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Sozialgeographie II (Fach) / 4 Neuere Ansätze und Themen sozialgeographischer Stadtforschung 4.1 Sozialräumli (Lektion)

Soziale und räumliche Polarisierung, Die gentrifizierte Stadt, David Harvey, urbane Kapitalkreislauf, Globalisierung der Wirtschaft und Dynamisierung der (Wohn)Immobilienmärkte

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  • soziale und räumliche Polarisierung hochringige gut bezahlte Arbeit vs. geringe/ teils ungeschützte Arbeit gestiegenes Einkommen der gut bezahlten Arbeit vs. billige, befristete Arbeit -> Marktlogik schlägt sich intensiv in Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen nieder ==> DOPPELTE SPALTUNG/POLARISIERUNG (Arbeitssektor/soz. Sektor)
  • Die fragmentierte Stadt Sozialräumliche Polarisierung „Die Kluft zwischen statusniedrigen Stadtteilen, die sich zu gettoartigen Vierteln entwickeln, und statushöheren Wohngebieten wurde tiefer und breiter“ (Zehner 2001, 145).
  • Sozialräumliche Auswirkung der Polarisierung Dual City statusniedere Stadtteile Ghettos statushöhere Wohngebiete
  • Sozialräumlichen Auswirkung der Polarisierung Quartered City (vielgeteilte Stadt) (Marcuse '89) Analyse charakterisscher Nutzung von Quartieren und Beziehungen dazwischen 1. luxury city (Luxus und Herrschaft) --> starke Segregierung -> Gegenstand besonderer Überwachung, luxuriöse Wohnungen 2. gentrified city -> Durchmischung unterschiedlicher Schichten und Minderheiten 3. suburban city (mittelständige Stadt) -> suburbane Einfamilienhausgebiete, Übergangsbereiche Stadt/Land oder angemessene innenstadtnahe Wohnungen 4. tentment city (Mieter-Stadt) -> Angestellte/Arbeiter mit Unsicherheit im Leben --> prekäre Arbeitsverhältnisse 5. ghetto/ aufgegebene Stadt -> Stadt der Ausgerenzten/Armen, ohne Arbeit ==> allerdings ohne Blick hinter Kulissen (Übersetzung in stadträumliche Prozesse)
  • Die gentrifizierte Stadt Hauptgründe: veränderte Lebemsstile und Reproduktionsweisen mit Folge starker innerstädtischer Wohnstandortnachfrage baulich-räumliche Umgestaltung als Verwertungmöglichkeiten für Immobilienkapital
  • Die gentrifizierte Stadt: Die Produktion des (Urbanen) Raumes David Harvey Auseinandersetzung mit Marx -> räumliche Dimension des historischem Materialsmus Entwurf einer politischen, matrialistischen Ökonomie Verstädterung als zentrale Komponente der Kapitalakkumulation ==> Herangehensweise: Marx bringt Sicht auf Geschichte in Bewegung (Menschen bringen soz. Verhältnise hervor + wie hängen diese mit Produktionsverhältnissen zusammen) ==> Harvey bringt das mit Raum in Verbindung -> Bezug auf die Stadt Stadt lebt von Herstellung -> Einkommen für Kapitalisten --> Grundproblem Kapitalismus = Überinvestition/ -Produktion bis kein Kapital mehr erwirtschaftet werden kann (Preisverfall) ==> wie Überakkumulation gemanaget -> Kapitalgewinn in Immobilien/ städt. Infrastruktur investiert --> Absatzkrise überbrücken / Entlastung Preis- und Konkurrenzdruck (spatial fix) --> Modell des urbanen Kapitalkreislaufes
  • Investition in gebaute Umwelt und städtische Infrastruktur David Harvey Die gentrifizierte Stadt Erhöhung der Nachfrage nach Produktion des Industriekapitals Bewältigung von Krisen der Mehrproduktion und Mehrwertrealisierung
  • Überkkumulation im sekundären Kapitalkreislauf Investitionen in sekundären Kreislauf erschöpfen eigentliche Produktion des Kapitals --> fixe Anlagevermögen und Konsumfonds werden entwertet, dann neuerlicher Akkumulationszyklus ==> leere Büroblocks, zerstörte Gebäude räumliche Strukturen die gescchaffen worden sind, stellen sich einer weiteren Akkumulation entgegen
  • Überakkumulation im sekundären KapitalkreislaufGlobalisierung der Wirtschaft und Dynamisierung der Immobilienmärkte global tätige Immobilieninvestoren vielfältige Investitions- und Managementstrategien steigende Nachfrage nach innerstädtischen Immobilien ==> Tertiärisierung ==> Auswirkung a.d. soz.-räuml. Strukturen der Städte --y Gentrifizierung, evtl. Degradierung benachteiligter Stadtteile
  • Neuere Ansätze und Themen ser soz.-gg. Stadtforschung Sozial-räumliche Polarisierung: Die fragmentierte Stadt Kernproblem: soziale Differenzierung und anschließende Segregierung Verstärkte soziale Polarisierung in der. metropoltitanen Regionen --> Polarisierung der Gesellschaftsverhältnisse „In den metropolitanen Zentren des Städtesystems gehen Prozesse der Polarisierung von Beschäftigungsstrukturen und Prozesse sozialräumlicher Polarisierung Hand in Hand“ (Borst/Krätke 1993, 26).   Urbane Beschäftigungs- und Einkommensverhältnisse:Hochrangig, gut bezahlte Arbeit vs. Gering bezahlte, teilweise ungeschützte Arbeit doppelte Spaltung des städtischen ArbeitsmarktHochrangig gut bezahlte Arbeit Unternehmensführung etc.) und gering und teilweise ungeschützte Arbeit („nieder“Dienstleistung, Hilftätigkeiten etc.) Gestiegenes Einkommen der gut bezahlten Arbeiten und billige, befristete wenig bezahlte Arbeit (Spaltung und Polarisierung im Arbeitsektor und im sozialen Sektor) --> Marktlogik schlägt sich intensiver in Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen nieder    
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