9

Klinische Psychologie- & Psychopathologie (Fach) / Persönlichkeitsstörungen (Lektion)

Persönlichkeitsstörungen

Diese Lektion wurde von joga erstellt.

Lektion lernen

  • Definition von Persönlichkeitsstörungen Persönlichkeitsstörungen sind nicht-variable, pathologische Wesenszüge. Die Betroffenen zeigen ein situativ unangemessenes Erleben und Verhalten
  • Welche Arten von Persönlichkeitsstörungen gibt es? - Paranoide Persönlichkeitsstörung - Schizoide Persönlichkeitsstörung - Schizotypische Persönlichkeitsstörung - Antisoziale Persönlichkeitsstörung - Histrionische Persönlichkeitsstörung - Narzisstische Persönlichkeitsstörung - Vermeidend-selbstunsichere Persönlichkeitsstörung
  • Paranoide Persönlichkeitsstörungen - Personen mit paranoiden Persönlichkeitsstörungen nennt man auch Paranoiker -Es stehen unbegründete Annahmen im Vordergrund. Betroffnene beeindrucken zunächst durch selbstsicheres Autreten. Doch anderen Personen gegenüber sind sie sehr misstrauisch. Sie reden schlecht, verdächtigen grundlos und beleidigen sie - sie sind intrigant und werden aggressiv, wenn sie sich bedroht fühlen - sie neigen dazu andere zu manipulieren und zu verführen od. zu ernidrigen und zu verachten (Haustyrannen) -Im Berufsleben machen sie ihren Untergeorneten das Leben schwer und verhalten sich herablassend gegenüber ihren Vorgesetzten
  • Schizoide Persönlichkeitsstörungen - Betroffene leben allein und bemerken die Folgen des Alleinseins nicht. - sie haben kein Interesse an sozialen Kontakte - sind nicht empfänglich für Gesten und Zeichen der Sympathie oder Zuneigung und zeigen praktisch nie ihre Gefühle - sie verbringen ihre Freizeit allein und arbeiten oft als Selbstständigerwerbende
  • Schizotypische Persönlichkeitsstörungen - Betroffene nehmen die Welt auf übernatürliche Weise wahr, basierend auf Depersonalisationserfahrungen und nicht-wahnhaften Bezugsvorstellungen - Aufgrund ihrer Manieriertheit und Extravaganz sind ihre sozialen Beziehungen gestört - Ihre Sprache ist oft esoterisch geprägt - Emotionen brechen mal explosionsartig aus, mal scheinen sie gar keine Emotionen zu haben
  • Antisoziale Persönlichkeitsstörungen - Betroffene zeigen ein gestörtes Sozialverhalten, welches von Impulsivität und Fehlen von Unrechtsbewusstsein und Scham geprägt ist - Soziale Leben ist sehr instabil, oft wechseln sie den Arbeitsplatz oder tauchen ab und flüchten - Oft begehen sie Straftaten, lügen und verkennen Gefahren -Sie missachten die Regeln und ebenso die Werte anderer Personen -Im Familienleben werden Partner und Kinder schlecht behandelt - Erziehung wird vernachlässigt, Kinder sind oft unterernährt, verwahrlost und sich selbst überlassen
  • Histrionische Persönlichkeitsstörungen - bei dieser Form der Persönlichkeitsstörung besteht eine starke Abhängigkeit von anderen Personen - Betroffener strebt ständig nach Aufmerkasmakeit, will gelobt werden und anderen Personen verführen - Körper wird zur Verführung und Manipulation eingesetzt - emotionalen Entladungen sind körperlicher Natur z. B. Weinkrämpfe oder Wutanfälle
  • Narzisstische Persönlichkeitsstörungen - Betroffene verspüren ständig das Bedürfniss, ihr "ich" Abbild zu betrachten und nehmen sich als jemand ausergewöhnlichen wahr - ihr Ziel ist, durch Arroganz, Eitelkeit, Perfektionssucht das grandiose Selbstbild aufrechtzuerhalten - diese Personen neigen zu Neid und Eifersucht - sie bewundern jene Personen, die sie als aussergewöhnlich wahrnehmen. Für andere haben sie nur Ablehnung und Verachtung übrig - Betroffene suchen sich berufliche Tätigkeiten, bei denen sie sich in Szene setzen können - Emotionen sind kontrolliert, sie berechen ihre Gefühlsäusserungen
  • Vermeidend-selbstunsichere Persönlichkeitsstörungen - Zwischenmenschliche Beziehungen machen den Betroffenen Angst. Sie fürchten die Ablehnung anderer und ebenso den übermässigen engen Kontakt - sie haben Angst, sich mit ihren Aussagen lächerlich zu machen oder vor anderen zu erröten - sie tauchen in der Masse unter, um nicht im Mittelpunkt zu stehen oder sich blossstellen zu müssen - typischerweise suchen sie sich eine monoton-wiederholende berufliche Tätigkeit, bei welcher der Umgang  mit Menschen keine Rolle spielt - Kommt aus der Isolation heraus, wenn sie sich von einer Person akzeptiert fühlt und diese ihr absolut sicher vermittelt, dass es keine Ablehnung geben wird
Anzeige