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Diätetik (Fach) / 5 KH in der Ermährung (Lektion)
Fragen zum Vortrag
Diese Lektion wurde von S7stkoch erstellt.
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- Wodurch ist der Richtwert für KH und Ballaststoffe begründet? Fette und KH spielen wichtigste Rolle für Energiebedarfsdeckung Proteinbedarf und Richtwerte für Fettzufuhr, sowie der individuelle Energiebedarf müssen berücksichtigt werden Vollwertige Mischkost mit begrenzter Fettmenge und >50 EN% KH (begründet durch epidemiologische Studien, nach denen im anderen Fall eine erhöhte Zufuhr gesättigter Nahrungsfetteim direkten Zusammenhang mit Krankheiten steht)
- Wie hoch ist der Minimalbedarf an KH? Welche Organe sind zwingend auf Glc angewiesen? Minimalbedarf: 25 EN% = 100 g/d --> zur Vermeidung der Gluconeogenese aus Proteinen und zur Hemmung der Lipolyse Obligate Glc-Verstfoffwechselung: Erythrozyten (keine Mitochondrien -> keine β-Oxidation) Nervenzellen Nierenmark (geringer Sauerstoffpartialdruck -> oxidativer Abbau nicht möglich)
- Warum kann das Gehirn trotz Nutzung von Ketonkörpern nicht komplett auf Glucose verzichten? Glc nötig, zur Oxalacetat-Synthese im Gehirn Oxalacetat ist nötig um Ketonkörper in Acetyl-CoA zurück zu formen Acetyl-CoA = Energielieferant
- Was ist die Ketogenese? Wann kommt es dazu? Was sind Ketonkörper? Unvollständiger Abbau von FS durch gestörte KH-Verwertung (Hunger, Diabetes) in Mitochondrien der Leberzellen. Synthese aus Acetyl-CoA bei Mangel an Oxalactetat (verminderte KH-Verwertung) und vermehrter Freisetzung von Acetyl-CoA (gesteigerte Lipolyse) 3 Ketonkörper: Acetoacetat β-Hydroxybuttersäure Aceton
- LM die einen wesentlichen Beitrag zur KH- und Ballaststoffzufuhr leisten KH-Zufuhr: Brot Alk.freie Getränke Obst Süßwaren Ballaststoff-Zufuhr: Brot Obst Gemüse Kartoffeln und Getreide
- Wie hoch ist die tägl. Zufuhr von KH in Deutschland und wie ist diese zu beurteilen? Zufuhr liegt im Median (45-49EN%) unter dem Richtwert 5-8 EN% Monosaccharide 9-19 EN% Disaccharide 6-13 EN% Anteil zugesetzter Saccharose --> mehr als die Hälfte der Disaccharide in der Nahrung aus Zuckerzusatz! Ratsam, LM welche die Nährstoffdichte herabsetzen gegen Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und fettarme Milchprodukte auszutauschen. Schwerpunkt sollte aus ballaststoffreichem LM liegen und die Zufuhr von zugesetzten Zuckerarten sollte auf <10 EN% begrenzt werden.
- Bedeutung des GI und der GL in der Prävention Glykämischer Index: = Wirkung einer standardisierten Menge an einzelnen LM mit einem Gehalt von 50g KH auf die Blutglucose, im Vergleich mit einem Kontroll-LM. Glykämische Last: = KH-Gehalt x GI --> Risikofaktor für Typ-2-Diabetes, KHK-Morbidität und -Mortalität und bestimmter Krebsarten hohe GL --> ungünstige Lipidspiegel ALLERDINGS: Keine überzeugende Evidenz für Risikosenkung und nur mögliche Evidenz für Risikoerhöhung
- Wie lautet der Richtwert für die Zufuhr von Kohlenhydraten und Ballaststoffen? KH: >50 EN% Ballaststoffe: > 30 g/Tag
- Präventive Wirkungen von Ballaststoffen Präventive Effekte einer hohen Ballaststoffzufuhr auf: Adipositasrisiko Hypertonie KHK Dyslipoproteinämie maligne Tumore im Kolorektum --> insebsondere bei erhöhter Zufuhr von Vollkornprodukten
- Physiolog. Funktionen von Ballaststoffen + verzögerte Magenentleerung + Schwermetalladsorption + Gallensäureadsorption + Verkürzte Darmtransitzeit + Bildung kurzkettiger FS im Colon + NH3-Bindung + Volumenzunahme/Konsistenzänderung des Stuhls - Verstärkte Gasbildung --> Flatulenz - Mineralstoff-/Spurenelementadsorption
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- Ziele der evidenzbasierten Leitlinie zur Kohlenhydratzufuhr (DGE) Auf Grundlage einer systematischen Analyse der bestehenden Literatur evidenzbasierte Aussagen zum Bezug zwischen der KH-Zufuhr und der Entstehung ernährungsbedingter Krankheiten abzuleiten und allgemeine Empfehlungen zur primären Prävention zu formulieren. Schaffunng einer wissenschaftlichen Grundlage zur Entgegenwirkung der Krankheitsentstehung durch geeignete Ernährungweise in der Bevölkerung --> Wissenschaftl. Fachliteratur sammeln, um zuverlässige Aussagen treffen zu können und Verunsicherung zu beseitigen.
- Ergebnisse der Leitlinie KH Zusammenhang zwischen KH-Zufuhr und Krankheit nur bei Dyslipoproteinämie feststellbar (überzeugende Evidenz) hohe KH-Zufuhr zu Lasten der Zufuhr von Gesamtfett und ges. FS ---> Gesamt- und LDL-, sowie HDL-Cholesterol ↓ hohe KH-Zufuhr ---> ↑Triglyceridkonzentration hohe KH-Zufuhr zu Lasten mehrfach unges. FS ---> Gesamt- und LDL-Cholesterol ↑, HDL-Cholesterol ↓ Ballaststoffe senken Cholesterolkonzentration Gesüßte Getränke erhöhen Risiko für Adipositas, Diabetes und möglicherweise für das metabolische Syndrom GI ist möglicher Risikofaktor für Krankheiten (Adipositas, Diabetes, KHK, Krebs)
- Methodische Vorgehensweise bei der Formulierung der Leitlinien der DGE Ausgangspunkt: Formulierung der Schlüsselfrage Strategische Literatursuche Literaturauswahl Systematische Erfassung der Studienergebnisse Vergabe von Evidenzklassen Ergebnisdokumentation und Evidenzbewertung (Bewertung der Evidenz nach Härtegraden) Formulierung von Empfehlungen Veröffentlichung des Entwurfs, Veröffentlichung der Leitlinie Überarbeitung der Leitlinie
- Welche Evidenzklassen und Härtegrade werden bei der Ausarbeitung der Leitlinien vergeben? Evidenzklassen = Einteilung der recherchierten Literatur entsprechend der wissenschaftl. Aussagekraft Meta-Analyse von Kohortenstudien Kohortenstudien Meta-Analyse von Fall-Kontroll-Studien Fall-Kontroll-Studien Nicht-analytische Studien (Querschnittsstudien, Fallbeschreibungen,...) Bewertung der Evidenz nach Härtegraden anhand der Anzahl und Evidenzklasse der vorliegenden Studien Überzeugende Evidenz Wahrscheinliche Evidenz Mögliche Evidenz Unzureichende Evidenz
- Wie sind Süßstoffe ernährungsphysiologisch zu bewerten? keinen Einfluss auf Insulin- und Blutglucosespiegel (also auch nicht auf Hunger/Appetit) Diabetikergeeignet Hilfreich für Gewichtsreduktion oder das Halten des Gewichts Vorbeugung von Übergewicht und den verbundenen gesundheitl. Folgen Unter dem ADI-Wert (Menge die tägl. ein Leben lang eingenommen werden kann, ohne das unerwünschte Wirkungen zu erwarten sind in mg/kg KG) gesundheitlich unbedenklich Kalorienfrei --> keine Energielieferanten
- Wie ist Stevia als Süßstoff der Zukunft zu bewerten? + Natürliches Produkt aus Pflanze, ökolog. abbaubar + starke Süßkraft, nicht kariogen, fast kalorienfrei - oft muss zusätzlich Zucker zugegeben werden um Konsistenz und Geschmack zu erhalten - bitterer Geschmack, daher nicht vollkommener Ersatz für Zucker - geringe Einsatzmenge kann Volumen nicht ausfüllen --> Einsatz von Füllstoffen (oft viele Kalorien) - ADI-Wert kann bei Kindern leicht überschritten werden
- Ist Honig gesünder als Haushaltszucker? Honig ist kein ernährungsphysiologisch wertvolles LM (wenig Vitamine und Mineralstoffe, viel Zucker) + geringer GI + Antioxidative Wirkung + höhere Süßkraft (dadurch evtl. weniger Verzehr) + verbesserte Triglyceridwerte - Kontaminanten (PA, - Mundhygiene - LDL ↑
- Was ist der GI und die GL? GI = Glykämischer Index Wirkung einer standardisierten Menge eines LM mit einem Gehalt von 50g KH auf die Blutglucose, im Vergleich zu einem Kontroll-LM (meist Glc-Lösung oder Weißbrot) Aussage über die Blutzuckerwriksamkeit eines LM GL = Glykämische Last Produkt aus dem GI und der KH-Menge in g pro Portion eines LM, dividiert durch 100
- Einlfussfaktoren auf den GI eines LM Zusammensetzung des LM Grad der Verarbeitung Quelle Zusammensetzung der Mahlzeit Testperson
- Welche Bedeutung hat der GI für die Prävention ernährungsbedingter Krankheiten? Zusammenhang zwischen niedrigem GI und Entwicklung chronischer Krankheiten wurde in DGE-Leitlinie untersucht und es ergab sich keine überzeugende oder wahrscheinliche Evidenz für eine Risikosenkung von Adipositas, Diabetes, KHK, Tumore,... Nur eine MÖGLICHE Evidenz
- Warum ist eine Zufuhr von KH über Softdrinks kritisch zu sehen? Viele Kalorien, aber kein Sättigungsgefühl