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Strafrecht BT 2 (Fach) / Körperverletzung §§ 223 ff. (Lektion)

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  • Woraus besteht der Tatbestand der Körperverletzung, § 223 StGB? 1. Körperliche Misshandlung2. Gesundheitsschädigung3. Vorsatz
  • Was ist eine körperliche Misshandlung? Jede üble, unangemessene Behandlung, die das körperliche Wohlbefinden mehr als nur unerheblich beeinträchtigt.
  • Was kann bei der körperlichen Misshandlung in § 223 StGB problematisch werden? Ärztlicher Heileingriff.
  • Was versteht man unter einer Gesundheitsschädigung? Jedes Hervorrufen oder Steigern eines pathologischen Zustandes.
  • Welcher Rechtfertigungsgrund kann insbesondere bei § 223 StGB wichtig werden? Einwilligung.
  • Was muss bei dem Prüfungspunkt Strafe bei § 223 StGB beachtet werden? Strafantrag, § 230 StGB.
  • Welche Ansichten werden zu dem Problem vertreten, ob ein ärztlicher Heileingriff tatbestandlich als Körperverletzung zu werten ist? - hL: (-), wenn medizinisch indiziert, lege artes ausgeführt und erfolgreich- BGH: (+)
  • Wie argumentiert die herrschende Lehre, die einen ärztlichen Heileingriff tatbestandlich nicht als Körperverletzung wertet? - Ratio- Keine Gleichstellung mit "Messerstecher".
  • Wie argumentiert der BGH, der einen ärztlichen Heileingriff tatbestandlich als Körperverletzung wertet? Selbstbestimmungsrecht, Art. 2 I i.V.m. Art. 1 I GG.
  • Wie kommt die Ansicht des BGH in der Problematik des ärztlichen Heileingriffs am Ende doch zu einem straffreien Ergebnis? Über die Rechtfertigung (entweder rechtfertigende Einwilligung oder rechtfertigender Notstand).
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  • Wie setzt sich der Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung, § 224 StGB zusammen? 1. Grundtatbestand, § 223 StGB2. Qualifikation, § 224 StGB3. Vorsatz
  • Was setzt § 224 I Nr. 1 StGB voraus? aa) Giftbb) Gesundheitsschädliche Stoffecc) Beibringen
  • Was ist Gift? Nenne ein Beispiel! Jeder Stoff, der unter bestimmten Bedingungen durch chemische oder chemisch-physikalische Wirkung im konkreten Fall geeignet ist, ernsthafte gesundheitliche Schäden zu verursachen. Speisesalz (in hohen Mengen).
  • Was sind gesundheitsschädliche Stoffe? Nenne Beispiele! Solche Stoffe, die auf mechanischem oder thermischem Wege wirken. Beispiele: Viren, Bakterien.
  • Was versteht man unter Beibringen i.S.d.§ 224 I Nr. 1 StGB? Herstellen der Verbindung eines Giftes oder des anderen Stoffes mit dem Körper in der Weise, dass sie ihre gesundheitszerstörende Wirkung entfalten können.
  • Was ist ein gefährliches Werkzeug i.S.d. § 224 I Nr. 2 StGB? Jeder Gegenstand, der in der konkreten Art der Verwendung geeignet ist, erhebliche Verletzungen herbeizuführen.
  • Was kann bei § 224 I Nr. 2 StGB problematisch werden? Unbewegliche Gegenstände.
  • Was setzt § 224 I Nr. 3 StGB voraus? aa) Überfallbb) Hinterlistig
  • Was ist ein Überfall? jeder plötzliche unerwartete Angriff auf einen Ahnungslosen.
  • Was setzt Hinterlist voraus? Planmäßiges, auf Verdeckung der wahren Absichten gerichtetes Verhalten, "Täuschung".
  • Was erfasst § 224 I Nr. 4 StGB? Mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich.
  • Was kann im Rahmen des § 224 I Nr. 4 StGB problematisch sein? § 25 II StGB notwendig.
  • Was erfasst § 224 I Nr. 5 StGB? Lebensgefährdende Behandlung.
  • Was kann im Rahmen des § 224 I Nr. 5 StGB problematisch werden? Abstrakte oder konkrete Gefahr.
  • Welche Auffassungen werden zu dem Problem vertreten, ob ein unbeweglicher Gegenstand ein gefährliches Werkzeug i.S.d. § 224 I Nr. 2 StGB sein kann? - hL: (-)- BGH: (+)
  • Wie argumentiert die herrschende Lehre, die unbewegliche Gegenstände als gefährliche Werkzeuge i.S.d. § 224 I Nr. 2 StGB verneint? - Wortlaut ("mittels", Waffe oder..)- Wortsinn.
  • Wie argumentiert der BGH, der unbewegliche Gegenstände als gefährliche Werkzeuge i.S.d. § 224 I Nr. 2 StGB bejaht? Gleiches Unrecht.
  • Worüber besteht im Rahmen des Problems der Erforderlichkeit der Mittäterschaft bei § 224 I Nr. 4 StGB Konsens? Es müssen mindestens zwei Personen dem Verletzten unmittelbar gegenüber stehen.
  • Welche Ansichten werden zu der Frage vertreten, ob bei § 224 I Nr. 4 StGB auch Teilnehmer erfasst werden? - aA: § 224 I Nr. 4 StGB (-)-hM: § 224 I Nr. 4 StGB (+)
  • Wie argumentiert die Ansicht, die § 224 I Nr. 4 StGB bei Teilnahme verneint und Mittäterschaft fordert? Wortlaut ("gemeinschaftlich").
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  • Wie argumentiert die herrschende Meinung, für die Beihilfe in § 224 I Nr. 4 StGB genügt? - Wortlaut ("Beteiligter")- Historie
  • Welche Auffassungen werden zu dem Problem vertreten, ob eine abstrakte oder konkrete Gefahr in § 224 I Nr. 5 StGB erforderlich ist? - aA: Konkret - hM: Abstrakt
  • Wie argumentiert die Ansicht, die eine konkrete Gefahr in § 224 I Nr. 5 StGB für erforderlich ansieht? - Strafrahmen - Vergleich zu § 224 I Nr. 2 StGB
  • Wie argumentiert die herrschende Meinung, für die eine abstrakte Gefahr in § 224 I Nr. 5 StGB ausreicht? - Vermeidung von Zufallsergebnissen - Wortlaut ("Handlung") - Systematik (andere Nummern auch abstrakt).
  • Woraus besteht der Tatbestand der schweren Körperverletzung, § 226 StGB? 1. Grundtatbestand, § 223 StGB2. Erfolgsqualifikation, § 226 StGB
  • Was erfasst § 226 I Nr. 1 StGB als schwere Folge? Verlust des Sehvermögens, Gehörs etc.
  • Was erfasst § 226 I Nr. 2 StGB als schwere Folge? (1) Glied(2) Wichtig(3) Verlust
  • Was ist ein Glied i.S.v. § 226 StGB? Jeder Körperteil, der ein in sich abgeschlossene Existenz mit besonderen Funktionen im Gesamtorganismus hat.
  • Wann ist ein Glied wichtig im Rahmen des § 226 StGB? Wenn es für das Leben jedes Menschen von erheblicher Bedeutung ist.
  • Welches Problem stellt sich bei der Wichtigkeit des Gliedes in § 226 StGB? Berücksichtigung individueller Verhältnisse.
  • Wann liegt ein Verlust eines Gliedes bei § 226 StGB vor? Wenn eine völlige Abtrennung vom Körper gegeben ist.
  • Was wird für § 226 I Nr. 3 StGB benötigt? Dauernde Entstellung, Siechtum etc.
  • Was kann im Rahmen des gefahrspezifischen Zusammenhangs in der Erfolgsqualifikation des § 226 StGB problematisch werden? Anknüpfungspunkt.
  • Welche Besonderheit kann sich im Rahmen der Schuld in § 226 StGB ergeben? Die Besonderheit des Fahrlässigkeitsaufbaus.
  • Welche Ansichten werden zu dem Problem vertreten, inwiefern individuelle Verhältnisse i.R.d. § 226 I Nr. 2 StGB berücksichtigt werden? - aA: Berücksichtigung individueller Verhältnisse, insbesondere Beruf, Hobby- aA: Berücksichtigung individueller Körpereigenschaften- hM: Objektive Betrachtung
  • Wie argumentiert die Ansicht, die bei der Bestimmung der Wichtigkeit eines Glieds in § 226 StGB individuelle Verhältnisse berücksichtigt? Opferschutz.
  • Wie argumentiert die Ansicht, die bei der Bestimmung der Wichtigkeit eines Glieds in § 226 StGB individuelle Körperverhältnisse berücksichtigt? Wortlaut ("Körperverletzung")
  • Wie argumentiert die herrschende Meinung, die bei der Wichtigkeit des Glieds in § 226 StGB auf eine objektive Betrachtung abstellt? Wortlaut ("des Körpers" und nicht "ihres" Körpers).
  • Woraus besteht der Tatbestand der Körperverletzung mit Todesfolge, § 227 StGB? 1. Grundtatbestand, § 223 I StGB 2. Erfolgsqualifikation, § 227 StGB
  • Welche schwere Folge erfasst § 227 StGB? Tod.