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HP (Fach) / Allgemeine Krankheitslehre (Lektion)

Grundbegriffe der Allgemeinen Krankheitslehre

Diese Lektion wurde von Muleposen erstellt.

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  • Äthiologie - Krankheitsursache -Lehre von den Krankheitsursachen
  • Krankheitsdisposition (Diathese) -nicht nur vorübergehende Beeinträchtigung der Anpassungsfähigkeit des Körpers - erhöht für manche Gruppen für bestimmte Erkrankungen, z.B. Geschlechtsdisposition, Altersdisposition, Rassendisposition - ererbt = Erbkrankheit oder erworben
  • Definition der Gesundheit nach WHO? -Völliges körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden, und nicht nur das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.
  • Definition der Gesundheit, des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie - Gesundheit ist ein mehrdimensionales Phänomen, und reicht über den "Zustand der Abwesenheit von Krankheit" hinaus.
  • Definition der Gesundheit nach Friedrich Nietzsche Gesundheit ist dasjenige Mass an Krankheit, das er mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen.
  • Definition der Gesundheit nach dem Modell der Homöostase? Konstanterhaltung des inneren Milieus (Soll-Zustand) durch verschiedene Anpassungsmechanismen des Körpers.
  • Homöostase Aufrechterhaltung eines Gleichgewichtszustandes durch Selbstregulation.
  • Diathese (Krankheitsdisposition) Bestimmte krankhafte Neigungen des Organismus. Z.B. Blutungsneigung.
  • Konstitution morphologische, physiologisch-biochemische und psychologische Merkmale eines Menschen
  • Konstitution nach Ernst Kretschmer - Leptosomer/asthenischer Typ: schlank/schmal/dünn - Athletischer Typ: muskulär/grobwüchsig - Pyknischer Typ: breitwüchsig - Dysplastischer Typ: unharmonische Kombination der Körperformen
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  • Letalität Tödlichkeit einer Krankheit
  • Morbidität Krankheitshäufigkeit (Anteil innerhalb einer Bevölkerungsgruppe)
  • Morbus Krankheit
  • Mortalität Sterblichkeit im Verhältnis zur Gesamtzahl der Bevölkerung
  • Morphologie Lehre von der Form und Struktur eines Organs
  • Nosologie Krankheitslehre
  • Noxe Schadstoff/Gift/krankheitsauslösende Ursache
  • Pathogenese Entstehung und Entwicklung von Krankheiten
  • Pathogenität Fähigkeit von Schadstoffen, Umwelteinflüssen oder Mikroorganismen, Krankheiten hervorzurufen
  • Pathognomisch kennzeichnende für eine Krankheit
  • Mikroorganismen Mikroskopisch kleine Organismen, die Erreger von Infektionskrankheiten sein können, aber auch z.B. auch Bakterien, Pilze, Algen, usw...
  • pathologisch krankhaft
  • Pathologie Lehre von den Krankheiten, besonders der Entstehung und Entwicklung, sowie den verursachten Veränderungen im Körper.
  • Pathophysiologie Lehre von den krankhaften Lebensvorgängen, bzw. Organfunktionen
  • Physiologie Lehre von von normalen/gesunden Lebensvorgängen und Organfunktionen
  • physiologisch normal/gesund (ärztliche Umgangssprache)
  • Prognose Vorhersage eines Krankheitsverlaufs
  • Reversibel/irreversibel umkehrbar/nicht umkehrbar
  • Symptom Krankheitszeichen
  • Syndrom Komplex von Symptomen, die für ein bestimmtes Krankheitsbild typisch sind.
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  • Latenzzeit Zeit zwischen dem Einwirken einer Noxe und dem Ausbruch der Krankheit.  Bei Infektionskrankheiten = Inkubationszeit
  • Prodromalstadium Zeitraum unspezifischer Symptome vor Beginn der typischen Krankheitszeichen
  • Manifestationsstadium Hauptstadium der Erkrankung mit charakteristischen Symptomen
  • Rekonvaleszenzstadium Überwindung der Krankheit.   Heilung
  • Heilung Wiederherstellung des unversehrten Zustandes Restitution ad integrum
  • Defektheilung Zurückbleiben eines Defekts nach größeren Verletzungen oder schweren Infektionen, z.B. Narbenbildung oder Herzinsuffizenz nach Herzinfarkt
  • Krankheitsrezidiv/Rückfall Auftreten derselben Krankheit nach einem beschwerdefreien Intervall
  • Chronifizierung Wendung zum langdauernden Verlauf -chronisch-kontinuierlich: Erkrankung verharrt auf bestimmtem Krankheitsniveau chronisch-rezidivierend: Erkrankung tritt immer wieder auf
  • Kompensation Funktionell ausgeglichener chronischer Defekt, Erhaltung der Leistungsfähigkeit innerhalb des täglichen Lebens.
  • Dekompensation Verlust der Leistungsfähigkeit, Bett lægerigkeit
  • Chronische Progredienz Fortschreitender Krankheitsverlauf, zunehmende Verschlechterung
  • Biologischer Tod Tod aller Organe
  • Klinischer Tod Erlöschen der Herz-Kreislauf-Funktion - fehlende Arterienpulse - fehlende Herzaktion - fehlende Atemfunktion - Bewusstlosigkeit osigkeit     - reanimierbar = wiederbelebbar innerhalb weniger Minuten, danach Hirntod (fehlender Pupillenreflex, fehlender Krnealreflex)  
  • Scheintod tiefe Bewusstlosigkeit mit nicht, oder kaum nachweisbaren Lebenszeichen, aber ohne sichere Todeszeichen.
  • sichere Todeszeichen - Totenflecke (rötlich-bläulich, wegdrückbar an tiefergelegenen Körperstellen, jedoch nicht an Aufliegestellen) - Totenstarre (nach 10 min. an der glatten Muskulatur, nach 1h an der Herzmuskulatur, nach 4-12h an Skelettmuskulatur am Unterkiefer, Hals, Nacken und abwärts, nach 1-6 Tagen verschwindend bei Eintreten der Fäulnis) - Fäulnis (Hautfarbe graugrün, Gasbildung und Auftreibung in Gefässen und Darm, starker Geruch)
  • Unsichere Todeszeichen - Haut und Schleimhäute blassgrau bis bläulich - Kälte, insbesondere an Extremitäten - Fehlen der Reflexe - keine erkennbare Atmung - keine tastbaren Pulse - keine wahrnehmbaren Herztöne - maximale Erweiterung der Pupillen
  • Sterbephasen nach E. Kühler-Ross - Abwehr - Zorn - Verhandeln - Depression und Verzweiflung/Trauer - Zustimmung und Hoffnung
  • Äussere Krankheitsursachen - mechanische Einwirkungen (Schnitt, Stoss, Knochenbruch) - Physikalische Einwirkung (Strahlen, Strom) - Thermische Einwirkung (Hitze, Kälte) - Chemische Einwirkung (Vergiftung, Verätzung) - Mikrobiologische Einwirkung (Bakterien, Pilze) - Soziale Einwirkung (Hungersnot, Krieg)
  • Innere Krankheitsursachen - Erbliche Disposition zu bestimmten Krankheiten - Erbkrankheiten - Altern - Schwinden der körperlichen und psychischen Leistungskraft
  • Entzündung Reaktion des Körpers auf eine Noxe (z.B. Krankheitserreger, Bakterientoxine, Chemikalien, zerstörtes Gewebe)