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Einführung in die Pathologie (Fach) / Abhängigkeit und Sucht (Lektion)

Allgemeines

Diese Lektion wurde von joga erstellt.

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  • Was wird als Sucht oder Suchtmittelabhängigkeit von der WHO bezeichnet? ein physischer oder psychischer Abhängigkeitszustand zwischen einem Menschen und einem Produkt
  • Zwischen welchen zwei Arten von Abhängigkeit wird unterschieden? -physische Abhänigkeit = nach Absetzten der Substanz kommt es zu Entzugserscheinungen mit Schweissausbrüchen, Zittern, Schmerzen - psychischer Abhängigkeit = Bedürfnis ein gewisses Produkt zu konsumieren um sich gut zu fühlen oder zu verhindern dass man sich schlecht fühlt. Unüberwindbares Verlangen auch wenn die negativen Wirkungen bekannt sind.
  • Was bedeutet Toleranzphänomen? Mit der Zeit kommt es zu einer Abschwächung der Drogenwirkung, so dass immer grössere Mengen der Droge zugeführt werden müssen
  • Welche Substanzen gibt es? alle besitzen hauptsächlich psychotrope Eigenschaften - Alkohol - Psychostimulatoren - Opiate - Nikotin - Psychotrope Medikamente - Cannabis
  • Welche Substanzen sind besonders gefährlich? Gewisse miteinander gestreckte Substanzen (Crack, Ecstasy)
  • Definition von Illegalen Drogen? sind Substanzen die eine so schädliche Wirkung haben, dass sie verboten sind und unter das Betäubungsmittelgestz fallen
  • Welche Begünstigungsfaktoren sind oftmals vorzufinden? - Schwierige Kindheit: Mangelnde Zuneigung, Scheidung, Trennung, Aufwachsen in versch. Pflegefamilien, alleinerziehende Eltern - Arbeitslosigkeit - Persönlichkeitsstörungen - Schwierigkeiten in der Schule, Suizidversuche
  • Von welchen drei klinischen Anzeichen erfolgt die Diagnostik? - Chronische Intoxikation - Akute Intoxikation - Entzugssyndrom
  • Chronische Intoxikation drückt sich aus in: - verändertes Verhalten - abnehmende Schulleistungen - Übelkeit - Erbrechen - Kopfschmerzen - Schwindelgefühle - Halluzinationen Bei der Körperlichen Untersuchung, Injektionsspuren und Abszesse an Armen und Beinen. Oft liegt auch eine Miosis (Verengung der Pupille)vor
  • Kurzfristiger Krankheitsverlauf bei chronischer Intoxikation? - verminderte Aufmerksamkeit - Gedächnisstörungen - Marginalisierung und soziale Isolation
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  • Langfristiger Krankheitsverlauf bei chronischer Intoxikation? - Veränderung des Allgemeinzustands - Kachexie - Hepatitis B und C - Aids-Risiko - sexuelle Störungen - erhöhtes Suizid- und Psychoserisiko
  • Akute Intoxikation bei Überdosis: -meistens durch eine Heroininjektion verursacht, es kommt zu Atem- und Kreislaufdepression, die zum sofortigen Tod führt. Diese Todesursache wird nicht immer absichtlich herbeigeführt, sondern erfolgt oft in Unkenntnis der Auswirkungen von gewissen Substanzen, die manchmal pur verwendet werden
  • Entzugssyndrom bei Heroinabhängigkeit wirkt sich das Entzugssyndrom durch: - Entzugserscheinungen mit starkem Angstgefühl - starke Gliederschmerzen - schwere Schlaflosigkeit - Schweissausbrüchen - Durchfall und Dehydration Ein Opiatenentzug ist immer schmerzvoll, jedoch nie tödlich (im Gegensatz zu Alkoholentzug)
  • Wie erfolgt die Behandlung? Patient muss aufhören die Substanz zu konsumieren, indem er sich einer Suchttherapie unterzieht. Es wird ein Behandlungsvertrag zwischen dem Patienten und dem behandelnden Arzt abgeschlossen
  • Welche Schritte gehören zur Entziehungskur? - Beratung (Bedenkzeit, Pat. muss sich sicher sein, dass er einen Entzug machen will) - Entgiftung ( 10 Tage hospitalisiert, dazu gehören Beruhigunsmittel, Gruppengespräche, individuelle Psychotherapie - Nachbehandlung (in spezialisierten Einrichtungen) - Wiedereingliederung (Aufnahmeheime, betreutes Wohnen, therapeutische Wohngemeinschaften, Vereine ehemaliger Drogenabhängiger Substitutionsbehandlung mit Methadon und Subutex gehört auch zur Behandlung
  • Primäre Prävention - Aufklärung über Drogen und ihre Auswirkungen im familiären und schulischen Umfeld - Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen mit plötzlichen schlechteren Schulleistungen müssen sofort erkannt werden - Vernachlässigen der körperlichen Hygiene und Konzentrationsstörungen müssen ernst genommen werden
  • Sekundäre Prävention und Früherfassung bei bereits vorhandenen Symptomen sofort zu reagieren um eine Abhängigkeit zu verhindern
  • Tertiäre Prävention soll verhindern dass sich der Zustand verschlimmert und helfen von der Droge wegzukommen durch: - Platzierung in einer Pflegefamilie - Entziehungskur - Ambulante Behandlung - Substitutionsbehandlung (Methadon Subutex) - Teilnahme an verschiedenen Gesprächsgruppen