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Einführung in die Pathologie (Fach) / Abhängigkeit und Sucht (Lektion)

Alkoholismus

Diese Lektion wurde von joga erstellt.

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  • Was wird als Alkoholisierung bezeichnet? der allgemeine Alkoholkonsum. Er führt zum sogenannten alkoholisierten Verhalten
  • Welche verschiedene Konsumtypen gibt es? - Freiwillige oder unfreiwillige Abstinenzler: dies sind die Nicht-Konsumenten - Gewöhnliche Konsumenten - Exzessive Konsumenten, Risiko-Konsumenten - Alkoholabhängige Konsumenten
  • Was bedeutet Blutalkohol? die Menge Alkohol die sich im Blut befindet. Für Automobilisten liegt die Grenze bei 0,5 Promillen
  • Wie viele Menschen haben in der Schweiz einen problematischen Alkoholkonsum? - über 1 Million - Männer trinken häufiger Alkohol als Frauen
  • Wie ist die Wirkung von Alkohol? - Alkohol ist ein Zellgift, d.h. der Körper muss den aufgenommenen Alkohol abbauen, um den Schaden zu begrenzen. Dies geschieht in der Leber mit Hilfe von Enzymen
  • Leichte Alkoholisierung der Alkohol wirkt anregend und stimmungssteigernd
  • Mittlere und höhere Alkoholisierung -Gereiztheit - emotionale Unzugänglichkeit - Aggression - Störungen der Wahrnehmungen, der Aufmerksamkeit, der Urteilskraft, der Koordinationsfähigkeit und Sprache - starke Ermüdung und Benommenheit
  • Sehr hoher Promillegehalt es kann zum alkoholischen Koma oder sogar bis hin zum Tod kommen
  • Von was hängen die Wirkungen beim akuten Alkoholismus ab? von der konsumierten Menge sowie von der Person selber (Gewicht, Alter, Geschlecht)
  • Wie erfolgt die Wirkung bei chronischen Alkoholismus?  sie erfolgt schrittweise und führt zu Krankheiten, die sich auf den gesamten Organismus auswirken. Die bekanntesten Folgen sind, Veränderungen an der Leber sowie am Gehirn
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  • Welche sind die drei Formen von Alkohol-Leberschäden? - Alkoholische Fettleber: Fetteinlagerung in der Leber (nach Abstinenz noch reversibel) - Alkoholische Hepatitis: hepatozellulärer Schaden mit ballonierten, geschwollenen Hepatozyten - Alkoholische Leberzirrhose: die Hepatozyten werden zerstört es entsteht ein Aszites sowie eine portale Hypertension mit Ösophagusvarizen
  • Portale Hypertension Erhöhung des portalvenösen Drucks
  • Ösophagusvarizen Krampfadern der Speiseröhre
  • Aszites Flüssigkeitsansammlung in der freien Bauchhöhle
  • Welche Organe sind noch betroffen bei Alkoholismus? -Pankreas: chronische Pankreaitis und Diabetes - Nervensystem: Polyneuropathie (Taubheitsgefühle oder Empfindungsstörungen) - Herz: obstruktive Kardiomyopathie - Sexualorgane: Impotenz und Verlust der Libido - Psyche: Delirium, Demenz, Gedächtnisstörungen
  • Wie erfolgt die Diagnostik bei akuten Alkoholismus? Leicht zu erstellen, da deutliche Anzeichen vorhanden sind: - starker Atemgeruch - Verhalten - Blutalkohol
  • Wie erfolgt die Diagnostik bei chronischen Alkoholismus? - es muss nach Anzeichen einer Abhängigkeit gesucht werden - Alkoholkonsum wird vom Patienten oft abgestritten - Anzeichen sind zahlreich und unterschiedlich, jedoch keines ist pathognomonisch (Asthenie, Epigastralgie, Erbrechen, Schlafstörungen, Angstgefühle usw)
  • pathognomonisch für eine bestimmte Krankheit kennzeichnend
  • Aufgrund von welchen vier Elementen erfolgt die Diagnostik? - erhöhter MCV-Wert - erhöhte Transaminase-Werte (deutet auf eine Hyperaktivität der Leber) - erhöhte Triglycerid- und Cholesterolwerte - erhöhte Gamma-GT- Werte Die Messung des CDT-Wertes liefert ein zu 90% zuverlässiges Resultat
  • Alkoholabhängigkeit - Psychisch: Es muss Alkohol getrunken werden, auch wenn mann sich der schädlichen Wirkung bewusst ist - Physisch: Bei einem Alkoholstopp kommt es zu Entzugserscheinungen - Toleranzphänomen: Es muss immer mehr Alkohol konsumiert werden um die gleiche Wirkung zu erzielen
  • Welche Symptome treten beim sofortigen Alkoholstopp (Entzug) freiwillig oder unfreiwillig auf? - Reizbarkeit - Agressivität - Schweissausbrüche - Tachykardie - Bluthochdruck - Verwirrtheit - Halluzinationen und Delirium
  • Welche ist die schlimmste Entzugserscheinung? Delirium tremens mit Delirium, starkem Zittern, Hyperthermie. Sie kann bis zum Koma oder sogar zum Tod führen. Der einzige Entzug der tödlich enden kann, ist der Alkoholentzug
  • Hyperthermie Überwärmung des Körpers
  • Wie erfolgt die Behandlung? -aufhören Alkohol zu konsumieren - zur Enziehungskur gehört die Entgiftung, diese erfolgt in einem Krankenhaus für 8 bis 21 Tage - möglich auch ambulante Entgiftung unter ärztlicher Beobachtung -Entzug muss geplant werden damit er wirksam ist - ambulante Suchthilfe bieten Betreuung und Beratung für suchtkranke Menschen
  • Primäre Prävention -Aufklärung über die Wirkung von Alkohol bereits in der Schule -Präventionskampagnen gegen Alkohol, auch direkt vor Ort, z.B. vor Discos. - Alkohlkonsum während der Arbeit verbieten
  • Sekundäre Prävention -zielt auf die Krankheitsfrüherkennung z.B. Reihenuntersuchungen - Regelmässige Alkohlkontrollen und entsprechende Strafen durch die Polizei
  • Tertiäre Prävention - Alkoholkranke muss die Vorteile der Abstinenz begreifen und Rückfälle müssen verhindert werden Dazu können regelmässige Konsultationen mit Fachpersonen sowie die Mitgliedschaft in bestimmten Vereinen unterstützend wirken