12

Entwicklungspsychologie SoSe 13 (Fach) / 9. Entwicklung von Temperament und Persönlichkeit (Lektion)

Z

Diese Lektion wurde von Gieselberta erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Definition Temperament Form des Verhaltens ("Wie"): Reaktivität-Verhaltensintensität-Regulationsfähigkeit konstitutionelle individ. Unterschiede in emotionaler/motorischer/affektiver Reaktivität, Selbtsregulation, situationsübergreifende Konsistenz (VL - zu Hause), relative zeitliche Stabilität
  • Definition Persönlichkeit Fähigkeiten ("Was") Motive ("Warum") > Fertigkeiten, Gewohnheiten, Interessen, Erte, Inhalte soz. Kognition, Selbstwahrnehmung
  • Temperamentskonzepte - Thomas & Chess 9 Skalen. Ablehnbarkeit, Aktivität, Anpaasungsvermögen, Ausdauer, Gehemmtheit, Reaktivität, Regelmäßigkeit, Reizschwelle, Stimmungslage Temperamentsgruppen: einfach (easy, 40%: Tagesrhythmus, Annäherung, Anpassungsfähigkeit, Stimmungslage positiv), schwierig (difficult, 10%: Tagesrhythmus, Annäerung, Anpassungsfähigkeit, Stimmungslage negativ), langsam-auftauend (low to warm up, 15%: Annäherung, Anpassungsfähigkeit negativ, Stimmungslage mittel)
  • Temperamentskonzepte Buss & Plomin (1975, EASI): emotionality, activity, socialbility, intensity Rothbart & Bates (1998, Infant Temperament): angstvolles und reizbares Unbehagen, Aufmerksamkeitsspanne und Ausdauer, Aktivitätsniveau, pos. Affekt, Regelmäßigkeitdir drei "A" der Persönlichkeit: Affekt, Aktivierung, Aufmerksamkeit Rothbart & Derryberry (1981): Reaktivität > Schwelle, Latenz, Intensität; Selbstregulation > Aufmerksamkeits- und Hemmungsprozesse (Erregungsniveau), zunehmende Bedeutung kogn. Prozesse, soz. Regulation
  • Temperamentskonzepte - Dimensionen im Vorschul-/Schulaltter (Rothbart) Begeisterungsfähigkeit, negative Emotionalität, Aufmerksamkeitsregulation
  • Temperamentskonzepte - Kagan das gehemmte Kind: änggstlich gehemmte Reaktionen bei Konfronttion mit unbekannten Objekten oder Personen ab ca. 20 Monaten (Vorläufer schon mit 4 Monaten), Stabilität bis ins Grundschulalter physiologische Korrelate (Cortisol > Stresshormon), genetische Grundlagen  
  • psychobiologische Konzepte genetische Grundlagen, Gray: Verhaltensaktivierungssystem (BAS), Verhaltenshemmungssystem (BIS) neurophysiologische Ansätze, Panksepp: hirnphysiologische Grundlagen von Aktivierung und Hemmung psychophysiologische Ansätze: Vagus Tonus (HF bei Einatmen und Ausatmen > hoher VT: hohe Anpassungsfähigkeit), Nebennierentindensystem
  • Temperamentsmessung Fragebogen (Fremdratings: Eltern, Lehrer) Beobachtung in natürlicher Umgebung standardisierte Laborsituationen ("objektiv") zunehmend Erfassung physiologischer Parameter (Cortisol, Herzfrequenz, Gehirnaktivitäten)
  • Stabilität und Veränderung von Temperament unterschiedliche Altersstufen: qualitative/quantitative Veränderungen prä- und perinatal gegebene individ. Unterschiede - geringe Stabilität ab 4 Monate: überzufällige Stabilitäten ab 3 Jahre: langfristige Stabilitäten
  • Determinanten individueller Unterschiede genetische Faktoren: Zwillings- und Adoptionsstudien Umweltfaktoren: gemeinsme vs. geteilte Umwelt (unterschiedl. Lehrer/Freunde, Elternteil stirbt > je nach Alter ganz anderer Einfluss auf Kinder, altersadäquates Verhalten der Eltern, unterschiedl. Signale der Kinder > unterschiedliche Verhalten Wechselwirkungen: Interaktion, evoktive Prozesse, Risiko-/Schutzmodell, goodness-of-fit (Anpassung)
  • Anzeige
  • Temperament und Anpassung: Konsequenzen von Temperamentsunterschieden direkte, lineare Effekte: Temperamentsausprägung > psychopathologische Störung/pos. Anpassung, Temperament als Ausgangsbedingung (Ängstlichkeit > Angststörung), T. beeinflusst Symptome (Angst vs. Hoffnungslosigkeit in Depression) indirekte, lineare Effekte: spezifische Erfahrungen, Hervorrufen spezifischer Reaktionen bei anderen, Einfluss auf Informationsverarbeitung (Selbst - Andere - Verhalten) Temperament-Umwelt Interaktionen: Schutz gegen Risiko- und Stressfaktoren, beeinflusst Sensibilität ggü. pos./neg. Einflüssen  
  • Definition Temperament & Persönlichkeit Form des Verhaltens ("Wie"): Reaktivität-Verhaltensintensität-Regulationsfähigkeit konstitutionelle individ. Unterschiede in emotionaler/motorischer/affektiver Reaktivität, Selbtsregulation, situationsübergreifende Konsistenz (VL - zu Hause), relative zeitliche Stabilität Fähigkeiten ("Was") Motive ("Warum") > Fertigkeiten, Gewohnheiten, Interessen, Erte, Inhalte soz. Kognition, Selbstwahrnehmung