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Persönlichkeitspsychologie (Fach) / 10 Bewertiungsdispositionen (Lektion)

Selbstwertgefühl Wohlbefinden

Diese Lektion wurde von Kuram erstellt.

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  • 1. Selbstkonzept William James 1890 Selbstkonzept Scheinvorhersagen James unterscheidet zwischen:   ICH=I= SELF AS KNOWER (Akteur-> Urheber eigenes Handelns und Wissens) MICH=ME= SELF AS KNOWN Obkekt des eigenen Wissens Selbstkonzept= Dispositionaler Aspekt des MICHs= univereselles und inditvidualtypisches Wissen über eigene Person, nur individualtyisches Wissen ist Persönlichkeitseigenschaft   Nutzung scheinbar individualtypischen Wissens in Pseudovorhersagen (z.B. Horoskop): Über 90% von Studierenden halten für sie speziell persönlich zutreffend: - Sie sind eher selbstkritisch - Sie sind sensibler, als die meisten glauben - Sie haben bisweilen sexuelle Probleme gehabt - Sie haben die Erfahrung gemacht, dass es nicht klug ist, ihre privaten Gefühle öffentlich zu äußern größter Teil des Selbstkonzeptes ist aber tatsächlich individuell typisches Wissen
  • 1.1 Selbstkonzept Nutzung als kognitives Schema Deutsch et al. 1988: Das Selbstkonzept übt wie andere Wissensbestände auch die Funktion eines kognitiven Schemas aus, indem es die Verarbeitung selbstbezogener Informationen beeinflusst unterscheidung Ideal-Selbst und Selbstkonzept Deutsch et al. 1988:  Studentinnen sollen 7 Eigenschaften nennen, die sie besonders gut beschreiben. Danach aus allen gesamten genannten Eigenschaften beurteilen, welche für sie am charakteristischen -->Selbstgenannte Eigenschaft schneller erkannt, für charakteristischer gehalten und besser erinnert
  • 2 Selbstwertgefühl Definition Allgemeines Selbstwertgefühl Rosenberg Erfassung Selbstwertgefühl= Wissen über sich selbst, das bewertung positiv-negativ unterliegt-> Einstellung zu sich selbst, affektive Bewertung des Selbstkonzepts  Allgemeines Selbstwertgefühl Rosenberg erfasst duch Self-Esteem-Scale, Beispiel: Alles in allem bin ich mit mir selbst zufrieden eindimensionales Konstrukt, unspezifisch zentrale Komponente von Lebenszufiredenheit wichtiger Indikator für psychische Gesundheit korreliert negativ mit Neurotizismus
  • 2 Selbstwertgefühl Definition Allgemeines Selbstwertgefühl Rosenberg Erfassung Selbstwertgefühl= Wissen über sich selbst, das bewertung positiv-negativ unterliegt-> Einstellung zu sich selbst, affektive Bewertung des Selbstkonzepts  Allgemeines Selbstwertgefühl Rosenberg erfasst duch Self-Esteem-Scale, Beispiel: Alles in allem bin ich mit mir selbst zufrieden eindimensionales Konstrukt, unspezifisch zentrale Komponente von Lebenszufiredenheit wichtiger Indikator für psychische Gesundheit korreliert negativ mit Neurotizismus
  • 2.1 Selbstwertgefühl Shavelson et al. 1976: Asendorpf & van Aken 1993 Korrelationenen sozial, sportlich, kognitiv Shavelson et al. 1976: Kritik an Eindimensionalität des allgemeinen Selbstwertgefühls; Alternative Selbstwerthierarchie  mit untergeordneten bereichsspezifischen Selbstwertfaktoren -> gute Bestätigung Validität des bereichspezifischen Selbstwertgefühls Asendorpf & van Aken 1993: Längsschnittestudie über Selbstwertgefühl von Schulkindern Auf jeder Altersstufe kognitive, soziale, sportliche Faktoren, die Selbstwertgefühl ausmachen zeitstabil: Messungen der gleichen bereichsspezifischen Faktoren korrelieren besser, als die von unterschiedlichen: Kognitiv .60 . Sport .58  Sozial .61 . Allgemein .43 ->Allgemeines Selbstwertgefühl weniger stabil als bereichsspezifisches, weil Stimmungsabhängig Nicht nur Summe von bereichsspezifischen Faktoren, sondern Eigendynamik-->  
  • 2.2 Selbstwertgefühl- Selbstwertdynamik (Marsh & Hau 2004):intraindividuelle Kontrasteffekte Mathematische und verbale Fähigkeiten korrelieren zu .76 aber Selbstwertgefühl im Bezug auf beide Bereiche nur .04 --> Grund: Intrainidividuelle Kotrasteffekte Wer besonders gute Leistungen in Mathe unterschätzt sprachliche Leistung   
  • 2.2 Selbstwertgefühl- Selbstwertdynamik (Marsh & Hau 2004):intraindividuelle Kontrasteffekte Mathematische Fähigkeiten, verbale Fähigkeiten und Selbstwergefühl Mathematische und verbale Fähigkeiten korrelieren zu .76 aber Selbstwertgefühl im Bezug auf beide Bereiche nur .04 --> Grund: Intrainidividuelle Kotrasteffekte Wer besonders gute Leistungen in Mathe unterschätzt sprachliche Leistung  Zusammenhang zwischen Selbstkonzept und Verhalten gemindert
  • 2.2 Selbstwertgefühl-Selbstwertdynamik allgemein, Abweichungen Realtität und Wahrnehmung Selbstwahrnehmung Selbstkonsistenzerhöhung Selbsterinnerung   allgemein: Selbstbezogene Informationswarhnehmung von vielen Faktoren abhängig->Abweichungen zwischen subjektiven Bild der eigenen Person und objektiver Persönlichkeit--> Selbst-und Fremdbeurteilung Schönheit: r=.3, IQ und tatsächliche Intelligenz r=.3 Selbstwahrnehmung: Körper, physiologische Veränderungen und Verhalten--> stark von Selbstkonzept abhängig Selbstkonsitenzerhöhung: verzerrt Prozesse der Selbstwertdynmaik->stabilisiert Selbstkonzept, erwartungsgesteurete Wahrnehmug beeinlfusst über Selbstbild Selbsterinnerung:  Erinnerung an eigene Person und an eigenes Erleben und Verhalten in Vergangenheit-> stabilisiert Selbstkonzept, gleichzeitig Erinnerung aktuellem Selbstkonzept angepasst--> erhöht Gefühl der Identität ( Gefühl der Kontinuität zwischen früherem und aktuellem Selbst)
  • 2.3 Selbstwertgefühl Selbstwertdynamik soziales Spiegeln Cooley 1902 Mead 1934 Cooley 1902: Wir sehen uns so, wie wir uns im Spiegel der anderen sehen: Wir tendieren dazu, uns so zu sehen, wie wir glauben, dass andere uns sehen-> SUBJEKTIVE KOMPONENTE   Dagegen Mead 1934: Symbolischer Interaktionismus führt Selbstbild auf objektive Rückmeldungen wichtiger Bezugspersonen zurück: ignoriert subjektive Verzerrungen   ABER: Zahlreiche Befunde: Soziales Spiegeln für Selbstkonzept weniger wichtig, als im symbolischen Interaktionismus angenommen --> Fähigtkeit vorhanden (zwar schwach ausgeprägt), Differenz zwischen Eindruck anderer und Selbstkonzept wahrnehmbar
  • 2.4 Selbstwertgefühg Selbstwertdynamik Sozialer Vergleich Marsh & Hau 2003 Sozialer Vergleich Bezugsgruppeneffekte durch Vergleich mit einer bestimmten Bezugsgruppe, nicht nur mit Altersgleichen  Studie: Ende vierte Klasse zukünftige Gymnasiasten und Hauptschüler: Gymnasiasten besseren Selbstwert im Vergleich des Schulischen, weil bessere Noten. Später auf Gymnasium sinkt ihr Selbstwert im Vergleich zu Hauptschülern, weil jetzt alle gute Noten Marsh & Hau 2003: Big-Fish-Little-Pond Effekt: Gute Schüler zwischen Leistungsschwachen Mitschülern besonders bestrebt,ihren Erforlg zu halten,stich besonnders heraus!
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  • 2.5 Selbstwertdynamik Selbstdarstellung Goffman 1956 Eindrucksmanagement, persona Zwei Aspekte Teufelskreis   Goffman 1956: In der Öffentlichkeit spielen alle Theater, sind Selbstdarsteller und versuchen, Einfluss auf den Eindruck anderer von uns zu gewinnen (Eindrucksmanagement). Das kann auch indirekt geschehen (z.B. Gerüchte verbreiten) "Persönlichkeit" stammt vom lateinischen "persona" (Maske von Schauspielern im Theater)!   Zwei Aspekte bedeutsam für Selbstdarestellung: - Bedürfnis nach Selbstdarstellung-->Selbstkonsistenz-, und Selbstwerterhöhung  - Fähigkeit zur Selbstdarstellung Teufelskreis bei Bedürfnis +, Fähigkeit --> fehlgeschlagene Versuche machen Selbstwertgefühl noch schlechter
  • 2.5 Selbstwertdynamik Selbstdarstelling Gosling et. al 2004 Gosling et al. 2004: Homepage-Beurteilungen der Big Five des Homepage-Inhabers korrelierten im Mittel .31 mit dem Selbsturteil .39 mit dem Bekanntenurteil über die Inhaber der Homepages -->valide Informationen über Inhaber
  • 2.7 Selbstwertdynamik Motiv zur Selbstüberschätzung versus Selbstunterschätzung Mäßige Selbstüberschätzung  normal; gnadenloser Realismus oder Unterschätzung: Depression/niedriger Selbstwert   Stark überdurchschnittliche Selbstüberschätzung problematisch, da mit einem negativen Bild anderer korreliert
  • 2.8 Selbstwert- Narzissmus Freud 1914, Kernberg 1989 DSM-IV und ICD-10 NPI Sigmund Freud (1914) und Otto Kernberg (1989): starkeSelbstüberschätzung -->Narzissmus:grandioses Selbstbild", muss mir viel Abwehr und Aufwand verteidigt werden->fragil   - mangelnde Empathie (um negative Rückmeldungen zu meiden) - Überempfindlichkeit gegenüber Kritik - starke Stimmungsschwankungen bis hin zu aggressiven Ausbrüchen   Narzissmus  in DSM-IV und ICD-10 Persönlichkeitsstörung   normale Varianten von Narzissmus: Narcissistic Personality Inventory NPI 
  • 2.8 Narzissmus Womit korreliert? bei Studenten in Tagebuchstudien Medienstars bei Studierenden:Überschätzung der eigenen Intelligenz, physischen Attraktivität, der eigenen Leistung in Gruppen, der zu erwartenden eigenen Noten   - Tagebuchstudien: starken Schwankungen der Stimmung und des aktuellen Selbstwertgefühls von Tag zu Tag   - Medienstars (insbesondere Frauen) sind unabhängig von Karrieredauer narzisstischer: Selektionseffekt, nicht professionelle Verbiegung
  • 2.9 Explizites- Implizites Selbstwertgefühl Erfassung->Selbstwert IAT Asendorpf et al 2001 Mode Modell und IAT Da spezielle implizite Einstellung, lässt es sich u.a. durch Selbstwert-IAT erfassen Target ist eigene Person, repräsentiert durch Worte wie ich, selbst, meine,...Gegensatz: Andere -->Implizites Selbstwert umso höher, je schneller Bedingung "eigene Person-positiv " im Gegensatz zu "andere Person-negativ" beantwortet Asendorpf et al. 2002: Erweiterung auf implizites Selbstkonzept der Persönlichkeit durch eigenschaftsbeschreibende Attribute, z.B. schüchtern – nichtschüchtern statt poistiv vs negativ   Auch hier MODE-Modell bestätigt: Schüchternheits-IAT sagte spontanes schüchternes Verhalten vorher, explizite Schüchternheitkontrolliertes schüchternes Verhalten
  • 2.9 Explizites- Implizites Selbstwertgefühl Erfassung->Selbstwert IAT Schnabel et al. 2008 zur Asendorpfstudie Erfasst SelbstkonzeptsIAT wirklich eigene Meinungz zum Selbstjkonzeptoder soziale Erwünschheit des Targets? Schnabel et al. 2008: IAT mit nur positiven Big-Five-Attributpaaren bzw. nur negativen Attributpaaren, z.B. gewissenhaft – kontaktfreudig, leichtsinnig – verschlossen korrelierte mittelhoch mit expliziten Selbstbeurteilungen dieser Attribute   IATs können auch semantische Bedeutung unabhängig von der evaluativen erfassen
  • 3 Wohlbefinden Lebensumstände Headey & Wearing 1989: Womit korreliert Wohlbefinden Lebensumstände (Gesundheit, materielle,...) tragen überraschend wenig zum Wohlbefinden bei. 37% der 100 reichsten US-Bürger gaben ein unterdurchschnittliches Wohlbefinden an; auch Rollstuhlfahrer und Blinde sind überwiegend glücklich   Selbst bei extremer Änderung der Lebenssituation (Lotteriegewinn, Querschnittslähmung) geht Wohlbefinden bereits nach 3 Monaten weitgehend zum vorherigen Ausgangswert zurück   Headey & Wearing 1989: Regelkreismodell des Wohlbefindens: Wohlbefinden schwankt um individuellen Sollwert herum, der durch Persönlichkeit bestimmt Wohlbefinden-> mittelfristig stabile Persönlichkeitseigenschaft korreliert mit:   .60 mit allgemeinem Selbstwertgefühl .50 mit Selbstwirksamkeitserwartung .50 mit Extraversion .40 mit Religiosität -.30 mit Neurotizismus    
  • 3 Wohlbefinden Längsschnittstudie Sozio-oekonomische Panel (SOEP) Scheidung, Verwitwung, Arbeitslosigkeit, Hochzeit In letzten Jahren Relativierung desRegelkreismodells des Wohlbefindens durch Längsschnittstudien, die langfristige Effekte kritischer Lebensereignisse zeigen Scheidung 5 Jahre vvorher deutlicher Abfall des Wohlbefindens, danach nur langsamer Anstieg und 5 Jahre danach Niveau noch nicht wieder erreicht Verwitwung: dratischer Abfall des Wohlbefindens in Todesjahr, langsame Erholung, auch danach nicht wieder erreicht Arbeitslosigkeit schnelle Erholung, aber nicht bis zum urspräunglichen Niveau ~ Langzeitarbeitslose Hochzeit minimale Konsequenz