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Psychologie und Psychotherapie (Fach) / 2.2 Psychoanalytische und tiefenpsychologische Krankheitslehre (Lektion)

Psychologie und Psychotherapie

Diese Lektion wurde von Justina erstellt.

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  • Regression   Die seelische Entw. ist in gewisser Weise reversibel. Frühere Strukturen bleiben erhalten, zu ihnen wird unter bestimmten Umständen zurückgekehrt, und sie treten wieder in Funktion. Somit werden unter Umständen auch frühere Entwicklungsstufen wiederbelebt und das Verhalten und Erleben bestimmen.
  • Konflikt   Ein Konflikt entsteht durch mindestens zwei einander widerstrebende Tendezen.Äußere Konflikte: zwischen dem Ich und der sozialen UmweltInnere Konflikte: zwischen innere Grundbedürfnisse wie Liebe und HassVerinnerlichte Konflikte: Resultat ursprünglicher äüßerer Konflikte wie z.B. das Kind mit seinen Eltern, die dann aber verinnerlicht wurden und weiterhin auf der inneren Bühne ausgetragen werden.Im späteren Strukturenmodell entfaltet sich der Konflikt dann zwiscehn den verschiedenne Instanzen:ES als Repräsentant der unbewussten, im Körperlichen wurzelnden TriebeÜBER-ICH als Zensor, zuständig für die Einhaltung der verinnerlichen WerteICH als Vermittler zwischen den Anforderungen der Innenwelt und denen der Außernwelt.
  • Die vier Psychologien der Psychoanalyse um das intrapsychische Erleben zu beschreiben   Triebpsychologie (Triebe, Wünsche, Bedürfnisse)Ichpsychologie (Aspekte der Abwehr, der Anpassung, der Realitätsprüfung und die Entw. der Ich-Funktionen wie Affektwahrnehmung und Frustrationstoleranz)Objektpsychologie (die verinnerlichte Beziehung zu bedeutsamen anderen)Selbstpsychologie (subj. Selbsterfahrung im Hinblick auf Grenzen, Selbstwert, Authentizität und Aktivität)Am sinnvollsten ist es, von der jeweiligen klinischen Situation abhängig zu machen, welche PSychologie den besten Zugang zum erlebten des Analysanden ermöglicht
  • Trieb und Systematik der Bedürfnisse   Systematik der Bedürfnisse:- Beziehungswünsche: Wünsche, eine Bez. zwischen dem Selbst und einem Obj. herzustellen, in der Hoffnung, die Wünsche befriedigen zu können. z.B. Wunsch nach Hilfe und Unterstützung. Dauerhaft vorhanden.- Triebwünsche: Wünsche, die drängend erlebt werden, deren Intensität wechselt und die mit Obj. der Außernwelt oder in der Phantasie befriedigt werden. z.B. oraler Objekthunger-  Bedürfnisse des Selbst: Wünsche, die der Betreffende sich selbst erfüllen möchte, ohne auf andere angewiesen zu sein, z.B. autonom sein. Unter dem Triebaspekt geht es um Wünsche und triebhafte Bedürdfnisse, den daraus resultierenden Konflikten und deren Abwehr. Im Vordergrund steht das Lustprinzip
  • Ich   Unter dem Blickwinkel der Ich-Psychologie geht es einerseits um die Suche nach Stimuli, aber auch um Spannungsreduktion und Herstellung eines Gleichgewichts zwischen verschiedenen Strebungen. Nach außen gerichtet wird die Realität geprüft und Mögl. der Anpassung erkundet. Ich-Funktionen:Objektbez.Regulierung des SelbsterlebensÜber-IchAbwehrfkt.RealitätsprüfungSteuerung und Kontrolle von Affekten und ImpulsenFunktion des UrteilensRegression im Dienste des IchsReizschwelleSprache und Kommunikation
  • Abwehrmechanismen   Abwehrmechanismen mit grober Verzerrung der Realitätsprüfung (z.B. bei Psychosen)- Psychotische Projektion- Pychotische Verleugnung der Realität- Globale Introjektion- Spaltung Relativ "unreife" Abwehrmechanismen- Nichtpsychotische Projektion- Identifikation als Abwehr- Projektive IdentifizierungPsychoneurotische Abwehrmechanismen- Intellektualisierung- Rationailsierung- Affektisoilierung- Reaktionsbildung- Verschiebung-Verdrängung
  • Objekt/ Objektbeziehungspsychologie   Objekt: seelische Repräsentanz einer äußeren Beziehung, die durch die subj. Erlebensweise geprägt und gestaltet wird. Es wird die aktive Wdh. früherer Beziehungen, so wie sie erlebt und verinnerlicht wurden, betrachtet Jede reale Begegnung mit einem anderen ist stes davon geprägt, dass sie auf der Folie innerer Objektbez. verstanden wird. Das Subj. spielt in diesem verinnerlichten Drama bewusst oder unbewusst eine oder mehrere Rollen. Dies muss nict unbedingt die Rolle sein, in der es sich einmal befunden hat, vielmehr kann es auch die Rolle des Gegenübers einnehmen oder gar jmd darstllen, der den Wünschen und Anforderungen eines anderen entspricht.Unter motivationalen Spakten besteht die Neigung dazu, die verinnerlichten Muster früherer Objektbez. zu wdh.- entweden in der Hoffnung, auf diese Weise traumatische Erfahrnungen nun zu bewältigen oder weil die bekannte Muster mit Wohlbefinden verbunden sind oder wenigstens so weit vertraut, dass sie Sicherheit und Bekanntheit vermitteln.
  • Selbst/ Selbstpsychologie   Selbsterleben: das anhaltende subj. Empfinden in Bezug auf die Grenzen zwischen dem Selbst und dem anderen, die Erfahrung vom Kohärenz und dem Gefühl des Authentischseins. Wichtig dabei ist das Selbstwerterleben, die Wertschätzung, die man sich selbst und die anderen einem entgegenbringen. Große Rolle: Wie wie der Einzelne auf Schwankungen des Selbstwertgefühls reagiert; Fähogkeit, sein eigens Leben in einer zutreffenden Weise zu gestalten. Es geht um das Erstreben nach Homöostase, einer Selbstkonstanz, in der es gelingt, die Schwankungen des Selbstwertgefühls zu regulieren.
  • Konfliktmodell   eine "auslösende Situation" führt zu einem inneren Konflikt, der Angst erzeugt. Infolgedessen wird ein infantiler Konflikt reaktualisiert, der die Angst erhöht. Die Abwehr misslingt, und es kommt zu einer Kompromissbildung zwischen den Konfliktteilen, und zwar der Symptombildung. Das entstehende Symptom ist die Folge eines unzureichenden Kompromisses. Es stellt ein suboptimale Lösung dar, aus Sicht des Patienten aber auch die zur Zeit beste Lösungsmögl.. Die Spannung wird erträglich.Jeder bestehende Konflikt besteht aus den Komponente: Triebwunsch, Unlust (z.B. Angst), Abwehr (Ich) und Über-Ich Fkt..  
  • triangulär   in verinnerlichten Objektbez. geht es nicht nur um die eigene Beziehung zum anderen, sondern man hat auch ein Bild darüber, dass der andere wiederrum eine Beziehung zu jmd anderen haben kann.
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  • primärer Krankheitsgewinn   Entlastung durch Kompromissbildung zwischen den Konfliktteilen
  • sekundärer Krankheitsgewinn   VErgünstigungen, die der Betroffene durch seine Umwelt erfährt
  • Das Modell der entwicklungsbezogenen Psychopathologie   Das Ich hat sich nicht ausreichend entw. können.Besonders Betroffen sind dabei Bereiche des Ichs, die für die Unterscheidung zwischen Innen und Außen, für die flexible Nähe- Distanzregulierung, die Frustrationstoleranz, die Affektwahrnehmung, und die Beziehungsgestaltung zuständig sind. Die widersprüchlichen Strebungen werden interaktionell ausgetragen. Auslöser sind situationen in denen eine Beziehung abbricht. Die auftretenden Symptome sind regressive VErsuche, also im Rückgriff auf die wenigen zur Verfügung stehenden Mittel, die regulative Fkt. wiederzugewinnen. Viele Süchte, Essstörungen, sexuelle Pervesionen, selbstverletzendes VErhalten und dissoziale Verhaltensweisen können eine Aufgabe übernehmen. Symptome entstehen entweder durch das Andauern eines Entwicklungsdefizits oder führen in einer belastende Situation zur Ersatzbildung, um die Entwicklungsschwäche zu kompensieren.
  • Das Modell der erhaltenen traumatischen Schädigung   Als Überlebensstrategie wird oft beschrieben, dass die Betroffenen in einem dissoziativen Zustand aus der erlebten Situation aussteigen. Das Geschehen bleibt im Gedächtnis gespeichert, allerdings ohne einen Zugang zu symbolisierten Gedächtnisinhalten zu erlangen, sie bleiben als implizites Gedächtnis mit Assoziationen, körperlichen Empfindungen, Wahrnehmungen und GEfühlen erhalten.In diesem Modell sind Symptome entweder die Fole der Dissoziationen oder intrusive Erinnerung an das erlittene Trauma, ohne dass eine bewusste Erinnerung vorhanden sein muss.
  • Lernmodell   Symptome sind Folge ener verfehlten Lernerfahrung
  • Psychosoziales Arrangement   In der Perspektive der psychosozialen Arrangements geht  es um den Einfluss wichtiger BEziehungen auf die Symptomatik und die Möglichkeiten sich zu entwickeln.
  • Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD)   Achse I: Krankheitserleben und BehandlungsvoraussetzungenAchse II: BeziehungAchse III: KonfliktAchse IV: StrukturAchse V: Psychische und psychosomatische Störungen  
  • Achse I: Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen   wie der Betreffende seine Krankheit erlebt, welche Abwehrmechanismen eine Rolle spielen, welche Bewältigungsstrategien entw. wurden, Umfang Leidensdruck, inwieweit aufgeschlossen gegenüber psychotherapeutischer Behandlung, Berücksichtigung psychosiziales Umfeld.
  • Achse II: Beziehung   wird kategorisiert mit der Dimension Kontrolle (dominant/kontrollierend vs submissiv/unterwürfig) und Affilation (liebevoll/zugewandt vs feindselig/distanziert) Beziehungsdynamische Formulierung … wie der Patient andere immer wieder erlebt: … wie er in seinem Erleben darauf reagiert: … welches Beziehungsangebot er anderen mit dieser Reaktion (unbewusst) macht: … welche Antwort er anderen damit (unbewusst) nahelegt: … wie es der Patient erlebt, wenn andere so, wie ihnen nahegelegt, antworten:
  • Achse III: Konflikt   unbewusste, psychodynamische Konflikte, die von äußeren konflikthaften Belastungen abgegrenzt werden. Ein unbewusster Konflikt entsteht durch das Zusammentreffen eiinander widersprechender Strebungen, die zu einer erhöhten inneren Anspannung führen. Der Konflikt setzt eine bestimmte Ich-Struktur voraus. 2 VErarbeitungsmodi:aktiv: es geht um die Abwehr und die Reaktionsbildung gegen den Konflikt.passiv: regressive VErhaltens- und VErarbeitungsmuster Konflikte nach OPD:Individuation vs AbhängigkeitUnterwerfung vs KontrolleVErsorgung vs AutarkieSelbstwertkonflikteSchuldkonflikteÖdipaler KonfliktIdentitätskonfliktEingeschränkte Konflikt- und GEfühlswahrnehmung
  • Achse IV. Struktur   Differenzierung und Integration des Strukturen "Ich" "Selbst" und "Objektbez."Ich: der Organisator des Psychsichen und intentional auf die Objekte ausgerichtet.Selbst: reflexive psychische Struktur: Das ICH nimmt sich wahr (Selbstbild), bewertet sich und nimmt wahr, dass es von anderen bewertet wird (Selbstwert). Mit dem Selbst verbunden ist das Erleben, konstant, kohärent bei allen Veränderungen zu bleiben.Das SELBST als übergeordnete Instanz, das sich selbst steuert und die Beziehungen zu anderen organisiert. Strukturelle Störung:a) defizitäre Entw: bestimmte Ich-Funktionen haben sich nicht entw.b) regressive Entdifferenzierung: Ich-Funktionen haben sich herausgebildet, sind jedoch nicht genug etabliert und führen in inneren oder äußeren belastenden Situationen dazu, dass frühere, unreife Strukturen wirken. 4 Dimensionen:- Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und Objektwahrnehmung- zur Selbststeuerung und Regukierung des Objektbezugs-zur emotionalen Kommunikation nach innen und außen- Fähigkeit zur Bindung nach innen und außen
  • Achse V: Psychische und psychosomatische Störungen   ICD-10