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Mündlich Logo Examen (Fach) / Linguistik (Lektion)
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- 1) Womit beschäftigen wir uns in der Linguistik? Linguistik= wissenschaftliche Disziplin mit dem Ziel Sprache/Sprechen unter allen theoretisch+ praktisch relevanten Aspekten + in allen Beziehungen zu angrenzenden Bereichen zu beschreiben.
- 2) Nutzen der Linguistik für Logos? Linguistik = Kernkompetenz logopädischer Tätigkeit, da profundes psycho+ neurolinguistisches Wissen = Voraussetzung fachkompetenten Arbeitens f. Diagnostik+ Therapie L.= anwendungsorientiert, bei USES Dysgrammatismus, Language Sampling, oder in der Aphasietherapie: Paradokumentation
- 3) Linguistische Beschreibungsebenen 1. Phonetik/Phonologie: 2. Morphologie 3. Syntax 4. Semantik 5. Pragmatik 6. Ortographie + Graphematik
- 4) Was ist ein Wort? 1. phonetisch- phonologisch: EInheit mit einem Akzent, 2. ortographisch: Einheit zwischen 2 Leerzeichen 3. morphologisch: strukturell stabile, nicht trennbare, minimale freie Einheit, mit der eine Frage beantwortet werden kann 4. lexikalisch-semantisch: kleinster, relativ selbstständiger Bedeutungsträger, der im Lexikon verankert ist 5. syntaktisch: kleinste verschiebbare Einheit im Satz
- 3a) Worum geht es in den jew. Ebenen?Um welche Einheiten? 1) Phonologie 1. Phonologie: Ziel: Erstellung eines Phoneminventars einer Sprache Einheiten: Phoneme= kleinste bedeutungsunterscheidende Einheiten, Silben = prosodische Einheit, intuitiv bestehend aus Silbenkern (nucleus)= hochsonor + Silbenschale (Kopf+ Koda) Schallsilbe= Einheit steigt an bzgl. Sonorität, erreicht Gipfel + steigt ab
- 3b) Graphematik /Ortographie GPK Graphem-Phonem-Korrespondenz= (beim Lesen) Herstellung einer Beziehung zwischen Graphem= kl. bedeutungsunterscheidende Einheit der Schriftsprache + Phonem= kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit der Lautsprache
- 3c) Morphologie Morpheme= kleinste bedeutungstragende Einheite, die grammatische oder lexikalische Infos tragen frei: z.B. -Haus gebunden. -lich
- 3d) Semantik anhand des Leveltmodells: Teil des Mentalen Lexikons: 1. Wortbedeutungswissen= Lemma = Semantik (und Syntax) Aufbau: Taxonomische Hierarchie z.B. Katze= Lebewesen (Oberbegriff= Hyperonym) Tiere Säugetiere vierbeinige Säuger Katze Hund Kuh (= Basic Level = Konkrete Begriffe mit einfachen Wortformen) Perser, Bengalen... (= Kohyponyme)
- 3 e) Syntax = Satzlehre = Muster + Regeln, nach denen Wörter zu größeren funktionellen Einheiten -> Wortgruppen(Phrasen) kombiniert werden können Syntaktische Funktionen: Kategorien wie Subjekt, Prädikat, Objekt, Adverb -> wichtig für Relationen untereinander
- 3f) Pragmatik Sprachliches Handeln: z.B. duzen oder siezen, Turn Taking
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- 5) Was verstehen Sie unter dem Mentalen Lexikon? = abstraktes Modell aus dem Levelt-Modell, untersucht 2 Ebenen: 1.Wortbedeutungswissen = Lemma-Ebene: Semantik und Syntax 2. Wortformwissen= Lexem-Ebene: Morphologie und Phonologie
- 6) Umreißen Sie die Prozesse der Sprachproduktion anhand des Levelt-Modells. anhand des Bsps. /hase/ : 1) Konzeptuelle Ebene ( Denken an dieses Säugetier) - kommunikative Absicht ( Wunsch vom „ Hasen“ zu sprechen) - präverbale Botschaft ( wie spreche ich vom Hasen?) 2) Formulierung grammatische Enkodierung <-----> Lemma phonologische Enkodierung <-----> Lexem phonetisch-artikulatorische Planung = Modell für Einzelwortverarbeitung Sprachproduktionsprozess: 3 geteilt: 1. Konzeptuelle Ebene 2. Formulierungs- Ebene 3. Artikulations- Ebene 3) Artikulation: Bewegung der Artikulatoren Lautkette: [hase]
- 7)Nennen Sie Argumente dafür, dass der Wortabruf aus dem mentalen Lexikon in 2 großen Planungsschritten erfolgt. Zwei-Stufen-Theorie: 1. Lemma-Ebene: Abruf von Syntax und Semantik 2. Lexem-Ebene: Wortform Belege: a) Versprecher: z.B. „Saug stauben“ = Semantik klar, Fehler bei phonologischer Enkodierung b) Tip-of-the-tongue-Phänomen= Lemma-Ebene vorhanden, kein Zugriff auf Lexemebene c) Wortfindungsstörungen: z.B. „das ist der Mann in der Kirche, der die predigen hält“ ( Wortbedeutung eigentlich vorhanden, aber Zugriff auf Lemmaebene „Priester“ verwehrt d) Wortfrequenzeffekt: seltene Wörter, Zugriff erschwert
- 8) Inwiefern kann Levelts Modell zu diagnostischen Zwecken herangezogen werden? Da das Levelt-Modell die Sprachverarbeitung von Sprachgesunden darstellt, bietet es eine Groborientierung bei der Hypothesenbildung wo die sprachlichen Auffälligkeiten des P. lokalisiert werden können.
- 9) Was ist im Anschluss an Levelt unter phonetischer Planung zu verstehen? Zwischeninstanz zwischen phonologischer Enkodierung und Artikulation zur Planung der sprechmotorischen Prozesse. Passiert „online“, zur adaptativen Ausführung. z.B. bei Pfeife im Mund passt sich Planung der Artikulation an
- 10)Beschreiben Sie das Logogen-Modell Darstellung der Sprachverarbeitung in allen Modalitäten: 1. Sprachproduktion, rezeptiv und produktiv = Hören( Auditive Analyse) und Sprechen 2. Schriftsprachproduktion, rezeptiv und produktiv = Lesen und Schreiben Zentrum= Semantisches System Routen: APK= Auditiv-Phonologische Korrespondenz PGK = Phonem- Graphem-Korrespondenz GPK= Graphem-Phonem-Korrespondenz - In- und Outputbuffer - phonologische und graphematische In-und Outputlexika
- 11) Unterscheidung Logogen-Modell zum Levelt-Modell. Im Unterschied zum Levelt-Modell beinhaltet das Logogen-Modell auch den Schriftspracherwerb und kann daher auch bei dyslektischen und agraphischen Störungen verwendet werden.
- 12) Welches Gehirnareal ist zuständig für Verwarbeitung von Syntax? Das Broca- Areal, da bei einer Schädigung dieses Areals dysgrammatische Symptome auftreten.
- 13) Was wissen wir aus der Neurolinguistik über die Verarbeitung suprasegmentaler Infos? Diese werden rechtshemisphärisch verarbeitet, z.B bei der Erschließung von Wortgrenzen, Prosodie. Falls semantische + syntaktische Infos relevant= linkshemisphärisch
- 14) Wann bauen Kinder Wissen über die vorherrschenden Betonungsmuster ihrer Sprache auf? Ab dem 9. Lebensmonat.
- 15) Inwiefern kann die Verarbeitung der Satzprosodie im Alter von ca, 5 Monaten als Vorstufe der syntaktischen Verarbeitung gelten? Verarbeitung der Satzprosodie = Vorstufe zur Erkennung von Wort- und Phrasengrenzen + Feststellung von Unterschieden zwischen Sätzen mit und ohne Pausen
- 10)Beschreiben Sie das Logogen-Modell Darstellung der Sprachverarbeitung in allen Modalitäten: 1. Sprachproduktion, rezeptiv und produktiv = Hören( Auditive Analyse) und Sprechen 2. Schriftsprachproduktion, rezeptiv und produktiv = Lesen und Schreiben Zentrum= Semantisches System Routen: APK= Auditiv-Phonologische Korrespondenz PGK = Phonem- Graphem-Korrespondenz GPK= Graphem-Phonem-Korrespondenz - In- und Outputbuffer - phonologische und graphematische In-und Outputlexika
- 11) Unterscheidung Logogen-Modell zum Levelt-Modell. Im Unterschied zum Levelt-Modell beinhaltet das Logogen-Modell auch den Schriftspracherwerb und kann daher auch bei dyslektischen und agraphischen Störungen verwendet werden.
- 12) Welches Gehirnareal ist zuständig für Verarbeitung von Syntax? Das Broca- Areal, da bei einer Schädigung dieses Areals dysgrammatische Symptome auftreten.
- 13) Was wissen wir aus der Neurolinguistik über die Verarbeitung suprasegmentaler Infos? Diese werden rechtshemisphärisch verarbeitet, z.B bei der Erschließung von Wortgrenzen, Prosodie. Falls semantische + syntaktische Infos relevant= linkshemisphärisch
- 14) Wann bauen Kinder Wissen über die vorherrschenden Betonungsmuster ihrer Sprache auf? Ab dem 9. Lebensmonat.
- 15) Inwiefern kann die Verarbeitung der Satzprosodie im Alter von ca, 5 Monaten als Vorstufe der syntaktischen Verarbeitung gelten? Verarbeitung der Satzprosodie = Vorstufe zur Erkennung von Wort- und Phrasengrenzen + Feststellung von Unterschieden zwischen Sätzen mit und ohne Pausen