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Sozialgeographie II (Fach) / 2 Städtesysteme: Von Auerbach zur Global-City-Forschung 2.1 Raumgesetze, Größen (Lektion)
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- Raumgesetze, Größen und Hierarchie von Städten Geographie als Raumwissenschaft Social approach = raumwissenschaftliche Geographie ==> Verteilungsmuster und Zusammenhänge zwischen städtischen Siedlungen beschreiben
- Vorläufer der raumwissenschaftlicher Geographie (I) funktionale Phase Walter Christaller 1920/30er Jahre: Christaller (Theorie der zentralen Orte), Kraus, Otremba, Schrepfer (funktionale Phase) Geographie als Raumwissenschaft: --> Quantifizierung und Modellierung (20er Jahre mit Christaller) --> Versucht aus räumlichen Beziehungen quantitative Regelungen zu erstellen = Raummuster
- Vorläufer raumwissenschaftlicher Geographie (II) funktionale Wirtschaftsgeographie funktionale Wirtschaftsgeographie (Karas/Otremba): Abstrakteres Denken als Land-/Länderkunde angelsächsische Geographie (spaial approach) in den 1960er: Peter Hagget (Geographie einer modernen Synthese) --> mathematische/moddelierende/quantitative Geographie
- Vorläufer der raumwissenschaftlicher Geographie (III) deutsche Geographie ab ca. 1970 1970er Bartels, Hard, Bahrenberg Etablierung Raumparadigma in Deutschland Wechsel mit Kieler Geographentag (1969) --> Weg vom Geodeterminismus hin zur einer raumwissenschaftlichen Disziplin --> Vorrausetzung für turn nur messbare/belegbare Werte sind quantitativ verarbeitbar, nicht wie subjektive und weiche Eindrücke der Länderkunde --> PC in wissenschaftliche Arbeit --> Quantitative Revolution
- Vorraussetzung für raumwissenschaftliche Geographie 1. innerhalb der Disziplin: Kritik an landschafts-/länderkundlicher Ausrichtung 2a. außerhalb der Disziplin: Positivismus 2b. außerhalb der Disziplin: Computer (technische Entwicklung)
- Ziele der raumwissenschaftlichen Geographie wissenschaftliche Ausrichtung der Geographie Entwicklung einer eigenständigen geographischen Raumtheorie empirische und praxisrelevante Forschung und allgemeingültige Aussagen Aufdecken von Gesetzmäßigkeiten in räumlichen Verteilung- und Verbreitungsmustern Erklärung erdräumlicher Gesamtmuster einer Gesellschaft durch Raumgesetze in quantitativer Zugangsweise alle möglichen Gesetze des Raumes anwendbar und übertragbar machen --> in Distanzen denken (Relation zw. Orten auf der Oberfläche) --> Distanzfunktionen => relative Geographie ==> Distanz als Bestimmungsgröße (Distanz kein unmittelbarer Kausalfaktor, sondern formale Katergorie)
- Stadtgrößen-Rangfolge Felix Auerbach: Ranggrößenregel (1903) Felix Auerbach: Pr * r= P1 Modifikation: Pr * r= P1k Pr: Einerwohnerzahl einer Stadt mit Rang rr: Rang gemäß der EWZP1: EWZ der größten Stadt k: spezifischer Faktor Ranggrößenregel mathematisches System -> besser Stadtentwicklung nach Historie, Politik bewerten deskriptives Verfahren zum Vergleich des Entwicklungsstandes von Städtesystemen auf der Grundlage von Bevölkerungsdaten wird benutzt um regelhafte Beziehungen zwischen der Einwohnerzahl einer Stadt und ihrem Rangplatz festzuhalten besagt, dass in annähernd ausgewogenen Städtesystemen die Einwohnerzahl einer Stadt vom Rang annähernd dem r-ten Teil der Einwohnerzahl der größten Stadt des Systems entspricht
- Primatstadt - Groß- oder Hauptstadt, die durch die Konzentration eines überdurchschnittlich großen Anteils von Bevölkerung & Wirtschaftskraft eines Landes sowie durch überproportionales Wachstum gekennzeichnet ist-stark auf eine überproportional große Stadt ausgerichtetes Städtesystem-fehlen von weiteren großen oder mittleren Zentren-charakteristisch für viele Städte Anfang des 20. Jh.-häufig in zentralistischen Staaten-typisch für Entwicklungsländer Ursachen der Primatverteilung (Jefferson 1939)-günstige Standorte innerhalb eines Transportsystems-Produktion erfolgreicher Güter-Innovationen & Folgewirkungen Erklärung der Abweichung:-geringe Entfernung zu Primatstädten anderer Länder-Mobilität der Bevölkerung-kulturelle und politische Faktoren (Regionalismus) (Bsp. dafür, dass Auerbach nicht anwendbar -> nächst kleinere Stadt hat fast nie 50% weniger Einwohner)
- Aktuelle Städtesystemforschung Themen und Problemforschung Stadtgrößenverteilung Funktionsspezialisierung (Universitätsstädte etc.) funktionale Verflechtung Städtenetze
- Aktuelle Städtesystemforschung Städtenetze informelle/formelle Zusammenschlüsse Selbstorganisation und kommunlae eigeninitiative (gebauter Standort) strategische Netzwerke für enge Kommunikation, Koordination, Kooperation (nicht mathematische erklärbar) ==> formal (nicht dessen bewusst) oft mehrdimensionale Aufgabengebiete
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- Städtesysteme von Wissenschaft erkannt --> wissenschaftliches Produkt, was sich auf empirischen Faktor stützt --> klassische Sicht der Raumwissenschaft Unter "Städtesystem" versteht man die Gesamtheit aller Städte eines Landes oder einer Region, wobei die Städte meist sehr unterschiedliche Größen und Funktionen aufweisen. Städte sind sowohl mit ihrem jeweiligen Umland als auch mit anderen Städten funktional verflochten. . Die Funktionen der Städte werden anhand verschiedener Merkmale dargestellt. Der Fokus wird dabei auf die Zusammenhänge und Wechselwirkungen von gesellschaftlichen und ökonomischen Aspekten gelegt. Betrachtet werden:» Einzelhandel, Kaufkraft und Einkommen» Arbeitsplatzzentralität und Arbeitsplatzdichte» Verflechtungen
- Genese des euröpäischen/deutschen Städtesystems Rom-Mittelalter-Stadt = Freiheit und Verwirklichung frühe Neuzeit --> strikte Stadtplanung zu gunsten des Adels Industrie + Verstädterung --> rasanter Auf-/Anstieg Bevölkerung ->ziehen in Städte -> in wenigen Jahren Verdreifachung der Stadtbevölkerung von 5% (1800) auf 16% (1850) --> quantitative Stadtentwicklung: Ja --> keine Neuentwicklung des geographischen Stadt-/Siedlungssystems 1865 multizentristische Struktur --> ab 1871 Ausbilung Primatstadt vor 1939 höhere Zentren --> zieht aus allen Sektoren an, für andere große Städte abab 1939 sektoriale Teilzentralität --> Berlin nahe am Primatstadtcharakter1970 höhere Zentren (Teilung Deutschland) --> Regionalmetropolen in Westdeutschland gewinnen an BedeutungDDR --> Stärkung Ostberlin; Leipzig und Dresden = Regionalmetropolen --> zwei Neuorganisation Städtesysteme in West/Ost --> nach Wende kaum Rückordnung zum Vorkriegszustand --> westdeutsche Regionalmetropolen behalten Bedeutung --> Leipzig/Dresden erlangen Bedeutung nicht wieder --> auch sektoriale Zentralitäten ähnlich
- Metropolregionen in Europa Metropolraum metropolian (statistical) area statistischer Verdichtungs- und Ballungsraum = Kernstadt mind. 50.000 Einwohnern, Gesamtbevölkerung mind. 100.000 Einwohner Stadtgrenzen verschwimmen Gebiete zusammenfassen städtische Agglomeration incl. Pendlergebiet
- europäische Metropolreginen (EMR) in Deutschland Berlin Hamburg Rhein-Main Bremen Stuttgart Sachsendreieck
- Bedeutung der Metropolregionen Potentiale als Wirtschaftstandort Arbeits-/Beschäftigungspotential Standort Wissenschaft und Forschung Drehscheibe Handel, Verkehr und Informationen hochrangige Entscheidungs-/Dienstleistungseinrichtungen internationale Verflechtungen ökologische und soziale Konflikte intra-, wie interregionaler Standortwettbewerb
- Metropolen in der Raumordnungspolitik Ergänzung der unterschiedlichen Qualitäten und Angebote funktional zusammenhängender Kommunen Stärkung des "Regionalen" Funktionsteilung und strategische Allianz kooperative Lösung auf intra-und interregionaler Ebene
- Metropolregion städtischer Verdichtungsraum mit besonderen Merkmalen Spitzenstellung im Siedlungssystem Integration in globales Städtesystem Motor gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen Entwicklungen ==> (normatives) Planungskonzenpt
- Problem der raumwissenschaftlichen Geogrpahie (nach Werlen) räumlicher Erscheinungsformen durch räumliche Argumente erklären (Raum ist Raum, weil Raum da ist) -> keine Ausprägungen sozial-ökonomischer Art analysiert -> mathemathisiche Quantifizierung lässt Geistiges vergessen