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Psychologie (Fach) / PS 2.1 / 2.2 Sitzung 9 (Lektion)

kognitive Gleichgewichtstheorien Intelligenz & Kreativität

Diese Lektion wurde von leokarola erstellt.

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  • Leon Festinger Leon Festinger (1919-1989)US-amerikanischer Sozialpsychologe beschäftigte sich mit der Theorie der kognitiven Dissonanz & der Theorie der sozialen Vergleichsprozesse Schüler Kurt Lewins 1957: a Theory of Cognitive Dissonance
  • die Theorie der kognitiven Dissonanz Kognitionen stehen in Relationen zueinander, wobei es zwei Arten von Relationen gibt: konsonante Relation & dissonante (unvereinbare) Relation eine individuelle (freiwillige) Entscheidung  zwischen verschiedenen Alternativen erzeugt auch widersprechende Informationen, welche die eine oder andere Verhaltenstendenz nahe legen. diese Widersprüche erzeugen kognitive Dissonanz. jedes Individuum ist motiviert, Dissonanz zu reduzieren. Dissonanz: Ich rauche. Rauchen ist tödlich.Konsonanz: Ich rauche. Rauchen beruhigt mich.
  • kognitive Dissonanz wird wahrscheinlich... nach einer Entscheidung zwischen attraktiven Alternativen (Heirat...) nach einer Fehlentscheidung (Fehlkauf...) nach dem Scheitern hinsichtlich eines Ziel, für das man große Anstrengung auf sich genommen hat (sportlicher Wettkampf...) bei Entscheidunen, die ohne 'guten Gründe' konträr zu eigenen Wertvorstellungen, Überzeugungen oder konkretem Wissen getroffen werden (delinquentes Verhalten...)
  • Methoden der Dissonanzreduktion Addition konsonanter Kognitionen:z.B. Rauchen sieht gut aus. fast alle meiner Freunde rauchen. es gibt 90jährige, die immer geraucht haben... Subtraktion dissonanter Kognitionen:z.B. Ignorieren, Verdrängung (Prüfungsangst...), Verleugnung der Handlungsfähigkeit ('Ich bin leider nikotinsüchtig...') oder eine externe Rechtfertigung (Gruppenzwang) Änderung des Verhaltens:z.B. das Rauchen einstellen
  • Experiment von Festinger & Carlsmith (1959) 71 Studierende führen langweilige Aufgaben aus dieses Experiment soll zukünftigen Teilnehmern jedoch als hochinteressant beschrieben werden (forced compliance-Situation) eine Gruppe bekommt 20 Dollar für die Teilnahme am Experimenteine andere Gruppe bekommt 1 Dollar für die Teilnahme am Experiment Ergebnis: Studierende der 1-Dollar-Bedingung fanden das Experiment interessanter. es wird ein situatives Verhalten gezeigt, das mit dem eigenen Überzeugungssystem im Grunde nicht kompatibel ist
  • zum Konstrukt der Kreativität intellektuelle & nichtintellektuelle (motivationale, einstellungs- & temperamentsmäßige) Persönlichkeitszüge = Grundlage für produktive, originale, schöpferische Leistungen (Umordnen, Planen, Entwerfen...) Aufbruch in der Forschung durch Guilford (1950), bislang jedoch definitorisch noch nicht ausreichend abgegrenzt zu verwandten Konstrukten
  • zum Zusammenhang zwischen Intelligenz & Kreativität hohe Intelligenz ist nicht gleichbedeutend mit Kreativität, aber hohe Kreativität setzt eine überdurchschnittliche Intelligenz unabdingbar voraus.
  • Intelligenzmodelle: Charles Eduard Spearman (1927) Spearman: Entdeckung: Testleistungen bei verschiedenen Fähigkeitstest korrelieren hoch Schlussfolgerung: alle kognitiven Leistungen basieren auf einer allgemeinen Intelligenz --> Generalfaktor (g-Faktor), lernunabhängig Unterscheidung zwischen Faktoren/Dimensionen der Intelligenz--> neben g-Faktor existiert die spezifische Intelligenz (s-Faktor) aufgabenabhängig
  • Intelligenzmodelle: Charles Eduard Spearman (1927) Spearman: Entdeckung: Testleistungen bei verschiedenen Fähigkeitstest korrelieren hoch Schlussfolgerung: alle kognitiven Leistungen basieren auf einer allgemeinen Intelligenz --> Generalfaktor (g-Faktor), lernunabhängig Unterscheidung zwischen Faktoren/Dimensionen der Intelligenz--> neben g-Faktor existiert die spezifische Intelligenz (s-Faktor) aufgabenabhängig
  • Intelligenzmodelle: Cattell's Einteilung (1987) flüssige / fluide Intelligenz (Informationsverarbeitung, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Schlussfolgern) --> genetisch fixierte Basis für.... feste / kristalline Intelligenz (Wortschatz, mathematische Fähigkeiten)--> stark sozialisatiosbedingt
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  • Intelligenzmodelle: Sternberg (1985) triarchische Theorie analytische IntelligenzFähigkeit des Erwerbs sowie der Verarbeitung von Informationen zusätzlich Metakognitionen kreative IntelligenzAustausch von neuen Anforderungen mit bestehenden Erfahrungen (erfahrungsbasiert, mit analytischer Intelligenz interagierend) praktische Intelligenzalltagsbezogene Fähigkeit zur Umweltanpassung & -beeinflussung im Hinblick auf die Sicherung von Überleben & Bedürfnissen
  • zur Entwicklung des Intelligenztests: Binet Alfred Binet erhielt 1895 den staatlichen Auftrag, Tests zu entwickeln, die 'gute' & 'schlechte' Grundschüler prognostizieren Grundannahme: jüngere Kinder lösen nur die leichten Aufgaben, ältere Kinder lösen die leichten & schweren Aufgaben Ermittlung der Intelligenz durch Binet: Lebensalter des Kindes verglichen mit der Altersgemäßheit (Schwierigkeit) der gelösten Aufgaben --> altersgemäß / unterdurchschnittlich / überdurchschnittlich Hauptproblem: Binet unterstellt eine lineare Intelligenzzunahme
  • zur Entwicklung der Intelligenztests: Stern Stern führte 1912 den Intelligenzquotient (IQ) ein IQ= Intelligenz- bzw. Leistungsalter / Lebensalter x 100
  • zur Entwicklung von Intelligenztests: Wechsler Wechsler führt 1939 den Abweichungs-IQ ein: ein Vergleich der Werte des Probanden mit dem arithmetischen Mittel einer Vergleichsstichprobe, IQ als Ausdruch für den Abstand des Wertes des Individuums vom Gruppendurchschnitt
  • Erklärung der interindividuellen Unterschiede in der Intelligenz genetische Anlagen die zu geistiger Retadierung führen (Down-Syndrom, Phenylketonurie (PKU)) angeborene oder konstitutionelle Faktoren (Alkoholmissbrauch, Fehlernährung oder Rötelinfektion der Mutter während der Schwangerschaft, perinataler Sauerstoffmangel Umweltfaktoren (schwerster Vitaminmangel, Betreuer-Kind-Interaktion, individuelle Förderung
  • Intelligenzminderung - Phenylketonurie (PKU) PKU wird durch ein defektes Gen rezessiv vererbt der Überschuss des Eiweißbausteins kann nicht abgebaut werden, da diese Enzymfunktion fehlt --> in den ersten Lebensjahren kann dies zu einer bleibenden geistigen, teilweise auch körperlichen Fehlentwicklung führen. PKU ist nicht heilbar, aber gut behandelbar--> Eiweißarme Ernährung im ersten Lebensjahrzehnt