28

Einführung in die Pathologie (Fach) / Infektions- und Parasitenkrankheiten (Lektion)

AIDS

Diese Lektion wurde von joga erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Was bedeutet AIDS? Acquired Immune Deficiency Syndrom= Immundefektsyndrom
  • Was brauchen die HIV-Viren um sich zu vermehren? eine Wirtszelle in der sie eindringen. Zu diesen Wirtszellen gehören vorallem die T4-Lymphozyten (auch T-Helferzellen genannt)
  • Wieso verläuft die Krankheit in der ersten Phase asymptomatisch? Das Virus macht sich erst nach Ablauf der Latenzzeit bemerkbar
  • Auf welche Weisen kann eine Übertragung erfolgen? Sexuelle Übertragung: heterosexuelle und homosexuelle Frauen und Männer betroffen - Blutübertragung: Austausch von infizierten Spritzen unter Drogensüchtigen -Fetale Übertragung: erfolgt während der Schwangerschaft, Geburt oder Stillen durch die Mutter auf ihr Kind
  • Wie viele Menschen leben in der Schweiz mit HIV und Aids? 25 000 (Weltweit 33 Millionen)
  • Die verschiedene Phasen der Krankheitsentwicklung - Erste Phase (Akutphase) - Latenzphase ( asymptomatische Phase) - Krankheitsphase (symptomatische Phase) Nach AIDS-Ausbruch erfolgen: - Neurologische Störungen - Sogenannte Opportunistische Infektionen -Maligne Tumore
  • Erste Phase der Krankheitsentwicklung bei HIV Die ersten klinische Zeichen treten nach 2 bis 6 Wochen nach Infizierung auf. Zu den ersten Zeichen gehören: - geschwollene Lymphknoten (Hals, Achseln) - Beschwerden wie bei leichter Grippe - orale Ulzerationen (Kandidose)
  • Latenzphase ist die asymptomatische Phase die zwischen 2 und 10 Jahren dauern kann. Rund 30 bis 60% aller HIV-infizierten Personen erkranken später an Aids.
  • Krankheitsphase symptomatische Phase, in der folgende Symptome auftrete: - Grosse, schmerzhafte Geschwüre am ganzen Körper - Haut- und Schleimhauterkrankungen wie orale und vaginale Kandidose -Unterschiedliche Entzündungen (Arthralgie) - Stark verschlechterter Allgemeinzustand
  • Neurologische Störungen nach Aids-Ausbruch -Enzephalitis -Parästhesien an Gliedmassen -Myelitis - Polyneuritis
  • Anzeige
  • Opportunistische Infektionen nach Aids-Ausbruch sind Infektionen, die durch Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze verusacht werden, wenn das Immunsytem geschwächt ist. z. B.: - Pneumozytose - Retinitis -Chorioretinitis - Tuberkulose
  • Maligne Tumore nach Aids-Ausbruch -Lymphome -Kaposi-Sarkom (typisch bei Aids)
  • Arthralgie Gelenkschmerzen
  • Myelitis Entzündung des Rückenmarks oder des Knochenmarks
  • Polyneuritis Entzündung mehrerer peripherer Nerven
  • Opportunistisch gelegenheits-
  • Pneumozystose "Aids-opportunistische" pulmonale Infektion
  • Retinitis Netzhautentzündung
  • Chorioretinitis Entzündung der Aderhaut und der Netzhaut
  • Lymphom bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems
  • Wie erfolgt die Diagnostik?  durch Nachweisen der Anti-HIV-Antikörper im Serum. Erste Bestimmung durch ELISA-Test, ist Ergebnis positiv, muss es durch eine zweiten Test (Western-Bolt) bestätigt werden. Ist der Test 3 Monate nach der Risikosituation negativ, kann eine Infizierung klar ausgeschlossen werden.
  • Weitere Labor-Untersuchungen sind - Bakteriologische und serologische Untersuchung von Sekreten - Radiografien - Bestimmung der Anzahl T-Helferzellen
  • Kaposi-Sarkom kutaner primitiver Tumor, tritt im Zusammenhang mit Aids auf
  • Antivirale Behandlung und welche Produkte werden verwendet? Das Virus kann zwar nicht vernichtet werden, aber dennoch tritt eine antivirale Wirkung ein. Produkte: - AZT -DDC -DDI -3 TC
  • Die Zukunft der Tritherapie deutliche Senkung der Sterberate jedoch hohe Kosten
  • Gleichzeitige Behandlungen Antibiotika und Sulfonamiden bei Lungenentzündung sowie Antimykotika und Antiparasitika
  • Impfungen aufgrund der hohen genetischen Variabilität des Virus gibt es keine Anti-HIV-Impfung
  • Was gehört zur Prävention? - Aufklärung der Bevölkerung:Notwendigkeit von geschütztem Geschlechtsverkehr - Frühzeitige Erkennung bei Risikopopulationen - Aufklärung von Drogensüchtigen: - Abgabe von Methadon und Subutex um das Übertragungsrisiko durch infizierte Spritzen zu vermeiden - Spritzencontainer und Abgabestellen vermindern das Ansteckungsrisiko