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BWL 1 Einführung in die Unternehmensführung (Fach) / Planung als Grundfunktion des Management (Lektion)

Planung

Diese Lektion wurde von Frechdachs erstellt.

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  • Planen systematisches Durchdenken und Festlegen von Zielen, Mitteln und Ressourcen
  • Planung InstitutionalisierteVerankerung des Planens und Kodifizierung des Egebnisses (Plan)
  • Unternehmensplanung Planung ist die geistige Vorwegnahme zukünftigen Handelns. Dies verlangt einen informationsverarbeitenden Priorsierungprozess und bezieht sich v.a. auf die Festlegung von Zielen, Ressourcen und Maßnahmen.   Die Unternehmensplanung bildet den übergreifenden Rahmen für die funktionalen Teilplanungen, z.B. die Finanz-, Personal- oder Beschaffungsplanung
  • Heutiger Planungskontext Preis- und Kostendruck Innovationsdruck Nachfragedifferenzierung gesellschaftlicher Wertewandel
  • Hauptfunktion der Planung Oberstes Ziel jeder Planung ist die Reduktion von Komlplexität.   Sicherungsfunktion: Unternehmensbestand sichern Optimierungsfunktion: davon abgeleitet: Koordinationsfunktion z.B. Ablauf von Finanzierungen Flexibilitätsfunktion z.B: Elektromobilität Innovationsfunktion z.B. Customizing, neue Produkte, der Zeit vorraus sein Motivationsfunktion z.B: vorgesetztes Ziel so gestalten dass es den Mitarbeiter motiviert.
  • Vor- und Nachteile Top-Down Planung Vorteile Planrealisierung wahrscheinlicher normative Lenkungsfunktion Gesamtzusammenhang erkennbar Planungs-Know-how der Stabsstellen wird genutzt Nachteile Planakzeptanz in unteren Hierarchieebenen geringer Planresultate unter Umständen unrealistisch  
  • Vor- und Nachteile der Bottom-Up Planung Vorteil Planakzeptanz höher Planresultate "basisnäher" Nachteil höherer Koordinationsaufwand Plan übt keine Lenungsfunktion aus Planresultate untereinander inkonsistent Methodisch weniger effizient
  • Systematisierungsmöglichkeiten der Planung nach Inhalt / Horizont der Planung - Strategische Planung: von den oberen Hierachieebenen durchgeführte, längerfristige Planung mit Leitliniencharakter (3-8 Jahre) = proaktiver Aufbau und Pflege zukünftiger Erfolgspotenziale - Taktische Planung: mittelfristige Planung (1-3 Jahre), die sich primär auf die Umsetzung der strategischen Planung und damit auf konkrete Probleme bezieht = meist auf das bevorstehende Geschäftsjahr bezogen, die taktische Planung vollzieht sich i.d.R. in den betrieblichen Funktionen bzw. Geschäftsbereichen. Bsp.: Programmplanung, Personalbeschaffung - Operative Planung: kurzfristige, ablauforientierte Planung (Maximum 1 Jahr), die in erster Linie auf die Erreichung operativer Einzelziele gerichtet ist. = meist auf das laufenden Geschäftsjahr bezogen, Bildung seperater Arbeitsbereiche, Informationsbasis: Rechnungswesen/Controlling Bsp.: Budgetierung einer Werbekampagne
  • Grundsätze der strategischen Planung Konzentration der Kräfte Bezugnahme auf Stärken Versuch der Synergieerzielung Kontuität (aber auch ausnutzen unvorhergesehender Chancen!) Wann muss man von seinem Plan abrücken? Intutition
  • Systematisierungsmöglichkeiten der Planung nach Prozessform - synoptische Planung: ganzheitlicher Planungsansatz, der eine vorausschauende Gesamtlösung anstrebt und von vollständiger Information ausgeht (Entscheidungsrationalität) = verkörpert als normativer Planungstyp das klassische Rationalitätspostulat der BWL = Management als "plandetminierte Unternehmensführung" - inkrementale Planung: situationsangepasste Lösung in "kleinen Schritten". Weder vollständige Information noch vorab vollständig durchdachte Handlungsoptionen. (Handlungsrationalität) = verkörpert als empirischer Planungstyp das realistischere Modell der beschränkten Rationalität = Management als "Realisierung des Machbaren"
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  • Welchen Zweck erfüllen betriebliche Ziele? Orientierung (Richtungsvorgabe) Koordination Motivation Problemerkennung (weil Maßstab der Kontrolle) Rechtfertigung (Legitimation)   Ohne ein überprüfbares Ziel ist jeder Weg der Richtige.
  • Zielpräzisierung nach.... Zielinhalt (sp. Erhöhung des Bekanntheitsgrades eines Neuprodukts) Zielausmaß (Bsp. ...um 10%) Zielhorizont ( z.B. innerhalb eines Jahres für mind. 3 Jahre) Zielgültigkeitsbereich ( Bsp.für Produkt A)
  • Welche 2 Zieltypen gibt es? Strategische Sachziele - Defining the business Definition des grundegenden Tätigkeitsbereiches bzw. Unternehmenszweckes , z.B. VW--> Nutzfahrzeuge bauen Strategische Fomalziele- Defining the business mission Definition der Erfolgserwartungen, z.B. in Gestalt von  Umsatz, Gewinn, Image, Marktanteil etc.
  • Welche leistungswirtschaftlichen Ziele gibt es?? (gehört zu systematisierender Zielkatalog) Marktleistungsziele, z.B. Produktqualität Produktinnovation Kundenservice Sortimenttiefe und - breite Produktmengen Marktstellungsziele, z.B. Umsatzvolumen Marktanteil je Segment Markgeltung Neue Märkte  
  • Welche finanzwirtschaftlichen Ziele gibt es? (systemaisierender Zielkatalog) Rentabilitätsziele, z.B. Gewinn Return of Investment Umsatzrentabilität Kapitalrentabilität Wirtschaftlichkeit Wertschöpfung Produktivität Finanziele, z.B. Zahlungsbereitschaft Kapitalstruktur Kapitalbindung Cash-Flow Kreditwürdigkeit
  • Welche Sozialziele gibt es? (systematisierender Zielkatalog) --> wird oft verdrängt Soziale Ziele im Bezug auf Mitarbeiter, z.B. Einkommen und soziale Zufriedenheit Arbeitszufriedenheit Persönliche Entwicklung Betriebsfrieden Soziale Ziele des Unternehmens, z.B. Ethik Umweltschutz Bildung/Kunst Regionalentwicklung Einfluß und Pretige, z.B. Unabhängigkeit/Kooperation Image und Prestige Politischer Einfluß Gesellschaftlicher Einfluß    
  • Welche Zielbeziehungen gibt es? Nenne Beispiele konfliktäre Zielbeziehungen: --> Erfüllung eines Ziels behindert Erfüllung eines anderen Ziels Bsp: Kostenreduktion + Entwicklung ausweiten komplementäre Zielbeziehungen --> Erfüllung eines Ziels fördert Erfüllung eines anderen Ziels Bsp: Mitarbeitermotivation + KundenzufriedenheitProduktivitätssteigerung + Gewinnsteigerung indifferente Zielbeziehungen --> Erfüllung eines Ziels beeinflusst nicht die Erfüllung eines anderen Ziels Bsp: Marktmehrheit erhöhen + Produktionskosten senken
  • Nenne Ansatzpunkte, wie Zielkonflikte entschärft werden können ( Konfliktmamagement) Ansatzpunkte: Zielgewichtung (Unterscheidung in Haupt- und Nebenziele) Umformulierung von Zielen (Modifikation der Nebenbedingungen, z.B. bei Standartfragen) Anspruchsanpassung (Satisficing statt Maximizing) Sequentielle Zielverfolgung ( Festlegung von ZeitezogenenZielprioritäten)  
  • Nenne Anforderungen an ein effektives Zielsystem Relevanz, z.B. ist dasProdukt wichtig für den Käufer? Widerspruchsfreiheit logisch? Beeinflussbarbkeit der Zielerreichung müssen kraft eigener Anstrengung erreicht werden können Interne und externe Durchsetzbarkeit Überprüfbarkeit Formalziele/Umsatzziele, schwierig überprüfbar z.B. Entwicklungsziele, Werbestrategie
  • Nenne 3 Bereiche für Mikroumwelt eines Unternehmens Kunden Unternehmen Wettbewerber
  • Nenne Beispiele für die Makroumwelt eines Unternehmens politisch-rechtliche Umwelt ökologische Umwelt ökonomische Umwelt gesellschaftliche Umwelt technologische Umwelt
  • Was ist die Aufgabe der strategischen Früherkennung? rechtzeitige Information der Entscheidungsträger über relevante Kontextveränderungen
  • Nenne Beipiele für Typen von Umweltanalysen Stragegische Früherkennung rechtzeitige Information der Entscheidungsträger über  relevante Kontextveränderungen Chancen/Risikoanalyse Erkennung von umweltbedingten Erfolgchancen und Bedrohungen
  • Nenne Intrumente der strategischen Früherkennung Frühindikatoren,  Kennzahlen, z.B. Auftragseingänge, Rohstoffpreise, Baugenehmigungen Diffusionsmodelle GAP-Analysen Quaitative Prognoseverfahren
  • Nenne potentielle Informationsquellen für die Chancen/Risikoanalyse Interne Quellen: Primärerhebung: persönliche Erfahrungen von Führungskräften und Mitarbeitern interne Statistiken, Protokolle, Aktennotizen Controlling/Revision Sekundärerhebung: - - Externe Quellen: Primärerhebung: Kundenreklamationen Lieferantenbefragungen Außendienstberichte Consulting-Projekte Sekundarerhebung: Geschäftsberichte, sonstige Firmenveröffentlichungen Statistische Jahrbücher Fachveröffentlichungen Datenbanken Primärerebung: sehr aufwendig Sekundärerhebung: kommt man schnell dran, aber n ur sehr allgemein.  
  • Welche Arten von Unternemensanalysen gibt es? Erläutere diese. Stärken-Schwächen-Analyse Stärken/Schwächen herausfinden Profil erstellen Wettbewerbsvorteilsmatrix erstellen Schlussfolgern Produktlebenszyklus Betrachtung Marktzyklus oder Entstehungs- bis Entsorgungszyklus ungefähre Prognose beeinflussbar durch Staat und Konkurrenz GAP-Analyse Gegenüberstellen von Ist und Soll Werten auf zeitlichen Verlauf bezogen Lücke zwischen Soll und ist = GAP = Handlungsbedarf
  • Wie besteht der Zusammenhang von strategischer und operativer Planung? Strategische Planung: Steuerung der zukünftigen Erfolgspotenziale legt strat. Sachziele fest definiert für jedes Geschäftsfeld das Portfolio und die Wettbewerbsstrategie fest Skizziert grob die Maßnahmen zur Erreichung der Ziele --> Ansatzpunkt der operativen Planung operative Planung:  methodenorientiert, auf einen speziellen Funktiosbereichbezogen, in Hohem Maße formalisiert formuliert Maßnahmen weiter aus stellt Vollzug der Maßnahmen sicher
  • Welche Vorteile bietet die Unterteilung der Planung in strategische, taktische und operative Planung? Motivation der Mitarbeiter der operativen Planung Entlastung der strategischen Führungsebene operatives Management ist Methodenorientiert operatives Management kann Lösungen schneller umsetzen(Als Weg zu strat. Planung und zurück)
  • Nenne verschiedene Planungsinstrumente (mit Beispiel) analytische Intrumente z.B. Stärken-Schwächen-Analyse, Kennzahlensystem, Wertanalyse, Budgetierung prognostische Instrumente z.B.Simulationsmodelle, Stichproben, Szenariotechnik, Trnedextrapolarisation, Delphi-Verfahren, Expertenbefragungen, Zeitreihenmethoden,etc. heuristische Instrumente z.B.Brainstorming, Methode 635, Synektik, morphologische Methoden entscheidungsunterstützende Planungsinstrumente z.B.Produktlebenszyklus, Gapanalyse, ABC Analysen, rfahrungskurve, Entscheiungsregeln, Risikoanalyse
  • Funktionsweise morphologischer Kasten --> Ablauf 1. Schritt: Zergliederung des Problems in seine Bestandteile 2. Schritt: Auflistung und graphische Darstellung sämtlicher möglicherKombinationen 3. Schritt: Bewertung der Kombinationen im Hinblick auf Konsistenzund Zielerfüllung
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  • Was wird mit dem morphologischen Kasten erreicht? Systematische Aufspürung von Innovationen und weitgehende Eliminierung des Zufalls
  • Nenne die Schritte der Extrapolisation. Nenne Vor- und Nachteile der Trendextrapolation. Wo erzielt diese gute Ergebnisse? 1. Datenerhebung (empirische Schätzung vergangener Absatzahlen) 2. Trendberechnung (Berechnung des allgemeinenAbsatztrends in der Vergangenheit) 3. Extrapolation und Interpretation des Trends (Prognose der zukünftigen Entwicklung basirend auf der Vergangenheit) Vorteil: Einfache Zugänglichkeit der Daten Nachteil: Trendbruch (Einbrüche aufgrund nicht vorhersehbarer Ereignisse, z.B: Einführung der Pille) Sehr gute Ergebnisse z.B bei demographischen Vorraussagungen.
  • Beschreibe den idealtypischen Ablauf einer Delphiprognose. Was ist der Unterschied zur Befragung? 1. Schritt: Befragung einander unbekannter Experten zu einem ausgewähltem Thema 2. Schritt: Rückkoppelung der Alternativmeinungen(z.B. bzgl. Zeitschätzungen, Argumente, Streuung) an die Experten 3. Schritt: Bitte um Stellungnahme bzw. Begründung der eigenen Meinung 4. Schritt: erneute Befragungen ggf. Revision der ursprüglichen Ansichten Unterschied zur Befragung: Mehrmaliger Austausch, keine einmalige Befragung
  • Nenne Vor- und Nachteile der Delphibefragung Durch mehrmaliges Befragen mit Feedback wurd eun Abschleifen von unrealistischen (?) Extrempositionen erreicht. Vorteil: Unterschiedliche Meinungen und Gegenpositionen werden sichtbar und wirken informationsverbessernd aufeinander ein. Nachteil: Eventuell zutreffende Extremmeinung wird nivelliert (Tendenz zur Mitte)  
  • Erläutere die Vorgehensweise bei der Szenariotechnik. Nenne den Unterscheid zzwischen Forward-Approach und Backward-Approach Beschäftigung mit möglichen Entwicklungen -> Entwicklung konditionaler Handlungsprogramme Identifikation zukunftsbestimmender Schlüsselfaktoren Erarbeiten der jeweiligen Zukunftsentwicklung (Projektion) Zusammenstellung zu schlüssigen Szenarien   Forward-Approach: Beginn in der Gegenwart, Blick in die Zukunft Backwar-Approach: Beginn in der Zukunft, Blick in die Gegenwart. Man überlegt sich anhand der Zukunft, was für Vorraussetzungen in der Gegenwart geschaffen werden müssen.  
  • Worauf können sich Budgets in Unternehmen beziehen? auf eine kalendarische Budgetperiode auf ein zeitlich befristetes Projekt immer mit Zeitbezug
  • Inwieweit ähneln die Funktionen von Budgets denen der Planung im Allgemeinen? Koordination Kontrolle Motivation
  • Nenne Dysfunktionen(Probleme) von Budgets Budgetary-Slack (Tendenz mehr anzugeben als nötig) partikularistisches Denken (Jede Abteilung für sich) kurzfristige Orientierung Verabsolutierung von Budgetvorgaben
  • Nenne die Ziele des Zero-Base-Budgeting. Was ist der Nachteil des ZBB? Senkung der Gemeinkosten (Sparziel) wirtschaftlicher Einsatz der verfügbaren Ressourcen (Re-Allokationsziel) Nachteil: sehr aufwendig, langfristige Planung schwierig  
  • Woraus resultieren Planungfehler? Erläutere diese. intellektuelle/ materielle Beschränktheit menschliche Schwäche Informationen aufzunehmen Begrenztheit der Planungsressourcen Ungewissheit der Planungssituation steigende Komplexität durch z.B. Globalisierungiskontinuierliche Entwicklungen Menschen können spontan umentscheiden Generelles Spannungsverhältnis zwischen Planung und Handlungsfreiheit Prognose-  und Eintrittssicherheit