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Boden (Fach) / Horizonte (Lektion)
Horizonte
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- A-Horizonte Aa – durch Vernässung Humusanreicherung zwischen 15 und 30 Masse-% (anmooriger Oberboden) Ae – Bleichung, Auswaschung (Auswaschungshorizont) von Huminstoffen und Eisen (eluvial, typisch für Podsol) Ah – Anreicherung von Humus (< 15 Masse-%, Humus) Ai – nur geringmächtige Akkumulation organischer Substanz (initial) Al – Auswaschung von Tonpartikeln (Tonverlagerung = Lessivierung, typisch für Parabraunerde) Ap – regelmäßige landwirtschaftliche Bearbeitung (pflügen) – Mutterboden
- B-Horizonte Bh – Akkumulation von eingewaschenen Huminstoffen (starke Färbung!) und in geringerem Maße von Sesquioxiden, (typisch für Podsol, s. Ortstein) Bs – Akkumulation von eingewaschenen Sesquioxiden (Eisen-, Mangan- und Aluminiumverbindungen) (typisch für Podsol, s. Ortstein) Bt – Akkumulation von eingewaschenem Ton (Tonanreicherung, typisch für Parabraunerde) Bv – Eisenoxidation, Mineralneubildung (Verbraunung, Verlehmung, typisch für Braunerde)
- C-Horizonte Cn – unverwittertes Ausgangsgestein der Bodenbildung, Locker- oder Festgestein (novus oder neu) lC – C-Horizont aus lockerem, grabbarem Lockergestein (Löß, Sand, Kies, etc.) mC – C-Horizont aus massivem Festgestein Cv – Ausgangsgestein mit nur schwacher Verwitterung (verwittert)
- G-Horizonte Mineralbodenhorizonte mit Grundwassereinfluss (typisch für Gley) Go – oxidiert, zeitweilig grundwassererfüllt, zeitweise belüftet, daher Rostflecken als Folge von Oxidationsprozessen Gr – normalerweise grundwassererfüllt, kaum belüftet, reduzierende Verhältnisse, vorherrschend grau als Folge von Eisenreduktion
- S-Horizonte Mineralbodenhorizont mit Stauwassereinfluss (typisch für Pseudogley) Sw – Stauwasserleiter, zeitweilig luftarm (wasserleitend) Sd – Stauwassersohle, weitgehend dicht, so dass es zu stark verlangsamter Versickerung kommt
- Weitere mineralische Bodenhorizonte P – Mineralischer Unterbodenhorizont, > 45 Masse-% Ton, entstanden aus Ton- oder Tonmergelgestein (P von Pelosol) T – Mineralischer Unterbodenhorizont aus Lösungsrückstand von Carbonatgesteinen mit mehr als 75 Masse-% Carbonat, (T von Terra rossa und Terra fusca, nur fossil in Deutschland aber nicht in Frankreich zum Beispiel) M – Mineralbodenhorizont aus erodiertem und kontinuierlich sedimentiertem holozänem Solummaterial, typisch für Auenböden und Kolluvisole (M von lat. migrare = wandern) E – Mineralbodenhorizont, aufgetragene durch meist jahrhundertelange Plaggenwirtschaft (Esch als Flurbezeichnung, Bodentyp Plaggenesch) R – Mineralischer Mischhorizont durch tiefreichende bodenvermischende Meliorationsmaßnahmen (Rigolen, Tiefumbruch) entstanden (Bodentyp je nach Kulturtechnik Rigosol oder Treposol) F – Horizont am Gewässergrund mit in der Regel mehr als 1 Masse-% organischer Substanz (subhydrischer Bodenhorizont)
- Organische Bodenhorizonte Sie besitzen einen Anteil von mehr als 30 Masse-% (= ca. 60 Vol.-%) organischer Substanz. H – Organischer Horizont aus Resten torfbildender Pflanzen ist an der Oberfläche entstanden. Der Abbau wird durch Wasser gehemmt, es entsteht Torf. Eine weitere Differenzierung nach der Torfart ist möglich: nH – aus Niedermoortorf hH – aus Hochmoortorf L – weitgehend unzersetzte, frische Streu (Förna, engl. Litter = Streu), früher auch als Ol-Horizont bezeichnet; weniger als 10 Vol.-% organische Feinsubstanz. O – Organischer Auflagehorizont (soweit kein Torf!) mit mehr als 10 Vol.-% organischer Feinsubstanz Of – neben Pflanzenresten treten 10-70 Vol.-% organische Feinsubstanz als Ergebnis der Zersetzung (Fermentation) auf. Oh – die organische Feinsubstanz (Humus) als Ergebnis der Abbauprozesse überwiegt stark. O/C-Böden
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