrscht.    
  • Leistungsprinzip der modernen Industriegesellschaft   Maier: „Ohne Leistung könnte die heutige Gesellschaft nicht existieren. Sie verlöre ihre Dynamik, ihre Entwicklungs- und Regenerationsfähigkeit.“ Moderne Industriegesellschaften: sind stark leistungsorientiert, aber es werden noch weitere Verteilungsprinzipien verwendet: Vorrechte der Geburt bestehen nach wie vor → etwa die Hälfte aller Vorteile und Handicaps der Eltern gehen auf ihre Kinder über → PISA konnte eine soziale Ungleichheit der Bildungschancen nachweisen Anciennitätsprinzip: Chancen und Positionen werden teilweise nach Lebensalter, Dienstalter oder Zugehörigkeit zu einer Organisation vergeben Loyalitätsprinzip: Vergabe von Positionen aufgrund von Treue / Unterordnung / Identifikation Ideologieprinzip: Nationalität, Stammeszugehörigkeit, Parteizugehörigkeit, Konfession sind oft ebenfalls ausschlaggebend Bekanntheits- / Beliebtheitsprinzip: Vorteile aufgrund persönlicher Bekanntschaft mit Entscheidungsträgern in formellen oder informellen Gruppen Sozialprinzip: auch denen, die verschuldet oder unverschuldet keine Leistung bringen, wird durch das soziale Netz ein Existenzminimum gesichert Problem: In der heutigen Gesellschaft wird es zunehmend schwieriger, das Leistungsprinzip anzuwenden. Komplexität von Arbeitsleistungen hat rapide zugenommen → man kann oft nicht mehr sicher sagen, wer welchen Beitrag geleistet hat es gibt kaum noch einen tragfähigen Konsens, was gute Leistung ausmacht (z.B. Eigeninitiative, kritisches Mitdenken, präzises Befolgen von Anweisungen...) oft werden in großen Konzernen die Leistungen ganzer Belegschaften ignoriert, denn im Mittelpunkt stehen nur Aktienkurse und Profitmaximierung    
  • Argumente gegen die Übertragung des gesellschaftlichen Leistungsprinzips auf die Schule   1970: Der Deutsche Bildungsrat spricht sich gegen eine Übertragung des Leistungsprinzips auf die Schule aus. Gründe die gegen eine Übertragung sprechen sind vielfältig: junge Menschen können oft noch nicht absehen, welche Folgen schlechte Leistungen haben und diese deshalb auch nicht verantworten oft sind Leistungsdefizite nicht von den Schülern alleine verschuldet Leistungsprinzip würde zu einer Beeinträchtigung der sozialen Erziehung in der Schule führen in der Schule werden erst die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Erwachsene später in die Konkurrenz des gesellschaftlichen Leistungsbegriffs gehen können, daher hat er in der Schule noch nichts verloren (Bartnitzky) in der Gesellschaft wird das Leistungsprinzip durch das Sozialprinzip ergänzt, würde man das gesellschaftliche Leistungsprinzip auf die Schule übertragen, müsste es ohne das ausgleichende Sozialprinzip auskommen → unakzeptabel! (Bartnitzky)
  • Einfluss des gesellschaftlichen Leistungsprinzips auf die Schule   Das gesellschaftliche Leistungsprinzip ist tief in die Schule eingedrungen. die Produktorientierung wird sichtbar an der allgemeinen Wertschätzung von Klassenarbeiten, Diktaten, Tests etc. → hinter diesen Produkten ist aber die individuelle Leistung nicht mehr sichtbar (welche Anstrengungen hat das Kind unternommen, welche Lernprozesse hat es bisher unternommen...) → ein Fehler ist ein Fehler, ganz egal aus welchem Grund er entstanden ist → punktuelle Leistungen zählen mehr als die täglichen Bemühungen und Fortschritte die Konkurrenzorientierung wird schon früh sichtbar → Erstklässler bauen Federmäppchen als Sichtschutz auf → Eltern vergleichen Leistungen des Kindes mit denen anderer Kinder → Lehrerin belohnt durch Stempel, Sternchen etc. → Kinder lernen schnell, dass eine „2“ umso mehr wert ist, je weniger andere Kinder auch eine „2“ haben die Ausleseorientierung prägt die GS seit ihrer Gründung, wird ja auf einen Übertritt „hingearbeitet“ Folgen: oft ist das Erlangen einer guten Leistung wichtiger als das Lernen selbst oft wird vermittelt, dass der Zweck von Lernen sei, Ergebnisse in Form von Leistung darzustellen, damit diese registriert, verglichen und bewertet werden kann  
  • Begründungen für die Forderung von Leistungen in der Schule - Übersicht anthropologische Sicht entwicklungspsychologische Sicht gesellschaftliche Sicht Leistungen machen frei FAZIT:   In der Schule stellt sich nicht die Frage, ob Leistungen verlangt werden sollen, sondern welche Leistungen zu welchem Zweck und mit welchen Erwartungen verlangt werden sollen. Schüler müssen durch eine angemessene Leistungserziehung dazu befähigt werden, ein würdiges Leben in der Leistungsgesellschaft zu führen und diese human weiter zu entwickeln. Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft sind Entwicklungsaufgaben für die Grundschule!  
  • Begründungen für Leistungen in der Schule aus anthropologischer Sicht   Leistung ist sehr wichtig für die individuelle Persönlichkeitsentfaltung. Flitner: Mensch versucht sich durch Hervorbringungen und Vervollkommnungen zu erfahren und verwirklichen → es gehört zu den elementarsten Erfahrungen und Bestrebungen eines Menschen, selber etwas zu schaffen oder zu bewirken Jürgens: Leistungen dienen unter anderem dem Ziel, eine Ich-Identität innerhalb einer gesellschaftlichen Gruppe von Individuen aufzubauen → Können oder Nicht-Können ist Teil der Selbstdefinition Kinder lernen schon früh den Umgang mit Leistung, vor allem auf spielerische Art. Dies ist gekoppelt an die Entwicklung weiterer Fähigkeiten, die günstige Voraussetzungen für Lernen und Leisten sind: → Anstrengungsbereitschaft → Konzentrationsfähigkeit → Ausdauer → Selbstwertgefühl → soziale Fähigkeiten    
  • Begründungen für Leistung in der Schule aus entwicklungspsychologischer Sicht   Stufenmodell von Erikson zum Aufbau von Identität: 8 aufeinanderfolgende Stufen, in denen jeweils eine Krise bewältigt werden muss → für die Grundschule bedeutsam sind Stufe III und IV Stufe III: Initiative vs. Schuldgefühl Tendenzen der 4-6 jährigen zur Erweiterung ihrer Bewegungsmöglichkeiten Vervollkommnung des Sprachvermögens Ausweitung der kindlichen Vorstellungswelt Bei Bewältigung kommt es zur Entfaltung von Initiative als Grundlage eines Strebens nach Leistung und Unabhängigkeit. Bei Scheitern entsteht das Gefühl, dass das Kind selbst oder sein Trieb dem Wesen nach schlecht sei.   Stufe IV: Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl Kinder wollen das Gefühl haben, nützlich zu sein, etwas zu machen und das sogar gut und vollkommen zu machen Kinder lernen, sich Anerkennung zu verschaffen, indem sie etwas produzieren und Fleiß aufwenden Können Kinder diesen Bedürfnissen nicht nachkommen, entwickelt sich ein Gefühl von Unzulänglichkeit und Minderwertigkeit.  
  • Begründungen für Leistungen in der Schule aus gesellschaftlicher Sicht   Leistungen sind in der Gesellschaft zur Reproduktion und Weiterentwicklung von ebendieser notwendig. Innerhalb einer Gesellschaft ist jedes Individuum auch auf die Leistung anderer angewiesen, keine Sozialgemeinschaft kann auf die Leistungen ihrer Mitglieder verzichten. Die gesellschaftliche Sichtweise von Leistung muss mit der individuell-anthropologischen Sichtweise verbunden werden, schon allein deswegen, weil die Schule für sich eine berufsvorbereitende Rolle beansprucht. CAVE: Dabei geht es nicht nur um die Beachtung wirtschaftlicher Belange, sondern auch um Faktoren wie Kooperationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kreativität, Planungsfähigkeit... Solche Schlüsselqualifikationen müsste man als Zielmarken schulischen Lernens anerkennen. Eine weitere gesellschaftliche Funktion, die schulische Leistungen übernehmen, ist die Vermittlung von Bildung und zwar nach Klafki einer Bildung „in allen Grunddimensionen menschlicher Interessen und Fähigkeiten“ (z.B. kognitiv, handwerklich, zwischenmenschlich, ästhetisch, ethisch, politisch). Es soll nicht um eine bloße Wissensvermittlung gehen, sondern um die Vermittlung von Fähigkeiten und Bereitschaften, die es ermöglichen selbstbestimmt und demokratisch denken und handeln zu können. Neben entsprechenden Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten spielt auch das Lernen des Lernens hier eine wichtige Rolle. → Ziel ist die Erzeugung eines Problembewusstseins, das es ermöglicht gestaltend und verantwortlich auf die Umgebung und Gesellschaft einzuwirken und sich an demokratischen Entscheidungen bzw. deren Vorbereitungen zu beteiligen.
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  • Begründung für Leistung in der Schule: Leistungen machen frei   --> Jürgens Leistungen ermöglichen eine selbstbestimmte, selbstverantwortete, individuelle und gesellschaftliche Freiheit. Allerdings nur dann, wenn sie demokratischen Grundprinzipien und den daraus abgeleiteten allgemeinen Lernzielen entsprechen. Leistungsforderungen sind in der Schule nicht als Zwangsmittel einzusetzen um Autorität und Macht zu demonstrieren.  
  • Anforderungen an ein pädagogisches Leistungsverständnis nach Jürgens   Jürgens: Der schulische Leistungsbegriff kann nicht vollkommen unabhängig von Vorstellungen und Einstellungen zu Leistung in Staat und Gesellschaft formuliert werden, aber durch Produktorientierung, Konkurrenzorientierung und Selektionsorientierung wird es den Prinzipien des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Grundschule nicht gerecht. Anforderungen an ein pädagogisches Leistungsverständnis nach Jürgens es muss für die Entwicklung von allen Kindern gelten es muss Kindern eine allseitige Bildung ermöglichen → d.h. Vermittlung von Wissen und Können und vielseitige Entfaltung der Persönlichkeit in sozialer Verantwortung Leistung darf niemals Selbstzweck sein, sondern muss Hilfe zum Aufbau von Persönlichkeitswerten sein dem Leistenden muss die gleiche Aufmerksamkeit gewidmet werden, wie der Leistung selbst  
  • Definition Pädagogischer Leistungsbegriff   Neuhaus-Siemon: Der pädagogische Leistungsbegriff steht im Dienste wirklich aller Kinder. Ziel ist es, mit den gesellschaftlichen Anforderungen an den individuellen Lernfähigkeiten anzuknüpfen, Leistungsbereitschaft aufzubauen und zum Leisten zu befähigen. Dazu notwendig sind individuelle Gelegenheiten um sich zu erproben Bartnitzky führt dazu aus: Kinder müssen den Zusammenhang von Anstrengung und Erfolg lernen Kinder müssen Erfahrungen des eigenen Könnens machen Kinder müssen an gut dosierten Aufgaben ihre Kräfte nutzen und entwickeln Ein solcher Leistungsbegriff hat nach Bartnitzky folgende Kennzeichen: er umfasst die Diagnose der bisherigen Lernentwicklung er eröffnet durch Ermutigung eine Perspektive für die weitere Entwicklung er fördert die Selbstständigkeit der Kinder er stellt das Lernen der Kinder in einen sozialen Zusammenhang  
  • Grundgedanken eines pädagogischen Leistungsbegriffs nach Jürgens - Übersicht Leistung ist anlage- und umweltbedingt Leistung ist produkt- und prozessorientiert Leistung ist individuelles und soziales Lernen Leistung ist vielfältiges und problemmotiviertes Lernen Leistung ist mühsames und ermutigendes Lernen
  • Leistung ist anlage- und umweltbedingt (Grundgedanken des pädagogischen Leistungsverständnisses nach Jürgens)   → schulische Leistung ist immer ein Produkt des Zusammenwirkens verschiedener Faktoren → Umwelt- und Sozialisationsfaktoren spielen neben der Erbanlage eine wesentliche Rolle (dynamischer Begabungsbegriff) → weder kann die Schule Begabungsgrenzen eines Schülers voraussagen, noch ein bestimmtes Begabungsniveau fordern → Unterrichtsprozesse müssen so gestaltet werden, dass Begabungen entwickelt und gefördert werden können
  • Leistung ist produkt- und prozessorienntiert (Grundgedanken des pädagogischen Leistungsverständnisses nach Jürgens)   → oft wird nur das Lernergebnis betrachtet, während der Aneignungsprozess und somit der Lern- und Entwicklungsverlauf nahezu unberücksichtigt bleibt → ABER: Schüler bringen nicht nur dann Leistung, wenn sie z.B. eine mündliche oder schriftliche Prüfung ablegen, sondern auch wenn sie sich mit dem Lerngegenstand auseinandersetzen → ein pädagogisches Leistungsverständnis muss eine Produkt- und eine Prozesskomponente beinhalten
  • Leistung ist individuelles und soziales Lernen (Grundgedanken des pädagogischen Leistungsverständnisses nach Jürgens)   → ein rein individualistisch-wettbewerbsbezogenes Leistungsverständnis verhindert den Aufbau von intrinsischen und sachbezogenen Leistungsmotiven → Leistungserziehung in der Schule muss dazu führen, dass Konkurrenz nicht mehr der vordergründige Motivationsanlass für das Lernen ist → dies erleichtert dann auch ein gemeinsames Handeln und Arbeiten von Schülern → es müssen Aufgaben, Lern- und Unterrichtsverfahren gefunden werden, die sowohl individueller als auch in Kooperation erbrachter Leistung gerecht werden
  • Leistung ist vielfältiges und problemmotiviertes Lernen (Grundgedanken des pädagogischen Leistungsbegriffs nach Jürgens)   → kognitive und verbale Leistung darf in der Schule nicht überbetont werden → man braucht ein Leistungsverständnis, das einem ganzheitlichen Lernansatz verpflichtet ist → der Leistungsbegriff muss auf einem aktiven, lebensnahen und eigene Ideen realisierenden Lernen gründen und Raum für Eigentätigkeit und selbstbestimmtes Handeln geben
  • Leistung ist mühsames und ermutigendes Lernen (Grundgedanken des pädagogischen Leistungsbegriffs nach Jürgens)   → für die Entwicklung des Selbstwertgefühls ist das Gefühl etwas „leisten“ zu können sehrvwichtig → trotzdem gehören Misserfolge und Versagenserlebnisse zum Lernen dazu → notwendig in der Erziehung sind Zeit und Anerkennung statt Kritik → Erziehung soll unter dem Leitgedanken der Ermutigung stehen und trägt so dazu bei, dass sich Anstrengungsbereitschaft, Lernfreude, Durchhaltevermögen und Besinnung auf die eigene Leistungsfähigkeit einstellen    
  • Kritische Leistungsbereitschaft   Hohe Leistungsfähigkeit und -leistungsbereitschaft wird erst dann wertvoll, wenn sie mit guten Zwecken verbunden ist. Ziel der Schule sollte die Entwicklung einer „kritischen Leistungsbereitschaft“ sein: es soll verhindert werden, dass hohe Leistungen für beliebige Ziele und Zwecke erbracht werden es soll immer ersichtlich sein, zu welchem Zweck eine Leistung angestrebt wird Momentane Situation unter den Jugendlichen: oft fehlt es an allgemein anerkannten Zielen und Zukunftsperspektiven, was den Leistungsverdruss einiger Schüler erklären kann für viele Jugendliche ist Lebensfreude und Genuss wichtiger als Aufstieg, Karriere, Einkommen, Ansehen  
  • Abgrenzung von gesellschaftlichem und pädagogischem Leistungsbegriff -->Bartnitzky und Christiani     Gesellschaftlicher Leistungsbegriff Pädagogischer Leistungsbegriff Produktorientierung Prozess- und Produktorientierung Konkurrenzorientierung Soziale Dimension des Lernens steht im Fokus Ausleseorientierung Ermutigung und Förderung   Bartnitzky: Ein tragfähiger pädagogischer Leistungsbegriff stellt aber nicht nur eine Abgrenzung zum ökonomischen Leistungsbegriff dar, sondern auch den Aufbau von Ich-Kompetenz → Fähigkeit zur Selbst- und Mitbestimmung → Kritik- und Urteilsfähigkeit → personale Identität Sozialkompetenz → Fähigkeit zu differenzierter Kommunikation → Fähigkeit zum Perspektivwechsel → Solidarität → Fähigkeit zur Arbeit im Team Sachkompetenz → Fähigkeit, eigenes Wissen und Können zu erweitern → Fähigkeit zum kritischen Hinterfragen → Fähigkeit, Handlungsziele zu finden und zu prüfen → Fähigkeit, Handlungspläne zu entwerfen