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Medizin (Fach) / Diabetes Therapie nach aktuellen Leitlinien (Lektion)
Medikamentöse Therapie des Diabetes Mellitus Typ 2 nach den Leitlinien Version 3 (Stand 2013)
Diese Lektion wurde von Nini194 erstellt.
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- Metformin 1.Wahl der oralen Antidiabetika, wenn die Basistherapie (=lebensstilmodifizierende, nicht-medikamentöse-Therapie) nach 3-6 Monaten nicht den gewünschten individuell vereinbarten HbA1c erbringt (HbA1c sollte zwichen 6,5-7,5% ~48-58mmol/mol liegen) Einschleichend Dosieren. Beginn 500mg 1/Tag zum Abendessen.Max 3x 850mg/Tag. KI: Kreatininclearance <60ml/min Laktatazidose: Verursacht durch Akkumulation von Metformin.48h vor und nach OPs absetzten.
- Glibenclamid Sulfonylharnstoff (hemmt Kaliumkanäle an β-Zellen des Pankreas -> Depolarisierung-> Öffnung von spannungsabhängigen Calciumkanälen -> Insulinfreisetzung ↑) BZ-senkende Wirkung hält bis zu 24h an! bei Metforminunverträglichkeit oder KI. NW: Hypoglykämien, Gewichtszunahme Von den Sulfonylharnstoffen (Glibenclamid, Tolbutamid, Glibornurid, Gliclazid, Glimepird) wird nur Glibenclamid namentlich in den Leitlinien erwähnt.
- DPP-4-Inhibitoren Sitagliptin, Vildagliptin Hemmen den GLP-1 (Glukagon-like-Peptid; Inkretinhormon) Abbau GLP-1: fördert die Insulinausschüttung, hemmt die Glukagonfreisetzung, verlangsamt die Magenentleerung (->BZ-Anstieg langsamer) -> keine Hypoglykämien, da nur die GLP-1 Wirkung verlängert wird -> wirken nur bei Nahrungsaufnahme. KI: Niereninsuffizien, Schwangerschaft, Stillzeit NW: Kopfschmerzen, gehäufte Infekte des oberen Respirationstrakts. In einzelfällen Pankreatitis.
- SGLT-2-Inhibitor hemmen Reaprorption von Glukose in der Niere -> fördern Glukosurie ->Gewichtsabnahme. Senken BZ um bis zu 30mg/dl. Können sowohl bei Typ 1 wie auch Typ 2 Diabetes eingesetzt werden. Wirken Insulinunabhängig.Senken RR Oral verfügbar! Cave: Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten! NW: HWI, Blasenkarzinome, Leberfunktionsstörungen, Mamma-Karzinom. KI: GFR <60ml/min/1,73m2 SGLT- (Sodium dependent glucose transport)SGLT-1: für 10% der Glukoserückresorption verantwortlichSGLT-2: für 90% der Glukoserückresorption verantwortlich.
- alpha-Glukosidasehemmer Acarbose (Acarbose macht einsam) hemmen Glukose Aufnahme im Dünndarm -> NW: Flatulenzen
- Glitazone verbessern Insulinwirkung (=Insulinsensitizer), Senken LDL, erhöhen HDL, Insulinresistenz wird gesenkt. Moderate RR-Senkung. Endothelfunktion der Nieren wird verbessert ->Mikroproteinämie↓ In BRD nur noch Pioglitazon zugelassen. Pioglitazon scheint Blasenkarzinome zu erhöhen, daher nur noch verschreibung in Ausnahmefällen. Rosiglitazon wurde wegen zunahmer der MI vom Markt genommen.
- Glinide wirken ähnlich wie Sulfonylharnstoffe, jedoch schnellerer WE und kürzerer WD. ->Hypoglykämie-Risiko ↓ - Repaglinid- Nateglinid NW: Hypoglykämien.
- BOT Basal unterstütze orale Therapie Basalinsulin z.B. zur Nacht bei weitergeführter oraler Diabetes Therapie.
- CT Konventionelle Insulintherapie 1-2 Injektionen eines Mischinsulins pro Tag v.a. für Menschen mit festem Tagesablauf die keine Hauptmahlzeit auslassen und keine wechselnde körperliche Aktivität haben.
- SIT Supplementäre Insulintherapie mit präprandialer Insulininjektion ohne Basalinsulin bei fortgeführter oraler Therapie.
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- ICT Intensivierte konventionelle Insulintherapie
- Kurzwirksame Insuline Insulin lispro, aspart, glulisin
- Langwirksame Insuline Insulin glargin, -detemir