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Psychologie (Fach) / PS 2.1 / 2.2 Sitzung 10 (Lektion)

Selbst & soziale Identität Konformität & der Einfluss von Majoritäten

Diese Lektion wurde von leokarola erstellt.

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  • Sherif & der autokinetische Effekt (Bedingungen) Bedingung:Die Versuchspersonen schätzten im ersten Durchgang das Ausmaß der Bewegung alleine ein, danach in Zweier- oder Dreiergruppen Bedingung:Die Versuchspersonen schätzten das Ausmaß der Bewegungen in den ersten drei Durchgängen in einer Gruppe ein, im letzten Durchgang allein
  • Sherif & der autokinetische Effekt (Ergebnisse) Bedingung: Personen entwickeln einen eigenen Bezugsrahmendie Gruppe nimmt Einfluss auf diesen Bezugsrahmen Bedingung: die Gruppe einigt sich auf einen Bezugsrahmendieser bildet auch in der isolierten Situation die Grundlage für die Schätzung
  • Das Staunen des Solomon Asch Welche Linie ist genauso lang wie die Linie auf dem linken Bild? Ergebnisse: ca. 75% der Leute passten sich an & wählten die falsche Antwort dabei wurde die Zahl noch größer, je mehr andere 'Testpersonen' da gewesen sind
  • Mechanismen für konformes Verhalten informativer Einfluss: in einer uneindeutigen Situation wird das Urteil anderer als wertvoll herangezogen (Orientierungshilfe) normativer Einfluss: Menschen passen sich häufig dem Verhalten an, welches sie bei anderen Menschen wahrnehmen, obwohl sie im Grunde genommen von dem Gegenteil überzeugt sind Unterscheidung: öffentliche vs. private Zustimmung
  • Bedingungen konformen Verhaltens in Gruppen Gruppenziel (Belohnung) Status innerhalb der Gruppe (niedrig, mittel, hoch) wahrgenommene Kompetenz der anderen Größe der Majorität (bis zu einem gewissen Grad) Einigkeit der Majörität aber: verfügt der Proband über eine unterstützende Person, verringert dies die Konformitätsneigung signifikant
  • Selbst & Identität Selbst ('self') & Identität ('identity') sind Platzhalter für eine Gesamtheit psychologischer Erfahrungen (Gedanken, Gefühle, Motive...), welche das Verständnis einer Person von ihrem Platz in der sozialen Welt widerspiegeln Differenzierungen: Selbst: individualistische Sichtweise, Genese durch interpersonale Beziehungen (kognitive Selbstrepräsentation)(soziale) Identität: Betonung der zentralen Rolle der Gruppenzugehörigkeit --> kohärenter Erlebens- & Bewusstseinsstrom (Reziprozität (=Wechselseitigkeit) von Person & sozialer Umwelt)
  • Selbstkonzept (self-concept) als kognitive Repräsentation der eigenen Person generelles Selbstkonzept:    akademisches Selbstkonzept: Englisch, Geschichte, Psychologie...   soziales Selbstkonzept   emotionales Selbstkonzept  
  • Selbstschemata (als grundlegender Teil des Selbstkonzepts) kognitive, auf Erfahrung basierte Verallgemeinerungen über das Selbst, die die Verarbeitung selbstbezogener Informationen die in den sozialen Erfahrungen des Individuums enthalten sind, organisieren & lenken Quellen der Selbsterkenntnis: Introspektion (Selbstbeobachtung)                                                soziale Vergleiche
  • das Selbst als Regulationsprozess (Funktion) Selbstregulation: Kontrolle & Lenkung des eigenen Verhaltens, um angestrebte Ziele zu erreichenProblem: Diskrepanz zwischen Real- & Idealselbst Selbstwirksameitserwartung (Bandura, 1997):subjektive Erwartung bezogen auf die eigene Fähigkeit bestimmte Bereiche der eigenen Umwelt kontrollieren zu können
  • Selbstwertgefühl & Selbstbewertung Selbstwertgefühl:Einstellung gegenüber der eigenen Person auf einer Bewertungsdimension von negativ bis positiv(evaluative Dimension des Selbst vs. Selbstkonzept = deskriptive Dim.) Selbstbewertung:Bewertung des eigenen Selbst (bspw. der eigenen körperlichen Erscheinung) anhand internalisierter sozialer Normen
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  • selbstwertdienliche Strategien selbstwertdienliche Attribution: Ich bin schlecht in Mathe, weil der Lehrer den Stoff nicht gut erklärt. Selbstbehinderung:Sabotage der eigenen Leistung, um im Nachhinein eine Entschuldigung für eventuelle Misserfolge zu haben Selbstbestätigung:Ich habe zwar schlechte Noten, dafür bin ich aber ein treuer & zuverlässiger Freund. abwärtsgerichtete soziale Vergleiche:Ich habe zwar in Deutsch schlechte Noten, aber meine Freundin ist in fast allen Fächern schlechter als ich.