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Persönlichkeitspsychologie (Fach) / 12 Geschlechtsunterschiede (Lektion)

Entwicklung Effektgrößen Erklärungen - lerntheoretische - kulturpsychologische - evolutionäre

Diese Lektion wurde von Kuram erstellt.

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  • 1 Geschlechtsunterschiede: Unterscheidung Sex und Gender, Geschlechtsstereotype, wie kommen diese zustande? SEX=Biologisch definiert vs GENDER= soziale ,Geschlechterrolle, kulturell definiert --> kognitiv repräsentiert in Form von Geschlechtssteretypen (Bsp: Eltern schätzen weibliche Babys kleiner ein, obwohl tatsächlich kein Unterschied) Geschlechtsstereotypen--> Wahrer Kern wird unzulässig verallgemeinert/übertrieben wahrgenommen -> Psychologische Merkmale oft geschlechtertypisch verteilt, aber starke Überlappung, Geschlechtstypische Unterschiede in Verteilung werden übertrieben Geschlechtsspezifisch wäre Merkmal nur dann, wenn keine Überlappung
  • 2. Entwicklung Genetisches Geschlechten SRY Gen Truner Syndrom Klinefelter Syndrom Auf genetischer Ebene Geschlecht durch einziges Gen bestimmt: SRY-Gen=Sex determing region y auf Y-Chromosom (in seltenen Fällen verschoben) genetisches Geschlecht durch Vorhandenseind eines Y-Chromosoms definiert, ohne SRY Gen weibliche Entwicklung  0,2% der Bevölkerung haben nicht XX oder XY, sondern X ("Turner-Syndrom") oder XXY (Klinefelter-Syndrom) oder XYY Bei der Zeugung wird das Geschlecht (fast) zufällig dadurch bestimmt, ob das Spermium das X- oder das Y-Chromosom des Mannes enthält
  • 2.1. Entwicklung- Hormonelles Geschlecht Primäre und Sekundäre Einflüsse kongenitale adrenale Hyperplasie Progesteron als Wehennhemmer Jacklin et al. 1988: 2D:4D Untersuchungen Primär bestimmt durch Gene des Kindes: In Abhängigkeit von SRY Gen Differenzierung der Geschlechtsdrüsenanlage -->Hodenvorform--> Androgene, vor allem Testosteron --> Eierstöcke--> Östrogene und Progesteron Hormonelles Geschlecht ist definiert durch quantitativen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Hormonen (KEIN LINEARER ZUSAMMENHANG!!!) (Hormonelle Wirkungen auf Geschlecht bewirken Einflüsse wie Überkompensation) Beispiel für genetischen Einfluss unabhängig vom SRY-Gen: kongenitale adrenale Hyperplasie (Erbrkrankheit) Überschuss an Androgenen, führt bei Mädchen zu Vermännlichung in Kognition und Verhalten, später zu vermehrter Homo- und Bisexualität; keine Wirkungen auf Jungen       Sekundär bestimmt durch pränatale Umwelteinflüsse: Beispiel: für pränatalen Umwelteinfluss: Progesteron als Wehenhemmer-->bei  Jungen"kognitiver Verweiblichung" und bei Mädchen zu 20% Homo- oder Bisexualität (verdreifachte Rate)     Verdeutlichung, dass Zusammenhänge zwischen Hormonspiegel und psychologischen Geschlecht nicht linear: Jacklin et al. 1988: Androgenspiegel in der Nabelschnur nach Geburt korreliert bei Mädchen negativ mit räumlichem Vorstellungsvermögen im Alter von 6 Jahren   2D.4D Quotient: Untersuchung von Verhältnis zwischen Zeige und Ringfinger ab 5. Lebensjahr konstant (bei Männern Ringfinger länger), bei Männern <1, bei Frauen ≈1 Viele Autoren nehmen an, dass 2D:4D auch innerhalb der Geschlechter Indiz für Vermännlichung, aber kritische Befundlage!!!
  • 2.3 Entwicklung- Neuronales Geschlecht Tierexperimente mit Testosteron Kausalinterpretation Breedlove 1997 Hormone beeinflussen Gerhirnentwicklung und somit Verhalten auch noch in Pubertät, Schwangerschaft, Menopause Tierexperimente: Testosterongabe in frühem Alter-->geschlechtsspezifische Differenzierung bestimmter Hirnstrukturen Kausalinterpretation schwierig: Beinflusst Geschlechtstypisches Verhalten neuronale Differenzierung oder andersrum???   --> Geschlechtsunterschiede auf neuronaler Ebene können Ursache UND Konsequenz  des Verhaltens und Erlebens oder einer geschlechtstypischen Umwelt sein (incl. Geschlechtsstereotype)   Breedlove 1997: Bei Ratten führte experimentell variierte Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs zu neuronalen Veränderungen: Sex wirkte auf das Gehirn
  • 2.4 Entwicklung Psychologisches Geschlecht Drei Leistungen bei der Entwicklung des Geschlechtsverständnisses von Kindern Geschlechtsunterschiede abhängig von Stereotypen? Beispiel Präferenz Spielzeuge Kinderlädenstudie 1970er Fazit: Ursachen vo Drei Leistungen bei der Entwicklung des Geschlechtsverständnisses von Kindern: - Erwerb des Geschlechtsstereotyps (ab 3. Lebensjahr-Ende Vorschulzeit: RIGIDER GESCHLECHTSSTEREOTYP, Im Verlauf der Grundschulzeit: FLEXIBLER GESCHLECHTSSTEREORYP - Erwerb der typischen Geschlechtsrollen - Erwerb der Geschlechtskonstanz -->psychologisches Geschlecht u.a. von Kultur beeinflusst. Wechselwirkungen zwischen biologischem Geschlecht, psychologischem Geschlecht und Geschlechtsstereotyp   GRÖSSE PSYCHOLOGISCHER GESCHLECHTSUNTERSCHIEDE WEITGEHEND UNABHÄNGIG VON DER ÜBERNAHME GESCHLECHTSSTEREOTYPEN: Unabhängig vom Geschlechtsverständnis können geschlechtstypische Präferenzen im Verhalten bestehen. Sie können, müssen aber nicht Konsequenzen des Geschlechtsverständnisses sein Beispiel: Frühe Präferenzen für bestimmtes Spielzeug, bevor das Geschlechtsstereotyp erworben ist   Kinderläden-Studie Versuche in den 1970er Jahren:  Kinder in antiautoritären Kinderläden „geschlechtsneutral“ zu erziehen, indem man geschlechtsuntypische Einstellungen und Verhaltensweisen förderte scheiterten Einflussnahme komplett vermeiden:Jungen dominierten  Mädchen stärker, da Erzieher nicht einschritten Resumee: Geschlechtsunterschiede primär genetisch bestimmt -sekundär im Verlauf der Schwangerschaft durch hormonelle Einflüsse und nach der Geburt durch das Geschlechtsstereotyp der Kultur überformt - geschlechtstypische Einstellungen und Verhaltensmuster entwickeln sich weitgehend unabhängig vom Erwerb des Geschlechtsstereotyps der jeweiligen Kultur. Es gibt kulturelle Unterschiede in der Größe bestimmter Geschlechtsunterschiede, aber keine Umkehrung der Unterschiede
  • 3 Effektgrößen Berechnung und Interpretation d Metanalysen Beispiel Eaton und Enns 1986-> Effektgröße Unterschied in motorischer Aktivität pränatal, gesamt, älter als 6 EFFEKTFRÖSSE D= MITTELWERTSDIFFERENZ/SD ->unabhängig von Messskala, Geschlechtsunterschiede in Merkmalen vergleichen  Die Mittelwertsdifferenz wird ausgedrückt als Anteil an der Standardabweichung Bei Z-Skaliertem Merkmal: automatisch! (x-x2/SD)    Metananalysen: fasst verschiedene Studien zu gleichem/ähnlichen Geschlechtsunterschied zusammen: Für jede Studie Effektgröße bestimmt und dann gemittelt (Einfach/gewichtet)   Beispiel Metaanalyse von Eaton und Enns 1986: Geschlechtsunterschiede in der motorischen Aktivität (positives d: höhere Aktivität bei Jungen) Motorische Aktivität vor Geburt durch elastischen Gürtel um Bauch gemessen. Jungen sind motorisch aktiver als Mädchen. d=.49Effekt schon vor pränatal(.33) steigt danach weiter an: Älter als 6 Jahre: .64
  • 3.1 Größe der Geschlechtunterschiede Räumliche Fähigkeiten Männer besser, vor allem in Test  zu mentaler Rotation, in 18 Studien mittlere Effektrgöße .94!!!  
  • 3.1 Größe der Geschlechtunterschiede Mathematische Fähigkeiten d für sehr hohe und sehr niedrige Fähigkeiten Beispiele für Hochbegabung: SATS, Mathematikolympiaden Korrelation Mathematik und Selbstvertrauen Warum Männer besser? Geschlechtsge Keine Unterschiede in Mathematiktests in Schulalter, aber wachsende Begünstigkeit mit zunehmendem Alter und Schwierigkeitsgrad der Aufgaben Jungen dominieren nur bei sehr hoch ausgeprägter(d=.54) und sehr niedriger (d=.11)Fähigkeit Beispiele für Hochbegabung: 17:1 für SAT-Werte über 700 142:2 für Sieger bei Mathematikolympiaden in US   Mathematikleistung korreliert .75 mit Selbstvertrauen bzgl. Mathematik Männer sind besser weil: Mentale Rotation korreliert mit Mathekompetenz Mangelnde Ermutigung von Mädchen --> gerimgeres Serlbstvertrauen  geschlechtsgetrennter Unterricht in Mathematik fördert mathematisches Interesse bei Mädchen, nicht aber mathematische Fähigkeiten
  • 3.1 Geschlechtsunterschiede Aggressivität Form Aggressivität in Partnerschaft Laut Metanalyse: Männer aggressiver .54 ABER: Analyse der Aggressionsform--> Männer zeigen mehr physische und verbale Aggression .74 ABER: Mädchen zeigen mehr Bezihungsaggression= indirekte Schädigung durch Beeinflussung Dritter (nachgewiesen nur für Kinder und Jugendliche, im Erwachsenenalter schwer nachweisbar)   Archer 2000: Bei physischer Aggression Ausnahme Gewalt zwischen Partnern: Frauen greifen Männer etwas öfter an, erleiden aber mehr Verletzungen Mythos von männlicher Gewalt in der Ehe gefördert durch Übergeneralisierung und Tabuisierung
  • 3.1 Größe der Unterschiede Sexualität Masturbation Geschlechtsverkehr akzeptieren von Sexualität ohne emotionale Bindung später Sex Waum berichten Männer mehr GV? 4 Gründe Masturbation: d=.94 Geschlechtspartner: d= .25 Akzeptieren Sexualität ohne emotionale Bindung: .81 später Sex: .38     Warum berichten Männer mehr GV als Frauen? 1. Antwortverzerrungen:--> Männer überschätzen, Frauen unterschätzen Anzahl In Bogus Pipeline Studie  ( Vpn an Lügendetektor angeschlossen, denken sie können nicht unentdeckt Lügen) gab es keinen Geschlechtsunterschied mehr; entsprechend für Fremdgehen 2. Unterrepräsentation von Prostituierten in Befragungen 3. Zunehmender Frauenanteil in Population ab Alter 18 Jahre 4. Höhere Rate GV bei Schwulen relativ zu Lesben   (Geschlechtsunterschiede lassen aber  in den letzten Jahren nach, nicht verallgemeinern, weil Studie sich nur auf anglo-amerikanischen Raum bezieht)
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  • 3.1 Größe der Geschlechtsunterschiede Partnerwahl Attraktivität sozialer Status Ambitioniertheit guter Charakter Intelligenz Humor Gültigkeit? Männer: Physische Attraktivität d=.53 Frauen:    - sozialen Status (d=-0,75) - Ambitioniertheit (d=-0,55) - guten Charakter (d=-0,29) - Intelligenz (d=-0,25) - Humor (d=-0,22) Metaanalyse (in Druck): gilt nur bei hypothetischen Merkmalen, nicht nach tatsächlicher Interaktion weil viele Merkmale gleichzeitig berücksichtigt werden und die Partnerwahl auch von nicht bewusst wahrgenommenen Partnermerkmalen beeinflusst wird (z.B. Kompatibilität des MHC-Komplexes, vermittelt über Geruch)
  • 4. Lerntheoretisch Erklärung Zwei Ansätze Berkräftigungstheorie: 3 Hypothesen Metaanalyse von Lytton & Romney 1991: bezüglich Bekräftigtung, mittlere Effektgröße, Unterschiede Väter und Mütter Kausalität Zwei Ansätze: - Bekräftigungstheorie - Imitationstheorie         Bekräftigungstheorie.drei aufeinander aufbauenden Hypothesen: 1.Differentielle Erwartungen der Interaktionspartner  2.Differentielle Bekräftigung durch sie  3.Differentielle Bekräftigungseffekte nachweisbar   -Differentielle Erwartungen : Interaktionspartner erwarten unterschiedliches Verhalten aufgrund von Geschlechtsstereotype ->Erwartungen in Subkulturen können dem vorherrschenden Geschlechtsstereotyp widersprechen können (vgl. Kinderläden-Studie)       -Differentielle Bekräftigung (entsprechend der Erwartungen)   Lytton & Romney 1991: mittlere Effektgröße d=0,43; Väter bekräftigen stärker differentiell (0,49) als Mütter (0,34), besonders bei ihren Söhnen   Differentielle Bekräftigungseffekte= Beeinflussung des Verhaltens Nicht nachgewiesen!   Kausalinterpretation unklar: Eltern bekräftigen ihre Kinder oder Kinder bekräftigen ihre Eltern? Diferentielle Bekräftigungseffekte könnten von Aktivierungspräferenz seitens der Kinder kommen--> Unklar, ob Geschlechtsspezifisches Verhalten durch Bekräftiung entsteht, oder schon vorher da und nur dadurch verstärkt wird!!!
  • 4. Lerntheoretisch Erklärung Nachahmungslernen 2 Wege durch Imitation Geschlechterunterschiede zu erwerben Kritik Imitationstheorie beinhaltet zwei mögliche Wege, Geschlechtsunterschiede durch Imitation zu erwerben: 1. Differentielle Beobachtungsgelegenheiten( Kinder haben mehr Gelegenheit zur Beobachtung gleichgeschlechtlichr Modelle, in westlichen Kulturen überholt, nicht mal bei alleinerziehenden Müttern) 2. Selektive Imitation gleichgeschlechtlicher Personen:eher gleichgeschlechtliche Modelle nachahmen -->erst ab Schulalter, dann ist Geschlechtertypisches Verhalten aber schon vorhanden, Imitation kann es dann nur noch verstärken --> Präferenz, geschlechterTYPISCHES Verhalten nachzuahmen:  Mädchen ahmen weibliches Verhalten männlicher Modelle eher nach als männliches Verhalten weiblicher Modelle, entsprechend für Jungen
  • 4 Lerntheoretische Erklärung Wertung Insgesamt Einfluss von Lernen  die Entwicklung von Geschlechtsunterschieden überschätzt.   Entstehhung grundlegender Geschlechtsunterschiede kann allein durch Lernen nicht erklärt werden. Höchstens deren Verstärkung. -> kulturspezifische Form des geschlechtstypischen Verhaltens wird erlernt, Geschlechtsunterschiede sind aber schon vorher da, Lernansatz erklärt nicht, warum es Stereotype gibt!
  • 5 Kulturpsychologische Erklärung Kulturelle Gemeinsamkeiten Studie von Schlegel & Barry 1986 Wertung -> Arbeitsteilung verantwortlich für Geschlechtsunterschiede a) KULTURELLE GEMEINSAMKEITEN: universele körperliche Unterschiede (Kraft, Schnelligkeit, Gewicht)--> universelle Arbeitsteilung -> universeller Arbeitstyp übertreibt/generalisiert und fixiert Geschlechtsstereotyp ("Nur Frauen können Kinder erziehen")   b) KULTURELLE UNTERSCHIEDE interkulturell variierende ökologische Bedingungen (wiegen bei Arbeitseinteilung schwerer als körperliche Merkmale~Bär in Höhle jagen können besser Frauen, weil Männer( eigentlich bessere Jäger) zu groß und sich stoßen   Studie von Schlegel & Barry 1986: 186 nichtindustriellen Kulturen uV: Beitrag der Frauen zur Ernährung des Haushalts: 0% (Jäger) -75% (Sammler) aV: -Geschlechtsverkehrtabu nach Geburt( minimiert Belastung der Frau durch Schwangerschaft und Stillen) (LÄNGER) -Bekräftigung der Mädchen für Fleiß (MEHR) - Sanktion von Frauen für vorhehelichen GV ( SELTENER) -Bewertung der Frau (POSITVER r= .18) (Ergebnisse) Manche Geschlechtsunterschiede lassen sich durch Arbeitsteilung erklären, viele aber nicht
  • 6 Kulturpsychologische Erklärung geschlechtstypische Präferenzen und Verhaltensweisen durch Selektionseffekte begünstigt a)Asymmetrie bezüglich Fortpflanzung b) Abhängigkeit von Umweltbedigungen ----->Entstheung fixierter konditionalen Entwicklungsstrategien
  • 6.1 Kulturpsychologische Erklärung Asymmetrie bezüglich Fortpflanzung Qualitative und Quantitative Strategien Ausgangspunkt: Männer können wesentlich mehr Kinder zeugen als Frauen Ultimater Erklärungsansatz: Männer: Quantitative Strategie: Viele Kinder ohne elterliche Sorge Frauen: Qualitative Strategie: Viel in einzelnes Kind investieren Begrenzt wird dieser Unterschied durch: - Rivalität der Männer um Frauen (Beispiel Harem) - Präferenz von Frauen für investierende Männer - Minimalinvestition in Kinder durch Männer notwendig, variiert mit Ökologie der Kultur(Quantität zahlt sich in reichen Umwelten aus, wo Frauen Kinder ohne väterliche Beteiligung aufziehen können)
  • 6.2 Evolutionspsychologische Erklärung 6 Ableitbare Konsequenzen aus Asymmetrie 1. Männer sollten weniger wählerisch bei Wahl ihrer Partnerin sein und schneller Sex haben wollen bestätigt (Buss & Schmitt 1993) 2. Männer sollten eher Sex ohne emotionale Bindung bevorzugen bestätigt (d=0,81 in Metaanalyse  3. Männer sollten mehr Wert auf Merkmale von Fruchtbarkeit legen (Jugend, gutes Aussehen), Frauen mehr Wert auf ressourcenreiche und ambitionierte Partner bestätigt (d=0,50 - 0,75 in Metaanalysen) 4. Polygynie sollte verbreiteter sein als Polyandrie bestätigt: in  raditionellen Kulturen war in 83% Polygynie erlaubt, aber in nur 0,05% Polyandrie, und dort war gleichzeitig auch Polygynie erlaubt  5. Männer sollten sich weniger an der Kindererziehung beteiligen im Mittel bestätigt, wobei die Beteiligung zwischen 0% und über 50% alters- und kulturabhängig is t 6. Frauen sollten eifersüchtiger bei "emotionalem Seitensprung" des Mannes sein bestätigt durch Beurteilung hypothetischer Situationen
  • 6.3 Wertung des Evolutionspsychologischen Ansatzes 3 Punkte Hauptprobleme evolutionspsychologischer Erklärungen : - beruhen auf Optimalitätsüberlegungen, nicht auf nachgewiesenen Entwicklungen - vermittelnde Gene nicht bekannt - Gefahr der Erfindung passender Umwelten, um bekannte Geschlechtsunterschiede zu erklären Überzeugender ist empirische Bestätigung vorher unbekannter Geschlechtsunterschiede (Beispiel: emotionale Eifersucht)
  • 6.3 Wertung des Evolutionspsychologischen Ansatzes 3 Punkte Wertung Geschlechtsunterschiede allgemein Hauptprobleme evolutionspsychologischer Erklärungen : - beruhen auf Optimalitätsüberlegungen, nicht auf nachgewiesenen Entwicklungen - vermittelnde Gene nicht bekannt - Gefahr der Erfindung passender Umwelten, um bekannte Geschlechtsunterschiede zu erklären Überzeugender ist empirische Bestätigung vorher unbekannter Geschlechtsunterschiede (Beispiel: emotionale Eifersucht)   Naturalistischer Fehlschluss“: Universell vorhandene Geschlechtsunterschiede rechtfertigen nichts: aus Sein folgt nicht Sollen! Umgekehrt ist die Abwesenheit von Geschlechtsunterschieden nicht unbedingt erstrebenswert; hierfür spricht wissenschaftlich gar nichts, rein politische Entscheidung!