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Klinische Psychologie- & Psychopathologie (Fach) / Neurosen (Lektion)
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- Definition von Neurose? darunter versteht man eine seelisch bzw. psychosozial bedingte Gesundheitsstörung ohne nachweisbare körperliche Grundlage.
- Wie äussert sich die Neurose? Verhalten und Persönlichkeit des Betroffnen können beeinträchtigt sein, bleiben aber innerhalb sozial akzeptierter Grenzen Das neurotische Beschwerdebild ist Folge oder gar symbolischer Ausdruck (z.B. Herzneurose) des krankmachenden seelischen Konfliktes, der aber unbewusst bleibt.
- Symptome, die alle Formen der Neurose kennzeichnen? - Anomalien der sexuellen Aktivität - Schlafstörungen - Asthenie - Angst - Hypochondrische Störungen - Essstörungen
- Anomalien der sexuellen Aktivität - diese Anomalien sind mehr od. weniger stark ausgeprägte sexuelle Hemmungen, wie Abnahme der Libido und Probleme beim Geschlechtsverkehr - Bei der Frau: Frigidität und Schmerzen beim Geschlchtsverkehr - Beim Mann: nicht vollständige Impotenz mit Ejakulationsprobleme
- Schlafstörungen - sind sehr häufig bei Personen mit Neurosen - vor allem Einschlafstörungen und nach mehrfachem Aufwachen, wieder einzuschlafen - gelegentlich wird auch eine Hypersomnie beobachtet
- Asthenie - treten auch sehr häufig auf bei Neurose-Patienten - Kraftlosigkeit ist morgens am ausgeprägtesten und bessert sich im Laufe des Tages - Müdigkeit ist übermässig stark und wird von Angstzuständen begleitet
- Angst -Ängste treten bei Neurose-Patienten permanent od. anfallsweise auf - sie sich können psychisch od. pysisch auswirken - die ständige Sorgenbereitschaft ist nicht zu kontrollieren - Typisch sind: ständig erhöhte Anspannung, Nervosität, Erregung, Überwachheit und zahlreiche vegetative Beschwerden
- Hypochondrische Störungen Das hypochondrische Beschwerdebild äussert sich vor allem in ängstlicher, meist körperbezognener Selbstbeobachtung und grundlose Berfürchtungen, an einer schweren Erkrankung zu leiden
- Essstörungen Phasenweise äussern sich diese entweder quantitativ (Pat. isst wenig od. viel) oder qualitativ (Pat. verweigert ein Nahrungsmittel)
- Welche ist die bekannteste Form der Neurose? - die Hysterie auch hysterische Neurose genannt
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- Durch was ist die Hysterie gekennzeichnet? - dass sich psychische Störungen körperlich (somatisch) bemerkbar machen (nennt man auch Konversion) und dass die Symptome sehr vielseitig sind
- Die hysterische Neurose kann man wie folgt unterteilen.. - die hysterische Persönlichkeitsstörung - die Konversionsstörung
- Einige Merkmale der hysterischen Persönlichkeitsstörung - tritt vor allem bei Frauen auf - egozentrische Persönlichkeit - Emotionale Labilität - ständig wechselnder Gefühlszustand - Übermässig theatralisches Auftreten - Pseudologie - Anhänglichkeit - Verführerisches Auftreten - Erotisierung der sozialen Kontakte - Ausgeprägte affektive Abhängigkeit - Je nach sozialem Umfeld verändertes Verhalten - Ausgeprägte Störung der Sexualität - kein Geschlechtsverkehr
- Die Konversionsstörung Das Auftreten der somatischen (körperlichen) Symptomen kann akut sien. Es handel sich oft um motorische Symptome wie: - Lähmung der Gliedmassen oder Parese - Sprachstörungen (Aphonie, Dysphonie) - Geh- und Gleichgewichtsstörungen - anomale Bewegungen wie Zittern oder Ticks - Muskelkontraktionen und -zucken
- Welche sensorischen Symptome können auftreten bei einer Konversionsstörung? - Sehstörungen - herabgesetztes gestörtes Hörvermögen (Parasitengeräusche) - Ageusie (Ausfall des Geschmacksinns)
- Pseudologie krankhaftes Verlangen eines Menschen, zu lügen
- Parese unvollständige Lähmung der Muskulatur
- Dysphonie rauer, belegter, heiserer, knarrender und gepresster Stimmklang
- Aphonie vorübergehender Verlust der Stimme
- Symptome die im ganzen Körper auftreten können bei Hysterie? - Übelkeit - häufiges Erbrechen - Schluckauf - Rachen- und Speiseröhrenkrämpfe - Herzklopfen
- Welche Konversionsstörungen sind ganz typisch für die Hysterie? - treten ohne jede körperliche Schädigung und unabhängig von einer bewussten Steureung auf - haben einen Nutzen: verringern die Angst oder erregen Aufsehen - treten in Abhängigkeit von Ereignissen auf - oft besteht bereits eine lange Krankheitsgeschichte
- Dissoziativen Störungen Dissoziation bezeichnet eine Desintegration (Abpsaltung) von: - Aspekten des Gedächtnisses - der Wahrnehmung der eigenen Person oder der Umwelt - im Extremfall, einer komplexen Störung - der eigenen Identitätsempfinden Dissoziation ist damit das Gegenteil der Assoziation von Gefühlen mit Wissensinhalten im Gedächtnis
- Welche drei Symptome gehören zur dissoziativen Störung? - Die psychogene Amnesie - Die multiple Persönlichkeit - Die psychogne Fugue (Flucht)
- Die psychogene Amnesie Dieser Gedächtnisverlust betrifft oft gefühlsbehaftete persönliche Erringerungen. Tritt in unterschiedliche Formen auf: - Lakunäre Amnesie: Gedächtnislücken sind auf Errinerungen aus genau begrenzten Zeiträumen beschränkt - Selektive Amnesie: Gedächtnisverlust betrifft nur ein ganz bestimmter Ereignis - Allgemeine od. anhaltende Amnesie - Totale Amnesie (selten): Pat. errinert sich an gar nichts mehr
- Die multiple Persönlichkeit Bezeichnet man das Vorhandensein von versch. Persönlichkeiten innerhalb derselben Person, im täglichen Leben tritt mal die eine, mal die andere Persönlichkeit in den Vordergrund
- Die psychogene Fugue Syndrom des Reisenden ohne GepäckBetroffener verlässt plötzlich sein Zuhause od. Arbeitsplatz, nimmt eine neue Identität an und vergisst für die Dauer dieser Phase seine eigene Identität