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Psychologie (Fach) / Geschichte der Psychologie, Personen (Lektion)

Ein Überblick über wichtige Personen aus der Geschichte der Psychologie Begründer wichtiger Theorien, Vertreter einzelner Richtungen und Schulen angelehnt an Lücks Geschichte der Psychologie 5. Auflage u. den Kurs 3400

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  • HERRMANN EBBINGHAUS 1850 - 1909 Experimentelle Psychologie des Lernens Naturwissenschaftliche psychologische Ausrichtung Selbstversuche mit sinnlosen Silben Begründer der experimentellen Erforschung des Gedächtnis: -Lernkurve und Vergessenskurve noch heute gültige psychologischen Messmethoden der Gedächtnisleistung:-Wiedererkennungsmethode-Reproduktionsmethode-Ersparnismethode Psychlogie hat eine lange Vergangenheit und eine kurze Geschichte In seinem berühmten Disput mit Wilhelm Dilthey verteidigte Ebbinghaus die experimentelle Psychologie gegenüber der verstehenden Psychologie.
  • Gustav Theodor Fechner 1801-1887 deutscher Pysiker  und Natur Philosoph Begründer der Psychophysik arbeitete zur differenziellen Wahrnehmungsschwelle ab der unterschiedlich starke Reize unterschieden werden können. Beispielsweise erkennt man einen relativen Gewichtsunterschied von ungefähr 2 Prozent eines in der ruhenden Hand gehaltenen Gegenstands. Weber Fechnersches Gesetz
  • Emil Kraepelin 1856-1926 Emil Kraepelin deutscher Psychiater, gilt (zusammen mit Lightner Witmer) als Begründer der klinischen Psychologie - Begründer der Grundlagen des heutigen Systems der Klassifizierung psychischer Störungen. - Einführung experimentalpsychologischer Methoden (angelehnt an die Methoden Willhelm Wundts) in die Psychiatrie - experimentelle empirische Studien u.a. auch zur Schlaftiefe, Muskelkraft,  Gefühlen. Bedeutsame Untersuchungen für Diagnostik und Arbeitspsychologie.(Schreibdruckmessungen mit Schriftwage, Reaktionszeiten, Ermüdung..) - Begründer der modernen empirisch orientierten Psychopathologie mit der in ersten Ansätzen ein psychologisches Denken in der Psychiatrie üblich wurde. - Mitbegründer der Psychopharmakalogie: "Über die Beeinflussung einfacher psychischer Vorgänge durch einige Arzneimittel von 1892."
  • Lightner Witmer 1867-1956 Lightner Witmer  US-Amerikanischer Psychologe der als erster den Ausdruck Klinische Psychologie einführte. Gründung der ersten "Psychological Clinic" der Welt in den USA an der Universität von Pennsylvenia 1896. Witmer trieb viele Zweige der Psychologie voran u.a. die Schulpsychologie. Assistent und Doktorand bei Wundt.
  • Carl Ransom Rogers 1902-1987 Was sind drei Grundhaltungen / Basisvariablen seiner Klientenzentrierten Gesprächstherapie? US Amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut. Vertreter der Humanistischen Psychologie Entwicklung der Klienzenzentrierten Gesprächstherapie.               Ansatz ist heute oftmals Bestandteil der Gesprächsführung im Rahmen von Therapiegesprächen, als auch in der Gesprächsführung der pädagogischen Arbeit mit Klienten. Drei Basisvariablen Empathie, einfühlendes Verstehen                                            Hineinversetzten in den Klienten durch den Therapen. Wertschätzung, AkzeptanzVorbehaltloses Annehmen des Klienten und seiner Thematik. Achtung und Respekt vor seinen Einstellungen und Verhaltensweisen.Nicht bewertende und nicht urteilende Haltung. Kongruenz, Echtheit der Situation und des Therapeuten-VerhaltensTherapeut wird als Mensch sichtbar ohne eine Rolle anzuwenden. Inhalt der Äußerungen und Tonfall, Gestik und Mimik stimmen überein. Anstatt der Anwendung bestimmter Techniken kommt  so die innere Haltung des Therapeuten in seinem Verhalten zum Ausdruck. Begegnung von Person zu Person. Andere Bezeichnungen für die klientenzentrierte Gesprächstherapie: Non-direktive Therapie, Gesprächspsychotherapie, Personenzentrierte Psychotherapie   Weiterer Ausbau der Humanistischen Psychologie durch Rogers.
  • Willy Hellpach 1877-1955 Welche drei Bereiche der Umweltpsychologie beschrieb er ? Was sagte Hellpach (kurioserweise) über die klinische Psychologie aus ? Willy Hellpach (Mediziner, Psychologe)  gründete 1920 das erste Institut für Sozialpsychologie in Deutschland an der TU Karlsruhe Er prägte den Begriff der Umweltpsychologie und beschrieb drei Bereiche:  Die Natürliche Umwelt Die soziale Umwelt Die Kulturelle Umwelt   Heute werden die Bereiche der Umweltpsychologie folgendermaßen aufgeteilt: Natur die anorganischen und organischen Erscheinungen, die ohne Zutun des Menschen existieren bzw. sich entwickeln. Kultur künstlersich technische, handwerkliche u. geistigige Leistungen mit denen der Mensch seine natürlichen Bedingungen gestaltet.                         Zivilisation   Gesamtheit und Ausprägung der Veränderungen  sozialer und materieller Lebensbedingungen, welche durch wissenschaftlichen und technischen Fortschritt erzielt werden.   Die klinische Psychologie war für Hellpach noch 1946 Teil der Sozialpsychologie, da sie sich mit dem Artz-Patientenverhältnis befasse. Sie habe nichts mit psychischen Erkrankungen zu tun. In der BRD differenzierte sich die Disziplin der klinischen Psychologie erst verhältnismäßig spät heraus.
  • William Stern 1871 -1938 William Stern, bedeutender deutscher Psychologe Begründer der differenziellen Psychologie   1912 schlug Stern eine von Alfred Binet abweichende neue Art der Berechnung des Intelligenzgrades von Kindern vor. (Alfred Binet bildete eine Differenz aus "Intelligenzalter" und Lebensalter", Stern benutze ein Verfahren mit Quotienten) Der Begriff des Intelligenzquotienten wurde als "IQ"  zu einem der bekanntesten psychologischen Begriffe. William Stern prägte auch den Begriff der Psychotechnik, welcher von Hugo Münsterberg popularisiert wurde. Schriften Die differentielle Psychologie in ihren methodischen Grundlagen Allgemeine Psychologie auf personalistischer Grundlage mit Clara Stern: Die Kindersprache. Eine psychologische und sprachtheoretische Untersuchung Psychologie der frühen Kindheit bis zum sechsten Lebensjahr; mit Benutzung der Tagebücher von Clara Stern.
  • Hugo Münsterberg 1863 - 1916 Hugo Münsterberg zusammen mit William Stern, Walter Dill Scott und Jean-Maurice Lahy Mitbegründer der - angewandten Psychologie. Ebenfalls einer der frühesten Filmtheoretiker. Seine Untersuchungen zur Psychologie des Films (The Photoplay (1916)) enthalten die erste Theorie dieses neuen Mediums.) Begründete mit seinem Buch Psychologie und Wirtschaftsleben (1912) die - Arbeitspsychologie u. Organisationspsychologie Themen: Berufliches Lernen, Personalauswahl, Berufsberatung - Erste Berufseignungstest: für Straßenbahnfahrer und Telefonistinnen - Psychotechnik: diesen von W.Stern geprägten Begriff popularisierte Münsterberg 1914, erfasste ihn zunächst als Überbegriff für die gesamte angewandte Psychologie. Fragen der Berufs- u. Arbeitsplatzzuteilung (Eignung und Auslese), Arbeitsleistung (Monotonie und Ermüdung, Leistung und Arbeitsgestaltung) oder Werbung wurden zentral.               Kann als Vorläufer der heutigen Arbeitspsychologie, Wirtschafts- u. Organisationspsychologie angesehen werden, hatte schließlich v.a im Wirtschaftlichen Bereich Bedeutung. Weitere angewandte Bereiche:                                                                - Werbepsychologie                                                                               - Pädagogische Psychologie                                                                 - Rechtspsychologie                                                                        Entwicklung von Kriterien für die Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen Regte die Entwicklung des Lügendetektors an.  
  • Leon Festinger 1919-1989 US-amerikanischer Sozialpsychologe Theorie der Kognitiven Dissonanz in der (Sozial-)Psychologie ein als unangenehm empfundener Gefühlszustand mit mehreren, nicht mit einander vereinbaren Kognitionen - Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten - Theorie des sozialen Vergleichs besagt, dass Menschen Informationen über sich durch den Vergleich mit anderen gewinnen können. Teilweise Zusammenarbeit mit Kurt Lewin.
  • Welchen Begriff der Soziapsychologie prägte 1942 Herbert Hyman (1918-1985) und worauf bezieht er sich ? Herbert Hyman prägte den Begriff der Reference Group. Der Begriff bezieht sich auf die Bedeutung sozialer Gruppen für den sozialen Vergleich und für den Erwerb von Einstellungen.
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  • Wilhelm Dilthey 1833 -1911 Psychologe, Pädagogoge, Theologe, Philosoph Hermeneutischer Zirkel Die hermeneutische Spirale: Der Teil wird vom Ganzen her verstanden.Er korrigiert oder erweitert, umgekehrt wird das Ganze von den Teilen her bestimmt. D. weitete die hermeneutischen Überlegungen (ursprünglich v.a. auf Textverständnis bezogen) auf alle menschlichen Lebensäußerungen aus. Bedeutung ist kontextabhängig und nie absolut. Menschliche Gesten, Erzeugnisse; Kunstwerke, Architektur Gesetze, Ordnungen, Religion nur im Sinnzusammenhang verständlich. Verstehende Psychologie Sie behandelt Erscheinungen die erlebt werden. Es soll nicht versucht werden, ein einzelnes Erlebnis als  allgemein psychologischen Musters zu begreifen, sondern als ein jew. individuelles Erlebnis. Bei einem solchen wirken die Vorgänge des gesamten Bewußtseins zusammen. Damit ist diese Form der Psychologie weitestgehend eine beschreibende...
  • Willhelm Wundt 1832 - 1920 Was waren seine Grundideen ? Physiologe, Psychologe, Philosoph Begründer der experimentellen Psychologie 1879 erstes Laboratorium in Lepizig. Physiologische Psychologie (Leipziger Schule) Nichts könne sich in unserem Bewusstsein ereignen , was nicht in bestimmten physiologischen Vorgängen seine körperliche Grundlage fände.   Physiologische Psychologie (1874)  "Elementenpsyschologie" Ziel der Elementenpsycholigie ist es grundsätzlich, komplexes psychisches Geschehen auf eine Anzahl kleinerer, leichter bestimmbarer Einheiten zurückzuführen. Neben der sogennanten Elementenpsycholgie als Analyse u.a. durch Messung bspw. von Sinnes und Rekationsleistungen in der Psychophysik waren aber für Wundt v.a. Prozesse der Synthese bedeutsam.  Damit ist die Verknüpfung der Komponenten / Elemente von psychischen Prozessen gemeint. Daher hatte die Apperzeptionstheorie sehr große Bedeutung für ihn. Nicht-Dingartigkeit der Seele nach Wundt sondern: Geschehen, Konfiguration von Prozessen, Aktualität, Apperzeptionspsychologie Apperzeption ist ein zentraler Begriff bei Wilhelm Wundt: Das Eintreten eines Bewusstseinsinhalt in das Aufmerksamkeitsfeld. Eine beabsichtigte Verschiebung vom Blickfeld zum Blickpunkt . Als innere Willenshandlung stellte die Apperzeption  für Wundt den Prototyp aller psychischen Prozesse dar. Ein kreativer Prozess, durch das Subjekt in Gang gesetzt und nicht durch äußere Bedingungen vorgegeben ist. In späteren Jahren nannte Wundt seine Psychologie voluntarische Psychologie bzw. Voluntarismus. Psychische Erlebnisse seien nicht einfach als Ereignisse, sondern als Ergebnisse von Willenshandlungen aufzufassen. Was Wundt nicht wollte: Wundt lehnte die Methode einer allgemeinen Introspektion im Sinne der kontemplativen Introspektion ab. (siehe auch Bühler-Wundt-Kontroverse) ".....Wundts Interesse war nicht auf die Ermittlung interindividueller Differenzen, sondern, analog den Naturwissenschaften, auf die Suche nach allgemeingültigen Gesetzen ausgerichtet." (Lück, Geschichte der Psychologie, S.68) Wundt lehnte auch die damals verbreitete Assoziationstheorie ab, nach der sich psychische Verbindungen vor allem aufgrund der Häufigkeit und der Intensität bestimmter Vorgänge ausbilden. Völkerpsychologie, Zwischen 1910-1920 erschienen 10 Bände der Völkerpsychologie, einem Thema mit dem sich Wundt bis ins hohe Alter beschäftigte. Es stellte für ihn einen zweiten Hauptzweig einer wissenschaftlichen Psychologie dar. Themen wie Sprache, Kultur, Religion, Kunst, Sitte und Traditionen, Mythos wurden behandelt.
  • Fritz Heider 1896 -1988 Was sind die Grundgedanken seiner Attributionstheorie? Gestaltspychologe Begründer der Attributionstheorie sowie der P-O-X-Balancetheorie. Erforschte naiv-psychologische Ansichten. Die Attributionsforschung hat ihren Ursprung in der Grazer Gestaltpsychologie. Ein Grundgedanke ist zu erforschen, wie Personen Ereignisse in ihrer Umwelt als kausal verursacht erleben. Hierbei sind Selbst- und Fremdattributionen zu unterscheiden. Beide liefern bspw. Erklärungen für Ursachen eigener Erfolge und Misserfolge, für die Handlungen  und das Verhalten anderer. Attributionen sind handlungsrelevant. Heider sah Menschen als „naive Wissenschaftler“ oder „Alltagspsychologen“, die sich das Verhalten anderer anhand lückenhafter Informationen erklären würden. Fritz Heider unterschied in "The psychology of interpersonal relations" 1958 zwischen internen und externen Attributionen.   Interne Attribution: Suche nach der Ursache des Verhaltens in der handelnden Person und ihren Persönlichkeitseigenschaften.    Externer Attribution: Verhalten wird als durch die Situation begründet angesehen. Heider war der Überzeugung, dass zu selten extern attributiert werde und zu oft intern. Lee Ross bezeichnete diese Verhaltenstendenz später als fundamentalen Attributionsfehler. Heutige Einsatzgebiete der Attributionstheorien sind die pädagogische-, die klinische- und die Sozialpsychologie  
  • Wer sind die drei Begründer der Frankfurter Schule der Gestalttheorie und was waren deren zentrale Themen? Max Wertheimer (1880-1943)Wolfgang Köhler (1887-1967)Kurt Koffka (1886-1941)      ff.     
  • Gordon Allport (1897-1967) Worum geht es bei seiner I-E-Skala ? Was versteht er unter dem Ausdruck "Proprium"? Welche weitere wichtige Skala der Sozialpsychologie ist von Ihm ? George Albert war ein US Amerikanischer, empirisch arbeitender Persönlichkeits und Sozialpsychologe. Abgrenzung von Psychoanalyse und Behaviorismus, Nähe zur humansitischen Psychologie (zusammen mit Charlotte Bühler, Abraham Maslow u. Charlotte Bühler ein Mitbegründer) Allport untersuchte verschiedene Aspekte der Persönlichkeit, seine Religious Orientation Scale kam auch vielen in empirischen Untersuchungen zum Einsatz. Unter Proprium versteht Allport in seiner Persönlichkeitstheorie die Disposition einer Person, die alle Aspekte ihrer Persönlichkeit zusammenhält, die Einmaligkeit der Person ausmacht und überdauernde Kontinuität besitzt. Sie ist dafür verantwortlich, dass wir uns selbst als einzigartig erleben. In seiner I-E-Skala versucht er intrinsische und extrinsiche religiöse Haltungen zu untrscheiden. (Die intrinsisch religiöse Person ist um der Sache willen religiös, die extrinsisch reloigiöse Person aus pragmatischen Gründen.) Mit der Allport-Skala, (in seinem Werk Die Natur des Vorurteils, 1954) begründete er eine „Skala zur Erfassung von Vorurteilen in einer Gesellschaft in einer Unterscheidung der Diskriminierung nach Stufen“ In der Persönlichkeitstheorie einer der Wegbereiter der BIG FIVE
  • Victor Frankl 1905 - 1997 Logotherapie und Existenzanalyse österreichischer Neurologe und Psychiater dritte Wiener Schule der Psychotherapie Schwerpunkte Depression und Suizit Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse zentrale Begriffe: Selbsttranzendenz und Selbstdistanzierung Selbssttranzendenz: Hinwendung und Hingabe an eine Aufgabe oder Person Selbstdistanzierung: Humorvolles Absehen von sich selbst.   Persönliche Verlusterfahrungen durch Judenverfolgung, KZ Aufenthalte
  • Paul Lazarsfeld 1901-1976 Östereichisch-US-Amerikanischer Soziologe. Gilt als der Begründer der modernen empirischen Sozialforschung. Einflussreiche Arbeiten zur politischen Psychologie. Wegweisend: die mit Marie Jahoda und Hans Zeisel durchgeführte Studie "Die Arbeitslosen von Marienthal". mit unterschiedlichen Datenerhebungsmethoden. Die Studie „The People’s Choice“ 1940 war wegbereitend für die Kommunikationsforschung.  600 registrierte Wähler wurden während des Präsidentschaftswahlkampfs begleitet und befragt.                                      Ein starker Einfluss interpersonale Kommunikation auf das spätere Wahlverhalten wurde aufgedeckt.                                        "Meinungsführer" als Multiplikatoren von Nachrichten und Meinungen. "Zwei-Stufen-Fluss der Kommunikation": 1. Die „opinion leaders“ hören Radio oder lesen Zeitung                           2. Sie geben ihre Meinung in gefilterter Form an die restliche Bevölkerung weiter.  
  • Roger Barker, 1903-1990 Was versteht man unter "behaviour settings"? Roger Barker war ein Begründer und eine Leitfigur der Umweltpsychologie (environmental psychology) Behaviour settings: Roger Barker untersuchte bestimmte Milieus und dazugehörigen Situationen, z.B. Zahnarztpraxis, Kino, Sportplatz, Kirche, Restaurant, Schule.... Hierin reale, sich selbst erhaltende Situationen mit bestimmten Bestandteilen. Das Verhalten in diesen Situationen ist standartisiert, die beteiligten Personen, z.B. Besucher eines Kinofilms, sind austauschbar. Die Synomorphie von spezifischen Situationen und spezifischem Verhaltencharakterisiert das Behavior Settings. Synomorphie ist nach Barker die Abstimmung zwischen Mensch und Umwelt bzw. zwischen Handlungsmustern und Milieu.
  • 1930er Jahren entwickelte sich die Kleingruppenforschung zu einem der Kerngebiete der Sozialpsychologie - wer war an dieser Entwicklung beteiligt? Jakob L. MorenoWilliam F. WhyteMuzafer SherifKurt Lewin
  • Charles H. Cooley, 1864-1929 Welchen wichtigen soziologischen Begriff prägte er in Bezug auf Gruppen? Charles H. Cooley war ein US-amerikanischer Soziologe. Er prägte den Begriff der Primärgruppen. Dies sind Gruppen, die durch direkten Kontakt von Angesicht zu Angesicht gekennzeichnet sind und für die Formung der sozialen Persönlichkeit eine fundamentale Bedeutung haben: Familie, Nachbarschaft, Freunde, Arbeitskollegen. Weiteres Konzept Cooleys: "The Looking Glass Self"                                                                     Das Selbstbild enteht aus der sozialen Interaktion mit Anderen. 1. Die Person stellt sich vor, wie sie dem Anderen erscheint.2. Die Person stellt sich vor, wie ihr Erscheinungsbild vom Anderen bewertet wird.3. Daraus resultiert ein entsprechendes positives oder negatives  Selbstwertgefühl.      
  • Jean Piaget 1896 - 1980 Welche vier Hauptstadien der kognitiven Entwicklung werden von ihm unterschieden ? Jean Piaget war ein Schweizer Entwicklungspsychologe. 1. Stadium der Sensomotorischen Intelligenz (0–2 Jahre): Erwerb von  sensomotorischer Koordination, praktischer Intelligenz und Objektpermanenz; Objektpermanenz aber noch ohne interne Repräsentation  2. Stadium der Präoperationalen Intelligenz (2–7 Jahre):             Erwerb des Vorstellungs- und Sprechvermögens, Egozentrismus  3. Stadium der Konkret-operationalen Intelligenz (7–12 Jahre):  Erwerb von Dezentrierung, Reversibilität, Invarianz, Seriation, Klasseninklusion und Transitivität  4. Stadium der Formal-operationalen Intelligenz (ab 12 Jahre):           Erwerb der Fähigkeit zum logischen Denken und der Fähigkeit, Operationen auf Operationen anzuwenden  
  • Heinz Kohut, 1913-1981 Östereichisch / US amerikanischer Psychoanalytiker Begründer Selbstpsychologischer Richtung der Psychoanalyse. Schwerpunkt Arbeit am Narzissmus, der lt. Kohut in gesunder oder pathologischer Form auftritt und somit das Selbst stärkt oder schwächt, bis hin zur Depression. Objektbindungstheorien (Psychoanalytisches Paradigma)
  • Melanie Klein 1882-1960 Pionierin der Kinderpsychoanalyse, Objektbeziehungstheorie, Frühe Kindheit im Fokus ihres Werks, Objektbeziehungstheorie: Beziehung der Kinder zu wichtigen frühen Bezugspersonen, Objekten (Psychoanalytisches Paradigma)
  • Solomon Asch 1907-1996 Polnisch-amerikanischer GestaltpsychologeEin Pionier der Sozialpsychologie Arbeiten und Experimente zur Eindrucksbildung.Gesamteindruck einer Person läßt sich nicht einfach aus der Summe an Einzelinformationen über diese Person erklären. Eigenschaften können in verschiedenen Zusammenhängen je nach Darbietungsform ganz unterschiedlich gedeutet werden. Doktorvater von Milgram. Nahm ebenfalls maßgeblichen Einfluss auf die berühmeten Milgram Experimente.    
  • Bowlby, John 1907-1990 Britischer Kinderarzt und Kinderpsychiater u. Psychoanalytiker Pionier der Bindungsforschung, Bindungstheorie Insbesondere in bedrohlichen Situationen würden kleine Kinder die Nähe einer Bezugsperson suchen. Aus den Erfahrungen in kritischen Bindungsmustern heraus, entstünden innere Arbeitsmodelle für andere (enge) Beziehungen, wie Partnerbeziehungen. Bindungsverhalten bei Menschen und höheren Säugetieren beobachtbar, evolutionsbiologisch verankert. Psychoanalytisches Paradigma
  • Clark L. Hull, 1884-1952 Neobehaviorist   bekannt für Beiträge zur Lerntheorie und experimentelle Hypnoseforschung Umfangreiche deduktive Theorie des Lernens, führte das Konzept des Ziels in die neobahavioristische Lerntheorie ein. (Fraktionierte antizipatorische Zielreaktion)
  • E.C.Tolman (1874-1942)  E.C.Tolman (1874-1942), Neobahaviorismus Tolman ist bekannt für seine Zeichen-Gestalt-Theorie. Ausgehend von Versuchen mit Ratten in Labyrinthen, die dort Wegstrecken erlernten, ging er von einer Realisation der Umgebung im Organismus in Form von repräsentativen Zeichen aus. Diese intervenierenden Variablen / Konstrukte nannte er cognitive maps. Weiter sprach Tolman von molarem Verhalten. Hieraus stammt die Bezeichnung molarer Behaviorismus. Üblicherweise wurde im klassischen Behaviorismus Verhalten in kleine Bestandteile zerlegt. (Elementarismus). Molarer Behaviorismus dagegen kann Verhaltenskomplexe beschreiben,  molare Verhaltensweisen welche aus unterschiedlichen molekularen Verhaltenselementen bestehen. Wie z.B. Suchen oder Orientieren. T. nahm mit seiner Arbeit die Kritik der Gestaltpsychologen auf.  
  • Edward Lee Thorndike 1874-1949 Behaviorismus, Begründer der instrumentellen Konditionierung Tierexperimente zum Lernen im "Problemkäfig" Lernen durch Versuch und Irrtum Assoziationslernen Law of Effekt von Thorndike: Die Reaktion welche zum Erfolg führt (Käfig öffnet sich, Verstärkung durch Futterbelohnung) wird wiederholt. Assoziation zwischen der Reiz-Situation und der Reaktion wird gefestigt bzw. verstärkt. Bei ähnlicher Reizsituation, wird  die Reaktion mit größerer Wahrscheinlichkeit als zuvor nochmals gezeigt.
  • Edwin Ray Guthrie (1886-1959) Neobahaviorismus Bekannt für Versuchstheorie und Kontiguitätslernen (Räumliche und Zeitliche Nähe von Reiz und Reaktion)
  • Charles Egerton Osgood 1916 - 1991 US-Amerikanischer Psychologe, Neobehaviorismus Bekannt für Semantische Differentiale Verfahren um zu testen, welche Vorstellungen Personen mit bestimmten semantischen Begriffen verbinden. Meist 7 stufige bipolare Skalen auf der die Vp ihre Einschätzung zu Begriffen angeben können, (Groß - - - - -  klein) (stark- - - - - schwach) .... Die Konnotationen werden innerhalb von drei Dimensionen betrachtet. Valenzdimension, Potenzdimension, Aktivierungsdimension, (Kulturübergreifend seinen diese drei Dimensionen ausreichend) Bedeutsam u.a. für die Einstellungsforschung.
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  • Paul Lazarsfeld (1901-1976) Österreichisch - US amerikanischer Soziologe Begründer der modernen empirischen Sozialforschung Entwickelte das Verfahren: Latent Structure Analyses (in enger Verbindung zur Rasch-Skalierung)   Marienthal-Studie zur Arbeitslosigkeit
  • Alexius Meinong Ritter von Handschuchsheim 1853 - 1920 Alexius Meinong Ritter von Handschuchsheim 1853 - 1920Österreichischer Philosoph und Psychologe Wegbereiter der Gestaltpsychologie. Gegenstandstheorie Kerngedanke: Wahrnehmungsakte und  Erleben sind intentional. Ihr Inhalt ist auf etwas gerichtet, nimmt auf einen Gegenstand Bezug. Die Gegenstandstheorie ist geprägt durch die Gedanken von Franz Brentano, Lehrer von Alexius Meinong.
  • Karl Duncker 1903-1940 Karl Duncker 1903-1940 Arbeiten zum produktiven Denken und zu schöpferischen Problemlösungsprozessen (Wie bekommt man eine Kerze an die Wand montiert, wenn man nur diese und eine Schachtel Streichhölzer hat?) Schüler und Mitarbeiter von Max Wertheimer, Wolfgang Köhler und Kurt Koffka (Berliner Schule der Gestaltpsychologie) Auch Mitbegründer der Gestalttheorie Merkbar mit: "Kerze im Dunckeln"
  • George Kelly 1905-1967 US-amerikanischer Psychologe Mensch konstruiert sich seine Welt wie ein Wissenschaftler Hauptwerk: Theorie Persönlicher Konstrukte Konstruktivistisches Paradigma: Personaler Konstruktivismus Bedeutsam für Persönlichkeitspsychologie Repertory Grid Technik
  • Harold Kelley 1921-2003 US- Amerikanischer Sozialpsychologe Attributionstheorie
  • Rudolf Carnap 1891-1970 deutscher Philosoph einer der Hauptvertreter des logischen Empirismus versuchte psychologische Regularitäten auf physikalische zurückzuführen.
  • Vittorio Benussi (1878-1927) ´ GestaltpsychologieBekannt für Experimente zum psychophysiologischen Ansatz der Glaubwürdigkeitsbeurteilung.
  • Wolfgang Metzger (1899-1979) zweite Generation der Gestalttheorie der Berliner Schule Gestalttheorie der Bezugssysteme
  • Kurt Koffka (1886-1941) Gestalttheoretiker insbesondere Arbeiten über die Entwicklungspsychologie des Kindes
  • Hedwig von Restorff 1906−1962 Deutsche Psychologin Gestalttheorie Restorff Effect Beim Lernen (Lernreihen) An die sich von der Umgebung unterscheidenden Inhalte wird sich besser erinnert  (dies lässt sich aus dem Prinzip der guten Gestalt ableiten)
  • William James 1842-1910 US-Amerikanischer Philosophund Psychologe Gründervater die Pschologie in den USA. Brachte dort Psychologie an die Unis. Bewegte sich weg von der Assoziationspsychologie mit ihrer klaren Trennung von Leib und Seele. Vertrat einen psychophysischen Funktionalismus Methodologie: Komparation, Introspektion und Experiment Mitbegründer: Philosophischer Pragmatismus Wichtiger Einfluss auf die Reliogionspsychologie In seinen „Principles“:  Beschreibung des Selbst als Nachfolgebegriff für Seele Unterteilung in: „Ich“ ( „I“)  - eigener Bewusstseinsstrom - self-as-knower -Ich-als Subjekt- als Beobachter „Selbst“ („Me“) - reflektivierbare Identität- self-as-known, Ich-als-Objekt- als Beobachteter   James-Lange-Theorie: Emotionen beruhen auf körperlichen physischen Vorgängen.
  • Karl Bühler (1879-1963) Den- und Sprachpsychologe und Sprachtheoretiker. Würzburger Schule der Denkpsychologie, ganzheitlicher Ansatz ( Oswald Külpe, Narziß Ach, Karl Bühler, Otto Selz und Karl Marbe) Themen: Denken, Wollen, Aufmerksamkeit Probanden beschrieben Assoziationen mittels Selbstbeobachtung in denen sie ihren Denkprozess beschrieben. Begriff  Aha Erlebnis ist von Bühler
  • Typen der Psychologiegeschichte und ihre Funktionen Alle Funktionen der Psychologiegeschichte:Traditionsstiftung, Selbstvergewisserung, Legitimation, Kritik Alle Typen der PsychologiegeschichteGeschichte großer Männer, Ideengeschichte, Problemgeschichte, Sozialgeschichte  
  • Immanuel Kant: Was hat er über die Seele gesagt? Kant sieht das Selbst als transzendentale Kategorie die man nicht eigenständig erkennen kann. Man kann sich demnach also selbst nicht erkennen. Er unterscheidet nicht mehr zwischen res cogitans und res externa Statt dessen: Innerer Sinn (Erscheinungen der Seele)  und äußerer Sinn (Erscheinungen der Körper) Er unterscheidet  weiter: Noumenon (das Ding an sich)Phainomenon (Erscheinung) Transzendentale Kategorien innerhalb deren der Mensch wahrnimmt          (Ordungsprinzipien z.B. Raum und Zeit) beeinflussen seine Wahrnehmung. In diesem Sinne lenkt der Mensch selbst seine Wahrnehmung und sieht die Welt durch die Brille seiner Wahrnehmungskategorien hindurch.
  • Aristoteles: Wie beschrieb er die Seele? Er unterteilte in Nährseele: vorhanden bei Tieren und Menschen für das Nährvermögen Sinnenseele: vorhanden bei Tieren und Menschen, Sinnen-, Strebe- und Bewegungsvermögen Geist- oder Vernunftseele: nur beim Menschen, Denken, unterteilt in wirkenden und leidenden Teil
  • Platon (-428/247 bis -348/347) Was sagte er über die Seele? Seelenteile sah er als Tugenden: Bild eines Wagenlenkers, 1 frommes Pferd, 1 böses PferdWagenlenker denkender Seelenteil mit der Tugend der Weisheitfrommes Pferd mutartiger Seelenteil mit der Tugend der Tapferkeitböses Pferd begehrlicher Seelenteil mit der Tugend der Selbstbeherrschung
  • 4 Funktionen und 4 Typen der Psychologiegeschichte Funktionen Traditionsstiftung (Werke und deren Bedeutung, große Personen) Legitimation ( Fortschritt von weniger zu mehr Erkenntnis) Selbstvergewisserung (bei welchen Fragestellungen und Problemen sind wir weiter gekommen?) Kritische Funktion   Typen Geschichte "großer Personen"Ideengeschichte ( große Ideen von Denkkollektiven)   chronologisch Problemgeschichte (Systematisch, grundlagenspezifisch, Probleme des Gegenstands, der Theorie und Methode wie bspw. Leib Seele Problem nicht chronologisch) Sozialgeschichte (Kritisch, Einwirkungen der äußeren sozialen kulturellen historischen Bedingungen auf den Verlauf der Wissenschaft)