9
Entwicklungspsychologie SoSe 13 (Fach) / 4. Entwicklung von prosozialem und aggressiven Verhalten (Lektion)
- Was ist prosoziales Verhalten, Grundlage prosziales Verhalten als moralisches Verhalten (ohne, mit Bitte; trotz Bitte kein; gegen Gegenleistung > prosziales Verhalten)als altruistisches Motiv: Einfühlungsvermögen, Mitleid, Übereinstimmung Gewissen - moral. Prinzipien Grundlagen: Empathie: Reaktion mit vergleichbarem Gefühlszustand Mitleid: Folge v. Empathie > zusätzlich Sorge, AnteilnahmePerspektivenübernahme? (kleine Kinder: höchstens Gefühlsansteckung)
- Entwicklung prosozialen Verhaltens 6M: Interesse am Unbehagen anderer Säuglinge (Aufmerksamkeit) 10-14: Ansteckung (Betroffenheit), mgl. mangelnde Unterscheidung eigenes Missempfinden - Unbehagen anderer 2J: deutliche Unterscheidung > weniger neg. Reaktionen, "egozentrische" Tröstversuche 2-3: Häufigkeit und Vielfalt pros. Verhaltens steigt (Teilen, helfen, trösten) weiterer Anstieg mit Vorschulalter
- Stufen alterbeszogener Altruismusformen (Krebs & van Hesteren) egozentrische Akkomodation: pros. zur Reduktion eigenen Unbehagens instrumentelle Kooperation: Austausch von Hilfeleistungen pos. Bewertung durch andere: Wunsch eines sozial akzeptablen Verh. internalisierte Form von Verantwortung, autonomer Altruismus (Maximierung des Nutzens für alle), Gewährleistung von Rechten und Pflichten für alle
- Begründungsniveaus für prosoziales Verhalten (Eisenberg) Vorschule: hedon., selbstbezogen > persönl- Interessen/Vorteil > moral. Grundschule: Bedürfnisse > anderer, ohne Sympathie, Stolz/Schuld späte Kindh.: Anerkennung/Stereotyp > gute/schlechte Personen? Jugend: selbstrelexiv, empathisch > Perspetivenübernahme, Sympathie ab Jugend.: internalisiert > Pflichten, Verantwortlichkeit, schlechtes G.
- individuelle Unterschiede im prosizialen Verhalten evolutionäre Einflüsse genet. Einflüsse: Zusammenhänge zu Temperament, Regulations- und Durchsetzungsfähigkeit Sozialisation: Vorbilder, Gelegenheiten für pros. Verh.. > emot. Belohnung, elterl. Wärem, geeignete Erziehungspraktiken
- Entwicklung antisozialen Verhaltens altersabhängige Veränderung:körperliche > verbale Aggressioninstrumentelle > Beziehungsaggressionoffene > verdeckte Aggression individuelle Unterschiede im Verlaufsmuster Geschlechstunterschiede
- Entwicklung antosozialen Verhaltens 0-2J: erstmals körperl. A., dann Abnahme, instrumentelle A. Vorschule: verbale A., sprachliche Lösung von Konflikten Grundschule: seltener offene A. (Feindschaften, bedrohte Selbstwert), vermehrt Beziehungsa, verdecktes antis. Verh: Lügen, Stehlen, Betrügen Adoleszenz: kaum offene A., Zunahme schwerer Gewaltanwendung, life-course persistant Höhepunkt 16/17 M, evtl nochmal 24M.; Spitze mit 17 Jahren, wobei Jungs deutlich mehr A. zeigen als M. Stabilität individueller Unterschiede: Kinder, die mit 8 als a. eingeschätzt wurden, beschrieben sich mit 30 auch eher als a.
- soziales Informationsverarbeitungsmodell (Crick & Dodge) Datengrundlage: Regeln, soz. Schemata, soz. Wissen 1. Enkodierung der Hinweiszeize (intern & extern) 2. Interpretation d. Hinweisreize: Kausalattribution > feindselige Motive 3. Abklärung d. Ziele: Erregungsregulation > feinds., situationsangem. 4. Zugang zu Reaktionen > weniger prosoziale Alternativen 5. Entscheidung für Reaktion > Bewerten d. A. als vorteilhaft & wirksam 6. Ausführung des Verhaltens Bewertung & Reaktion seitens Gleichaltriger
- individuelle Unterschiede aggr. Verhaltens genet. Einflüsse: Zwillingsstudien > schwieriges Temperament, Aufmerksamkeits- und Regulationsprozesse, hormonelle Prozesse Sozialisation: nichtmisshandelnde körperl. Bestrafung, Misshandlung, strafende Eltern als aggr. Vorbild, elterl. Konflikte (verbale/phys. Gewalt), Inkosequenz, wechselseitige Einflüsse, Bedeutung der Peer-Gruppe
Anzeige