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Persönlichkeitspsychologie (Fach) / 3 Paradigmengeschichte 2 (Lektion)

Neurowissenschaftliches Paradigma Evolutionspsychologisches Molekulargentisches

Diese Lektion wurde von Kuram erstellt.

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  • 1. Neurowissenschaftliches Paradigma 4 Systeme Beginn Biologische Systeme-> Persönlichkeit Nervensystem - Neuropsychologie  Herz-Kreislauf-System- Kardiovaskuläre Psychophysiologie Hormonelles System- Psychoneuroendokrinologie Immunsystem- Psychoneuroimmunologie Beginn: Wundt 1874: Grundzüge der physiologischen Psychologie
  • 2. Neurowissenschaftliches Paradigma: Methodik Entwicklung Entwicklung des neurowissenschaftlichen Parameters beruht auf Entwicklung neuer Methoden -->Knapp 100 Jahre Forschung zwischen 1. Messung physiologischer Erregung und moderner fMRT   1889:Schweißdrüsenaktivität (Hautwiderstand) 1905: systolischer u distolischer Blutdruck 1924 Elektroenzephalogramm EEG 1983 ambulantes Monitoring mittels portablen Geräten 1990: Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT)  
  • 3Neurophysiologisches Parameter: Temperament 3As der Persönlichkeit Hippokrates 466-377 v. Chr. Eysenck 1953 Persönlichkeitseigenschaften bezüglich:   AFFEKT AKTIVIERUNG AUFMERKSAMKEIT   Hippokrates(460-377 v. Chr.): Pseudowissenschaftliche Psychoendokrinilogie mit 4 Temperamenten:   Saguiniker( Blut) Phlegmatiker (Schleim) Choloeriker (gelbe Galle) Melancholiker (schwarze Galle) Eysenck 1953: Erste empirisch begründete Temperamentsbeschreibung  entwickelt auf Basis von Temperamentsbeschreibungen in Fragebögen 2 Dimensionen Extraversion      Pole: Introvertiert (verschlossen, starkes Innenleben) und           Extravertiert(zugänglich, schwaches Emotionserleben, emotional expressiv) Neutotizismus     Pole: stabil- labil  
  • 4 Neurowissenschaftliches Paradigma - Temperament 1967:Erste neurowissenschaftliche Theorie des Temperaments wieso schwer überprüfbar? Neurotizismus --> Limbisches System Extraversion--> Aktivierungsschwelle des ARAS (Aktivierungsschwelle des aufsteigenden retikulären aktivierenden Systems :Extra- und introvertierte unterschiedliche Erregungsschwelle mit unterschiedlichem, nicht linearen Verlauf der Aktivierung mit steigendem Aktivierungspotential der Situation nur schwer überprüfbar  ->wegen begrenzten Methoden der Zeit -> wegen des nicht linearen Verlaufs
  • 5Neurowissenschaftliches Paradigma Von Eysenck angeregte Forschung Fahrenberg 1968 Gray 1982 Fahrenberg 1968: Multivariaiate Psychophysiologie ->Viele Paramaeter auf einmal messen in Labor, später auch als ambulantes Monitoring  Scheiterte an mangelnder Reaktionsköhärenz   Gray 1982 ~alternative Temperamentsbeschreibung    Verhaltensaktivierungssystem BAS beschreibt Impulsivität(Pole:extravertiert und instabil) Verhaltenshemmungssystem BIS beschreibt Gehemmtheit (intovertiert und instabil) vorallem soziale Gehemmtheit=Schüchternheit empirisch belegt (vorwiegend durch Tierexperimente)  
  • 6Neurowissenschaftlicher Ansatz Temperament Depue & Collins 1999   Ergänzung der Dimension : KONTROLLIERTHEIT (Überkontrolle-Unkontrolle) Bezug zu Transmittersystem: Neurotizismus-NA                                                                              Kontrolliertheit-Serotonin                                                                Extraversion: Dopamin     einfache Forschung funktionierte nicht,regte Forschung jedoch stark an -->Bis heute kein anerkanntes neurowissenschaftliches Therapiemodell   
  • 7Neurowissenschaftliches Paradigma: Intelligenz Zusammenhang IQ -relartive Gerhinrgröße Nervenleitgeschwindigkeit- mental speed Neuronale Effizienz Korrelation mit IQ kausal interpretierbar? Allgemein: Interaktionismus: Verhalten und Neuronale Schwacher Zusammenhang IQ und relativer Gehirngröße  (Messung mittels MRT, statistische Kontrolle von Alter,Körpergröße,Geschlecht)   Nervenleitgeschwindigkeit: Keine klaren Zusammenhänge mit mental speed test ==> Neuronale Effizienz: Bei zunehmender Aufgabenverttrautheit werden weniger Neuronen aktiviert-> räumlich differenzierte Aktivierung-> weniger Energieverbrauch Korreliert mit IQ   ABER: KEINE KAUSALE INTERPRETATION ERLAUBT :  Neuronale Prozesse u Strukturen können nicht nur als Ursache, sondern auch als Konsequenz von Verhalten angesehen werden--> Interaktionismus Allgemein gilt:Je nach Phänomen domminieren psychologische oder biologische Einflüsse aus Persönlichkeit  
  • 8Molekulargenetisches Paradigma 1866 Mendel 1942 Huxley-> Grundlage für Variationen innerhalb einer Art 1953 Watson, Crick: Genom Persönlichkeit und Allele Phenylketonurie und Chorea Huntington 1866 Mendel: Vererbungsregeln 1942:Huxley: Moderne Synthese der Evolutionsbiologie; Verknüpfung von Veerbungslehre,Evolutionstheorie, Genetik--> Gene und ALLELE (Gen-Variationen) als Grundlage für Variationen innerhalb einer Art 1953 Watson und Crick: Doppelhelixstruktur der DNA Genom= 2 X 23 Chromosome in jedem Zellkern (außer Ei und Spermazelle)+DNA in Mitochondrien (rein weiblicher Erbgang), insgesamt 240.000 Gerne(Abschnitte, auf Chromosomen) oft viele Allele pro Gen Persönlichkeit beruht auf individualtypischen Allelmustern Einfluss einzelner Allele auf Persönlichkeit wird deutlich durch Krankheiten, die durch nur ein pathologisches Gern verursacht: Phenylketonurie (auf 12.Chromosom) und Chorea Huntington (4. Chromosom)
  • 9Molekulargenetisches Paradigma QTL-> Logik Intelligenz Plomin Alzheimer Quantitative Trait Loci  ->Wenn 1 QTL 2% der Intelligenz erklären könnte, wären 25 QTLS nötig, um genetisch bedingnten Anteil von Intelligenzunterschieden zu erklären   Plomin 1994: 1. Versuch des molekulargenetischen Ursprungs von Normalvarianten erklären ->Kinder mit sehr niedriger und sehr hoher Intelligenz verglichen im Hinblick auf 60 häufige Allele von Genen, die an neuronaler Aktivität beteiligt --> Keine signifikanten Unterschiede ->nur 1 QTL (APOE Gen für Alzheimer) 3% gefunden
  • 10Molekulargenetischer Ansatz- Genomweite Assoziationsstudien SNPS ABER Erklärung von Körpergröße, IQ und Neurotizismus Lösung Young 2010 Davis 2011 Unterschiede in einzelnen Basenpaaren (SNPS= Single Nucleotide Polymorphisms) als Ursache für Persönlichkeitsunterschiede Problem: Mehrere Millionen SNPS, wenn man sicher gehen will, dass Zusammenhänge mit Persönlichkeitsmerkmalen nicht zufällig: Messlatte sehr hoch setzen ABER DANN: Eklären SNPS nur 5% der Körpergröße, obwohl die 80-90% genetisch bedingt und 3% von Neurotizismus und IQ Lösung: Korrelationen zwischen SNPS mit einbeziehen Young 2010: Körpergröße 50% augeklärt Davis 2011: IQ älterer Briten: 50% aufgeklärt   (Gesamteffekte beruhen jewehls auf tausenden von Genen)
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  • 11Molekulargenetisches Paradigma Alternative Sichtweise: Gen-Umwelt-Korrelation Indirekte Evidenz aus Adoptionsstudien Gen-Umwelt-Korrelation: Genetisher Effekt(Wirkung des Allels) ↔ Umwelt Indirekte Evidenz:Adoptionsstudien --> Zusammenhang :                                                                                    -Antisozialem Verhalten im Jugendalter                                                        -Genetische Risiken                                                                                             -Umweltrisiken   Genetischer Faktor könnte allerdings auch pränatal durch leibliche Mutter bedingt sein
  • 12Molekulargenetisches Paradigma Gen-Umwelt-Interaktion Crespi et. al 2002: Dunedin Longitudinal Study uVs,aV, Ergebnisse, Interpretation Erster Hinweis auf spezifische Gen-Umwelt Korrelation~ Abhängigkeit der genetischen Wirkung der von Umwelt Pbn: 442 Männer im Alter von 26 Jaren uV1: Erfahrene Kindesmisshandlung (leichte,wahrscheinlich,schwere) im Alter von 3-11 Jahren uV2: Ausprägung des MAOA-Gens auf X-Chromosom (bewirkt hohe vs. niedrige Aktivität des Enzymes MAOA) av: 4 Indikatoren für antisoziales Verhalten   Ergebnisse: Erfahrene Kindesmisshandlung erhöht Risiko für antisoziales Verhalten in Abhängigkeit des MAOA Gens--> Alle für unzureichende MAOA-Aktivität fördert bei Männern antisoziales Verhalten nach erfahrener Kindesmisshandlung -->Männer mit beiden Risikofaktoren 3x so oft verurteilt, wie Männer, die nur misshandelt und Gen für hohe MAOA Aktivität aufweisen -->Für schwere Delikte ist Verurteilungsrate sogar 4X so hoch! -->Genetisch bedingte MAOA-Aktivität scheint antisoziale Tendenzen nicht allgemein, sondern nur, im Zusammenhang mit erfahrener Kindesmisshandlung Ergebnisse häufig repliziert    
  • 13Molekulargenetisches Paradigma Gen-Umwelt Interakion Dunedin Longitudinal Study (Caspi et al. 2002): Welche Prozesse stehen hinter Korrelation: MAOA-Aktivität und Umweltbedingungen mit antisozialem Verhalten? ~Knock-out-Mäuse Vermittelnder Prozess: Das Enzym MAOA reduziert exzessive Produktion von:    Serotonin,  Noradrenalin  Dopamin,   (Treten hauptsächlich bei starkem Stress auf)  
  • 14Evolutionspsychologisches Paradigma Darwin 1859: Welche Mechanismen bedingen Phylogenese? Natürliche Selektion-Was heißt Survival of the fittest wirklich? Häufiges Missverständnis Erleben und Verhalten werden als Resulatat der Evolution betrachtet Darwin 1859: Entstehung der Arten (Phylogenese) :durch   Variation u  Selektion    ( damals noch nicht klar, was variiert, vererbt und ausgelesen wird, weil Genetik  Darwin noch unbekannt) Heute wissen wir: Genetik-- >Variation   Natürliche Selektion: Survival of the fittest oft als Überleben des Stärkeren missverstanden. Gemeint  sind aber durch Umwelt bedingte Reproduktionschancen von Allelen!!!
  • 15Evolutionspsychologisches Paradigma 4 Irrtümer bezüglich natürlicher Selektion 1. Fitness= f(Allel, Umwelt)--> nicht Merkmal eines Individuums>Veränderte Umweltbedingungen können veränderte Fitness bedeuten   2.Lebenserwartung ist sekundär; primär: Zahl der Nachkommen ->Fortpflanzungsvorteil! (Langes Leben ohne Fortpflanzung-> kein Selektionsvorteil)   3.Zivilisation (niedrige Kindersterblichkeit und gute medizinische Versorgung) setzt natürliche Selektion nicht außer Kraft! Verändert sie nur. Selektionsvorteile jetzt: Kinderwunsch, Nachlässigkeit bei Verhütung 4. Relevante Umwelt: Vor allem SOZIALE  ->Bei Menschen Intra und Intersexuelle Selektion
  • 16Evolutionspsychologisches Paradigma Intrasexuelle Selektion Intersexuelle Selektion Vor allem SOZIALE Umwelt nimmt auf natürliche Selektion Einfluss: Intrasexuelle Selektion: Rivalität innerhalb der Geschlechter: Selektionsvorteil= Allele, die Fähigkeit fördern Sexualpartner zu gewinnen und anzuschirmen   Intersexuelle Selektion: Attraktivität beim anderen Geschlecht -> Allele, die Verhalten,körperliche Erscheinung fördern, die vom anderen Geschlecht als attraktiv empfunden
  • 15Evolutionspsychologisches Paradigma Intrasexuelle Selektion Intersexuelle Selektion Vor allem SOZIALE Umwelt nimmt auf natürliche Selektion Einfluss: Intrasexuelle Selektion: Rivalität innerhalb der Geschlechter: Selektionsvorteil= Allele, die Fähigkeit fördern Sexualpartner zu gewinnen und anzuschirmen   Intersexuelle Selektion: Attraktivität beim anderen Geschlecht -> Allele, die Verhalten,körperliche Erscheinung fördern, die vom anderen Geschlecht als attraktiv empfunden   ->Natürliche Selektion beruht auf Fortpflanzungserfolg von Allelen, der beim Menschen wesentlich von der Intra-und Intersexuellen Selektion abhängt!
  • 16Evolutionspsychologisches Paradigma Hamltion 1965 Inklusive Fitness Edward Wilson 1975: Soziobiologie Ultimate Erklärungen Kritik an Soziobiologie William Hamilton 1964: inklusive Fitness: Reproduktionserlolg eines Alleles bei genetisch Verwandten fördert indirekt Verbreitung des eigenen Allels -> Erklärkt Hilfeverhalten bei vielen Tierarten-> stark adaptiv  Edward Wilson 1975: Soziobiologie : Evolutionsbiologie des Sozialverhaltens Erklärt Verhalten von Tieren durch ultimate Erklärungen (Verhalten durch Fortpflanzungsdruck eklärt-> Wie sich Individuen in evolutionärer Vergangenheit unter angenommenen Umweltbedingungen Verhalten hätten sollen) Kritik:   Biologische Zugänge zu sozialen Phänomenen bisher ignoriert Umwelt und damit zusammenhängene Fitness in evolutionärer Vergangenheit zu spekulativ, angenommener genetischer Einfluss auf entstandenes Verhalten nicht nachweisbar  
  • 17Evolutionspsychologisches Paradigma Soziobiologie: Proximate und Ultimate Erklärungen Einige Soziobiologen entschieden schon früh zwischen ulimaten und proximaten Erklärungen: Proximate Erklärung: Bereichs- und kontextspezifisch: Wie ist Verhalten konkret zustande gekommen? Ultimate Erklärung: Verhalten begründet durch Fortpflanzungsvorteile in evolutionärer Vergangenheit ->Evolutionsbiologische Annahmen nur komplett, wenn beide Formen vereint!
  • 17Evolutionspsychologisches Paradigma Soziobiologie: Neyer & Lang 2003: Emotionale Nähe zur Bezugsperson und genetische Ähnlichkeit -> Beispiel von Zusammenspiel proximaten und ultimaten Erklärungen Zusammenhang von ultimaten und proximaten Erklär Neyer & Lang 2003: Emotionale Nähe zur Bezugsperson und Verwandschaftsgrad uv: genetische Ähnlichkeit r (bei Verwandten r>0, bei nicht-Verwandten r=0) av: Beurteilte Nähe zur Bezugsperson -->Zusammenhang mit genetischer Verwandschaftsgrad und beurteilter Nähe (r≥ 0,5 --> z≈0.7) ABER: emotionale Nähe zum Partner besonders hoch (z=1.2), obwohl genetisch nicht verwandt Ultimate Erklärung: Hilfeleistung für genetisch Verwandte adaptiv, wegen inklusiver Fitness-> Helfe Verwandten Proximate Erklärung: genetisch Verwandtschaft-> Vertrautheit-> Vertrautheit -> Nähe: Helfe Vertrauten   PROXIMATE ERKLÄRUNGEN MÜSSEN NICH PRINZIPIEN DER ULTIMATEN ERKLÄRUNGEN ENTSPRECHEN --> relativ undabhängiges Eigenleben möglich PROXIMATE ERKLÄRUNGEN DÜRFEN ULTIMATEN ABER NICHT WIDERSPRECHEN  
  • 18Evolutionspsychologisches Paradigma: Soziobiologie EPM David Buss 1995 EMPS 2 Beispiele David Buss 1995: Evolutionspsychologie erfordert immer auch Angabe proximater Mechanismen in Form von bereichs- und kontextspezifischen, genetisch fixierten evolvierten psychologischen Mechanismen (EPM) -EPMS sind ultimat verständlich und genetisch vererbt 1. Beispiel: starke Schlangenangst bei 25% der Mitteleuropäer 2. Beispiel: Hilfeverhalten bei Vertrauten
  • 19Evoltionspsychologisches Paradigma der Persönlichkeitspsychologie:Zwei Prinzipien der Erzeugung evolutionär stabiler Persönlichkeitsunterschiede Persönlichkeitsunterschiede beruhen auf:   Frequenzabhängiger Selektion Konditionale Entwicklungsstrategien  
  • 20Evolutionspscholgoisches Paradigma: Frequenzabhängige Selektion zwingend 1:1 Verhältnis? Beispiel: Geschlechterverhältnis Frequenzabhängige Selektion: Fitness eines Gens abhänhig von Häufigkeit in Fortpflanzungspopulation stabilisiert genetische Unterschiede innerhalb Population-> Muss nicht in 1:1 Verhältnis resulieren, führt aber zu evolutionär stabilem Verhältnis Wegen frequenzabhängige Auslese ist Fitness von Persönlichkeitseigenschaften oft relativ zu anderen Eigenschaften zu sehen   Häufigkeit in der Fortpflanzungsgemeinschaft ab Beispiel: Geschlechterverhältnis ist 1:1 zum Zeitpunkt der maximalen Fruchtbarkeit um 18 Jahre (vorher mehr Jungen, später mehr Frauen, wegen höherer Sterblichkeitsrate von Jungen. Wäre Verhätlnis unausgeglichen, könnte selteneres Geschlecht Gene besser verteilen und es gäbe auf lange Sicht einen Überschuss)
  • 20Evolutionspsychologisches Paradigma: Frequenzielle Selektion Beispiel: Sozisexualität (Gangestad & Simpson, 1990) Soziosexualtität von Frauen (Gangestad&Simpson 1990) av: Anzahl Sexualpartner von Frauen uv: Kriterien für Partnerwahl : (beide fördern Reproduktionserfolg)   Investitionen des Mannes in Kinder Gure Gene bzgl Gesundheit und sexueller Attraktivität uv: Verfügbarkeit von Sexualpartnern   Problem: sexuell attraktive Männer sind weniger treu und investieren deshalb weniger in Kinder Wegen intrasexueller Rivalität resultieren zwei alternative frequenzabhängige Strategien: * restriktiv: Sicherung eines investierenden Mannes * unrestriktiv: viele Männer mit "guten Genen"
  • 20Evolutionspsychologisches Paradigma Konditionale Entwicklungsstragetegien Beispiel: Värerliche Investitionen in Kinder Konditionale Entwicklungsstrategien=genetisch fixierte EPM, die die Individualentwicklung in Abhängigkeit von Umweltbedingungen unserer evolutionärer Vorfahren in jeweils adaptive Richtungen lenken: Umwelt 1 --> Eigenschaft 1 Umwelt 2 --> Eigenschaft 2   Beispiel väterliche Investition in eigene Kinder  reiche Umwelten --> geringe Investition, viele Kinder arme Umwelten --> starke Investition in wenige Kinder   (weil Überleben der Kinden bei Reichen leichter gesichert)
  • 20Evolutionspsycholgie Konditionale Entwicklungsstrategien Draper & Harpending 1982: Fürsorge des Vaters und sexuelle Reifung der Tochter Replizierende Studien Mögliche Proximatr Erklärung Konditionale Entwicklungsstrategien Draper & Harpending 1982: Grad der väterlichen Anwesenheit in der frühen Kindheit bedingt konditionale Entwicklungsstrategie bei Mädchen: -->Väterliche Anwesenheit als Indikator für spätere soziale Umwelt Vater anwesend --> späte Geschlechtsreife (viel Zeit nehmen, um guten, Mann mit vielen Ressourcen zu finden) Vater abwesend --> frühe Geschlechtsreife (möglichst schnell Kinder bekommen)   Wurde empirisch in mehreren Kulturen bestätigt Möglicher proximater Mechanismus: Beschleunigung der weiblichen Reifung durch Geruchsstoffe nichtverwandter männlicher Artgenossen (da Regelblutung enger mit Anwesenheit von Stiefvätern und Freunden der Mutter als mit Abwesenheit des Vaters korreliert)