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Psychologie (Fach) / Soziale Interaktion (Lektion)

Soziale Interaktion

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  • Soziale Interaktion bezeichnet das wechselseitige aufeinander bezogene Handeln von Akteuren, also das Geschehen zwischen Personen, die aufeinander reagieren, einander beeinflussen und steuern
  • Erläutern Sie anhand eigener Beispiele aus ihre universitären Alltag die verschiedenen Funktionen von Einstellungen Wissensfunktion Einstellungen helfen dem Individuum, sich zu orientieren, wie sie sich einem Gegenstand gegenüber verhalten sollten. Einstellungen können so zur Vereinfachung und Strukturierung von Umwelteindrücken beitragen, indem nicht ständig neue Informationen aufgenommen, verarbeitet und bewertet werden müssen, sondern durch die "Wahrnehmungsfilter" der Einstellungen eine schnelle Reaktion auf einen Einstellungsgegenstand erfolgen kann. Im universitären Kontext könnte sich bspw. unter Studierenden herumsprechen, dass ein Modul (zb. Psychologie) besonders anspruchsvoll sei. Dies könnte zu der Einstellung führen, dass es sich bei der Psychologie um eine sehr schwierige Wissenschaftsdisziplin handelt.
  • Erläutern Sie anhand eigener Beispiele aus ihre universitären Alltag die verschiedenen Funktionen von Einstellungen instrumentelle Funktionen Dies ist bspw. dann der Fall, wenn Einstellungen  dazu dienen, wünschenswerte Ziele (Belohnungen) zu erreichen und unangenehme Folgen (Bestrafungen) zu vermeiden. So könnte sich ein/ e Student/in bspw. den an seiner/ ihrer Universität weit verbreiteten Demonstrationen gegen Studiengebühren anschließen, obwohl ihm/ ihr bewusst ist, dass eine Abschaffung der Studiengebühren mit konkreten negativen Folgen für seine/ ihre zukünftigen Studienbedingungen verknüpft ist. In diesem Fall liegt die "Belohnung" in der sozialen Anerkennung durch die Kommilitonen/ innen, eine "Bestrafung" in Form einer möglichen sozialen Ausgrenzung wird auf diese Weise vermieden.
  • Erläutern Sie anhand eigener Beispiele aus ihre universitären Alltag die verschiedenen Funktionen von Einstellungen selbstwertdienliche Funktionen die Funktion bspw. fördert bei der Universität Vechta die Einstellung "An einer Universität zu studieren ist anspruchsvoller als an einer Fachhochschule" das leistungsbezogene Selbstwertgefühl
  • Erläutern Sie anhand eigener Beispiele aus ihre universitären Alltag die verschiedenen Funktionen von Einstellungen Funktion der sozialen Identität Demnach können Einstellungen dazu beitragen, die sozilae Identität zu definieren. Wenn ein/e Student/in sich bspw. in der Fachschaft für die Verbesserung der Studienbedingungen engagiert, ordnet er/sie sich der Gruppe der hochschulpolitisch engagierten Studierenden (Eigengruppe) zu und nimmt Abstand von der Gruppe der hochschulpolitisch nicht aktiven oder desinteressierten Studierenden (Fremdgruppe). Über die Identifikation mit den Werteb und Überzeugungen dieser Eigengruppen leistet er/sie wichtige personale Identitätsarbeit, stärkt und bekräftigt sein/ ihr Selbstkonzept.
  • Womit beschäftigt sich die Attributionsforschung? Die Attributionsforschung beschäftigt sich mit der subjektiven Ursachenzuschreibungen für menschliches Verhalten (das eigene oder das Verhalten anderer), es geht also NICHT um die "realen" / "objektiven" Ursachen. Nach Heider wird angenommen, dass Individuen im Sinne eines "naiven Wissenschaftlers" Kausalerklärungen für menschliches Verhalten suchen und dazu verschiedene Erlärungsdimensionen heranziehen, so etwa internale (personenbezogene) vs. externale (situativ begründete) Ursachen.
  • Warum attribuieren Menschen? Attributionen geben dem Menschen ein Gefühl der subjektiven Kontrolle. Das "Wissen", warum sich jemand in einer Situation auf eine bestimmte Art und Weise verhält, lässt die Antizipation seines künftigen Verhaltens zu. Insbesondere in Situationen, in denen ein unerwartetes Ergebnis bzw. Verhalten eintritt, wird aktiv nach kausalen Erklärungen gesucht, um die hieraus entstandene subjektive Unsicherheit zu reduzieren. Nach Weiner geschieht dieser Prozess in der Regel schemageleitet, d.h. automatisch und unbewusst
  • Nach Weiner lassen sich Attributionen auf verschiedenen Dimensiionen analysieren (Lokalität, Stabilität, Kontrollierbarkeit). Welche Ausprägungen dieser Dimensionen liegen jeweils bei einer Attribution auf Anstrengung, Begabung, Glück und Aufgabensch Anstrengung: internal, variabel, beeinflussbar Begabung: internal, stabil, nicht beeinflussbar Glück: external, variabel, nicht beeinflussbar Aufgabe: external, stabil, nicht beeinflussbar
  • kognitive Dissonanz bezeichnet einen als unangenehm empfundenen Gefühlszustand, der dadurch entsteht, dass ein Mensch mehrere Kognitionen hat Wahrnehmungen, Gedanken, Wünsche, Meinungen, Absichten und Einstellungen die nicht miteinander vereinbar sind
  • Welche Möglichkeiten gibt es, um kognitive Dissonanz zu reduzieren? Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Theorie der kognitiven Dissonanz und den Gleichgewichtstheorien? Die Reduktion kognitiver Dissonanz geschieht durch Addition konsonanter oder durch Subtraktion dissonanter Kognitionen (dies schließt auch die Änderung des eigenen Verhaltens ein). Die Theorie der kognitiven Dissonanz zählt zu der Gruppe der Gleichgewichtstheorie, da sie davon ausgeht, dass ein psychischer Spannungszustand entsteht, sobald relevante und miteinander in Zusammenhang stehende Kognitionen sich nicht in einem Gleichgewicht zueinander befinden.
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  • Forced-compliance Technik der forcierten Einwilligung durch "sanften Druck", Man bittet jemanden zb bei einer Diskussion einen Standpunkt zu vertreten der der bisherigen Überzeugung völlig widerspricht. Dadurch entsteht kognitive Dissonanz (Dissonanztheorie) und durch die dadurch bewirkte Spannung die Tendenz, eine Einstellungsrichtung in die Richtung des öffentlich bekundeten Standpunkts vorzunehmen
  • Was war das zentrale Ergebnis der Studie von Festinger & Carlsmith zu "Forced-compliance"-Situationen? Wie kann dieses Ergebnis a) aus Sicht der Dissonanztheorie b) aus Sicht der Selbstwahrnehmungstheorie interpretiert werden? Zentrales Ergebnis: Eine Einstellungsänderung (und damit eine Änderung der Kognitionen) ist dahingehend zu beobachten, dass die bearbeitete Aufgabe nicht mehr als langweilig, sondern als interessant erlebt wird Erklärung der Dissonanztheorie: bei 1 Dollar iat die Rechtfertigung für eine Lüge nicht hinreichend. Um Dissonanz zu reduzieren, ändern die Versuchspersonen ihre Einstellung und nehmen ihre Aufgabe als interessant wahr. Erlärung zur Selbstwahrnehmungstheorie: 1 Dollar ist kein abwertender Hinweisreiz, da es nur eine geringe Belohnung ist. Das eigene Verhalten wird folglich internal attribuiert, dadurch wir die Aufgabe als interessant wahrgenommen. Erklärung der Dissonanztheorie: Bei 20 Dollar ist die rechtfertigung für eine Lüge hinreichend, deshalb ist keine Einstellungsänderung erforderlich, die Aufgabe wird weiterhin als langweilig wahrgenommen. Erklärung der Selbstwahrnehmungstheoie: Bei 20 Dollar ist ein abwertender Hinweisreiz vorhanden, das eigene Verhalten (also die Lüge, dass die Aufgabe interessant gewesen ist) wird als Informationsquelle abgewertet, die Aufgabe wird weiterhin als langweilig wahrgenommen.
  • Implikationen logische Erklärungen
  • Welche Implikationen lassen sich aus den Ergebnissen zum Schönheitsstereotyp für das Handeln in pädagogischen Berufen schließen? Vor dem Hintergrund des positiv konnotierten Schönheitsstereotyps ("Was schön ist, ist gut.") werden physisch attraktive Menschen bspw. als kompetenter, geselliger, dominanter, selbstbewusster und gesünder eingeschätzt. Ferner ist wahrgenommene Atraktivität nicht nur durch Merkmale der wahrgenommenen Person an sich bestimmt, sondern zum erheblichen Teil auch durch die Wahrnehmenden selbst, also durch dessen Bedürfnisse, Stimmungen sowie der Situation, in der sich die Person aktuell befindet. Diese automatisiert ablaufenden Prozesse wirken sich auch auf das professionelle Handeln in pädagogischen Berufen aus, u.a. auf die Erwartungen, die Gestaltung der Interaktionsabläufe und die Leistungsbewertung. Hinzu kommt, dass Interaktion stets wechselseitig verläuft, also die positive / negative Haltung von Anderen wahr- und aufgenommen wird, hieraus resultieren positive / negative sich verstärkende Kreislaufprozesse. Zielführend ist eine Sensibilisierung für diese ansonsten automatisiert ablaufenden Vorgänge, um diese gezielt kontrollieren zu können, aber auch die Kommunikation mit anderen (etwa im Kollegium) oder Supervision (durch externe Professionelle) können als Kontrollmöglichkeiten fungieren