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Sozialgeographie II (Fach) / 1.2 Urbane Lebensform: Stadt als Ausdruck der Moderne (Lektion)

Simmel

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  • urbane Lebensform Stadt als Ausdruck der Moderne moderne Gesellschaft Arbeitsteilung - Spezialisierung führt zu starker Differenzierung mit klaren Grenzen Individium in unterschiedlichen Rollen, nicht in einem Gebilde --> Produktion - Konsum; Mama - Student Trennung von Familie und Beruf (modernen Phänomem) Freiheit ambivalentes Phänomen der Moderne
  • urbane Lebensformen Stadt als Ausdruck der Moderne wie ist Sadt als Ort der Moderne zu chrakterisieren und produzieren Simmel = Stadt als Ausdruck der Moderne (Klassiker der Stadtgeographie/-soziologie) Stadtgeographie ==> keine so starke Ausprägung der Individualität in der Stadt --> feste geeinte Strukturen --> extrem feste und harmonische Gesellschaft
  • urbane Lebensform Stadt als Ausdruck der Moderne traditonelle Gesellschaft Konzentration im bzw. um ein Zentrum des Lebens orientiert --> Familie, Hof Selbstversorgung
  • Aktualität Simmels Eigenarten des Zusammenlebens immer noch sichtbar und beobachtbar --> Versuch: Wo gibt es Gemeinsamkeiten um Reserviertheit und Blasiertheit zu überwinden civil inattention (Unaufmerksamkeit/Unachtsamkeit) -> Reglementierung des Alltags bewusst und unbewusst (Verhaltens- und Umgangsformen) Großstadt = Wo sich modernes Leben in Reinform beobachten lässt
  • Georg Simmel (1858-1919) an 1914 Professor in Straßburg Schriften zu philosophischen, kulturwissenschaftlcihen, historischen und kunsthistorischen Themen "Philosphie des Geldes" (1900)"Die Großstädte und ihr Geistesleben" (1903)
  • Die Großstädte und das Geistesleben (IV) Sozialcharakter Großstadt Blasiertheit Blasiertheit kennzeichnet Großstadtleben --> Abstumpfung gegen Unterschiede der Dinge --> Unmengen an Eindrücken --> Gleichgültigkeit Aufmerksamkeit = schwer zu erregen --> Merkmal des Großstadtlebens
  • Die Großstädte und das Geistesleben (V) Sozialcharakter Großstadt Reserviertheit Reserviertheit:==> eigene städtische Sozialisierungsformandere ignorieren ist hohes Maß an Freiheit--> soziales Hinnehmen der Dinge und unterschiedliche LebensentwürfeSoziale Interaktions- und Umgangsform nur dann, wenn Menschen sich nicht bekannt sind (Grundeinstellung vor Kennenlernen) --> Mensch nicht fähig sich allen anzunehmen ==> persönliche Eigenart erst nicht wahrgenommen--> INKLUSION in die STADT über FUNKTION und RATIONALITÄT(Erlebnisreichtum und funktionale traditionelle Standardisierung)
  • Die Großstädte und ihr Geistesleben (I) Analyse des Sozialcharakters von Großstädtern Analyse des Sozialcharakters von Großstädtern Einstellung und Art des Umganges untereinander: -> Sachlichkeit (Rationalität) -> Blasiertheit -> Reserviertheit
  • Die Großstädte und ihr Geistesleben (II) Städte als Laboratorien neuer Lebensformen Städte als Laboratorien neuer Lebensformen --> nur dort zu sehen Analyse der Stadt als Lebenswelt --> viel höhere Interaktionsdichte als bspw. im Dorf --> mehr Kontakte während unterschiedlicher Tätigkeiten zu bewältigen ==> Verschiedene Arten von Kommunikation (Warenaustausch etc.) -> Interaktion durch Rollendifferenzierung in der Stadt
  • Die Großstädte und ihr Geistesleben (III) Sozialcharakter der Großstadt Sachlichkeit Sachlichkeit Menschen in der Großstadt interagieren emotionslos(er) und mit Kalkül Kalkül wegen hochdifferenzierter Rollen --> Verstand ist Eintscheidungsträger, wegen Vielzahl an Interaktionen die nicht bewältigt werden können rationale und funktionale Umgansweise begünstigt durch GELDWIRTSCHAFT => Kommunikationsmedium der Großstadt -> funktioniert ohne Ansehen der Person => nicht nur kritisch, sondern auch Möglichkeit der Stabilisierung und Organisation der Stadt neue Anforderung an Großstadtbewohner --> Pünktlichleit/Sachlichkeit etc. nicht nach Gemüt --> ROLLE gerecht werden (kontextunabhängige Funktionen)
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  • Ambivalenz Simmel Ambivalenz ist Ausdruck der Umgangsformen Durch diese Umgangsformen, die sich im Großstadtleben durch die dortige Sozialisierung herausbilden, wird man als Individium mitgetragen. Das Individuum hat eine persönliche Freiheit Aber persönliche Färbungen und Unvergleichlichkeiten werden verdrängt (Indifferenz gegenüber Verschiedenem). Herausbildung verschiedenster Eigenheiten und höheres Maß an Individualisierung nötig um aufzufallen --> wenn nicht, sind mögliche Folgen Einsamkeit und Verlassenheit Das heißt als Individuum kann man unauffällig ins Großstadtleben eintauchen und sich integrieren, man wird jedoch durch die angeeigneten Umgangsformen die sich in Großstädten herausbilden als Individuum nicht wahrgenommen. Simmel entscheidet dabei nicht darüber welche Rictig richtig oder falsch ist, er will nicht werten sondern verstehen.