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FPBP Nachfolgeplanung (Fach) / FPBP Unternehmensnachfolge (Lektion)
Fehrenbacher
Diese Lektion wurde von Lothar erstellt.
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- Nenne 3 probleme bei der Umsetzung beim Unternehmenskauf und 2 Formen! ökonomisch: Informationsasymetrie zwischen K u. V, Risiko: unvollständiger Vertrag rechtssoziologisch: Kluft zwischen BGB und Praxis individualvertraglicher Lösungen rechtsvergleichend: starker Einfluss angloamerikanischen Rechts Asset Deal Share Deal
- Welches sind die steuerlichen Konsequenzen aus familieninternem Unternehmensverkauf? Veräußerungsgewinnbesteuerung bei abgebendem "Senior" (u.U. Teileinkünfteverfahren bzw. § 34 EStG Fünftelungsregelung bzw. halber Durchschnittssteuersatz (56%) einmalig ab 55 LJ Anschaffungskosten = Abschreibungspotential beim Nachfolger (Problematik bei KapGes) Möglichkeit der Veräußerung gegen Renten/Kaufpreisraten d.h. sofortige Versteuerung des Veräußerungserlöses oder Versteuerung als nachträgliche Einkünfte
- P) Erläutern Sie kurz die Vergünstigungen im EStG, die bei der Veräußerung eines Einzelunternehmens zur Verfügung stehen! Wie wird der Veräußerungsgewinn bei Einzelunternehmen bzw. Gesellschafter Personengesellschaften nach § 16 EStG berechnet? W Veräußerungspreis ./. Veräußerungskosten ./. Buchwerte (Kapitalkonto) = Veräußerungsgewinn Freibetrag von 45.000 mit Abschmelzung ab 136.00 Euro Füntel-Regelung nach § 34 EStG ermäßigter Steuersatz für a.o. Einkünfte (56% der Steuern, dien nach Tarifbesteuerung zu zahlen wären, mind. jedoch 14%) nach § 34 EStG einmalig ab 55 LJ
- Nenne zur Veräußerung gegen Rentenzahlung je 2 Punkte zu - Kriterien - Intention - Probleme! Kriterien: entgeltliches Rechtsgeschäft Kaufpreis i.F.v. Rentenzahlungen Intention: Versorgung des Verkäufers Finanzierung aus Erträgen des Unternehmens Probleme: Erwerber trägt das "Lebenszeitrisiko" des Übergebers Übergeber trägt das "Bonitätsrisiko" des Erwerbers
- P) Erläutere das Wahlrecht des Veräußerers bei lebenslanger Rente als Verkaufspreis! 1. Sofortbesteuerung Gewinn i.S.d. § 16 EStG Veräußerungserlös = Barwert der Rente Aufteilung der Zahlungen in Zins- und Tilgungsanteil Zinsanteil = sonstige Einkünfte nach § 22 EStG Tilgungsanteil = Begünstigung d. Veräußerungsgewinns nach § 34 EStG möglich 2. nachgelagerte Besteuerung Rentenzahlungen (Kapitalanteil) nachträgliche Einkünfte § 24 EStG zunächst erfolgsneutrale Verrechnung d.Zahlungen mit Kapitalkonto danach volle Besteuerung der Zahlungen ohne § 34 EStG Zinsanteil von Anfang an als nachträgliche Einkünfte § 24 EStG
- Welches ist das Kriterium aus Etragssteuersicht, ob es sich um eine entgeltliche oder eine únentgeltliche Übertragung des Unternehmens bzw. Teilunternehmens handelt? Liegt die Gegenleistung unter dem Wert des Kapitalkontos, so wird der gesamte Vorgang ertragsteuerlich als unentgeltlich behandelt.
- Welche Ziele hinsichtlich ErbSt und ESt können mit einer geplanten Unternehmensnachfolge erreicht werden? ErbSt mehrfache Nutzung von Steuerfreibeträgen Milderung der Progression Wertzuwachs bei übertragenem Vermögen ist steuerfrei ESt mehrfache Nutzung von Steuerfreibeträgen Milderung der Progression
- Warum ist die modifizierte Zugewinngemeinschaft empfehlenswert? Zugewinngemeinschaft: Zugewinnsusgleich ist in bar zu erbringen Gütertrennung: führt bei größeren Vermögenszuwendungen an den Ehepartner im Todesfall zu erbschaftsteuerlichen Nachteilen und erhöht Pflichtteilsansprüche enterbter Abkömmlinge. Modifizierte Zugewinngemeinschaft: folgd. Modifizierung möglich: Ausschluss Zugewinnausgleich bei Scheidung Herausnahme Unternehmensvermögen aus Zugewinnausgleich Festlegung eines Höchstbetrags VORTEIL: Erbschaftssteuerfreiheit bleibt erhalten
- P) Nenne 3 Grundtypen gesellschaftsrechtlicher Erbfolgeklauseln! Fortsetzungsklausel Nachfolgeklausel (einfach - qualifiziert) Eintrittsklausel
- P) Was ist eine Fortsetzungsklausel? Was besagt sie? Fortsetzungsklausel = 1 von 3 erbrechtlichen Nachfolgeklauseln Fortsetzung der Gesellschaft durch die verbleibenden Gesellschafter Erblasser gilt mit dem Tod als ausgeschieden = Erben werden nicht Gesellschafter Anteil des verstorbenen Gesellschafters wächst den verbleibenden Gesellschaftern anteilig zu Abfindungsanspruch des verstorbenen Gesellschafters gegen die Gesellschaft, der in den Nachlass fällt Abfindungsanspruch kann gesellschaftsvertraglich ausgeschlossen oder beschränkt werden # umstritten
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- P) Was ist eine Nachfolgeklausel? Was besagt sie? Was besagt die qualifizierte Nachfolgeklausel? Nachfolgeklausel = 1 von 3 gesellschaftsrechtlichen Erbfolgeklauseln Fortführung der Gesellschaft mit allen Erben des verstorbenen Gesellschafters Erben werden entsprechend ihrer individuellen Erbquote Sonderrechtsnachfolger Entspricht der gesetzlichen Regelung beim Tod eines Kommanditisten Qualifizierte Nachfolgeklausel: z.B. nur Abkömmlinge oder Doktoren Fortführung der Gesellschaft mit einem/mehreren Erben Benannte erben werden in voller Höhe Sonderrechtsnachfolger Ausgleichsanspruch der nicht nachfolgequalifizierten Erben gegen den/die berechtigten Erben
- P) Was ist eine Eintrittsklausel? Was besagt sie? Eintrittsklausel = 1 von 3 gesellschaftsrechtlichen Erbklauseln Berechtigung einer oder mehrerer, namentlich oder als Gruppe benannter Personen, durch Eintrittserklärung in die Gesellschaft einzutreten. Szenario 1: Eintritt wird erklärt: Eintritt in die Gesellschafterstellung des Verstorbenen und Ausgleich der Erben/Pflichtteilsberechtigten nach erbrechtlichen Grundsätzen Szenario 2: Eintritt wird nicht erklärt: = Fortführungsklausel
- Wie ist das Problemfeld Pflichtteilsanspruch geregelt und welche Vermeidungsstrategien kennst Du? Das Pflichtteil ist als schuldrechtlicher Zahlungsanspruch geregelt. Mögliche Vermeidungsstrategien: Beeinflussung über Güterstand Pflichtteilsverzichtserklärung Erbeinsätzung i.H.d.Pflichtteils (Achtung nicht Vermächtnis) Vorabschenkung Anrechnung Maßnahmen mit kollisionsrechtlicher Wirkung (andere Rechtsordung wählen) Pflichtteilsstundung
- P) Mit welchen Begünstigungen kann für das Betriebsvermögen bei einem Erwerb von Todes wegen im Rahmen der ErbSt geplant werden u. worauf ist zu achten? Wie lauten die beiden Modelle der Begünstigung des Vermögens bei der Übertragung von Betriebsver Grundmodell 15% des begünstigten BV unterliegt der Besteuerung, 85% frei gleitender Abzugsbetrag für nicht verschontes, aber begünstigtes BV (150.000 €) - 1 x in 10 J VORAUSSETZUNGEN: Verwaltungsvermögen <= 10 % und Lohnsumme in 5 Jahren mind 400% der Ausgangssumme Optionsmodell 100% des begünstigten BV frei VORAUSSETZUNGEN: Verwaltungsvermögen <= 50 % und Lohnsumme in 7 Jahren mind 700% der Ausgangssumme außerdem Tarifbegrenzung nach § 19 a ErbStG
- Bei welchen Maßnahmen droht anteiliger Wegfall der Begünstigung nach § 13 a ErbStG? Betriebsaufgabe (Teil)Betriebsveräußerung Veräußerung einer wesentlichen Beteiligung an einer KapGes (>25%) Veräußerung wesentlicher Betriebsgrundlagen (oder Überführung in das Privatvermögen) Umwandlung von kapGes in PersGes Überentnahmen
- Was gilt bei Ertragsteuer bzw Erbschaftsteuer bei a) Fortsetzungsklausel b) Nachfolgeklausel? Fortsetzungsklausel: Ertragsteuer: Übersteigt die Abfindung das Kapitalkonto, liegt ein Veräußerungsgewinn vor. Bei Ausscheiden anch 55 LJ kommt ggf. § 34 in Betracht Bei Abfindungen in Sachwerten ist zwichen Übernahme in PV oder BV zu differenzieren. ErbSt: §§ 13 a, b, 19 a kommen allein den verbleibenden Gesellschaftern zugute. Nachfolgeklausel erfolgsneutral (auch bei qualifizierter NFK, aber Ausgleichszahlung sind nicht Anschaffungskosten) ErbSt: Besteuerung richtet sich allein nach Erbquote, BFH begreift die qual. NFK als Teilungsanordnung; §§ 13 a/b kommen allen Erben zugute.
- P) Welche 3 Faktoren sind bei der unternehmerischen Vermögensnachfolge, falls diese durch Erbfall erfolgt, von besonderer Bedeutung für die Nachfolgegestaltung und warum? Güterstand: w/Übergang in die nächste Generation, Erb- und Pflichtteilsansprüche, Zugewinnausgleich Unternehmensanteile (Erb- u. Gesellschaftsrecht): w/ Übergang in die nächste Generation, gesellschftsrechtliche Erbfolgeklauseln, zwingende Vererblichkeit von Aktien u. GmbH-Anteilen, Maßgeblichkeit des Gesellschaftsvertrags bei PersGes Pflichtteilsrecht: w/Liquidität
- Vergünstigung EStG nach § 16? 55. LJ vollendet Veräußerungsgewinn Freibetrag 45.000 Euro ermäßigt um den Betrag, um den der Veräußerungserlös 126.000 Euro übersteigt. Nur 1x im Leben
- P) Wozu führt der Erwerb eines Gewerbebetriebs gegen Rentenleistung an den Veräußerer ESt-lich beim Erwerber? Sonderausgabenabzug beim Erwerber Versorgungsleistung im Zusammenhang mit der Übertragung eines Mitunternehmeranteils an einer PersGes Versorgungsleistung im Zusammenhang mit der Übertragung eines Betriebs oder Teilbetriebs Versorgungsleistung im Zusammenhang mit der Übertragung eines mind. 50% Anteils an einer GmbH und Übergeber = GGF und Übernehmer = GGF