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Persönlichkeitspsychologie (Fach) / 9 Handlungsdispostionen 1 (Lektion)
Bedürfnisse
Motive
Interessen
H.-Überzeugungen
Bewältigungsstile
Diese Lektion wurde von Kuram erstellt.
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- 1 Handlungsdispositionen -> Richtung und Überzeugungen Kein etablierter Begriff in Psychologie, beziehe ich auf Persönlichkeitsunterschiede im zielgerichteten Handeln : Bezogen auf VERHALTENSRICHTUNG - Bedürfnisse - Motive - Interessen Bezogen auf Überzeugungen über eigenes Handeln Erwartungsstile - Kontrollstile - Attributionsstile
- 2. Bedürfnisse Klassisches Konzept der Motivationspsychologie Regelkreismodelle: Operationalisierung physiologischer Grundbedürfnisse Hunger, Durst, Sex, Neugier Persönlichkeitsunterschiede z.B, Bischof 1985 Klassisches Konzept - Psychoanalyse Freud-> Physiologische Grundbedürfnisse beeinflussen Verhalten Regelkreismodellen: Regulierung physiologischer Ungleichgewichte u grundlegender sozialer Bedürfnisse Bedürfnisse als Sollwert operationalisiert Hunger und Durst: Interne Produktion Sex: intern und extern Neugier: extern Persönlichkeitsunterschiede bestehen dabei in den Sollwerten (z.B. Bischof 1985)
- 3 Motive Moderne Motivationspsychologie Unterscheidung Motivation und Motiv Mootivation(sstärke)= STATE, aktueller Zusatand einer Person in einer motivierenden Situation Motiv= TRAIT, überdauernde Tendenz zu bestimmter Motivationssträke in motivationsanregenden Situtationen Moderne Motivationspsychologie: RATIONALE ZIELBILDUNGSPROZESSE-> Erwartungs X Wert Theorien --> Risikowahlmodell von Atkinson 1957 bezogen auf Leistungsmotivation
- 3.1 Motive Risikowahlmodell von Atkinson (1957) Wertkomponente Erfolgskomponente Leistungsmotivation L in bestimmter Situation wird bestimmt von zwei Größen: subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit W Leistungsmotiv M werden multiplikativ verknüpft: L = M*(1-W)*W, M*(1-W)--->WERTKOMPONENTE bestimmt durch Leistungsmotiv und Risiko (1-W)-->Attraktivität des Erfolges (steigt, umso riskanter) W =ERFOLGSKOMPONENTE ->subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit W
- 3.1 Motive Risikowahlmodell von Atkinson (1957) Leistungsmotiv wann steigt es? Erfolsorientierte und Misserfolgsorientierte Leistungsmotiv: -Erfolgsmotiv Me, Erfolg anzustreben -Misserfolgsmotiv Mm, Misserfolg zu meiden nur schwach negativ korreliert, L = (Me - Mm)´(W - W²) W - W² ist maximal bei W=0,5 ->L steigt, je stärker individuelles Erfolgsmotiv Misserfolgsmotiv übersteigt und je näher Erfolgswahrscheinlichkeit an maximal motivierendem Wert .05 liegt Erfolgsorientierte maximal motiviert bei mittelschweren, Misserfolgsorientiere maximal motiviert bei schweren und leichten Aufgaben ABER gemischte Befunde hierzu
- 3.1 Motive Risikowahlmodell von Atkinson (1957) Misserfolgsmotiv-> Komponenten Hadnlungorientierung: Misserfolg durch Handlungen und Erwartungsbildung vermeiden Lageorientierung: Tendenz, sich mit eingetretenem Misserfolg und dessen Folgen zu beschäftigen
- 4 Erfassung von Motiven Projektive Assoziationstests Funktionsprinzip Prinzip projektiver Assoziationstests: Erfassung impliziter Bedürfninne/Motive (vgl TAT von Murray 1943) Durchführung: Pro Motiv Darbietung 5-8 uneindeutiger Bilder mit Interpretationsspielraum, die Motiv mittelstark anregen Probanden erfinden Geschichte und projizieren dabei eigene Motive ins Bild--> Bepunktung, wenn Motiv angesprochen, Schließen auf implizite Motive
- 4 Erfassung von Motiven Projektive Assoziationstests 3 Kritikpunkte MÄSSIGE INTERNE KONSISTENZ: ca. 50 bei ungefähr 6 Bildern --> Geringe Itemkorrelation Verteidigung: Sättigungseffekt: nach ein paar Bildern sind es Pbn Leid, immer über das gleiche zu reden und wechseln deswegen Thema, Aggregationsprinzip nicht nutzbar MÄSSIGE ZEITLICHE STABILITÄT: Retestreliabilität über wenige Wochen nur .50 Verteidigung: unterschiedliche Motivationslagen an verschiedenen Testtagen--> Wird Persönlichkeitseigenschaft oder state gemessen?Parallelteststabilittä noch nicht getestet UNKLARE INTERPRETATION VON TESTERGEBNISSEN --> eigenes Motiv, oder nur Sensititvität gegenüber eines Themas gemessen? Polizisten und Mobbingopfer viel mit Aggression beschäftigt-> hohe TAT Werte --> Sensitivität gegenüber Aggression aber nicht entsprechendes Verhalten
- 4. 1 Erfassung von Motiven- Alternative Erfassungsmethoden Reliabilität Korrelation von impliziten und expliziten Messverfahren Was misst was?McCleveland et. al 1998 Tatsächliches Leistungsverhalten Persönlichkeitsskalen: PRF= Personality Research Form gute interne Konsistenz und Retestreliabilität erfasst im deutschen Raum 14 explizite Bedürfnisse -->Explizite und implizite Messverfahren korrelieren kaum (könnte an Unzuverlässigkeit projektiver Tests liegen ) McCleveland et. al 1998: Implizite Motive (TAT) erfassen operantes Leistungsverhalten= Verhalten, dass man spontan und von sich aus zeigt (freiwiliige Überstunden) Eplizite Motive (Fragebögen) sagen respondentes Verhalten hervor= durch extrinsische Anreize ausgelöst (Überstunden für Gehaltserhöhung) Tatsächliches Leistungsverhalten im Alltag nicht nur von Leistungsmotiv abhängig, auch von Intelligenz, Fähigkeiten, Wissen... --> Solange das nicht kontrolliert, Schluss von Motiven auf Verhalten schwierig
- 4.1 Was misst was?McCleveland et. al 1998 Dazu Metaanalyse von Spangler 1992: McCleveland: Expllizites Motiv--> Respondentes Leistungsverhalten Implizites Motiv--> Operantes Leistungsverhlaten Spangler 1992: Korrelation von Selbstbeurteilung und respondentem Leistungsverhalten: .15 Korrelation von projektivem Test und operantem Leistungsverhalten: .22 Grund: Fähigkeiten nicht berücksichtigt!
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- 5 Interessen Definition Anwendung und Forschungsstand Interessen beziehen sich darauf, ob bestimmteTätigkeiten als anziehend oder abstoßend empfunden werden Wenig entwickeltes Gebiet derPersönlichkeitspsychologie, obwohl es direkteAnwendungen in der Berufsberatung hat.Hierfür gibt es Berufsinteressentests z.B BIT 2 im deutschsprachigen Raum
- 5. .1 Interessen -Berufsinteressen 6 Faktoren des Berufsinteresses (Holland 1975): Dimensionen 6 Faktoren des Berufsinteresses (Holland 1975): Praktisches Interesse Wissenschaftliches Interesse Künslerisches Interesse Soziales Interesse Unternehmerisches Interesse Interesse an Büroberufen Dimensionen: -Ausmaß des allgemeinen Interesses -Sozialer Faktor (Menschen-Dinge) -Konkreter Faktor (Daten-Ideen)
- 5.1 Interessen-Berufsinteressen Passung : Berufsinteressen, Arbeitszufriedenheit- Kausalität? Längsschnittstudien Die Passung zwischen Berufsinteressen und Arbeitsinhalten korreliert positiv mit der Arbeitszufriedenheit, wobei die Kausalrichtung Passung --> Zufriedenheit oder Zufriedenheit --> Passung unklar ist Die Berufswahl wird durch Fähigkeiten besser vorhergesagt als durch Interessen Längsschnittstudien: Kein Zusammenhang zwischen Berufsinteressen zu Studienbeginn und Arbeitszufriedenheit 12 Jahre später Fähigkeiten gemessen in 10. Klasse sagen besser später ausgeübten Beruf voraus, als zeitlgleich erhobene Interessen
- 6 Handlungsüberzeugungen Definition Stile Gemeinsamer Faktor "Handlungsüberzeugungen" ist kein etablierter Begriff in der Psychologie Gemeint sind damit Überzeugungen über das eigene Handeln, bewusst rptäsentierte: ERWARTUNGSSTILE: zusammenwirkend mit Motivation bilden sie Motivationstendenz HANDLUNGSKONTROLLSTILE ATTRIBUTIONSSTILE= Ereignisbewertung -> beziehen sich auf unterschiedliche Phasen des Handlungsprozesses, aber haben Handlungsoptimismus als gemeinsamen Faktor
- 6.1 Handlungsüberzeugungen Handlungsoptimismus Einfluss auf Erfold gemeinsamer Faktor der Handlungsüberzeugungen gibt SUBJEKTIVE Erfolgswahrscheinlichkeit des eigenen Handelns wieder, ~sich selbst efüllende Prophezeiung -->Erfolgsmotivierte ehöhen Anspruchsniveau nach Erfolg stärker imd semlem es nach Misserfolg weniger als Misserfolgsmotivierte -> höhere Erfolgschancen
- 6.2 Handlungsüberzeugungen Erwartungsstile Selbstwirksamkeit Unterscheidung von Erfolgserwartung Erfassung: Schwarzer & Jerusalem 1989 Erwartungsstil Selbstwirksamkeitserwartung=Erwartung, zu einem bestimmten Verhalten fähig zu sein Unterscheidbarkeit von Erfolgserwartung: optimistische Fatalisten, korrelieren hoch, aber nicht perfekt->Fokus liegt auf Handeln und nicht auf Ergebnis Erfassung Schwarzer &Jerusalem 1989, Selbstwirksamkeitsskale Beispielitem: "Wenn mir jemand Widerstand leistet, finde ich Mittel und Wege, mich durchzusetzen" Spielt große Rolle in Gesundheitspsychologie
- 6.2 Handlungsüberzeugungen Erwartungsstile Kontrollüberzeugung Unerscheidung zu Selbstwirksamkeit Erwartungen, Handlungsfolgen selbst unter Kontrolle zu haben (internal-external) bezieht sich auf Erfolg UND Misserfolg, Selbstwirksamkeit bezieht sich nur auf Erfolg!
- 6.3 Halndungsüberzeugungen Handlungskontrollstile Handlungsorientierung vs Lageorientierung Aspekte: Ausdauer, Inititative und Disengagement -->Selbstwirksamkeitswahrnehmung, Handlungsmotiv und Erfolgsmotiv korrelieren positiv miteinander
- 6.4 Handlungsüberzeugungen Attributionsstile Definition Erfolgsmotivierte-> selbstwertdienliches Attributionsmuster transsituative Konsistenz Tendenzen, Handlungsergebnisse in bestimmter Weise zu erkären vor allem beim Leistungshandeln untersucht: external-internal, variabel-stabil, kontrolierbar- nicht kontrollierbar Erfolgsmotivierte: Erfolg auf internal-stabile Ursachen und Misserfolg auf internal/external variable Ursachen attribuiert -->serlbstwertdienliches Attributionsmuster: positives Selbstwertgefühl auch bei Misserfolgen aufrecht erhalten Misserfolgsorientierte haben dementsprechen schädliches Attributionsmuster Gute Übereinstimmung von Handlugsüberzeugungen in sich, darf nicht verwechselt werden mit transsituativer Konsistenz von Attributionsstilen: Transsituative Konsistenz von Attributinsstilen gering: Für Leistungen und sozialen Bereich korrelieren sie nur .30