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Zimmermann (Fach) / Rechnungswesen (Lektion)
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- Was sind die Ziele des Rechnungswesens? Ziele des RW: Informationsbereitstellung über Vermögens- & Finanzlage, Ertragskraft, Cashflows: à Soll Adressaten beim Treffen wirtschaftlicher Entscheidungen helfen!!
- Was sind die Aufgaben des Rechnungswesen? Aufgaben des Rechnungswesens: Dokumentations- & Kontrollfunktion: Wert-/mengenmäßige Überwachung Reinvermögens- & Gewinnermittlungsfunktion: GuV Informationsfunktion: Über Unternehmensgeschehen und Kapitalverwendung Dispositionsfunktion: Entscheidungshilfe und Grundlage der Unternehmensplanung
- Was für Kontenarten kann man unterscheiden? Was charakterisiert sie? Kontenarten - Bestandskonten: Zeigen Bestände und damit zählbare Inhalte - Erfolgskonten: Zeigen Geldströme, werden für Einnahmen/Ausgaben im direkten Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit genutzt
- Kontenarten: Was zeigen Bestandskonten? Was zeigen Erfolgskonten an? Bestandskonten: Zeigen Bestände und damit zählbare Inhalte Erfolgskonten: Zeigen Geldströme, werden für Einnahmen/Ausgaben im direkten Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit genutzt
- Erkläre den Unterschied zwischen Aktivkonten und Passivkonten ... Aktivkonten Zeigen Mittelverwendung im Unternehmen Passivkonten Zeigen Mittelherkunft im Unternehmen Soll Haben Soll Haben mehren mindern mindern mehren
- Wo werden Aufwandskonten gemehrt? Im Soll oder im Haben? ;-) Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) bei Erfolgskonten Aufwandskonten Ertragskonten Soll Haben Soll Haben mehren mindern mindern mehren
- Wie sollen Aktiv- und Passivkonten am Ende des Jahres dastehen? → Müssen ausgeglichen sein! (Soll = Haben; wenn nicht: Ergänzen durch Saldo) Folgende Gleichung kann helfen: Anfangsbestand + Zugang = Abgang + Endbestand à Endbestand = Anfangsbestand + Zugang + Abgang
- Was besagt das 'Matching Principle' ? Beschreibe! Matching Principle: Periodengerechtes Buchen von Erfolgskonten (Erträge & Aufwendungen werden nur erfasst, wenn sie der laufenden Geschäftsperiode zuzuordnen sind)
- Welche Posten gibt es beim 'Matching Principle'? Produktionskosten à Aufwand bei Verkauf, Werbe- & Verwaltungskosten à Aufwand bei Anfall - Transitorische Posten: Zahlung im Voraus, Leistungserbringung später: Verbuchung als aktiver/passiver Rechnungsabgrenzungsposten - Antizipative Posten: Leistungserbringung im Voraus, Zahlung später: Verbuchung als sonstige Forderungen/sonstige Verbindlichkeiten
- Es gibt 4 Bilanzvorgänge. Beschreiben Sie! Achten Sie besonders auf die Bilanzsumme…. #1. Aktiv - Tausch: 1 Aktivkonto á im Soll, 1 â im Haben à Bilanzsumme unverändert #2.Passiv - Tausch: 1 Passivkonto á im Haben, 1 â im Soll à Bilanzsumme unverändert #3 Aktiv - Passiv - Mehrung: Aktivkonto á im Soll, Passivkonto á im Haben à Bilanzsumme á #4 Aktiv - Passiv - Minderung: Aktivkonto â im Haben, Passivkonto â im Soll à Bilanzsumme â
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- Was ist 'Vermögen' ? Was ist 'Eigenkapital' ? Was ist 'Periodengewinn' ? Bestandsteile des Rechnungsabschlusses - Summe aller Aktiva = Summe aller Passiva - Vermögen = Schulden + Eigenkapital - Eigenkapital = Vermögen - Schulden - Investitionen = Finanzierung à GuV: Periodengewinn/-verlust = Erträge - Aufwendungen o Gewinn erhöhen: Erträge mehren oder Aufwendungen mindern o Gewinn mindern: Erträge mindern oder Aufwendungen erhöhen
- Was sind die Basis-Anforderungen an die Abschlussposten im Rechnungsabschluss? Anforderungen an die Abschlussposten im Rechnungsabschluss - Basisannahmen: o Unternehmensfortführung (IAS 1.23) o Periodengerechte Erfolgsermittlung (IAS 1.25)
- Was sind die qualitativen Anforderungen an den Rechnungswesen Abschluss? - Qualitative Anforderungen: o Verständlichkeit (RK 25) o Relevanz (RK 26-28) o Vergleichbarkeit (IAS 1.27; IAS 1.38) o Verlässlichkeit (RK 31)
- Was sind die Anforderungen an die Abschlussposten im Rechnungsabschluss und deren Nebenbedingungen. Hinweis: RKs beachten ;) Nebenbedingungen: o Zeitnähe (RK 43) o Wirtschaftlichkeit (RK 44) o Abwägung der qualitativen Anforderungen an den Abschluss (RK 45)
- Wie ist eine möglichst wirklichkeitsnahe Abbildung der tatsächlichen Geschäftslage möglich? 2 Antworten!! Durch den 'True and fair view': Gegeben durch Einhaltung der Standards nach IFRS & unter Betrachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung !!
- Rechnungsabgrenzungsposten: ZM (Zahlungsmittel) bereits geflossen heisst "transitorisch" oder nennt man das "antizipativ"? aktive Abgrenzung passive Abgrenzung transitorisch (Zahlungsmittel bereits geflossen) Auszahlung jetzt - Aufwand später (vorausbezahlte Miete) Einzahlung jetzt - Ertrag später (erhaltene Anzahlungen) antizipativ (Zahlungsmittel nicht geflossen) Ertrag jetzt - Einzahlung später (noch zu erhaltene Zinsen) Aufwand jetzt - Auszahlung später (noch zu zahlende Löhne)
- Bitte sei kreativ. Welche Vermögenswerte fallen Dir ein? Vermögenswert - Grundstücke - Forderungen - unfertige Erzeugnisse - geleistete Anzahlungen - Vorsteuer
- Was vereint folgende Punkte … was sind sie? - zu zahlende Löhne - erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - Zinsen - Hypothek - ausgegebene Anleihen - erhaltene Umsatzsteuer Schulden
- - einbehaltene Gewinne - gez. Kapital - Kapitalrückstellungen - Neubewertungsrücklage zu welchem Posten der Bilanz gehören obige? Eindeutig zum Eigenkapital ;-)
- Ertrag oder Aufwand? - Zinsen für verliehenes Geld Ertrag!
- Zu welchem Bilanzposten gehören nachfolgende Geschäftsvorgänge? - Herstellungskosten - Abschreibungen auf Forderungen Aufwendungen!!
- Welche 2 Bilanztheorien gibt es? Bilanztheorien - statische Bilanztheorie: - Dynamische Bilanztheorie:
- Welche Bilanztheorie legt ihren Fokus aud die Vermögensmessung? Bilanztheorien Die statische Bilanztheorie: o möglichst realistische Darstellung der Vermögen und Schulden o Marktwerte als Grundwerte: Zerschlagungsstatik, Fortführungstaktik o asset - liability - approach (Fokus auf Vermögensmessung: Bilanz > GuV)
- Wozu gibt es externes Rechnungswesen? An wen richtet sich das externe Rechnungswesen? Externes Rechnungswesen - Dient der Publizität, gerichtet an verschiedene Anspruchsgruppen (Eigentümer, Fremdkapitalgeber, Staat, Manager, Lieferanten, Arbeitnehmer, …) - Insider: Manager im Unternehmen, Eigentümer - Outsider: Alle, die keinen Zugang zu internen Informationen haben: Lieferanten, Fremdkapitalgeber
- Von welchem Hintergrund geht die dynamische Bilanztheorie aus? Worin liegt ihr Fokus? - Dynamische Bilanztheorie: Bilanz soll die sich im Betrieb abspielenden Bewegungen darstellen GuV-Konto zeigt die in 1 Periode abgelaufenen Bewegungen in zusammengefasster Form Bilanz zeigt die sich aus den Bewegungen ergebenen Zustände revenue - expense - approach (Fokus auf Erfolgsmessung: GuV > Bilanz)
- Was ist der Vorteil der Linearen Abschreibung? Was ihr Nachteil? Positiv: Sehr einfach Negativ: Schlechte Zuweisung des Werteverfalls der einzelnen Perioden
- Was ist der Vorteil der geometrisch degressiven Abschreibung? ;-) hohe Abschreibung zu Beginn mit immer kleiner werdenden Abschreibungsbeträgen
- Was können Abschreibungen beschreiben? Zähle mir verschiedene Abschreibungsarten auf …. 4 Stück. Abschreibungen - erfassen planmäßige und außerplanmäßige Wertminderungen von Vermögenswerten Abschreibungen - Lineare Abschreibung - (Geometrisch) degressive Abschreibung - Digitale(arithmetisch - degressive) Abschreibung - LeistungsabhängigeAbschreibung
- Erstbewertung Erstbewertung - Ergibt sich aus Kaufpreis + alle Nebenkosten zur Bereitstellung des Vermögenswertes, bzw. Herstellungsnebenkosten
- Fällt Dir ein Ansatzverbot bei der Erstbewertung ein ? ;=9 - Verwaltungs- und Vertriebskosten sind niemals hinzuzurechnen (Ansatzverbot!) - Fremdkapitalkosten dürfen nur bei bei qualifizierten Vermögenswerten (= sehr lange Schaffungszeit) hinzugerechnet werden à Mehrung der Anschaffungskosten
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- Wie berechnet sich eigentlich das durchschnittlich gebundene Kapital bei der Erstbewertung? 1) Berechnung des durchschnittlich gebundenen Kapitals: (Jahresanfang P0 + Jahresende P1)*0,5 z.B. Anlagen in Herstellung X & Zinsaufwand Y an Bank X+Y - Fremdkapitalkosten sollten nicht aktiviert werden, wenn der Periodengewinn möglichst klein sein soll
- Welche 4 Schritte bei der Erstbewertung gibt es? 1) Berechnung des durchschnittlich gebundenen Kapitals: (Jahresanfang P0 + Jahresende P1)*0,5 2) Anrechnung von Fremdkapital eigens für das entsprechende Projekt (gebundenes Kapital - Fremdkapital à Anleihen zu entsprechendem Zinssatz) 3) Berechnung der aktivierungsfähigen Fremdkapitalkosten: Zinsanteile berechnen (Darlehenanteil * Darlehenzins + Restkapital * Zins) àSumme als aktivierte Fremdkapitalkosten in die Bilanz à werden aktiviert 4) Gesamte Zinszahlungen - in 3 berechneter Betrag à wird als Zinsaufwand in der GuV gebucht
- Welche 2 Möglichkeiten der Folgebewertung fallen Dir ein ? Kostenmodell und Neubwertungsmodell
- Beschreibe die Vorgehensweise beim Kostenmodell: - Kostenmodell braucht historische Kosten und Wertminderungstests: o historische Kosten vermindert um Abschreibungen und außerplanmäßige Abschreibungen o Wertminderungstests
- Kostenmodell: Wie geht denn dieser Wertminderungstest? 5 Schritte! o Wertminderungstests: 1) Feststellen von Restbuchwert (RBW): Anfangsbestand/-kosten - Abschreibungen 2) Berechnung des erzielbaren Betrages (EB): Nettoveräußerungspreis - Veräußerungskosten Nutzungswert = Barwert der künftigen Netto-Cashflows Diskontierte Netto-Cashflows: (Summe der Einzahlungen-Summe der Auszahlungen)/(1+i)^n 3) Vergleich RBW und EB 4) RBW > EB → Wertminderung durchführen (Wertminderungsaufwand) 5) EB > RBW → Wertaufholung bis maximal zum Restbuchwert bei planmäßig vorgenom- mener Abschreibung (Anlagen an außerordentliche Erträge)
- Wie funktioniert das Neubewertungsmodell? 1) Restbuchwert bestimmen 2) Restbuchwert mit gegebenem Marktwert vergleichen 3) RBW < Marktwert: Differenz in Neubewertungsrücklage buchen (evtl. Neubewertungserträge in Höhe von zuvor gebuchten Neubewertungsaufwendungen erfassen 4) RBW > Marktwert: Differenz in Neubewertungsaufwand buchen (evtl. vorher gebuchte Neubewertungsrücklage ausbuchen)
- Wie heisst die IAS von folgenden Werten ? - Kriterien: nicht greifbar, langfristig verfügbar, der Erstellung betrieblicher Leistung dienlich, künftiger wirtschaftlicher Nutzen, Anschaffungskosten bestimmbar, nicht monetär, ohne physische Substanz Immaterielle Vermögensgegenstände IAS 38