Klinische Psychologie (Fach) / 2.2 Spezifische Phobie (Lektion)
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Definition, Störungsbild, ICD Kriterien, Ätiologie
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- Definition: Spezifische Phobie Nenne die Oberklassen/Typen zeitlich stabile, objektspezfische/situationsspezifische Furcht, bei Konfrontation Irrationale, unangemessene Reaktion oder ausgeprägtes Fluchtverhalten Menschen mit spezifischen Phobien sind im alltäglichen Leben durch das Vermeidungsverhalten und der Furcht stark eingeschränkt, starke emotionale Belastung Oberklasse/Typen Tier Verletzungs-Blut-Injektion Situativ Naturgewalten
- Zentrale Merkmale einer Phobie objekt-/situationsspezifisch Vermeidungsverhalten: Wie gut ein phobisches Objekt gemieden werden kann, bestimmt das Ausmaß der Einschränkung und ob therapeutische Hilfe aufgesucht wird Generalisierung der Angst Angstreaktion äußert sich meist in Panikanfällen
- ICD 10 Kriterien Spezifische Phobien A. Entweder 1. oder 2. Furcht: vor bestimmten Objekten oder Situationen, außer Agoraphobie, soziale Phobie Deutliche Vermeidung solcher Objekte und Situationen häufige phobische Objekte: Tier, Anblick von Blut, Krankenhausbesuche, Höhen, Donner, Flüge B. Angstsymptome vegetative: Herzrasen, Schweiß, Mundtrockenheit, Tremor Angst vor Kontrollverlust/verrückt zu werden, Angst zu sterben Gefühl von Benommenheit, Schwindel, Schwäche... C. starke emotionale Belastung durch Vermeidungsverhalten und Furcht Einsicht, dass IrrationalD. Symptome sind auf die bestimmten Objekte und Situationen beschränkt
- Epidemiologie: Beginn der Störung mit 10 Jahren Nenne den Verlauf (Phobie Typen und spezfische Zeit) 7 - 10: Tier9 -21: Verletzung-/Blut Anfang 20: Situation
- Ätiologie Phobie Erkläre das Vulnerabilitäts-Stressmodell Genetische Vulnerabilität: Man kann eine spezifische Phobie entwickeln Nicht die Störung selbst, sondern die Umwelteinflüsse sind bedeutsam für die Entwicklung einer Phobie Generell: Angst dient der Überlebensfunktion
- Erkläre die 2 Faktoren Theorie von Mowrer Die Entstehung und Beibehaltung von Phobien basiert auf 2 Faktoren: Klassische Kondi: Ein vorher neutraler Reiz wird mit einem zentralen, motivationalen Angstzustand assoziert Operante Kondi: Man versucht durch Vermeidung dem phobischen Objekt auszuweichen. Dies verstärkt jedoch die Angst.
- Kritik an dem 2 Faktoren Modell (Mowrer) Als Erklärung für klinische Phobien nicht ausreichen, obwohl durch Tierexperimente bestätigt: Patienten konnten sich nicht an traumatisches Erlebnis erinnern Phobien konnten nicht konditioniert werden Fallstudien "kleiner Albert" konnte nicht repliziert werden
- Erkläre Äquipotenzialität und die Kritik Äquipotentialität: Alle Reize haben die gleich große Wahrscheinlichkeit, dass sie zu einem phobischen Reiz werden. Stabile Verteilung. - Annahme nicht gegeben, da dies nicht mit der Häufigkeit der Reize im alltäglichen Leben noch mit der Wahrscheinlichkeit einer Phobie entspricht Spinnen, Schlangen, Höhen...werden häufiger gefürchtet Auto, Tür, Blume seltener
- Prepairedness Annahme Bestimmte Reiz Reaktionsmuster werden leichter erlernt, da sie biologische vorbereitet sind. Nicht eindeutig empirisch bewiesen
- Erkläre das Three-Path-Way von Rachman Kritik Phobien können sich auf 3 Wegen entwickeln1. Weg: Klassische Konditionierung2. Weg: Modell-Lernen3.Weg: Instruktionslernen Kritik: Es kann nicht für jede Phobie eins der 3 Wege verwendet werden. Manchmal treten Phobien spontan auf
