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Medizin (Fach) / Infektiologie (Lektion)
Infektionen
Diese Lektion wurde von PatrickZ erstellt.
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- Trichinellose Vermutlich war es getrocknetes Schweinefleisch, das der Patient in Afrika verzehrt hat. Jedenfalls deuten die Eosinophilie auf eine Wurminfektion und die periorbitalen Ödeme etwas spezifischer auf Trichinen Diese ca. 1,5 (Männchen) bis 4 (Weibchen) mm langen Fadenwürmer nutzen Säugetiere und Vögel als Zwischen- und Endwirte in ihrem Lebenszyklus. Nach oraler Aufnahme von z.B. im Schweinefleisch befindlichen larvenhaltigen Zysten, kommt es innerhalb von ca. 30 Stunden zur Reifung und Paarung der Parasiten im Darm. Die dort geborenen Larven gelangen über Blut- und Lymphwege vor allem in die quergestreifte Muskulatur, wo sie innerhalb von Monaten Zysten ausbilden, in denen sie viele Jahre überleben können. Eine Infektion beim Menschen ist gekennzeichnet durch 5 bis 14 Tage nach der Aufnahme einsetzende Müdigkeit, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Muskelschmerzen, Fieber und Ödeme im Bereich der Augen. Eine lebensbedrohliche Komplikation stellt der Befall des Herzmuskels dar. Die Behandlung erfolgt mit Antihelminthika (z.B. Mebendazol) und ggf. Glukokortikoiden. Prophylaktisch wird in Deutschland gemäß gesetzlicher Vorschrift der Veterinärbehörde eine Fleischbeschau durchgeführt, wodurch die Erkrankung hierzulande fast vollständig verschwunden ist.
- Vermehrung von Herpesviren Ort und Art Herpes-Viren sind kubische und teilweise behüllte Doppelstrang-DNA-Viren Simplexvirus, Varicellovirus, Zytomegalievirus, Roseolovirus Lymphocryptovirus (EBV) DNA-Replikation und Morphogenese des Viruspartikels laufen nicht wie bei den meisten anderen Viren im Zytoplasma, sondern im Zellkern der Wirtszelle ab. Behüllte Herpesviren erhalten ihre Hülle entweder beim Durchtritt durch die Kernmembran ins Zytoplasma, oder aber bei Austritt aus der Zelle an der Zellmembran
- Filoviridiae Marburg- und Ebolavirus Filoviridiae---> sind helikale, behüllte Negativstrang-RNA-Viren