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Psychologie und Psychotherapie (Fach) / Allgemein (Lektion)

Lexikon

Diese Lektion wurde von Justina erstellt.

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  • 2 Alternative Forced Choice – Experiment (2AFC-Versuch)   Binärer Versuch, bei dem sich die Vpn für einen der beiden Beobachtungsintervalle entscheiden muss.
  • 360°-Feedback   Stärken und Schwächen werden durch die Gegenüberstellung von selbst- und Fremdeinschätzung auf unterschiedlichen Leistungsdimensionen aufgedeckt und dadurch Prozesse der langfristigen Verhaltensänderung initiiert.
  • Abschieben der Verantworung (Diffusion of responsibility)   Bei einer Gruppe, die einen Notfall sieht, fühlt sich jeder Einzelne weniger verantwortlich, weil jeder andere gleichermaßen für hilfe verantwortlich ist.
  • Absolute Häufigkeit   Ist das Ergebnis einer einfachen Zählung von Objekten oder Ereignissen (besser Elementarereignissen). Sie gibt an, wie viele Elemente mit dem gleichen interessierenden Merkmal gezählt wurden.
  • Absolute Randhäufigkeiten   Absolute Häufigkeit der Ausprägungen
  • Absolutes Urteil   Aufgrund von Vorerfahrungen ordnen wir einem Phänomen eine Eigenschaft zu ohne zu dieser Zeit ein Vergleichsobjekt zu benötigen. Wir haben ein Bezugssystem im Kopf an dem wir uns orientieren. Wir sind also bereits orientiert.
  • Abwärtsverursachung / Abwärtskausalität   Abwärtskausalität ist eine kausale Wirkung, die von einem System auf seine Elemente ausgeübt wird. Ein einfaches Beispiel ist der Unterschied zwischen einem geöffneten und einem geschlossenen Schnellkochtopf: Nur im geschlossenen Schnellkochtopf kann sich Druck bilden; somit übt der Zustand der Gesamtstruktur eine Wirkung aus, die auf das Verhalten der Einzelteile einen Einfluss hat. Die Idee der Abwärtskausalität geht auf Donald T. Campbell zurück. Ihr steht einerseits die materialistisch-reduktionistische Sichtweise entgegen, dass kausale Wirkungen immer nur von den unteren auf die oberen Strukturebenen übertragen werden und koordiniertes emergentes Verhalten auf den oberen Ebenen nur ein Epiphänomen der Strukturbeziehungen ist, andererseits der holistische Standpunkt, dass einzig die Strukturbeziehungen die Gesamtstruktur bestimmen und dass sich das Verhalten der Einzelteile vollständig aus diesen Strukturbeziehungen ergibt. Das Ganze ist demnach zu einem gewissen Grad durch seine Teile bestimmt (Aufwärtskausalität), aber gleichzeitig sind die Teile zu einem gewissen Grad durch das Ganze bestimmt (Abwärtskausalität).
  • Acetylcholin (ACh)   Der erste Neurotransmitter, der im peripheren und zentralen Nervensystem entdeckt wurde und der u. a. die Skelettmuskulatur innerviert. Transmitter bei der Übertragung von Nerven- auf Muskelzellen, im vegetativen Nervensystem, bei Nervenzellen, die auf Drüsen wirken und im Gehirn.
  • Action Units   Die Bewegung jedes einzelnen Gesichtsmuskels ruft beobachtbare Veränderungen im mimischen Erscheinungsbild hervor. Insgesamt lassen sich 44 kleinstmögliche Bewegungseinheiten – Action Units (AU) – beschreiben.
  • Adaptive Tests   Tests, bei denen die Schwierigkeit der Aufgaben dynamisch dem individuellen Leistungsniveau der Vp angepasst wird, was eine erheblich kürzere und weniger belastende Durchführung ermöglicht
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  • Adäquater Reiz   Die dem Bau der Sinnesorgane angemessene Reiz. (adäquat = entsprechend)
  • Affektive Einstellungskomponente   Gefühle und Emotionen, die eine Person mit einem Enistellungsobjekt assoziiert.
  • Affektives Priming   Hierbei wird untersucht, ob die affektive (d.h. emotionale) Bewertung eines vorangehenden Reizes (Prime) die Reaktion auf einen nachfolgenden Reiz beeinflusst, z.B. in dem der nachfolgende Reiz schneller wahrgenommen wird, wenn er ebenso positiv bzw. negativ ist wie der Prime.
  • Afferenzen   Informationen über den (Dehnungs-)Zustand der Skelettmuskeln und damit über die Haltung des Körpers. Die Vermittlung erfolgt über die Muskelspindeln und die Golgi-Sehnenorgane. Des weiteren unterstützten die auch die Ausführung von Bewegungen in der sogenannten Reafferenz.
  • Affordanzen   Wechselbeziehung zwischen Umwelt- und Organismus-Eigenschaften. Spezifische Umwelt-Eigenschaften ermöglichen einem Lebewesen mit bestimmten Handlungsmöglichkeiten spezifisches Verhalten. Wahrnehmen besteht u.a. im Aufnehmen von Information über Affordanzen.
  • Agens-Zustand   Von Milgram erforschter Zustand, welcher durch den Eintritt in ein Autoritätssystem erzeugt wird. Dadurch handelt der Mensch nicht mehr aufgrund eigener Zielsetzungen, sondern wird so zum Instrument der Wünsche anderer.
  • AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)   Deutsches Bundesgesetz, das Benachteiligungen aus Gründen der „Rasse“, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern und beseitigen soll. Zur Verwirklichung dieses Ziels erhalten die durch das Gesetz geschützten Personen Rechtsansprüche gegen Arbeitgeber und Private, wenn diese ihnen gegenüber gegen die gesetzlichen Diskriminierungsverbote verstoßen.
  • Aggregationsprinzip   Die Reliabilität von Messungen erhöht sich, wenn weitere parallele Messungen hinzugenommen und dann alle Messungen gemittelt werden, weil sich dadurch die Fehler der einzelnen Messungen z.T. gegenseitig aufheben. Die Erhöhung wird durch die Spearman-Brown-Formel beschrieben.
  • Aggressionsverschiebung   Die Tendenz Aggressionen gegen unbeteiligte Dritte zu richten, wenn sie nicht gegenüber der ursprünglichen Quelle der Frustration zum Ausdruck gebracht werden können (z.B. aus Furcht davor, dass diese Person sich revanchiert).
  • Aggressive Hinweisreize   Stimuli oder Objekte, welche üblicherweise mit aggressivem Verhalten assoziiert werden und aggressives Verhalten begünstigen.
  • Agonisten   Ein Ersatzstoff mit einer ähnlichen Wirkung wie der spezifische Transmitter.
  • Akkumulativer Fragmentalismus   Der Mensch nähert sich der Wahrheit durch beständiges Sammeln von Informationen
  • Aktionsforschung   Geht auf Lewin zurück und meint, dass Organisationsforscher den Elfenbeinturm verlassen und gemeinsam mit Betroffenen Probleme analysieren und Lösungen erarbeiten sollten, statt sie zu belehren. Kennzeichnend für die Aktionsforschung ist, dass Forscher und Klienten (z.B. ein Gemeindepsychologe und Mitglieder einer gemeindenahen Institution) versuchen, die Probleme, welche den Anlass für die Intervention liefern, gemeinsam zu klären und zu lösen. Der Forscher steht dem Klienten also nicht als Experte gegenüber; er erhebt an dem Klienten keine Daten und entwickelt keine Maßnahmen für ihn, sondern Forscher und Klient sind gleichberechtigt, beide sind Experten, die sich mit ihrem Wissen und ihren Kompetenzen gegenseitig ergänzen. Experten und Klienten initiieren einen gemeinsamen