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Entwicklungspsychologie SoSe 13 (Fach) / 2. Entwicklung von Interesse und Leistungsmotiv (Lektion)
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- Motivation Richtung, Intensität und Persistenz zielbezogenen Handelns Ingangsetzen, Steuern, Aufrechterhalten von körperlicher und psychischer Aktivität Antrieb: Aktivierung und Auswahl von MotivenSteuerung: VolitionMotiv: individuelle Verhaltensneigung biologische/behavioristische (automatisch, keine Intention) vs. kognitive Modelle (Erwartung, Ziele, Intention: Motivation & Realisierung: Volition)
- Heckhausens Rubikonmodell 1) prädezisional: Motivation, Intentionsbildung > Abwägen 2) präaktional: Volition, günstige Gelegenheiten > Planen 3) aktional: Volition, Intentionsrealisierung > Handeln 4) postaktional: Motivation, Beenden der Intention > Bewerten Voltionsstrategien: Umwelt-, Motivations- und Emotionskontrolle Fiat-Tendenz (2): realistisches Ziel, Wichtigkeit, günstige Gelegenheiten, Dringlichkeit, Anzahl missglückte Versuche
- primäre/sekundäre Motivation primär: Lust-Unlust, "ES" (Freud), keine interne gesetzten Ziele, Bekräftigung von außen, Heckhausen: primäres Kontrollsystem sekundär: Erfolg-Misserfolg, Erwartungen/Ziele: Distanz des Ziels größer, Selbstattribution möglich, Selbstbekräftigungssystem, H: sekundäres KS
- Motive Lewin: Antriebskräfte und Ziele des Menschen in der Umwelt, Objekte mit Aufforderungs-/Vermeidungscharakter Motive als Eigenschaften: Motive in Person verlagert, entstehen im Verlauf der Entwicklung durch aktive Auseinandersetzung mit Umwelt, Bestandteile des Handelns Maslow (Bedürfnishierarchie): physiolog. Bedürfnisse, Sicherheit, Geborgenheit & Liebe, Geltung & Selbstachtung, Selbstverwirklichung Ryan/Deci (3 Grundbedürfnisse): Kompetenz, Autonomie, Verbundenheit
- Heckhausens Motivationsmodell Situation > Handlung > Ergebnis > Folge Situations-Ergebnis-Erwartung: Ergebnis, wenn Person in einer Situation nicht handelt Handlungs-bei-Situations-Ergebnis-Erwartung: äußere variable Umstände erhöhren oder verringern... Handlungs-Ergebnis-Erwartung: WSK, mit der Handlung zum gewünschten Ergebnis führt Ergebnis-Folge-Erwartung: Ergebnis hat relevante Folgen
- Definition Leistungsmotiv Zielverfolgung, Tüchtigkeitsmaßstab, Erfolg/Misserfolg, Auseinandersetzung mit Bezugsnorm (besser als jemand ander vs. individuell), emotionale Verankerung (Misserfolg > neg. Emotionen)
- Vorläuer des Leistungsmotivs (1./2. LJ) White: Wirksamkeitsmotiv > Handlung, Exploration > Kompetenzsteigerung > Selbstwirksamkeit Freude am Effekt: Funktionslust (Bühler), Aufmerksamkeit auf Kontingenz zwischen Handlung und Effekt (Watson), sekundäre Zirkulär-Reaktionen (Piaget), "Rausch der Aktivität" Ergebniszentrierung: Schaffenslust (Bühler), Respektieren des Werkes (Hetzers), Konzentration auf Handlungserfolg Selbstzentrierung: Trotzverhalten (Kemmler), selber-machen-wollen (Geppert), Konzentration auf Handlungserfolg (Heckhausen)
- Leistungsmotiv ab 3/3,5 Jahren Verknüpfung eigene Tüchtigkeit - Handlungsergebnisse; Freude/Stolz bei Erfolg, Enttäuschung bei Misserfolg Handeln nach Gütemaßstab (Anspruchsniveau) Rolle von Emotionen (soziale Funktion: zeigen E. im Beisein anderer) Rolle des sozialen Kontexts: höhere Ausdauer bei vorherigem Erfolg oder im Beisein einer anderen Person sekundäre Kontrollstrategien (Schutz vor negativer Selbstbewertung)
- Entwicklung der Ursachenzuschreibung ab 5 J: Unterscheidung Tüchtigkeit (i) und Schwierigkeit (e) Unterscheidung Anstrengung und Fähigkeit: Vorschule > additive Kombination; ab 12J > multiplikativ (eines muss vorhanden sein) Erwartungs-Wert-Modelle (Aufgabe lösbar - Bedeutung der Aufgabe?)
- individuelle Unterschiede Intensität der erlebten Selbstwertemotionen (dispositionell/sozial) Breite der Leistungsmotivation (in bestimmten Breichen) Erfolgszuversicht (Stolz > Motivation, Aufgabe zu lösen) und Misserfolgsängstlichkeit (Scham > Meiden der Aufabe) Attribution bei Erfolgszuversicht: Erfolg > internal-stabil (Fähigkeit), Misserfolg > external (Schwierigkeit, Zufall)Attribution bei Misserfolgsängstlichkeit: Erfolg > external, Misserfolg > internal-stabil Anstrengung & Fähigkeit loben, je älter, desto eher Fähigkeit individuelle Bezugsnorm > Wahrnehmung von Lernzuwachs (Erfolg)soz. Bezugsnorm > Attribution von Misserfolg auf mangelnde Fähigkeit
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- Sozialisationseinflüsse sichere Bindung als Basis für Exploration Selbstständigkeitserziehung, unterstützend bei Fehlern (warmherzig), Bekräftigungsverhalten (Lob, Tadel; Misserfoolg auch mal ignorieren) interessant gestaltete Aufgaben, Anregungsgehalt d. Umwelt (Spielzeug)
- Interessententwicklung im Kleinkindalter Interesse: andauernde spezifische Beziehung zwischen Person, Objekt, Tätigkeit, wiederholte Auseinandersetzung Neugier: aktuelle Aktivierung und Zuwendung zu einer Situation mit starkem Anreizcharakter; spezifische (Anreize in Umwelt) vs. diversive Exploration (Bedürfnis nach Abwechslung) individuelles (Psychologie) vs. situationales Interesse (kontextabhängig) Interessenmerkmale: Gegenstandsbezug, emotionale Valenz (pos.), Wert-bezogene Valenz (Bedeutsamkeit), kognitive Valenz (mehr darüber erfahren wollen), zeitliche Stabilität (> individuelles Interesse) wenig Befunde, Annahme eines "universellen" Interesses:Mädchen im Alter 8-12 Monate schauen Tiere länger an als Fahrzeuge, bei Jungen keine signifikanten Unterschiede (Gründe: Mädchen nur Tiere als Spielzeug, genet. Muster, beeinflussbar?)