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Literaturepochen (Fach) / Verttreter öst./schw. 1950-1990 (Lektion)

Nenne 8 von den wichtigsten Vetretern dieser Literaturepoche.

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  • Nenne mindestens 8 Vertreter dieser Literaturepoche. Ilse Aichinger (*1921) Ingeborg Bachmann (1926-1973) Heimrad Bäcker (1925-2003) Thomas Bernhard (1931-1989) Peter Bichsel (*1935) Heimito von Doderer (1896-1966) Friedrich Dürrenmatt (1921-1990) Erich Fried (1921-1988) Max Frisch (1911-1991) Peter Handke (*1942) Ernst Jandl (1925-2000) Elfriede Jelinek (*1946) Alfred Kolleritsch (*1931) Friederike Mayröcker (*1924) Adolf Muschg (*1934) Christoph Ransmayr (*1954)
  • Nenne mindestes 8 wichtige Werke dieser Epoche. Der Richter und sein Henker (1950/51) - Dürrenmatt Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre (1951) - Doderer Rede unter dem Galgen (1952) - Aichinger Die gestundete Zeit (1953) - Bachmann Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie (1953) - Frisch Stiller (1954) - Frisch Anrufung des großen Bären (1956) - Bachmann Der Besuch der alten Dame (1956) - Dürrenmatt Die Dämonen (1956) - Doderer Homo faber (1957) - Frisch Biedermann und die Brandstifter (1958) - Frisch Andorra (1961) - Frisch Das dreißigste Jahr (1961) - Bachmann Die Physiker (1962) - Dürrenmatt Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen (1964) - Bichsel Laut und Luise (1966) - Jandl
  • Nenne weitere 8 wichtige Werke dieser Epoche. Publikumabeschimpfung (1966) - Handke Das Kalkwerk (1970) - Th. Bernhard Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1970) - Handke Malina (1971) - Bachmann Der kurze Brief zum langen Abschied (1972) - Handke Wunschloses Unglück (1972) - Handke Die Macht der Gewohnheit (1974) - Th. Bernhard Montauk (1975) - Frisch Der Weltverbesserer (1979) - Th. Bernhard Langsame Heimkehr (1979) - Handke Holzfällen. Eine Erregung. (1984) - Th. Bernhard Das Öffnen und Schließen des Mundes (1985) - Jandl Auslöschung. Ein Zerfall. (1986) - Th. Bernhard Der Turmhahn und andere Lebensgeschichten (1987) - Muschg Nachmittag eines Schriftstellers (1987) - Handke Heldenplatz (1988) - Th. Bernhard
  • Erkläre welche Ereignisse für diese Epoche kennzeichnernd waren. In Österreich fanden sich schon sehr schnell nach Ende des Zweiten Weltkriegs Ansätze für eine neue Literatur. 1945 gründete Otto Basil die Zeitschrift Plan, in der bald viel junge Autoren und Autorinnen, wie z. B. Ilse Aichinger und Erich Fried, veröffentlichten. Mitte der fünfziger Jahre gründete sich die Wiener Gruppe, die an die Literatur um 1900 anknüpfte. 1960 bildete sich um den Herausgeber der Zeitschrift Manuskripte, Kolleritsch, die Grazer Gruppe. Peter Handke sorgte mit dem Erscheinen seiner Publikumsbeschimpfung (1966) für Aufsehen, da im letzten Teil dieses Stückes das Publikum mit zahllosen Schimpfwörtern und Ähnlichem konfrontiert wird. In den 70er und 80er Jahren machte der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard mit seinen Romanen und Dramen auf sich aufmerksam, z. B. mit Das Kalkwerk (1970), Auslöschung. Ein Zerfall. (1986) oder Heldenplatz (1988).
  • Erkläre welche Ereignisse für die Schweiz für diese Epoche kennzeichbnend waren. Die Schweiz hatte während der Nazi-Herrschaft in Deutschland und auch danach bei vielen Intellektuellen einen guten Ruf, da ihre demokratische Ordnung bestehen blieb. Für viele Emigranten war sie der erste Anlaufpunkt. Nach dem Zweiten Weltkrieg trugen zwei Schweizer Autoren erheblich zur weltweiten Anerkennung deutschsprachiger Literatur bei: Friedrich Dürrenmatt (Der Besuch der alten Dame, 1956; Die Physiker, 1962) und Max Frisch (Stiller, 1954; Homo faber, 1957). Weitere bekannte Schweizer Autoren sind Peter Bichsel und Adolf Muschg.
  • Beschreibe den historischen Hintergrund in Österreich: Österreich wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wie Deutschland in vier Besatzungszonen eingeteilt. Die von Karl Renner geleitete provisorische Regierung erklärte am 27. April 1945 die Unabhängigkeit Österreichs. Bereits im November des gleichen Jahres fanden die ersten Nationalratswahlen statt. Durch den Staatsvertrag 1955 mit den Besatzungsmächten erhielt die Republik Österreich ihre volle staatliche Souveränität zurück.
  • Abgrenzung zur Literatur in Deutschland. Von einer einheitlichen "deutschen Literatur" ab 1950 kann man nicht mehr sprechen. Die deutschsprachige Literatur Österreichs und der Schweiz sollte nicht der Literatur der BRD zugeordnet werden, da sich die kulturellen und politischen Entwicklungen innerhalb dieser Kulturräume zu sehr voneinander unterschieden.
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