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Psychologie und Psychotherapie (Fach) / 2.1 Lern- und verhaltenspsychologische Krankheitslehre (Lektion)
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- Grundmodell der Psychoanalyse Symptome sind Ausdruck spezifische psychischer Krankheut, die auf unbewusste Konflikte und deren Abwehr zurückzuführen sind
- Verhaltenstherapie als Ursachentherapie. 3 Arten von Bedingungen (Ursachen), welche? 1 prädisponierenden 2 auslösenden 3 aufrechterhaltenden (wichtig für die Veränderung des Problems)
- Drei Grundprinzipien der Therapie 1) Kontinuitätsannahme hinsichtlich "normalen" bzw. "pathologische" Verhaltens. Dazu bedarf es einer Analyse der Häufogkeit, der Intensität der Verhaltens oder der Umstände, unter denen das Verhalten auftritt. 2) Menschliches Verhalten wurde in wesentlichen Grundzügen gelernt, also kann es auch verlernt werden!3) Die in der Verhaltenstherapie aufgestellten Hypothesen und Vermutungen (z.B. zur Genese eines Problems) können durchaus spekulative Elemente beinhalten, sie müssen aber prinzipiell prüfbar sein.
- Lernen Eine Veränderung einzelner Verhaltensweisen, oder von Verhaltensmustern als Folge vorausgehender, begleitender oder dem Verhalten nachfolgender Ereignisse.
- In jedem Verhalten sind folgende Ebenen zu unterscheiden: Alpha- Ebene: konkrete, beobachtbare Elemente des Verhaltens auf unterschiedlichem Auflösungsniveau (von Lidschadreflex bis Vermeidungsverhalten).Beta-Ebene: Auf dieser Ebene werden Aspekte menschlichen Verhaltens beschrieben, die sich einer externen Beobachtung verschließen- somit nur von der Person selbst erlebt und erfasst werden können. z.B. Ebene der Kognitione; umfasst alle Prozesse der menschlichen Informationsverarbeitung, also Wahrnehmen, Denken, Bewertung, Gedächtnis, Erinnern usw.. sehr wichtig ist diese Ebene (z.B. Suizidgedanken) Gamma-Ebene: Überdauernde genetische biologische Ausstattung des Individuums als auch aktuelle biologische und somatische Prozesse (z.B. Medikation, spezifische Mangelerscheinungen). In der VT wird diese Ebene durch periphere (z.B. Hautwiderstand) ebenso wie durch zentrale (EEG usw.) oder durch endokrine Maße erfasst (z.B. Stresshormone).
- Konflikte Konflikte zwischen Personen oder innerpsychische Konflikte hinsichtlich Werten/Verhalten einer Person spielen als milde, dafür aber lang dauernde Quasi-Traumatisierung eine entscheidende Auslöserrolle bei vielen psychischen Störungen. Vermeidungsverhalten, das begative Verstärkung bewirkt, bildet die zentrale stabilsierende Komponente.
- Diskriminativer Hinweisreiz Ein diskriminativer Hinweisreiz SD ist ein Stimulus, der anzeigt, wann eine bestimmte Reaktion R erfolgreich sein wird. SD verstärkt R somit und sagt R damit voraus (z.B. Stoppschild zeigt an, dass Stoppen eine gute Reaktion ist (Gefahr) und bewirkt damit das Anhalten). Es ist ein Reiz, der auf die Angemessenheit und die wahrscheinliche Verstärkung einer Reaktion hinweist (z.B. Licht an signalisiert der Taube, dass das Picken auf eine Scheibe lohnend sein wird).
- Das Kontingenzschema Umgangssprachlich könnte man diese Begriffe so umschreiben: Positive Verstärkung heißt: Man tut etwas häufiger, weil man etwas Angenehmes dafür bekommt (Bsp: Ein Schüler meldet sich und wird gelobt; er meldet sich in Zukunft häufiger). Negative Verstärkung heißt: Man tut etwas häufiger, weil etwas Unangenehmes dadurch beendet oder vermieden wird (Bsp: Ein Schüler macht seine Hausaufgaben vollständig und ein zuvor bestehendes Fernsehverbot wird aufgehoben; er macht seine Hausaufgaben in Zukunft häufiger vollständig). Bestrafung (Typ I, auch „direkte Bestrafung“) heißt: Man tut etwas seltener oder gar nicht mehr, weil einem dann etwas Unangenehmes widerfahren würde und bereits einmal widerfahren ist (Beispiel: Ein Kind lügt, wird dafür geschimpft und lügt in Zukunft seltener; oder: ein Kind berührt eine heiße Herdplatte und verbrennt sich die Finger, das Kind berührt in Zukunft die heiße Herdplatte nicht mehr). Bestrafung durch Verlust (Typ II, auch „indirekte Bestrafung“) heißt: Man tut etwas seltener, weil man ansonsten etwas Angenehmes verlieren würde (Bsp: Ein Kind lügt und bekommt dafür Taschengeldentzug und lügt in Folge seltener).
- Exzitatorische klassische Konditionierung Exzitatorische klassische Konditionierung ist die Kopplung eines vormals neutralen Reizes an einen Reiz, der angeborenes Verhalten auslöst, also sozusagen die „klassische“ klassische Konditionierung.
- inhibitorischer klassischer Konditionierung Ein Organismus kann jedoch auch lernen, dass der bedingte Reiz an das Ausbleiben eines (exzitatorischen) unbedingten Reizes gekoppelt ist. Beispiel: Kind hat Angst vor Donner (UCS), nicht aber wenn die Mutter (CS) dabei ist.
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- Gegenkonditionierung Gegenkonditionierung ist ein Verfahren der behavioristischen Lerntheorie und bezeichnet die Abschwächung eines unerwünschten Verhaltens durch Nichtbestätigung, bei gleichzeitiger Bekräftigung des erwünschten Verhaltens. Gegenkonditionierung ist auch ein Bestandteil des Methodenarsenals der Verhaltenstherapie zur Reduzierung dysfunktionalen oder belastenden Problemverhaltens. Dabei wird das durch klassische Konditionierung erworbene Problemverhalten A mit einem mit diesem Verhalten unvereinbaren neuen Verhalten B an denselben konditionellen Stimulus bzw. dieselben auslösenden Situationsmerkmale (Kontext) gekoppelt. Verhalten B wird dadurch nicht nur als Reaktion auf den konditionellen Stimulus bzw. Kontext erlernt, sondern zugleich eine Extinktion des Verhaltens A durch reziproke Hemmung induziert. Beispiel: Ein Patient, ein junger Erwachsener z. B. der als Kind und Jugendlicher durch häufige und heftige Kritik seiner Äußerungen seitens einer nahen Bezugsperson, etwa der Eltern, nun äußerungsgehemmt ist, beginnt in der Gesprächstherapie über Erlebnisschwierigkeiten zu sprechen. Der Therapeut äußert Verständnis; dadurch "enttäuscht" er die Angsterwartungen des Patienten, zurechtgewiesen zu werden und bekräftigt ihn in seiner Selbstexploration sowie deren Preisgabe an den Gesprächspartner.
- Modelllernen Bandura heißt, dass eine Person iht Verhalten nach der Beobachtung des Verhaltens einer anderen Person (Modell) in Richtung des Verhaltens dieser Modellperson verändert. Diese Veränderung kann auch verzögert auftreten. Unterscheidung zwischen Aneignung (Aquisition) und der Ausführung (performance).Modellfunktion kann nicht nur durch direkte BEobachtung erfolgen; die VErmittlung entsprechender Modelle kann auch verbal oder symbolisch geschehen (z.B. Beschreibung)
- zentrale Mechanismen des Modelllernens 1. Aufmerksamkeit2. Behalten3. symbolische Codierung4. Reproduktion5. Motivation
- Stress 1. Alarmreaktion: Aktivierung, Ausschüttung von ACTH und Hormonen im adrenergen System (sympatisches System) 2. Phase des Widerstandes: Das Organismus kann einer kontinuirlichen Belastung wiederstehen, die physiologische Reaktion nimmt mit der Dauer des Belastung jedoch ab. 3. Erschöpfungsphase: ACTH wird aufgrund einer Erschöpfung nicht mehr ausgeschüttet, eine Anpassung an den Stressor und Widerstand sind nicht mehr möglich, durch eine Schädigung des homöostatischen Systems können unterschiedliche Krankheiten entstehen.
- Diathese-Stress Modell; Transaktionales Stressmodell Lazarus Die subjektive Bewertung des Stimulus selbst bzw. in einer zweiten Stufe die Bewertung der eigenen Bewältigungsmöglichkeiten (mit einer gewissen Nähe zu den psychodynamischen Abwehrmechanismen) bildet einen zentralen Faktor für das Stresserleben und seine Wirkung auf das biopsychosoziale System. Die subjektiv erlebte Belastung, der Stress, wird nicht nur von den Ereignissen/ Stressoren bestimmt, sondern von komplexen Interaktionen zwischen Prädispositionen, Stressoren und kognitiven Bewertungsprozessen der Wichtigkeit und Gefährlichkeit des Ereignises ebenso wie der eigenen Bewältigungsmöglichkeiten
- Attribution meint zunächst die Beschreibung von Ursachen und Erklärungen zu bestimmten Ereignissen. Menschen versuchen interne und externe Ereignisse bestimmten Ursachen zuzuordnen. Die Bildung (problematischen) Attributionen lässt sich als Lernprozess verstehen: z.B. Organismus lernt das interne Ereignisse (Herzschlag etc.) nicht kontrollierbar sind, Interpretation: Erkrankung.Teufelskreis aus fehlgeleiteten Attributionen, spezifischem Vermeidungsverhalten, der Stabiliserung der Attribution durch eine Reduktion der BEschwerde usw.
- Etikettierung (Labeling) Ein Individuum mit einem Etikett einer psychischen Störung wird in die Rolle eines PAtienten gedrängt (auch im Sinner einer self-fullfilling-prophecy, d.h. die PErson wird für diese Rolle verstärkt). VErsucht diese PErson aus der Rolle auszubrechen, wird sie sekundär bestraft (z.B. als "uneinsichtig"). Durch Etikettierung bekommt das Individuum und die Umwelt für eine gewisse Zeit Stabilität und Sicherheit. Das entspricht auch einer verhaltenstherapeutischen Auffassung, wonach die Abnormität des VErhaltens nur zu einem geringen Teil am VErhalten selbst, zu einem stärkeren AUsmaß aber an situationalen (sozialen?) Determinanten festzumachen ist.
- Kogmitionen Prozesse des Denkens, des Wahrnehmung, der Bewertung, des Gedächtnisses - kurz: alle Prozesse der menschlichen Informationsverarbeitung
- Rational-Emotive-Therapie (RET), Robert Ellis Entstehung psychischer STörung ist auf irrationale Bewertungen zurückzuführen; als irrational bezeichnet Ellis Gedanken, die sich hinsichtlich einer für die Person zufriedenstellenden Lebensführung als nicht zielführend herausstellen. Im Zentrum steht für Ellis die sogenannte ABC-Theorie:A (activating action)B (belief system)C (consequences)Nach Ellis entstehen die irrationalen Überzeugungen auf der Basis einer menschlichen Tendenz zur Irrationalität durch problematische Erziehungsprozesse, in denen entsprechende irratonale Überzeugungen vermittelt werden (z.B. "ich muss von allen geliebt werden!") Eine besondere Rolle in der Aufrechterhaltung einer psychischen Störung spielt die sogenannte Sekundärproblematik: Person leidet nicht nur unter ihrer primären Störung, sondern auch darunter, die Störung entwickelt zu haben (Symptom Stress).
- Kognitive Therapie Aaron T.Beck Kogntitive Triade, Denkfehler bei Depressiven:1. negative Sicht auf die eigene Person2. negative Sicht auf die Umwelt3. negative Sicht auf die Zukunft Drei Konzepte spielen eine wichtige Rolle: a) Denkfehler des Patienten sind als Störungen der Informationsverarbeitung zu verstehen (z.B. willkürliches Schlussfolgern)b) Schemata sind latente Grundannahmen der PErson, die durch externe Ereignisse (z.B. Verlustereignisse) und haandlungsrelevant werden (z.B. Verzerrung der Realität).c) Automatische Gedanken sind aktuelle kognitive Ereignisse, die auf der Grundlage verzerrter Schemata und Grundannahmen aktiviert werden ubd unser Verhalten steuern. Diese Gedanken sind sehr flüchtig und nur schwer direkt erfassbar.
- Symptom-Stress "Es ist furchtbar, dass ich diese soziale Angst habe"
- Kognitive VErhaltenstherapie, Meichenbaum Die Fähigkeit einer PErson, eine belastende Situation zu bewältigen, hängt im hohen Maße von den Selbstverbalisationen (innerem Monolog) ab. Meichenbaum legt auf die Funktion der Sprache in der Steuerung des Verhaltens großen Wert.
- Evolutionstheoretische Modelle/Preparedness Angststörungen Personen entwickeln demnach nicht in allen möglichen (und potentiell gefährlichen) Situationen entsprechende Angstreaktionen, sondern speziell in den Situationen, die für den prätechnologischen Menschen Überlebensrelevanz haben (Höhen, Tiere, Feuer)
- Theorie des Verstärkerverlusts Depression Demnach führt ein Verlust reaktionskontingenter Verstärkung zu einer Abnahme des aktiven Verhaltensrepertoires. Viele Verhaltensweisen des Alltags werden durch den Wegfall von Verstärkern nicht mehr aufrechterhalten, wie dies z.B. durch den Tod des Partenrs, durch eine Trennungm berufliche VEränderung etc. gegeben sind.
- Theorie der gelernten Hilflosigkeit (Seligman) Hilflosigkeit erlernen können durch kontinuirliche Misserfolge.
- Moderne Verhaltenstherapie und ihre Prinzipien - Verhaltenstherapie beinhaltet eine Nutzung der Prinzipien der Psychologie und ihrer Nachbarsdisziplinen- Versuch der Beschreibung, Erklräumg und ggf. Veränderungen menschlichen Leidens- Zentral ist der Versuch bei Bedingungen, die als aufrechterhaltende Faktoren angesehen werden müssen- Ziel: Verbesserung der individuellen Funktionsfähigkeit hinsichtlich Selbstkontrolle und Eigensteuerung.- systematische Erfassung des therapeutischen Prozesses und der Egebnisse der Intervention
- Theoretische Erklärungsansätze für das Erlernen psychischer Störungen - Modelle der Traumatisierung und Konditionierung- Operante Modelle, d.h. psychische Störungen werden in ihrem Auftreten durch Konsequenzen gesteuert- Ansätze des Modelllernens- Modelle der Stressbelastung- und bewältigung und Konfliktmodelle- Sozialpsychologische Modelle- Ein breiter BEreich an Modellen kognitiver Therapie
- Klassifikation einer Störung nach DSM oder ICD Diese Klassifikation kann nur eine Art vorläufige Orientierung oder auch zur Kommunikation von Fachleuten darstellen. Sie gibt auch erste Hinweise über das Prinzip des therapeutischen Vorgehens (Störungs-Orientierung), wichtog ost weiter eine individuelle funktionala Analyse (SORC)
- funktionale Analyse in der VErhaltensdiagnostik, dient als Bindeglied zwischen Theorie und individuellen Rahmen des Pat.. In seinen Grundlagen bereits von Skinner ausgearbeitet, heute erscheint ein Systemmodell menschlichen Verhaletns angemessen. S (Stimuli)O (MErkmale des Organismus bzw. des Selbstregulationssystems)R (Reaktion)C (Konsequenzen des Verhaltens)
- Welche Faktoren sind als Bedingungskonstellationen einer Angststörung zu erfassen? - Prinzpien des klassischen Konditionierens- Operantes Konditionieren: das Ausbleiben einer erwarteten aversiven Konsequenz wird als ausgesprochen erleichternd erlebt (negative Verstärkung), so dass das entsprechende Verhalten stabilisiert wird- chronische Konfliktbedingungen: Dies erhöhen das Erregungsniveau der PErson und schränken die Flexibilität des VErhaltens ein- Modellernen- kognitive Modelle: Aspekt der Bewertung und der problematischen Informationsverarbeitung
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- Welche Faktoren sind als Bedingungskonstellationen einer depressiven Störung zu erfassen? - Genetik- Biologie/Endokrinologie- Soziologie/ Kultur- Psychologische Faktoren - Theorie des VErstärkerverlustes- Erlernte Hilflosigkeit- Kognitive Theorie der Depression
- Welche Faktoren sind als Bedingungskonstellation eines Alkoholmissbrauchs oder einer Alkoholabh- zu erfassen? - Modellernen- Kognitove Theorien: Erwartung hinsichtlich einer bestimmeten Wirkung des Alkohols für den Konsum- Sozial-kognitives Lerntheoretisches Modell: Klassisches Konditionieren, Operantes Lernen: Gewisse Stimuli werden mit dem Konsum gekoppelt. - Mängel in sozialen Kompetenzen und in der Fähigkeit der Stressbewältigung