8
Chirurgie AF (Fach) / Femurkopffrakturen (Lektion)
- 1. Femurkopffrakturen -Allgemein Werden häufig übersehen, daher muss bei: Hüftluxationen Schenkelhalsfraktur Acetabulumfraktur gezielt danach gesucht werden. → Röntgen!
- 2 Femurkopffraktur - Ursachen Ursachen: Stauchungsfraktur kombiniert mit Hüftgelenksluxation nach hinten oben -Dash-Bord-Injury
- 3. Femurkopffraktur -Einteilung nach Pipkin Einteilung nach Pipkin: Typ I: Absprengung am Femurkopf unterhab des Lig. capitis femoris→ außerhalb der Belastungszone Typ II: Abriß oberhalb des Lig. capitis femoris → innerhalb der Belastungszone Typ III: Typ I oder II kombiniert mit medialer Schenkelhalsfraktur Typ IV: Typ I oder II kombiniert mit Acetabulumfraktur (Fraktur des hinteren Pfannenrandes)
- 4. Femurkopffraktur - Therapie - Konservative Therapie Therapie: Konservative Therapie: Pipkin Typ I-Fraktur. Geschlossene Reposition auch, wenn keine stufenlose Reposition möglich ist. Liegt nicht in der Belastungszone daher selten Funktioneinbußen!
- 5. Femurkopffraktur - Therapie - Operative Therapie Therapie Operative Therapie: Bei allen übrigen Typen (II, III, IV) mit Schraubenosteosynthese
- 6. Femurkopffrakturen - Nachbehandlung Nachbehandlung: Vermeidung von Ruhigstellung Sofortiger Beginn frühfunktioneller Behandlung Teilbelastung von 15 kg für 4-8 Wochen
- 7. Femurkopffrakturen - Prognose Prognose: Pipkin Typ I → gute Prognose Alle übrigen wegen eingeschränkter Durchblutung des Femurkopfes schlechtere Prognose
- 8. Femurkopffrakturen - Komplikationen Komplikationen: Femurkopf-Nekrose: kann noch Jahre nach dem Unfall auftreten. Bei kompletter Nekrose bleibt auch bei jüngeren Patienten nur die Möglichkeit der TEP Posttraumatische Arthrose: durch Knorpelschaden oder bleibenden Gelenkstufen
Anzeige