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Intelligenz und Begabung (Fach) / Intelligenzdiagnostik (Lektion)
Seminar
Diese Lektion wurde von Yunamalou erstellt.
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- Messen und Operationalisierung Messen: systematische Zuordnung von Zahlen zu Ausprägungen einer Variablen (Bsp. Person --> hoher IQ – 130).Problem: in der Psychologie müssen Variablen/Konstrukte operationalisiert werden – „Intelligenz“ an sich kann man nicht messen!Operationalisieren: messbar gemacht werden durch Überführung von Konstrukten in Indikatoren.
- Skalenniveaus Ein Skalennieveau ensteht dadurch, dass Zahlen Ausprägungen einer Variable zugeordnet werden.Es gibt je nach Variableneigenschaft 4 verschiedene Skalenniveaus.1. Nominalskala->keine Rangfolge (Bsp.: Geschlecht, Beruf, Familienstand)2. Ordinalskala->Rangfolge; Abstände müssen nicht unbedingt gleich sein.(Bsp.:Noten, Einkommen, Zufriedenheit)3. Intervallskala->Rangfolge; Abstände immer gleich; Mittelwert. (Bsp. Temperatur, Jahreszahlen,IQ)4.Rationalskala/Verhältnisskala->Rangfolge; Abstände; Mittelwert; absolute Nullpunkt.(Bsp.: Körpergröße, Gewicht)
- Messfehlertheorie (X=T+E) Die Messfehlertheorie bezeichnet die Messgenauigkeit und die Größe des Messfehlers.Bsp.: Wenn Intelligenz gemessen wird, kann dies immer nur annähernd passieren.Wahre Intelligenz ist deshalb nicht messbar!!
- Gütekriterien Objektivität: standardisierter Testvorgang(->Durchführungsobjektivität, Auswertungsobjektivität, Interpretationsobjektivität)Reliabilität: Messgenauigkeit, ZuverlässigkeitValidität: Gültigkeit
- Intelligenzalter Binet entwarf das Konzept „Intelligenz- Alter“, um den IQ zu berechnen: IQ = Intelligenzalter / Lebensalter x 100Die Einzelleistung muss im Verhältnis zum Lebensalter stehen, hat bspw. ein 8-jähriges Kind Aufgaben von 10-jährigen gelöst --> hoher IQ
- Definition IQ Der IQ ist die Maßzahl, mit der man die intellektuelle Leistungsfähigkeit angibt. Eine Person wird im Verhältnis zur gleichen Altersgruppe der Gesamtbevölkerung gesehen. Die Skalierung geschieht durch eine Intervallskala, bei der der IQ-Mittelwert 100 ist. Der Normalbereich reicht allerdings von 85-115.
- Hochbegabung Es gibt keine einheitliche Definition!1. Psychometrische Definition: IQ ab 130 (intellektuelle Hochbegabung) Das sind ca. 3% der Bevölkerung. 2. Performanzdefinition: nur wer hohe Leistung erbringt, ist hochbegabt3. Ettikettierungsvorgang: Hochbegabung ist eine soziale Zuschreibung durch Experten4. Spezifische Talentdefinition: eine bestimmte Stärke (z.B. im Sport) ist ausreichend, damit eine Hochbegabung vorliegt; zwischen den einzelnen Bereichen gibt es hohe Korrelationen. Ein Mensch kann in einem Bereich hochbegabt sein, in einem anderen nicht aber dort auch durchschnittlich hoch begabt sein. --> 2. schließt 1. nicht aus, aber umgekehrt ist es nicht unbedingt so. 2. und 4. sind besonders wichtig.
- Skalierung des IQ Die Skallierung erfolgt durch eine Intervallskala. Der Normwert des IQ's liegt bei 100. Der Normalbereich reicht von 85-115.
- Aufmerksamkeitstests Ein Beispiel für einen Aufmerksamkeitstest ist der D2-Aufmerksamkeits-Belastungs-Test.Dabei müssen die Testpersonen alle d's raussuchen die zwei Striche um sich herum haben. In einem Wirrwar von d's, b's und p's kann das sehr verwirrend sein. Es gibt 14 Reihen und pro Reihe hat man nur wenige Sekunden Zeit, wenn die Zeit um ist, muss man direkt in die nächste Reihe gehen. Am Schluss wird der Test dann ausgewertet in dem die richtigen Markierungen gezählt werden.Damit filtert man vor dem eigentlichen IQ-Test die Starken und Schwachen heraus, oder?--> Um Defizite bei der Versuchsperson auszuschließen, wird vor dem Intelligenztest ein Aufmerksamkeitstest (z.B. der D2) durchgeführt. Leidet die Versuchsperson beispielsweise an ADHS kann diese nicht über längerer Zeit unter Zeitdruck einen Test bearbeiten.
- Kulturfreiheit von Intelligenztests Beim Shimberg-Experiment ist herausgekommen, dass es Unterschiede bei Fragen wie:Welche Farben hat die amerikanische Flagge? undWelches Gemüse wächst am Boden? zwischen Stadt und Landbevölkerung gibt. Solche Fragen sollten also in Intelligenztests nicht vorkommen um niemanden zu benachteiligen.
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