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Sozialgeographie II (Fach) / 4.2 Kultur der Stadt: Kreativität, Kunst und öffentlicher Raum (Lektion)
Inszenierung und Vermarktung von Städten, Städte und die „Ökonomie der Symbole“, Stadtentwicklungspolitische und –planerische Maßnahmen, Neuere Ansätze und Themen sozialgeographischer Stadtforschung
Diese Lektion wurde von Freydo erstellt.
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- Kulturalisierung der Stadtentwicklung Probleme bestimmtes Kulturverständnis schließt bestimmte Schichten aus Ausschlussfähigkeit des Stadtbegriffes -> Exklusion bestimmter Bevölkerungsschichten -> Exklusion der Kulturschaffenden ==> Mangel an demokratischen Basisprozess Gefahr der Verschärfung sozial-räumlicher Polarisierung/ Fragmentierung Nachweis der Wirksamkeit von Kulturinvestitionen Mangelnde öffentliche Auseinandersetzung
- Neuere Ansätze/ Themen sozial-geographischer Stadtforschung Kulturalisierung der Stadtentwicklung Ziel symbolische Erneuerung -> Verbundenheit mit "Kultur des Kapitals" -> Demonstration polit. Gestaltungswillens -> Verminderung soz. Polarisierung -> Zusammenführung Partikularinteressen „Damit dokumentieren diese Orte, (…), dass sie noch immer mit der ‚weltumspannenden Kultur des Kapitals’ verbunden und nicht als Verlierer aus diesem Kulturkreis ausgeschieden sind“ (Wood 2007, S. 32). „Diese räumlichen Symbole bringen zudem den politischen Gestaltungswillen des lokalen Staates vor dem Hintergrund seiner einge-schränkten Handlungsfähigkeit zum Ausdruck“ (Wood 2007, S. 32). „Sie bieten eine Möglichkeit, die ansonsten auseinander strebenden Partikularinteressen einer zunehmend fragmentierten (postmodernen) Gesellschaft zumindest auf Zeit zusammenzuführen“ (Wood 2007, S. 32). „Schließlich eröffnen diese Symbole (…der Verschärfung von sozialer Polarisierung entgegenzuwirken“(Wood 2007, S. 32), in dem sie die Benachteiligten für materielle Einschränkungen wenigstens „symbo-lisch entschädigen“ (ebd.).
- Neuere Ansätze/ Themen sozial-geographischer Stadtforschung Kulturalisierung der Stadtentwicklung Ziel ökologische Impulse Image der Erneuerung, Innovation, Umlagerung, Stadtstruktur Kulturstadt -> Industrie/Materielle in Hintergrund, aber Veranstaltungskalender in Vordergrund (Möglichkeit Fragmentierte Stadt Zusammen zubringen, Anschluss an globale Populärkultur) symbolische Erneuerung (Intergration benachteiligter Gruppen) „Eine zentrale Entwicklungsgröße für die hohe Bedeutung von Kultur ist die (…) Hoffnung, der ökonomischen Entwicklung der Stadt durch dieses ‚weiche’ Instrument maßgebliche Impulse zu verleihen“ (Wood 2007, S. 32).
- Städte und die Ökonomie der Symbole Kulturalisierung der Ökonomie Ausrichten der Produktion (des städtischen Raumes) an lebensspezifischen Konsummustern -> kapitale Produktion nicht gleich der reinen Bedürfnisbefriedigung -> kulturelles Gut muss vorhanden sein -> symbolisches Gesellschaft machen Kultur als Schlüsselfaktor im Wettbewerb der Städte Bürgerliche Ideologie wurde zunehmend von einer Ideologie unterwandert die industriellem Kulturschaffen entsprach Entstehung neuer Entwicklungschancen durch Veränderung von Zielen, Werten etc. Statt Gütern zirkuliert zunehmend deren äußeres Erscheinungsbild / Gebrauchswertversprechen Selbstdarstellung der Produzenten durch Logos und WerbungÄsthetisierungsstrategie findet bei gesamter kapitalistisch orientierten Ökonomie gebrauch
- Stadt und die Ökonomie der Symbole Ökonomisierung der Kultur verweist auf die wachsende Bedeutung von Zeichen und Bilderrepertoires für Unternehmungen und Städte Ausrichten des Kulturangebotes und Kultureinrichtungen an den Erfordernissen des Marktes -> neue Anforderung an den Markt --> Kultursektor der sich an Ökonomie anschließen soll -> von Kapitalismuskritik zu Marktkritik
- Städte und Ökonomie der Symbole Stadtentwicklungspolitische und-planerische Maßnahmen 1. Mediengerechte Inszenierung weicher Standortfaktoren (in überregionalen Diskursen muss das angebracht werden)2. Revitalisierung von innerstädtischen Industrie-, Lagerhaus- und Hafenanlagen3. Festivalisierung4. Flagship Developments (Großprojekte)„Eine der zentralen Funktionen solcher Großprojekte ist symbolischer Art: damit soll vor dem Hintergrund der eingeschränkten Handlungsfähigkeit des (lokalen) Staates der politische Gestaltungswille zum Ausdruck gebracht werden (…)“ (Wood 2003, 136).
- Kultur der Stadt: Kreativität, Kunst, öffentlicher Raum Inszenierung und Vermarktung der Stadt Standortpoltitik wird erweitert um weiche Standortfaktoren zur Vermarktung der Stadt --> Raumbild --> Ökonomie der Symbole Hintergrund: -> Verschärfung des Standortwettbewerbs um Unternehmen., Orgas., hochquali. Arbeutskräfte -> neue Stadtentwicklungspolitik und -planerische Aufgaben (Stadtmarketing) ==> lohnende Raumbilder in Vermrktung einbeziehen „In allen hoch entwickelten Ländern lassen sich heute unterschiedlich gelungene Modelle der Inszenierung von Raumbildern und Images finden“ (Zehner 2001, 162) „Die Stadtverwaltungen haben offensichtlich verstanden, dass es sich lohnt, Raumbilder und Images in die konkrete Infrastrukturausstattung einer Stadt einzubeziehen. Denn neben der materiellen Struktur einer Stadt wird die Vermittlung von Bedeutung, Geschichten, Images und Symbolen an Gewicht zunehmen“ (Zehner 2003, 162).
- Städte und die Ökonomie der Symbole Revitalisierung schaffen symbolischen positiv wahrgenommener Orte (innerstädtische Industrie-, Lagerhaus-, Hafenanlagen) Revitalisierung ist eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme, bei der historische Bausubstanz so umgestaltet wird, dass eine zeitgemäße Nutzung erfolgen kann.
- Städte und Ökonomie der Symbole Belebung des traditionellen Stadtraumes/Läden Neue Mitte Jena--> Rückflüsse der Investoren
- Städte und Ökonomie der Symbole Festivalisierung --> um Stadtimage zu prägen -> zahlreiche Investitionen in Stadt --> Wirtschaftsunternehmen, die davon profitieren -> Imageschub im Bezug auf Medienpräsenz
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- Städte und Ökonomie der Symbole Flagship Development Hauptsache Symbolcharakter --> Bekanntheitsgrad steigerbar, aber nicht von unmittelbaren Nutzen für den Tourismus etc. (Potsdamer Platz, Regierungsviertel)
- Städte und Ökonomie der Symbole Revitalisierung/Erneuerung der Stadtmitte Aufbereitung eines Gebietes
- Städte und Ökonomie der Symbole globaler Standortwettbewerb unter Städten (kulturelle Einrichtungen sind Erscheinungsbilder und Image als Einsatz im Kampf um Investitionen etc.) Verkauf von Symbolen und Werten Immaterielle Bilder und Ideen werden hier als Symbole verstandenZiel: ökonomische Wertsteigerung historischer Wertewandel der Symbole - Funktion der Symbole als Representation von Macht z.B.: Die Skyline von Frankfurt am Main ist Symbol für Wirtschaftswachstum ·