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Zoologie (Fach) / Altfragen (Lektion)
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- Zirkulationssystem (Bilateria) * Pseudocoel: einheitlicher, flüßigkeitsgefüllter Raum zwischen Körperwand und Darm *Coelom: parallel zu den Blutgefäßen, umfangreicher coelomatische Kanalsysteme bei Echinodermata (=Stachelhäuter) * Blutgefäßsystem: auf extrazelluläre Lakunen, Sinus und Gefäße beschränkt - offene Blutgefäßsysteme: Lakunensystem in der extrazellulären Matrix des Bindegewebes - geschlossenes Blutgefäßsystem: Blutflüßigkeit fließt in deutlich erkennbaren zuführenden und abführenden, durch Kapillare verbundenen Gefäßen
- Exkretion und Reproduktionsorgane (Bilateria) * Speicherung von Exkretstoffen in Zellen (Turbellarien) oder in Gewebsabschnitten (Spinne) * Sekretionsnieren: Malphigische Schläuche (bei vielen Arthropoda), Anhänge des Verdauungstraktes * Filtrationsnieren: Filterung d. Primärharns Protonephridien: Einstülpung der Körperoberfläche Metanephridien: Trichterbildungen von der mesodermalen Leibeshöhlenwand Nephridien sind Organe zur Ausscheidung giftiger Abfallprodukte
- ungeschlechtliche Fortpflanzung Metazoa * Architomie: einfache Durchschnürrung des Muttertiers * Paratomie: Organe schon vor der Teilung neu gebildet * Tierketten: durch Querteilung entstanden * Zerfall: bei ungünstigen Lebensbedingungen (Seestern) * Knospung: Verwölbung der Oberfläche- Ablösung (nur bei sessilen) * Dauerknospen: Zellen mit Hülle zur Überdauerung ungünstiger Zeiten * Polyembryonie: einige Viellinge
- innere Begattung (Bilteria) terrestrischen Lebensraum (meist mit besonderen Begattungswerkzeugen) Wahrscheinlich weil es hier kein Medium gibt, in das die Geschlechtsprodukte entleert werden können
- Entwicklungsstadien (Metazoa) * Ei * Embryonalentwicklung * Juvenil-, Larvenstadien * Adultstadien * Alterstadien- Seneszenz * Tod der Metazoen
- Embryonalenwicklung * Furchung * Keimblätterbildung * Organbildung
- Blastula eine Wand aus Zellen (Blastoderm) und ein Hohlraum (Blastocoel) entsteht nach einigen Furchungen der ursprünglichen Eizelle
- Gastrula Entwickelt sich aus Blastula durch Gastrulation 4 Typen: * Invagination (Embolie) * Immigration * Delamination * Epobolie (Überwachsung) kombiniert mit Embolie
- Körperhöhlen (Bilateria) Unter einer Körperhöhle versteht man einen mit Epithel oder Mesothel ausgekleideten Hohlraum des Körpers. Körperhöhlen können in sich geschlossen sein oder mit anderen Räumen bzw. derUmwelt in Verbindung stehen. * Schizocoel (Acoelomaten) fehlt ein Coelom und ein Peritoneum; der Raum zwischen Darm und Körperwand wird von mesodermalen Gewebe ausgefüllt * Pseudocoel *Coelom
- Geschlechtliche Fortpflanzung (Metzoa) * Bildung der Keimzellen (Gametogenese): in den Gonaden Spermatogenese in den Testes (Hoden) Oogense in den Ovarien (Eierstöcke) * Besamung: Entleerung der Geschlechtsprodukte ins Freie (Laiche) Spermien frei oder in Hülle (Spermatophoren) Begattungswerkzeuge: Penis, Extremitäten (Spinnentiere) * Begattungsmechanismen: Äußere Begattung (meist Wassertiere), auch Anheften der Spermien Innere Begattung (Landtiere, bes. Begattungswerkzeuge) * Befruchtung: 2 haploide Gameten --> Zygote * Parthenogenese: Rudimentäre Form der Gamogonie
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- Furchungstypen * total: bei geringem Dottergehalt (Furchungszellen völlig durch Zellgrenzen getrennt) * total aequal: Zellen gleich groß * totel inaequal: vegetativen Pol groß, animalen Pol klein * partiell: bei höherem Dottergehalt ( nur Furchung der dotterfreien Teile) * partiell discoidal: Teilung nur am animalen Pol * partiell superficiell: zunächst Kernteilung im Ei, Kerne wandern zur Oberfläche, dort Zellbildung
- Furchungstypen bei totaler Furchung Spiralfurchung: Zellquartette, die durch schräge Spindeleinstellung gegeneinander vernetzt sind Radiärfurchung: Zellquartette, die durch gerade Spindeln übereinander liegen
- Vitellum Dotter
- Organbildung Ectoderm bildet Hauptepithel mit Drüsen, Sinnesepithel, meist Nervensystem, Anfangs- und Enddarm
- Organbildung Entoderm bildet Exkretion von Evertbraten, Atmung bei Insekten, Mitteldarm
- Organbildung Mesoderm bildet fast die gesamte Muskulatur, Bindegewebe, Blutgefäße und Herz, Innenskelett, Nephridien, Geschlechtsleiter
- Plathelminthes Acoelomophora (Turbellaria) Catenulida (Turbellaria) Rhabditophora
- Spiralia * Annelida (Ringelwürmer) * Arthropoda (Gliederfüßer) * Echiurida (Igelwürmer) * Mollusca (Weichtiere) * Sipunculida (Spritzwürmer)
- Leibeshöhle Planthelminthes Haben kein Coelom, also keinen Hohlraum zwischen Darm und Körperwand Schizocoel (mesodermales Gewebe ausgefüllt)
- Verdauungssystem Plathelminthes Mundöffnung (oft Körpermitte) mit muskulöser Pharynx (Schlund) und Darm afterlos Bei manchen osmotisch über die gesamte Körperoberfläche Freilebende Formen meist räuberisch
- Turbellaria (Vorkommen) (Strudelwürmer) alle freilebende Plattwürmer. Kommen vorwiegend benthisch im Meer vor, aber auch im Süßwasser, wenige Formen auch an Land Vermehrung asexuell und bilden Tierketten
- Trematoda (Vorkommen) (Saugwürmer) Endoparasiten in Schnecken, Schildkröten , Fischen, aber auch im Menschen ohne oder mit Generations- und Wirtswechsel Meist Zwitter . Meist sexuelle Fortpflanzung des adulten Tieres im Endwirt, asexuelle im Zwischenwirt
- Cestoda (Vorkommen) (Bandwürmer) Endoparasiten. Adulte Tiere meist im Darm des Endwirtes. Nahrungsaufnahme über die gesamte Oberfläche, kein Darm proterandrische Zwitter (in jeder Proglottide (Körpersegment) kompletter weiblicher und männlicher Geschlechtsapparat, auch Selbstbefruchtung) Meistens Wirtswechsel aber kein Generationswechsel Endwirt scheidet befruchtete Eier aus, aus welchen Larven schlüpfen, die, wenn sie vom Zwischenwirt aufgenommen, sich als Metacestode einnisten. Dort verweilen sie, bis sie vom geeigneten Endwirt verspeist werden
- Planthelminthes wichitge Parasiten * Fuchsbandwurm * Hundebandwurm * Schweinebandwurm
- Mollusca Coelom(reste) Choelomreste um das Herz (Pericard: Herzbeutel), Gonadenhöhlen und bei Teilen des Exkretionssystems
- Körpereinheiten Mollusca * Cephalodium: - Kopf: mit Nervenzentrum, Rezeptoren, Mund - Fuß: groß, muskulös, mit Bindegewebe, Nerven und flüssigkeitserfüllten Lakunen, oft mit flacher Kriechsohle * Visceropallium (Eingewidesack mit Mantel): - Eingeweidesack: mit inneren Organen - Mantel (Pallium): dicke epidermal/cuticuläre Haut, schützende Körperdecke, mit Sinnesorganen, Schalendrüsen scheiden Schale ab. Mantelrand mit Mantelrinne --> Mantelhöhle mit Mündung innerer Organe (Verdauungs-, Exkretions-, Genitalsystem). Kiemen (Ctenidien) Schale: vom Mantelrand abgeschieden, kalkige Stacheln, Schuppen, Platten, ganze Schalen
- Schale der Mollusca * einheitlich (Conchifera) oder einzelne Spiculae * Platten (Aculifera) bei Larvenentwicklung zweisplatige Anlage Aufbau: * Periostracum: organische Schicht oft abgeschabt * Ostracum: Prismenschicht, Aragonit * Hypostracum: Perlmuttschicht darunter Mantelepithel (äußeres M., Bindegewebige Schicht, Inneres M.)
- keine einheitliche Schale (Mollusca) Aculifera
- Darm U-förmig gebogen Gastropoda Cephalopoda Scaphopoda
- Verdauungstrakt Mollusca * Mundregion mit Radula, z.T auch Kieferbildung * Muskulöser Pharynx (Schlund) * Oesophagus (Speiseröhre) * Magen * Mitteldarm mit Caeca (machtige Blindsäcke) * Enddarm mit Anus (mündet in Mantelhöhle)
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- Unterschied Nervensystem einer Muschel und einer Tintenschnecke Muscheln Tintenschnecke Entspricht dem einfachen Leistungsfähigstes Nervensystem innerhalb Verhaltensmuster der Muschel der Molluska 3 Paar Hauptganglien: Hauptganglien zu einem komplex. Gehirn verschmolzen, mit Knopelkapsel Cerebrapleuralganglien Gehirn der Coleoidea aus Loben Pedalganglien Brachialganglien+ Axialsränge in die Arme Visceralganglien Stellarganglion für Mantelmuskulatur Riesenfasersystem zur schnellen Erregungsleitung Gedächtnis und Lernvermögen
- Auge Mollusca Sinnesorgane sind evers (Stäbchen sind dem Licht zugewendet- Augen entstehen als Hauteinstülpung)
- Begattung Mollusca * Wassertiere äußere Befruchtung * Innere Befruchtung bei höheren Mollusken * Landtiere: komplexe Kopulationvorspiele bei Gastropoda und Cephalopoda
- Lichtsinnesorgane Gastropoda * einfache Grubenaugen * offene Blasenaugen mit Glaskörper * Linsenauge
- Nahrung Bivalvia * meist Partikelfresser * Filtrierer * auch Holz, Algen, Aas
- Besonderheit bei Cephalopoda Rasche Farbveränderung bei Stimmungswechsel (Hunger, Balz) und Anpassung an den Untergrund (durch Chromatophoren)
- Schalentypen bei Cephalopoda * Schulp (innere Schale) bei Sepia (Tintenfisch) * Gladiolus (Schale reduziert, kleine Gehäusereste) bei Loglio (Kalmare) * keine Schale bei Octopus
- Cephalopoda * Vorderdarm durchzieht das Gehirn * räuberisch * Kiemenherzen
- Articulata (Apomorphien) * Strickleiter Nervensystem, 2 Ganglienpaare pro Körpersegment. Zum Kopf hin tritt jedoch eine Konzentrationszunahmen der Ganglien ein gleichzeitig mit einer Verschmelzung der Körpersegmente (Cephalisation) * Körpergliederung in Acron (präoral) und Telson (postanal) und dazwischen Metamere (Segmente). Vor dem Anus eine Sprossungszone, wo neue Segmente gebildet werden
- Articulata (Großgruppen) * Annelida (Ringelwürmer) z.B. Regenwurm * Arthropoda (Gliederfüßer), Insekten Skorpione
- Tagmen Tagmenbildung ist der Zusammenschluss mehrerer Körpersegmente zu heteronomen Körperabschnitten bei höheren Gruppen der Articulata (Tagmen sind im Grunde zusammengeschmolzene Segmente)
- Polychaeta (Vielborster oder Borstenwürmer) Marin Borsten befinden sich auf den Parapodien (seitliche Beinartige auswüchse) und haben eine Stützfunktion für diese und eine Paddelfunktion, da viele von ihnen nebeneinander auf einem solchem Parapodium angelegt sind
- Oligochaeta (Wenigborster) * überwiegend terrestrisch Borsten (aus Chitin) liegen direkt an der Körperseite an und helfen dem Wurm, sich durch die Erde zu bewegen
- Annelida (Blutgefäßsystem) Ringelwürmer haben ein geschlossenes Blutgefäßsystem Bauchgefäß (ventral, transportiert Blut nach hinten) Rückengefäß (dorsal, Blut nach vorne) Gefäße sind kontraktil und treiben das Blut an. Segmental sind Seitengefäße angelegt und um den Darm herum ist ein netzförmiges Darmgefäßplexus gewickelt
- Exkretionsorgan Annelida Segmental angeordnete, paarige Nephridien Meist Metanephridien bei größeren Arten mit Blutgefäßsystem, meist Protonephridien bei kleineren Arten Die Metanephridien haben ein offenes Ende im Coelom, das den Coelomsaft aufnimmt. Dieser Leibeshöhlensaft durchläuft den schließlich den langen geschlängelten Exkretionskanal und wird gefiltert. Die Abfallprodukte werden durch den Porus nach außen gegeben
- Nervensytem beim Regenwurm ZNS befindet sich auf der ventralen Seite, es besteht aus 2 paarig angelegten getrennten Strängen. In jedem Segment befinden sich eine Verdickung pro Strang (Ganglion) und meist Seitennerven. Nach vorne ist eine größere Konzentration der Ganglien (Cephalisation, Segmente verschmelzen) und ein Gehirn zu beobachten
- Polychaeta Lebensform von den 10.000 Arten kommen die meiste marin im Meeresboden vor, selten limnisch oder terrestrisch. Manche Kommensalen (Asfresser) und wenige Parasiten. Die meisten Polychaeten sind Substratfresser, die entweder in Röhren am Meeresgrund festsitzen oder frei schwimmen. Manche sind spezialisierte Jäger, die mit großen, gut funktionierenden Augen ausgestattet sind, andere filtern die Nahrung aus dem Wasser
- Clitellata (Gürtelwürmer) vorwiegend limnisch und terrestrisch, nur sehr wenige marin, ca 8000 Arten (7700 Wenigborster z.B. Regenwurm (300 Hiruneida Egeln). Oligochaeta vorwiegend terrestrisch im Substrat vorkommend und sich von organischem Detritus ernähren. Egel limnisch und leben ektoparasitisch, z.T. räuberisch
- Clitellaten Geschlechtsverhältnisse Ringelwürmer Simultanzwitter und ihre Gonaden sind auf wenige Segmente beschränkt. Ursprünglich: 2 Hodensegmente und 2 Ovariensegmente mit je einem Paar Gonaden. Geschlechtsöffnung ist sowohl für weibliche und männliche Geschlechtszellen gedacht. Gameten können über den Wimpertrichter aus den Coelom aufgenommen und über Gonodukte nach außen transportiert werden
- Hirudinea (Egel) vorwiegend limnisch, selten marin. Landegel nur in tropischen Wäldern. Sie sind primär Ektoparasiten von Fischen und Säugetieren und saugen sich temporär mit Blut voll und können diese Nahrung über längere Zeit speichern