Allgemeine Psychologie II (Fach) / Emotion I (Lektion)

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Arbeitsdefinition, methodische Zugänge und lernpsychologische Ansätze Kognitiv-physiologische Ansätze und kognitive Ansätze Evolutionspsychologische und neuruphysiologische Ansätze

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  • Diskussionsfrage: Bitte entwickeln Sie eine Arbeitsdefinition des Forschungsgegenstandes "Emotion" - Die qualitativen Inhalte der Emotionen sind immer subjektiv und können von dritten Personen nie 100%ig nachgefühlt werden. - Jede Emotion ist zu jedem Zeitpunkt immer einzigartig, ist nicht wiederholbar - Emotionen sind immer objektgerichtet (Ärger über etwas) - Emotionen und stabile emotionale Dispositionen müssen unterschieden werden (z.B. Liebe)
  • Nenne die Arbeitsdefinition von "Emotion" nach Meyer, Reisenzein & Schützwohl (2001) Emotionen sind zeitlich datierte, konkrete, einzelne Vorkommnisse von z.B. Ärger, Wut, Trauer, Freude, Angst, Eifersucht, Stolz, Scham, Mitleid, Überrachung, Neid, Enttäuschung, Erleichterung etc... Diese Phänomene haben folgende Merkmale gemeinsam: a) Phänomene sind aktuelle psychische Zustände von Personen b) Sie haben eine bestimmte Intensität, Dauer, Qualität c) sind objektgerichtet d) Personen, die sich in solchen Zuständen befinden, erleben diese Zustände auf einer subjektiven Art und Weise, die sich oft in physiologische Erregungen  und in Verhalten äußern. ("Reaktionstrias", d.h. Emotionen werden Reaktionssyndrome dreier Komponenten aufgefasst)
  • Klassifikation von Emotionstheorien Was besagt der Lerntheoretische Ansatz? Befassen sich in erster Linie mit dem Einfluss persönlicher Erfahrungen auf emotionaler Ebene und die ihnen zugrunde liegenden Dispostionen. Im Zentrum steht die Ontogenese von EmotionenOntogenese; Individualentwicklung?
  • Klassifikation von Emotionen Was besagt der kognitive Ansatz? betrachtet die Rolle der kognitiven Bewertun und Einschätzun in der Aktualgenese von Emotionen
  • Klassifikation von Emotionen Erkläre den Evolutionspsychologischen Ansatz! konzentrieren sich auf die Phylogenese und die Funktion von Emotionen für Überleben und Fortpflanzung
  • Neurobiologische und psychophysiologische Emotionstheorien beschäftigen sich mit den zentralnervösen und peripherphysiologischen Grundlagen und Korrelaten von Emotionen
  • Lernpsychologische Ansätze von Emotion (Lernbiologisch verbreitetes Lernen von Menschen) Öhman (1987) weitete das Konzept des biologisch vorbereiteten Lernens auf die Entstehung menschlicher Phobien aus. Welche Kennzeichen haben Phobien? selektive Furcht vor ganz bestimmten Sachenweitere Kennzeichen:  Irrationalität,  schneller Erwerb,  hohe Löschungsresistenz
  • Werden Phobien erlernt oder werden sie vererbt? Höhe, Spinnen, Schlangen stellten  stammesgeschichtlich für die Vorfahren eine tötliche Gefahr dar Phobien sind eine Interaktion aus Disposition und klassischer Konditionierung
  • Beschreibe kurz das Experiment von Öhman, Fredrikson & Hugdahl (1978) Was sind die Hauptergebnisse?   Biologisch vorbereitetes Lernen beim Menschen Versuchsaufbau: 4x4 Kreuztabelle 2 Mal EG (Schlange vs. Spinne)  vs.  (Mit Schock vs. Ohne Schock) 2 Mal KG (Blume vs. Pilz)  vs. (Mit Schock vs. Ohne Schock) Ergebnisse: ie Furchtreaktion auf phobische Reaktion leichter erlernbar Ausmaß der Hautleitfähigkeit bei EG höher als KG Löschungsresistenz bei EG höher als KG  
  • Einwand: Es könnte sich auch um ontogenetische statt phylogenetische Ursache handeln, die eine erhöhte Lernbereitschaft bei bestimmten Reizen ermöglichen. Wie kann dies überprüft werden? (Hughdahl & Kärker, 1981) Befunde bleiben weitgehend bestehen, wenn in der Kontrollgruppe CS verwendet wurden, die im Laufe der Ontogenese erlernt wurden (Steckdose, gebrochener Kabel)
  • Beschreibe kurz die zwei Studien und die Studienergebnisse von Cook & Mineka (1990) Affenkinder beobachten Modell, dass a. Angst vor Blumen hat und b. Angst vor Spielzeugschlangen hatte Affen zeigten danach keine Angst vor Blumen Affen zeigten Angst vor Spielzeugschlange Spinnen und Schlangephobiker Bei unterschwelligen und überschwelligen Bildern wurden bei beiden Stichprobengruppen eine erhöhte Hautleitfähigekeit gemessen